Heute mal ein bisschen kanadischen Alltag leben, so wie er auch fernab vom Meer stattfinden könnte.
Beim morgendlichen Kaffeekochen gesehen, dass jemand die nachreifenden Tomaten draußen vergessen hat und ein anderer jemand (höchstwahrscheinlich Waschbär), das ganz nett von uns fand.
Frühstück dann heute mal drinnen, weil es regnet, danach in Ruhe den morgendlichen Reboot beenden und ein bisschen lesen, während meine Mama und das Teilzeitkind Hummus zubereiten und dann drei Varianten zum Taste Test anbieten.

Bald darauf brechen wir zu dritt ins andere Städtchen auf. Erst geht es in den Baumarkt, ein paar Dinge holen, die es gerade im Sale gibt. Dann fahren wir weiter zur Mall und frequentieren verschiedene Klamottenläden. Ich hatte Hosen auf meinem inneren Einkaufszettel – Kleidung in Nordamerika ist ja vergleichsweise immer so schön günstig – und werde im gleichen Laden, in dem ich auch die letzten Jahre immer war fündig. Am Ende sind es zwei Hosen, ein Rock und zwei Tops, die in meine Tüte wandern. Das Teilzeitkind probiert auch einiges an und bekommt zwei Tops. Währenddessen hat der Liebste sich Socken gekauft und dann bekommen wir im Laden nebenan jede*r noch einen Hoodie. Läuft bei uns.
Um 16 Uhr wollen wir im Pub sitzen und das Halbfinale Spanien-Frankreich gucken. Da wir bis dahin noch ein bisschen Zeit totzuschlagen haben, jagen wir noch eben erfolgreich zwei Geocaches.

Im Pub dann sind wir neben einer anderen Person die einzigen, wie wirklich wegen des Fußballs da sind. Ein paar Stammgäste an der Bar sind wegen des Bieres da und gucken nebenbei Fußball, bleiben aber nicht bis zum Ende. Der Tenor ist: „Viel zu lasch die Profis heutzutage“, weil die Fußballer halt schon sehr leiden für ihre Freistöße und überhaupt wäre sowas Harmloses im Hockey ja noch lange kein Foul! Wir amüsieren uns und freuen uns nebenbei über erstes kanadisches Essengehen in diesem Urlaub.



Da Frankreich überraschend schlecht spielt, braucht es keine Verlängerung und wir können gegen 18 Uhr den Pub verlassen und in den Supermarkt fahren. Hier noch eben weitere Einkäufe erledigen und dann geht es zurück nach Hause.

Wir setzen uns noch ein Weilchen auf die Terrasse, essen Erdbeeren, trinken Bier und gucken aufs Wasser. Es ist Flut und leicht diesig von den Waldbränden weiter westlich. Die Robben sind ausgelassen und kommen relativ nah ans Ufer.

Kurz vor 9 wird es frisch draußen und wir wechseln nach Drinnen, lesen und halten noch bis gegen 22 Uhr aus, bevor wir schon wieder hundemüde ins Bett fallen.