Da ich ja so früh ins Bett gegangen bin, startet der Teilzeitkindgeburtstag um Mitternacht zwar mit einem Stille-Post-Happy-Birthday am Lagerfeuer, aber leider ohne mich. Zum Glück haben wir vorher noch den offiziellen Geburtstagsspruch festgelegt: „Hör auf mich zu reizen, ich bin jetzt dreizehn!“ Passend können wir!
Der Tag beginnt trotz allem früh. Der Liebste kocht Kaffee, ich gratuliere dem Kindelein und dann liegen wir noch einen Moment wie früher zu dritt im Bett und gucken uns Fotos aus des Teilzeitkinds Wirken der frühen Jahre an. Dann fahren die Beiden in die Stadt zum Telefonempfang und telefonieren mit der Teilzeitkindmama, während die Liebstenschwester und ich den Geburtstagstisch vorbereiten.

Als die Beiden zurück sind, holen wir das Nifftenkind dazu, zünden die Kerzen auf dem Kuchen an und dann darf das Teilzeitkind Geschenke auspacken. Es folgt ein großes Frühstück mit Pancakes, Rührei und insgesamt vier Kuchen – Quarktorte ohne Boden von mir, Zitronenkuchen mit Schokoladenchips vom Liebsten, Brownies mit Nutella, Erdbeeren und Puderzucker von den Kindern und einer Frischkäsetorte mit Erdbeeren von einer der anderen Familien.


Natürlich lassen die anderen 12 Kinder und ihre Eltern nicht lange auf sich warten und es gibt mehr Gratulationen und Geschenke im Tausch gegen Kuchen.
Danach verteilen sich die Meuten wieder ein wenig und ich gehe erstmal in Ruhe zum Internet und erledige meinen morgendlichen Reboot, bevor ich mich den anderen am See anschließe und auch wieder eine Weile schwimme.
Als es vom See zurück geht, werden die Kinder an einem der Zelte mit Nudeln verköstigt, während die (meisten) Väter (und einige Mütter/Kinder) sich mit dem Boccia-Spiel einmal um den See battlen.
Der Liebste, ich und eine andere Mutter schnappen uns dann sieben Kinder und fahren mit ihnen ins Städtchen zur Eisdiele. Je nach Alter gibt es eine oder zwei Kugeln in Becher oder Waffel (dem Nifftenkind reicht noch eine) und dann sitzen die großen Kinder mit ihrem Eis in einem großen schattigen Baum während die Erwachsenen es sich unten mit dem Nifftenkind bequem machen.

Nach dem Eis ist vor dem Grillen und so fahren wir bald wieder zurück. Der Liebste baut unsere Hütte und Terrasse zur Public-Viewing-Area um, während ich mit einigen der anderen Erwachsenen eine Runde Hitster spiele.

Um 19:30 dann großes Fernseh-Event: Einer der Väter war am Nachmittag aufgebrochen, um im Fernsehstudio Dienst zu tun und wir gucken ihm jetzt eine halbe Stunde live beim Arbeiten zu und zählen, wie oft er vorher mit uns vereinbarte Stichwörter in der Sendung unterbringen kann. Also die Kinder zählen, die Erwachsenen trinken jedes Mal einen Schluck und sind dann schon sehr heiter, bevor die ersten Würste fertig sind. (28, insgesamt.)


Zum Glück müssen wir jede Menge Reste weggrillen, so dass der Alkohol im Nachhinein eine Basis bekommt.
Irgendwann kommen die Kinder und wollen Filmabend machen. Es gibt ja wie gesagt kein Internet, von daher sind sie etwas irritiert, dass sie einfach den Fernseher manchen und zappen sollen. „Aber dann können wir uns ja gar keinen Film aussuchen? Können wir uns nicht einfach irgendwo einloggen?“ – die Jungend von heute!
Zwei Stunden nach Sendungsende (die Kinder sind bei einer Reality-Dating-Show gelandet) kommt der Fernsehvater wieder an und wir feiern gemeinsam seine Glanzleistung. Dann bringt er sein kleines Kind ins Bett und nach und nach verschwinden auch alle anderen Kurzen in den Federn. Das Teilzeitkind dürfte noch aufbleiben, findet es aber alleine unter Erwachsenen dann doch zu langweilig und geht gegen 23 Uhr auch schlafen und ich folge ihm um Mitternacht.