Denn für dieses Leben….

Ein schönes YouTube-Fundstück. Bertolt Brecht singt sein „Lied von der Unzulänglichkeit des menschlichen Strebens“ und kreative Menschen machten dazu einen voll modernen Videoclip. 🙂

Programm für ein sinnstiftendes Wochenende

Leider etwas verspätet (Ursachen: zwei Stunden Arbeit und eine benutzerunfreundliche Vodafone-Webseite) beginnt jetzt das Wochenende. Und es soll ein großartiges werden. Amongst other things:

  • Kochen mit Freunden
  • Tanzen und/oder Filme gucken
  • Frühstücken oder Brunchen gehen
  • Flohmarkt
  • Grillen
  •  

    Auf jeden Fall viel Konversation, viel raus aus der Wohnung, viel Leben. Auf gehts.

    Weil die Zeit sich so beeilt

    Ich mag meinen Job. Wirklich. Oft glaubt man mir das nicht, wenn ich von Überstunden erzähle, Wochenendeinsätzen, Problemen in den Arbeitsabläufen etc. Aber es ist so: Ich mag meinen Job. Er ist in vielerlei Hinsicht genau die Art von Job, die ich brauche und ich habe jeden Tag eine Menge Spaß dabei. Was aber stört ist, dass ich nach nur wenigen Tagen im Büro anfange, nachts von der Arbeit zu träumen. Und dass die Wochen so schnell vorbei sind.

    Ich fühle mich immernoch so, als sei das Wochenende gerade erst gewesen. Irgendwas am Anfang der Woche muss doch sein, so nah sind Tretbootfahren, Minigolf spielen, Quatschen mit Freunden, beim Umzug helfen… Dabei ist morgen schon wieder Freitag. Hab ja auch nix weiter gemacht, außer zu arbeiten, fernzusehen, im Internet rumzuhängen und zu schlafen. Passiert halt nicht viel. Es fehlt die Muße zum wirklich erleben. Und dann fällt einem auch nix ein, wenn man ein Gespräch führen möchte, nur irgendso ein banaler Scheiß. Es wird wieder Zeit für neuen Input… Spätestens, wenn auch dieser Freitag überstanden ist.

    Die Magie der Daten

    Es ist bloßer Zufall, wann jemand geboren wird. Und wie dieser Tag benannt wird, hängt vom jeweiligen Kalender ab. Auch Zufall, dass wir uns irgendwann mal auf einen weltweiten Standard geeinigt haben. Nichtsdestotrotz haben Geburtsdaten und die Beschäftigung damit einen gewissen Reiz – zumindest für mich. Vielleicht liegt es daran, dass mir schon als kleinem Kind immer gesagt wurde, dass mein Geburtstag der Sommeranfang sei und der längste Tag des Jahres.

    Später habe ich als Teenager enthusiastisch die Geburtsdaten (und Sternzeichen) meiner Lieblingsstars auswendig gelernt und – da ich ein sehr gutes Datums-Gedächtnis habe – man könnte mich auch heute noch nachts wecken und ich könnte mit 100prozentiger Sicherheit sagen, dass Barby Kelly am 28.04. geboren ist, Brad Pitt am 18.12., Johnny Depp am 09.06. oder Taylor Hanson am 14.03. Und wenn ich dann im realen Leben jemanden treffe, der an so einem Datum Geburtstag hat, fällt mir das natürlich auch immer sofort ein.

    George Harrison war bei mir immer unter dem 25.02. gespeichert. Wie passend, dass dann auch mein Liebster dieses Datum als seinen Geburtstag führt. Ist nur leider falsch. Denn geboren wurde er tatsächlich am 24.02. kurz vor Mitternacht. Nur war der Arzt – vermutlich weinselig und gut gefüllt von einem mehrgängigen Abendessen – erst nach Mitternacht in der Lage, die Geburt offiziell zu registrieren. So feiern wir nun immer an beiden Tagen, was ja auch nichts schlechtes ist. Aber stellt Euch mal meine Reaktion vor, als ich bei unserem Liverpool-Trip im letzten Jahr während der Magical Mystery Tour erfuhr, dass neue Quellen belegen, dass George Harrison auch bereits am 24.02. geboren wurde! Ha!

