23.09.2026 – Erster Herbsttag

Das ist jetzt also dieser Herbst, fühlt sich erstmal gar nicht so anders an. Erstaunlich gut geschlafen habe ich heute, trotzdem ist das aus-dem-Bett-Finden ein langwieriger Prozess und ich fange nicht wie geplant um 8 schon mit der Arbeit an, sondern „erst“ halb 9. Dafür mit Croissants und Marmeladen und Ostfriesentee mit Kluntje und einem Rest Erbsenmilch statt Sahne. Es fehlt immer noch an einem guten Sahne-Konzept, von mir aus auch aus Kuhmilch, das so verpackt ist, dass es auch bei unregelmäßigem Gebrauch nicht so schnell schlecht wird.

Am Morgen bereits klären sich die letzten technischen Schwierigkeiten des neuen Jobs, ich habe Zugriff auf alle Systeme und keine Ausreden mehr – passend vorm Meeting um 11, indem ich über meine aktuellen Tätigkeiten berichte und Sachen für die zukünftigen kläre. Zum Beispiel kann ich eine Dienstreise nach München so legen, dass ich in einem Monat dort die Bloglesung besuchen kann. Yay! Andererseits habe ich gewonnen, in zwei Wochen in Frankfurt auf einer Bühne zu stehen und zu moderieren. Meh. Aber ach, wird schon.

In der Mittagspause koche ich mir Pasta mit im Speiseföhn frittierten Zucchini mit Parmesan, Chili, Zitrone und Basilikum und verspeise diese dann im Balkon-Office. Es ist nämlich warm genug dafür – noch bis 14 Uhr, bis die Sonne rum ist. Danach geht es zurück an den Schreibtisch.

Am Nachmittag viel Grafikspielerei und Rumtexterei, dann ist auch schon wieder Feierabend und ich fahre mit der S-Bahn nach Friedrichshain, laufe nach Lichtenberg und steige umgezogen ins Wasser. Die Musik ist heute eine wilde Disco-Mischung von den 70ern bis in die 00er Jahre, fängt an mit Dolly Parton und hat einige andere tote Legenden (Bonnie Tyler, Patrick Swayze) im Gepäck. Der Trainer zeigt die Übungen jeweils nur kurz und tanzt sich dazwischen mit großer Freude einen ab, so dass man gar nicht wütend werden kann auf die doch sehr anstrengenden 50 Minuten.

Zur Entspannung schwimme ich noch zwei Bahnen, bevor es in den Wellnessbereich geht – genau passend zum Aufguss um 19 Uhr, ich sollte immer mittwochs zum Sport gehen (blöderweise kann ich die beiden nächsten Mittwochse schonmal nicht). Mit Grapefruit, Orange und Mandarine geht es für den Körper nochmal zu Höchstleistungen, danach lege ich mich wohlverdient in den Ruhebereich und denke darüber nach, dass der Liebste und ich noch einen Wellnessgutschein einzulösen und ein Wellnesswochenende zu buchen haben. Kommt auf die Agenda für Sonntagmorgen im Bett.

Kurz nach 20 Uhr bin ich dann schon wieder zuhause und bastele mir aus allerlei Dingen ein herausragendes Girl Dinner. Zum Essen telefoniere ich mit dem Liebsten, dann schaue ich die neue Folge Ted Lasso.

Danach will ich noch eine Folge The Bear schauen, nicke aber sofort ein, beende die Folge mit Mühe und gehe dann ins Bett. Da ich diverse Schmerzen habe – Grundschulstühle am Sonntag plus Sport eben, gibt es nochmal eine ausführliche Massagekissensession für Nacken, Schultern und unteren Rücken und dann ist final Schlafenszeit.