Alles gar nicht so einfach

Ach, das ist alles gar nicht so einfach innen drinnen, wie es von außen die meiste Zeit über aussieht. Müsst Ihr mir jetzt einfach mal so glauben, ich werde das nicht detailreich hier ausführen, auch wenn mir manchmal vorgeworfen wird, ich würde zu persönlich bloggen. Auf jeden Fall wird das heute eher ein ruhiger, nach innen gekehrter Abend werden, mit viel Seelenstreichelei durch niedliche Katzen und eine warme Badewanne. Und dann werde ich früh ins Bett gehen, mir die Decke über die Ohren ziehen und vielleicht einen traurigen Film gucken. Muss auch mal sein. Und bevor ich zu sehr in dieser Stimmung versinke, denke ich dann daran, dass Frühling ist und da wird ja dann eigentlich alles immer wieder besser, oder? Also, durchhalten, Ihr auch!

 

Im April werde ich…

  • beruflich nach Hamburg, Bochum, München und Nürnberg reisen
  • Bob Dylan mal wieder live sehen
  • mit einer Freundin eine Aufwärmparty zum Immergut besuchen
  • mit Nimbin nochmal zum Tierarzt gehen und seine Zähne versorgen lassen
  • mein neues Bett geliefert bekommen
  • mit einer Freundin nach der Arbeit tanzen gehen
  • evtl. über Ostern nach Rostock fahren
  • meinen Personalausweis und meinen Pass verlängern lassen
  • wahrscheinlich Karaoke singen gehen
  • weiter in der Wohnung rumwerkeln und -räumen
  • hoffentlich den Frühling in Berlin genießen können
  • Bärlauch und Rhabarber essen – und Fava-Bohnen!

Ein Stück Rostock in Berlin

Heute war so ein Tag, der dringend ein paar warme Worte in Rostocker Dialekt und den Blick auf große Wasserflächen brauchte. Allerdings konnte ich so spontan nicht in den Zug oder Bus steigen und das wäre auch mit meinen sonstigen Plänen kollidiert. Stattdessen traf ich mich mit einer lieben Rostocker Freundin, die ebenfalls in Berlin wohnt, an der Rummelsburger Bucht zum Quatschen. Wenn schon nicht ganz nach Ostsee, so fühlt es sich dort beim heutigen Frühlingswetter samt sanfter Brise doch zumindest ein wenig nach Stadthafen an, vor allem mit dem passenden Dialekt im Ohr. Danke meine Liebe, das war sehr nötig und sehr schön!

 

Im zweiten Wohnzimmer

Ich habe ja in Rostock studiert, unter anderem, weil ich die Stadt (speziell Warnemünde) und die Ostsee bereits aus familiären Gründen liebte – Papa wuchs hier auf, Oma und Opa lebten hier, als ich klein war und natürlich waren wir oft zu Besuch. Die Studienzeit ist natürlich eine sehr prägende und für viele die schönste Zeit des Lebens, ich glaube das war für mich auch so. Ich ging mit zwei weinenden Augen aus Rostock weg, um nach Berlin zu ziehen und es hat gedauert, bis daraus inzwischen zwei lachende Berliner Augen geworden sind. Trotzdem hat mich Rostock nie losgelassen und es zieht mich immer und immer wieder zurück in meine Herzheimat. Die Ostsee, die Menschen, das Lebensgefühl, die Freund*innen, die Familie…

Dass ich allerdings wirklich spätestens alle 2-3 Monate wieder nach Rostock fahre, das hat vor ungefähr zwei Jahren angefangen. Der Anlass für diesen ersten Besuch nach längerer Zeit war die Eröffnung eines Cafés. Ein lieber Freund aus Rostocker Zeiten war aus Berlin wieder zurück in die alte Heimat gezogen. Wir verbrachten kurz vorher einen netten Abend in einer Kneipe im Prenzlauer Berg und sprachen über seine Café-Idee, die er dann tatsächlich wahr machte. Ich fuhr also zur Eröffnung hin und habe nicht nur gemerkt, wie sehr mir Rostock in meinem Leben gefehlt hatte und wie gut es mir tut, immer wieder hinzufahren und aufzutanken – ich habe auch mein zweites Wohnzimmer entdeckt.