    Diese Gleichzeitigkeit von Geburtstagen ist ja auch so eine Sache. Es gibt in meinem Freundeskreis Tage, wo bis zu drei Leute Geburtstag haben. Und es gibt Tage, die gänzlich frei von Geburtstagen sind. Gibt es eine Statistik darüber, dass manche Tage geburtenintensiver sind, analog zu den Monaten? Wenn ich Leute kennenlerne, ist die Wahrscheinlichkeit zum Beispiel sehr hoch, dass sie am 09.01., 21.02., 01.07., 15.09. oder 11.11. Geburtstag haben.

    Nur mein eigener Geburtstag, den hatte ich immer für mich alleine. Einzig ein alter Nachbar teilte ihn mir mir, den ich irgendwie nie mitzählte. Trotzdem waren mir immer Leute sympathisch, die irgendwie um meinen Geburtstag herum geboren waren. Die mussten ja irgendwas mit mir gemeinsam haben. Und dann traf ich vor fünf Jahren jemanden, der nicht nur am selben Tag Geburtstag hat wie ich, sondern auch noch im selben Jahr und zur selben Stunde geboren ist. 21. Juni 1983, halb 2 Uhr morgens. Er allerdings trotzdem eine Stunde später, denn er ist Engländer. Selbstverständlich wurden wir Freunde. (Wahrscheinlich würde ich mich auch mit Prinz William, Ian McEwan, John Paul Young, Michel Platini, Manu Chao und Juliette Lewis gut verstehen…)

    Katzen-Emanzipation

    Papa Gilbert pennt und „passt auf die Kleinen auf“, während Mama Hilde das Essen macht oder so. Aber immerhin kümmert er sich auch mal um die Kinder 😉

    Es handelt sich hierbei um die Katzenfamilie eines Freundes.

    Auswertung meines Film-Experiments

    Im Büro bin ich als die Statistik-Uschi verschrien – geliebt und gehasst, je nachdem, wen man fragt 😉 Motiviert durch die Oscar-Verleihung habe ich dann auch mal eine private Statistik erstellt. Den ganzen März über habe ich darüber Buch geführt, welche Filme ich gesehen habe, in welchem Medium, mit wem, und wie ich sie auf einer Skala von 1 (stört nicht beim Tetris spielen) bis 4 (großartiger Film) bewerten würde.

    Auf meiner Liste stehen dann jetzt 23 Filme. Macht durchschnittlich einen Dreiviertelfilm pro Tag. Bis auf wenige Ausnahmen habe ich sie mit dem Liebsten gesehen, drei alleine (als er in Italien war, bzw. im Gernsehclub), zwei mit dem Liebsten und meiner besten Kindheitsfreundin. 17 Filme kamen im weitesten Sinne aus Hollywood, zwei waren britisch, einer französisch, einer deutsch und einer eine internationale Koproduktion. Bis auf den internationalen und den französischen wurden alle in Originalsprache gesehen, die anderen beiden in der deutschen Synchronisation. Im Gernsehclub gab es Untertitel, sonst nicht. Der Gernsehclub war mein einziger Außer-Haus-Film in diesem Monat. Von den anderen waren 17 auf DVD, einer in DivX, zwei im Fernsehen und zwei ein Stream.

    Acht Filme habe ich zum ersten Mal gesehen. Vier Punkte erreichte nur A Single Man. Der überwiegende Teil wurde mit 2 oder 2,5 bewertet. Sollte mir vielleicht zu denken geben. Dazu muss man auch noch sehen, dass wir auch noch 18 Folgen Coupling gesehen haben, sowie einige Fernsehsendungen, YouTube-Clips, Daily Show-, Colbert Report-, Harald Schmidt-, Krömer- und Heute Show-Folgen sowie gezappte Bruchstücke von Filmen. Zu meiner Verteidigung: Ich war eine Woche krank, draußen war es noch kalt und die Weltlage verlangte viel Nachrichten gucken. Trotzdem bin ich froh, dass jetzt draußen der Frühling ausbricht. Time to get a life!

