Wer frisch nach Nova Scotia kommt, der muss im Nationalpark wandern gehen und vom Strand aus Robben gucken, so will es das Gesetz. Erstmal aber gibt es morgendlichen Reboot, Frühstück, alle machen sich fertig usw.

Dann irgendwann Aufbruch, erstmal ins Städtchen. Der Liebste macht Besorgungen im Baumarkt, der Rest geht zum Bäcker und kauft verschiedene Sauerteig- und Vollkornbrote (ze Germans are here) sowie Kekse und Scones als Wegzehrung. Und nochmal eine halbe Stunde Fahrt, dann sind wir da. Nochmal Sonnencreme nachlegen und auf geht’s. Eine halbe Stunde lang durch den Wald und über die Heide und dann sieht man schon das Meer und den Strand.

Das Teilzeitkind erinnert sich, dass es genau hier vor Jahren einen seiner ersten kanadischen Geocaches gefunden hat und greift gezielt und ohne GPS an die richtige Stelle, um ihn den anderen zu zeigen. Dann geht es weiter bis ans Wasser.



Strand und Wasser sind sehr schön, die Robben weiter hinten mit bloßem Auge zu erkennen (kaum aber durch Kameralinsen). Arschkalt ist das Wasser allerdings auch, trotzdem müssen alle zwischen 6 und 85 einmal rein – mindestens bis zu den Knöcheln. Nur das Nifftenkind – qua Größe – und das Teilzeitkind – qua Teenagerwagemut – schaffen es tiefer.
Wenig später kündigen eisige Winde einen Wetterumschwung an und wir machen uns auf den Rückweg. Der Liebste, das Teilzeitkind und ich machen noch einen Abstecher zum Supermarkt, werden auf dem Weg zum Auto ein bisschen nass, dann treffen wir uns alle wieder im Haus in der Bucht und schauen von innen zu, wie außen die Welt untergeht.
Zum Abendessen gibt es die lokale Sommerspezialität Hodge Podge, für ze Germans noch mit extra Bratwürsten dazu (Honig-Knoblauch bzw. Tomate-Basilikum).

Dann sitzen wir noch ein wenig zusammen und erzählen, bis das Nifftenkind fast auf mir einschläft und von seinen Eltern ins Cottage gefahren wird. Der Rest hält heute bis gegen halb 11 durch.