Das gemütliche Törtchenlokal in der KTV ist der Ort, den ich neben dem Warnemünder Strand bei jedem Rostock-Trip besuche – und zwar normalerweise an jedem Tag. Alles ist natürlich unglaublich lecker – Törtchen, Kuchen, Kekse, Apfelstrudel, Quiches und seit neuestem auch Frühstück. Vor allem lockt mich aber die Atmosphäre und dieses ganz besondere Zuhause-Gefühl. Stundenlang sitze ich meist dort und immer treffe ich liebe Bekannte und Freund*innen – teils verabredet, teils spontan und unvermutet. Das Café ist zum Dreh- und Angelpunkt meines Rostocker Freundeskreises geworden.

Heute ging ich – nach sehr kurzer, weil durchtanzter Nacht – gegen 11 hin und traf dort auf den Inhaber, eine Angestellte, den Bruder des Inhabers und den Hund des Bruders. Ich wurde herzlich begrüßt und bekam direkt einmal den Kuchenschaber zum Ablecken gereicht. Dann schaute ich beim Törtchenmachen zu und überlegte mir, was ich essen wollte. Teller, Brötchen, Croissants, Besteck und einen Käseteller nahm ich mir selbst, Kaffee und ein weiches Ei wurden für mich gemacht. Ich setzte mich zu Bruder und Hund an einen Tisch neben der Küche, aß, erzählte und gehörte einfach dazu.

Insgesamt war ich dann vier Stunden dort. In dieser Zeit gesellten sich zu uns an den kleinen Tisch – obwohl zu Beginn noch viele andere Tische frei waren, das große Törtchengeschäft findet am Nachmittag statt:

  • Eine Bekannte von früher, die ich bestimmt 10 Jahre nicht gesehen hatte mit ihrer kleinen Tochter, von deren Existenz ich bis dato noch gar nichts gewusst hatte. Sie hatte gerade neue Dekoration für das Café genäht und kam auf einen Plausch vorbei.
  • Die 10-jährige Tochter einer Bekannten, die regelmäßig Wartezeiten zwischen Terminen im Café verbringt und deren besondere Aufgabe es ist, die Schublade mit den Gratis-Süßigkeiten für Kinder zu überprüfen und aufzufüllen.
  • Einer aus dem weiteren Bekanntenkreis, der gestern Abend auch beim Tanzen dabei war, aufs Klo wollte, einen Kaffee trank und sich einfach eine Runde dazusetzte und Partyplanungen für heute Abend anregte.
  • Die Angestellte, die Formulare und Rechnungen der letzten Monate sortierte und nebenbei frühstückte.
  • Der Inhaber, der mit den Törtchen fertig war, mit den Rechnungen half, frühstückte und nebenbei mit uns herumalberte.

Zu dem offiziell bestellten Frühstück gab es dann noch einen übrig gebliebenen Marzipantaler zu naschen und ich bekam einen kleinen Obstteller serviert.

Zwischendurch hatte ich ein Foto meines Frühstücks gepostet, das haben wir dann gemeinsam über die Seite des Cafés geteilt. Es bekam gleich eine Menge Zuspruch und dann klingelte das Telefon und jemand machte eine Reservierung zum Frühstück für morgen. Jetzt bin ich echte Influencerin!

Gegen 15 Uhr brach ich dann auf Richtung Strand – nicht ohne noch einen Proviant-Keks zugesteckt zu bekommen. Morgen gehe ich wieder hin, dann gibt es aber auf jeden Fall Törtchen!

Nägel mit Köpfen

Manchmal muss man so einer Erkältung auch einfach eine Kampfansage machen. Sie ist schon deutlich auf dem Rückzug und ich habe jetzt einfach beschlossen, dass sie mich ab morgen mal kreuzweise kann. Und dann habe ich Tickets in die Herzheimat gebucht, meine Schlafgelegenheit beim Bootsbauer eingetütet und ein paar ersten Leuten Bescheid gesagt: Morgen geht es – nach immerhin drei Monaten – endlich mal wieder nach Rostock.

Musik, Tanzen, Törtchen, Familie, Freunde und die gute Ostseeluft werden dafür sorgen, dass ich mich deutlich besser fühle – sowie körperlich als auch seelisch. Da bin ich ganz unbesorgt, das hat noch jedes Mal geklappt. Hach, ich freu mich. Und jetzt gehe ich mit meinem Ingwer-Kurkuma-Tee in die heiße Badewanne und dann ab ins kuschelige Bettchen mit schnurrender Begleitung für tiefen, erholsamen Genesungsschlaf.