    Hier nun die vollständige Filmliste in chronologischer Reihenfolge. Colin Firth’s Oscar-Gewinn und Fukushima spiegeln sich wieder:

    Review: Gernsehclub im Grünen Salon – This Is Spinal Tap

    Komme gerade zurück aus dem Grünen Salon der Volksbühne. Heute war Gernsehclub und Olli Schulz, Joro Gogow und Toni Krahl (beide City) präsentierten This Is Spinal Tap.

    Einer dieser Filme, von denen man immer wieder liest und hört, den ich aber noch nie gesehen hatte. Besonderer Zusatzanreiz waren die präsentierenden Herren (plus Nilz Bokelberg, der aber leider kurzfristig absagen musste). Gründe hinzugehen gab es also genug. Eins der schönen Dinge an Berlin ist ,ja, dass es so viele Überschneidungen gibt. An diesem Abend trafen sich für mich Filmgeschichte, Blogosphäre, meine Indie-Phase und familiäre Prägung, allesamt in der Volksbühne, die ungefähr gleichweit von Büro und Wohnung entfernt. hätte perfekt werden können.

    Auf der Haben-Seite hat dieser Abend eindeutig den Film sowie das Ambiente und die Idee des Gernsehclubs. Gemütliches Rumlümmeln, riesige Bildschirme, die man von überall sehen kann, kostenloses Hot Dog- und Snackbüffet (Chips, Nüsse und Süßigkeiten soviel man will – ich fühlte mich wie früher als Kind, wenn ich hektisch eine Plastiktüte mit den verschiedenen Errungenschaften der Gummibonbon-Industrie füllte, die dann aber immer zu hart und außerdem schweineteuer waren.

    Auf der Soll-Seite? Olli Schulz, Toni Krahl und Joro Gogow sind Musiker. Das können die auch. Ich möchte sagen, Toni Krahl und Joro Gogow können sogar verdammt gut singen respektive geigen/bassen. Sie spielen eine nicht unwesentliche Rolle in meinem Leben und singen sogar ein Lied über mich:

    Und Olli Schulz schreibt zumindest ab und zu gute Lieder. Von ihm ist dieser wundervolle Vers:

    Ich lernte Paul McCartney kenn‘ / und durft‘ zuhause bei Ihm penn‘ / wo er früher mit John Lenn‘ / die tollsten Songs geschrieben hat

    Tja. Musiker halt. Was sie nicht so gut können ist moderieren. Olli Schulz spult seine üblichen Phrasen ab, merkt nicht, dass die Leute nicht wegen ihm da sind und weiß relativ wenig über die beiden, die er da interviewen soll („Wie spricht man Deinen Namen nochmal aus?“ „Jaja, so hat man damals die Stasi-Leute verarscht“) und verabschiedete uns beim Rausgehen mit: „Machts gut und baut keinen Scheiß“. Äußerst schwerfällig. Toni und Joro etwas cooler, aber eben auch – Musiker.

    Naja, was solls, hab ich endlich mal Spinal Tap gesehen 🙂 In zwei Wochen gibts Kalkofe vs. Menzel und da werd ich wohl einen lustigen Abend mit meinem Bruder verbringen und mein zweites Ticket einsetzen.

    Enthusiasmus wie einst 1998

    Was vor uns liegt….

    Laufzeit: ca. 840 Minuten bzw. 100 Minuten. Wir sind dann mal weg 😉

    Die alte Frau

    Unsere Nachbarin ist ein bisschen wie „Die alte Frau“ aus alten Fritz-Comedy-Zeiten, nur nicht so liebenswert. Sie hört Geräusche wo keine sind, beschwert sich über Geräte, die es nicht gibt und unterstellt uns „Geschlage und Gebumse“, das wir nicht verursachen. Wenn uns abends mal was runterfällt oder wir die Bücher im Regal hin- und herräumen, dann steht sie auf der Matte und verlangt hocherbost Absolution. Wir haben gelernt, sie so gut es geht zu ignorieren.

    Würde sie jedoch jetzt hochkommen (schrilles Klingeln, wirrer Blick, wütendes Gezeter), dann könnte ich das verstehen. Heute singen wir in höchsten Tönen und reichlich schief, alles von Queen bis zu Verdi-Arien. Aber höchstens noch eine Stunde, denn das ist Ruhezeit im Rentnerparadies…