Wir wachen zu gedrückten Gedanken und trübem Wetter auf – heute ist Abreisetag. Es dauert, bis wir uns widerwillig aus den Betten schälen. Dann passiert viel Gleichzeitiges Aufstehen, Fertigmachen, Packen, Aufräumen, Frühstücken, Betten zurückbauen usw. Zwischendurch kurze Pause, als draußen ein Weißkopfseeadler Stellung bezieht.


Dann wird das Auto beladen und die obligatorischen Abschiedsfotos sind auch fällig. Schließlich steigen der Liebste, das Teilzeitkind, die Liebstenmama und ich ins Auto und Rollen vom Hof und den Highway nach Norden. Erste Station ist nochmal die Mall, das Teilzeitkind möchte dringend eine Hose in der ihm passenden Größe mitnehmen. Das klappt so nicht, dafür findet es eine andere und ein Top und Gott seis getrommelt, dann ist das eben so. Der Liebste holt derweil Nasenspray für den Flug und Kaffee und Co. für die Fahrt.
Die führt uns jetzt zu touristischem Pflichtprogramm für die Liebstenmama, damit sie hinterher sagen kann, sie hätte alles gesehen, was man gesehen haben muss. Also ab nach Peggy‘s Cove, bei strahlendem Sonnenschein die Lighthouse Route entlang. Während wir dort sind, zieht dann ordentlich Nebel auf.



Wir fahren nach Halifax hinein und steigen als erstes zur Zitadelle hinauf. Ein bisschen Geschichte atmen, über die Stadt gucken und rätseln, was es mit dem Nebel auf sich hat.



Dann runter zum Hafen, Bagels essen, im Nebel über dem Wasser die Gorch Fock ausmachen, den Boardwalk an der Waterfront entlangspazieren, ein letztes Eis bei Cows… und dann geht es über die Brücke, durch den Nebel durch und zum Flughafen.




Dort geben wir das Auto ab, rollkoffern zum Baggage Drop-off, schlendern durch Geschäfte, gehen durch die Security, füllen unsere Wasserflaschen auf, kaufen letzte Souvenirs und Mitbringsel und dann ist ziemlich schnell auch schon Boarding-Zeit. Weil alle so früh fertig sind, fliegen wir eine Viertelstunde früher los als geplant. Zum Abendbrot gibt es Pasta mit Pilzen mit Salat, Brötchen, Butter, Käse und insgesamt drei Nachtischen – einem cremigen Dessert, einem Schoko-Minz-Taler und einem warmen Macadamia-Cookie. Die Liebstenmama und ich bestellen standesgemäß Tomatensaft.

Bis das alles serviert und aufgegessen ist, habe ich schon über die Hälfte von Hamnet gesehen. Danach höre ich noch ein wenig vom Film und schlafe irgendwann ein – da muss es kurz vor Mitternacht sein.