Morgen ist Fri-yay!

Alles neu?

Heute ist Frühlingsanfang, in Nepal und Indien das hinduistische Frühlingsfest (Holi), im Iran persisches Neujahr (Nouruz). Das schreit doch geradezu nach einem echten Neuanfang, oder? Deswegen stecke ich jetzt meinen erkälteten Körper ins Bett und hoffe, dass diese doch recht winterliche Narretei morgen endlich auskuriert ist und dann auch für mich alles neu und Frühling wird. Dazu passend gab es heute noch eine Pho Ga (Hühnersuppe hilft ja sehr gut gegen Erkältungen, sagt man) mit viel Chili drin und jede Menge Tee. Drückt mir die Daumen!

 

 

Bewegung gegen Stillstand

Manche Dinge gehen nicht schnell genug, andere können ruhig noch eine ganze Weile länger dauern, als es momentan den Anschein hat. Für manches möchte ich die Uhr vordrehen, für anderes verlangsamen. Gleichzeitig geht das beides nicht und wenn man es recht bedenkt, geht es ja auch ganz realistisch sowieso nicht. Was bleibt, ist, es sich im Hier und Jetzt so schön zu machen wie möglich. Und Bewegung zu planen und sich auf Dinge vorzufreuen. So habe ich heute Bildungsurlaub für die re:publica eingereicht und außerdem vorsichtige Reiseplanungen für die nächsten Monate begonnen. Und jetzt blogge ich mal nicht weiter, sondern gehe schnell ins Bett, damit ich am Wochenende fit genug bin, um die Herzheimat besuchen zu können. Es wird.

St. Patrick’s Day und 1000 Fragen

Eigentlich wollte ich ja auch dieses Jahr den St. Patrick’s Day wieder ganz dezidiert begehen und hatte mir für gestern Abend eine Art Reinfeier-Veranstaltung in einem Pub ausgesucht. Dann aber kamen die Halsschmerzen und ich verbrachte den Abend im Bett. Witzigerweise kam der Hase ausgerechnet gestern auf die Idee, eine Kohlsuppe zu kochen, die schon fast als Irish Stew durchgeht. Das WG-Statut erlaubt mir, davon so viel zu essen wie ich möchte. Und so esse ich die jetzt also, wieder im Bett, und gucke mir dazu einen relativ passenden Film an – der spielt auch in Irland und unter Iren und irischen Amerikanern, es kommen Pubs und Livemusik und irisches Bier vor… Passt. 😉 Für Euch gibts in der Zwischenzeit wieder 1000 Fragen – direkt unter diesem Bild:

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

171. Mit wem verbringst du am liebsten einen freien Tag?

Mit mir selbst. Wenn dann noch paar Stunden mit guten Freund*innen dabei sind, macht es den Tag perfekt, aber ich kann auch den ganzen Tag alleine sein, das wird auch toll.

 

172. Was war der beste Rat, den du jemals bekommen hast?

Schwierige Frage. Vielleicht, mir keine Sorgen um das viele Geld zu machen und zum Language of Food Workshop zu fahren, das kam damals (2015)  gleich von mehreren Leuten und war definitiv eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Es gab sicherlich noch viele andere sehr gute Ratschläge in viel entscheidenderen Dingen, aber ich treffe wichtige Entscheidungen nicht nur, weil mir jemand dazu rät, insofern wäre es falsch, irgendeinen dieser Ratschläge mit einer so großen Bedeutung aufzuladen und als den besten zu deklarieren.

 

173. Was fällt dir ein, wenn du an Sommer denkst?

Barfuß durchs Gras zu laufen. Als Kind in unserem Garten, später auf Campingplätzen, Festivals, einer Hochzeit in einer italienischen Villa oder heutzutage meist in Parks oder im Hinterhof.

 

174. Wie duftet dein Lieblingsparfum?

Ich habe keins und trage keins. Vermutlich wäre es irgendwas orangig-zitroniges, das mich an den Giardino della Kolymbetra erinnert.

 

175. Welche Kritik hat dich am stärksten getroffen?

Es ist ein bisschen unfair, da ich inzwischen weiß, dass dieser Satz nicht genau so gemeint war, wie er gefallen ist und immer (später erklärten Kontext) machte er durchaus auch ein bisschen Sinn, aber: „Ich kann gar nicht genug rauchen, um mich auf Dein Niveau runterzukiffen.“ ist schon sehr weit oben.

