Das vorwiegend amerikanische Internet feiert heute den Herbstanfang mit allen Schikanen, ich halte im Teamchat eigensinnig daran fest, dass heute noch Sommer ist. Aus Vorsicht schaue ich nochmal nach und wirklich, die Tag-und-Nacht-Gleiche ist irgendwann nach Mitternacht, wie in der Schule gelernt also am 23., zumindest in unseren Längengraden. Am Wetter merkt man das so nicht, ich hatte gestern schon die eine Balkontür zu und die zweite nur einen katzenbreiten Spalt offen. Nächste Woche aber nochmal 25 Grad sagt die Wetter-App und dann folgt ein goldener Oktober, ich gebe das Balkonwetter also noch lange nicht verloren.
Ansonsten okayer Morgen, trotz vieler kätzischer Schlafunterbrechungen kam dank langer Bruttobettzeit einiges an Schlaf zusammen. So komme ich nach morgendlichem Reboot pünktlich und mit einer Weg-Mate (Limo, nicht Tee) aus dem Haus. Auf dem Weg telefoniere ich mit dem Liebsten, in der Bahn mache ich noch Rätsel, dann laufe ich bei schönstem Wetter über den Fluss und ins Büro.

Dort ist heute wieder emsiges Treiben, Bürofrühstück, Büchergeschenk aus einem Partnerverlag, gemeinsame Mittagspause… Gearbeitet wird auch. Zwei Meetings heute, in dem einen besprechen die neue Kollegin und ich unter anderem Katzenschlafstrategien, sie hatte sich gestern wegen völliger Übermüdung krank melden müssen. Über Arbeit reden wir aber auch.

Zum Feierabend geht es dann wieder über den Fluss und danach in die Bruderwohnung, um nach der Post zu gucken.

Die zehn Treppen in den fünften Stock sind heute wieder eine Herausforderung. Direkt danach treffe ich meinen Coach aus dem Kurs zur wöchentlichen Session – er wohnt nur zwei Häuser weiter. Wir drehen eine Runde durch den Kiez und setzen uns schließlich auf eine Parkbank. Als wir mit den Kursthemen durch sind, fachsimpeln wir das Abendessen – sein Pizzateig für eine Ortolana geht gerade und ich werde heute Abend was mit Fisch und Mangold machen.


Er bringt mich noch zur Bahn, dann fahre ich zurück in den Pberg und fange an zu kochen. Der Mangold wird mit Knoblauch gedünstet, später kommen Chili und Zitrone dazu. Ich taue ein Kabeljaufilet auf, vermische Misopaste mit Mirin, Sojasauce, Ahornsirup und Knoblauch und verstreiche die Mischung auf dem Fisch, der dann kurz im Speiseföhn landet. Sehr lecker!

Nach dem Essen längeres Telefonat mit Kanada, dann noch ein bisschen Heruminternetten inkl. Interessierter, wohlwollender politischer Diskussion mit einem Noch-Kollegen und plötzlich ist es schon wieder ganz schön spät und ich muss ins Bett und ein neues Hörbuch anfangen…