02.07.2026 – Premiere

Wie sich gestern Abend schon ankündigte war die Nacht wieder nicht ganz so erholsam, aber immer noch besser als andere. Zwischendrin spiele ich eine Weile mit Noosa und verfolge auch kurz, was beim Fußball passiert, aber immerhin, ohne mich richtig emotional zu investieren. Endgültig vorbei ist die Nacht dann vor dem Weckerklingeln, aber zu einer humanen Zeit.

Es folgt der übliche morgendliche Reboot, dann ein Frühstück auf dem Balkon und ein Sencha To Go, denn heute habe ich einen Termin im Süden. Zum Glück bin ich sehr früh unterwegs, denn aktuell gibt es dort Probleme mit der S-Bahn, deren Umgehung zumindest in der BVG-App nicht realitätsgemäß abgebildet ist. Ich fahre schließlich ganz anders als normal und brauche dementsprechend länger. Trotzdem bin ich immer noch überpünktlich und habe Gelegenheit, mich ausreichend zu sammeln und akklimatisieren.

Der Termin selbst ist dann ein sehr angenehmer und anregender und es wird viel gelacht. Tolle Gesprächspartnerinnen, gerne wieder!

Hinterher nutze ich die örtliche Nähe zu Südberlin und treffe den Liebsten auf ein Mittagseis (Zitrone Primo Fiore, Guave Caribe, Foto irgendwie vergessen). Mit dem Eis geht es in die Liebstenhöhle, in der ich dann weiterarbeite.

Später nehme ich nochmal einen anderen Weg zurück in den Pberg, mit Halten in Mitte und Ecke Schönhauser, um Besorgungen für eine Festivität zu machen.

Zuhause dann erstmal Essen zubereiten, das Mittagseis war lecker aber nicht allzu sättigend. Es ist schon wieder ein ziemlich heißer, wenn auch kein offizieller Hitzetag, drum gibt es die Pasta mit kalten Toppings – eingelegte Artischocken und Kapernäpfel, Roma-Tomaten. Dazu ein Tonic mit Gurkenscheiben als erfrischende Gin-Tonic-Simulation.

Als das Spanien-Österreich-Spiel immer näherrückt, werfe ich gedanklich diverse weitere Essensmöglichkeiten hin und her, irgendwas soll noch hinein in den Magen, aber der eigentlich vorgesehene Wassermelone-Feta-Salat erscheint nicht ganz richtig, Stulle hatte ich heute Morgen schon, was Süßes auch… Ich schleiche mehrmals um verschiedene Bestelldienste herum (Mozzarella-Sticks? Wan Tans? Wareniki?), dann kommt mir die Eingebung: Ich habe da ja diesen Speiseföhn (allgemeingültige Bezeichnung, zumindest in meiner Mastodon-Timeline) zum Geburtstag bekommen und ihn bisher nicht eingeweiht. Wenn ich jetzt den Feta einfach…?

Kurz gegoogelt, beherzt losgelegt! Einfach den kompletten Feta auf die Crisper-Platte, 8 Minuten bei 200 Grad. Die Zeit reicht knapp, um Melone und Minze in verzehrfertige Stücke zu schneiden und mit Olivenöl und Pfeffer zu bewerfen. Dann piept der Föhn auch schon und der „frittierte“ Feta sieht umwerfend aus und riecht auch so. Das Herausholen zerstört die Optik ein wenig (Einkaufsliste: Backpapier in passenden Zuschnitt, dann kann ich ihn nächstes Mal elegant vom Papier auf den Teller gleiten lassen), aber boah ist das lecker!

Ich mampfe die ganze Portion in Rekordzeit weg, als das Spiel angepfiffen wird ist kaum noch was da. Nach Abkühlung kommen Teile des Föhns in die Spülmaschine und ich plane, zukünftig weniger zu kochen und zu bestellen und mehr zu föhnen! Inspirationen dazu gerne in die Kommentare, die Liebstenschwester reichte bereits „in Olivenöl und Parmesan gewälzte Gnocchi“ an.

Das Spiel ist dann ganz nett und endet erwartbar mit einem hohen spanischen Sieg, zu dem ich überraschend leckere gebrannte Mandeln mit Kirsch-Zimt-Bestäubung knabbere, die die Ellis mir aus dem Baltikum mitgebracht haben, die letzte Premiere dieses Tages! Direkt danach wandern Noosa und ich ins Bett weiter.