 

176. Wie findest du dein Aussehen?

Wenn es mir gut geht (gesund, ausgeschlafen, ausgeglichen): Super. Wenn es mir nicht so gut geht (kränklich, übermüdet, ausgelaugt): Geht so. Aber ich weiß dann immer, dass es wieder besser wird. Also insgesamt ziemlich gut 🙂

 

177. Gehst du mit dir selbst freundlich um?

Fast immer. Und wenn ich es nicht tue, erinnern mich meine Freund*innen, wieder daran, das ist toll!

 

178. Würdest du dich einer Schönheitsoperation unterziehen?

Höchstwahrscheinlich nicht. Ich kann mir allerdings inzwischen Szenarien vorstellen, in denen ich mich dafür entscheiden würde – allerdings nur, um einen Zustand zu erhalten oder zurück zu erlangen nicht um irgendwie anders auszusehen. Und ganz sicher nicht wegen Falten, Gewicht und anderen Alterserscheinungen.

 

179. Welchen Film hast du mindestens fünf Mal gesehen?

Da gibt es so viele – ich schaue Filme, die ich mag, immer wieder und wieder. Aussagekräftig wäre das wohl erst bei mindestens 30 mal.

 

180. Füllst du gern Tests aus?

Ja, aber nur, wenn die Antwortmöglichkeiten so sind, dass sie gut zu mir passen und ich mich nicht nur irgendwie annähern muss.

Zeit für ne Pause

Montag gab es ein koreanisches Essen mit einer Freundin und ihrem Freund.

Dienstag gab es ein georgisches Essen und hinterher Craft Beer mit einer Freundin.

Mittwoch gab es ein laotisches Essen mit einem Freund und hinterher konspiratives Musizieren.

Donnerstag gab es ein japanisches Essen mit einer Freundin.

Freitag gab es ein Bier am Kiosk und dann ein amerikanisches Essen mit drei Freund*innen.

Heute gab es Kuchen mit einer Freundin und ihrem Freund.

Und jetzt brauch ich einfach mal ein bisschen Pause und wieder mehr Zeit für mich, sagt mein weher Hals.

Ein rundherum toller Tag

Obwohl das heute ein sehr müder Tag war, bin ich doch rundherum zufrieden mit ihm. Weil ich morgen erst so spät zuhause war, habe ich heute morgen erst die Post aufgemacht – darin einerseits ein wichtiges Papier, dass zur Organisation der nächsten Wochen hier benötigt wird und andererseits mein Ticket fürs Immergut. Vorfreude!

Auf dem Weg ins Büro schickt mir die zukünftige Mitbewohnerin Fotos aus Frankreich, von Kaffee und Gebäck. Natürlich muss ich mir dann auch gleich selbst was Süßes vom Bäcker holen, womit ich dann im Büro gleich Neid unter meinen zuckerfastenden Kolleg*innen hervorrufe. Selbst Schuld, Ihr Lieben 😉

Mittags hole ich mir im Supermarkt ein Süppchen. Anders als sonst gehe ich aber an den klassischen Mittagspausensnackangeboten vorbei und schaue mal, was sich bei den Konserven verbirgt. Und siehe da: Dort gibt es Bio-Suppen im Glas, zum gleichen Preis wie die Nicht-Bio-Suppen vorne in den Plastikverpackungen. Ich gönne mir eine Erdnusssuppe und dazu ein Mango-Lassi (das leider noch nicht ohne Plastik erhältlich ist, aber dringend sein muss – überhaupt gibt es trinkbaren Joghurt irgendwie nirgends im Glas…). Das Ganze esse ich dann mit zwei lieben Kollegen bei netten Gesprächen.

Nach der Arbeit lese ich zum ersten Mal seit Wochen in einem Buch – nämlich auf dem Weg, um mich dann endlich einmal wieder mit dem besten aller Fräuleins, diesmal auf eine große Portion Sushi, und natürlich wird es ein ganz zauberhaft wundervoller Abend und Mensch, bin ich dankbar, dass ich dieses Fräulein allzeit in meinem Team habe ❤

Und dann bin ich doch tatsächlich um 10 schon wieder zuhause und habe noch Zeit, in Ruhe zu duschen und Haare zu waschen, zu bloggen und trotzdem früh genug im Bett zu liegen, um den fehlenden Schlaf der letzten Nacht noch aufzuholen. In diesem Sinne: Gute Nacht!