Alltag Nr. 1

Heute ging es wieder los mit der Arbeit – zum Glück mit der Spätschicht. Ich beglückwünsche mich ja jede Woche, dass ich nach dem Wochenende (und nun auch nach dem Urlaub!) erst um 11 anfangen muss.

Mit dem Direkt-Nach-dem-Aufstehen-Anziehen hat es auch geklappt, wenn man statt Schnürschuhen meine Hausschuhe zählt und nicht einkalkuliert, dass ich vor dem Aufstehen noch etwa eine halbe Stunde im Bett liege und Mails, Facebook, Twitter, Instagram etc. checke.

Aber sobald ich einmal aus dem Bett war, legte ich sofort richtig los. So konnte ich heute morgen noch die restlichen Sachen auspacken, ein wenig aufräumen, die Reste vom gestrigen Abendbrot für die Arbeit einpacken und in Ruhe zuhause frühstücken. Es gab Haferflocken mit warmen Pflaumen, Leinsamen und Sonnenblumenkernen und zwei Tassen Jasmintee.

Im Büro lief es, wie erste Tage nun einmal so laufen – viele E-Mails nachlesen, viel Neues, das auf einen reinprasselt. Dazu kamen dann noch drei verschiedene Sitzungen und mein erster Einsatz als Schriftführerin beim Betriebsrat – die Kollegin, die das sonst macht, ist im Urlaub. Morgen darf ich mich dann gleichmal an einer ordentlichen Sitzung versuchen.

Die durch das „Essen von zuhause“ freigewordene Mittagspause verbrachte ich mit dem Leveln bei Ingress – jetzt Level 5 – und dem Kauf eines neuen Deos. Das war dann auch das einzige Geld, dass ich heute ausgegeben habe.

Nach der Arbeit habe ich dann weiter aus den Vorräten gekocht. Begonnen hat es mit einer vagen Idee von Zucchini, Knoblauch und Couscous, angereichert mit eingekochten Tomaten aus dem Keller. Am Ende wanderten noch getrocknete Feigen in die Pfanne, gemeinsam mit einem guten Schuss Rotwein, Kräutern der Provence, Cumin, Zimt und Petersilie. Es wurde also irgendwie eine Art marrokanischer Pamps daraus, der sehr lecker war und auch noch für morgen Mittag reicht. \o/

Danach dann noch mehr Produktivität: Neuen Router installieren (bis zu dem Punkt, an dem ich morgen mit dem Provider telefonieren muss, weil man mir scheinbar die WLAN-Funktion geklaut hat), sowie weiter Post und E-Mails bearbeiten.

Am Ende wieder FlyLady: Das Waschbecken in der Küche ist wieder „shiny“. Der morgige Babystep ist das Wiederholen der bereits getanen: Sink shinen und Anziehen, sobald man aufsteht. Das krieg ich hin!

Wieder da und direkt Tatendrang

Um 8 klingelte der Wecker, da hatte ich mich schon zwei Stunden lang im zu heißen Hostelzimmer mit zu harter Matratze und schnarchendem Nachbarn herumgewälzt. Aufstehen, Sachen packen, frühstücken, zum Bus laufen, einchecken, fliegen, S-Bahn fahren… Gegen 18 Uhr waren wir zurück in unserer Wohnung, hatten die Katzen begrüßt und das Gepäck abgelegt. Normalerweise würde ich mich in solch einer Situation flach auf die Couch packen und den Rest des Tages nix mehr tun. Stattdessen tat ich das Folgende und fühlte mich dabei sogar noch gut:

-Auspacken und größtenteils sofort wegräumen (ein Rest bleibt für morgen früh)
-Eine Ladung Wäsche waschen und aufhängen
-Mit dem Bruder telefonieren und den Eltern skypen
-Tomaten und Radieschen vom Balkon ernten
-Äpfel, Birnen und Pflaumen von den Bäumen im Hof auflesen
-Ofengemüse aus Balkon-Paprika, Schwiegergarten-Zucchini und Kühlschrank-Mais zubereiten, mit Markt-Olivenöl, selbstgetrocknetem Salbei und Kräutern der Provence von einer Freundin
-Dazu gab es Balkon-Salat aus Gurke, Radieschen, Tomaten und Petersilie sowie einen veganen Birnencrumble mit Haferflocken, Kokosöl und Agavendicksaft (und Zimt)
-Die unreifen Birnen mit einem reifen Apfel in eine Papiertüte gelegt – zum schnelleren Nachreifen
-Die Radieschenblätter gewaschen und eingedost in den Kühlschrank gestellt für zukünftige Essenszubereitungen
-Äpfel ausgeschnitten und zwei Gläser Apfelmus gekocht
-Pflaumen genascht
-Post durchgesehen und priorisiert
-Babystep Nummer 1 von der FlyLady erledigt („Shine your sink!“)
-Katzen gekuschelt, getwittert, geinstagramt, Blogs gelesen
Jetzt liege ich in der Badewanne. Noch vor Mitternacht werde ich im Bett liegen und über meinem Buch eingeschlafen sein.
Mal sehen, ob ich diese neugewonne Produktivität in den Alltag retten kann und ob ich morgen Babystep 2 schaffe: Get dressed to lace-up shoes right when your feet hit the floor in the morning…

Tagebuch-5 im September

Wegen Urlaubs fast verpasst: Gestern war wieder der 5. und Frau Brüllen fragte wieder WMDEDGT?
Der Wecker klingelte um 8 und wir erwachten in einem Hotelzimmer in Belfast. Entgegen unserer Gewohnheit standen wir relativ schnell auf, machten uns fertig und packten unsere Sachen. Dann holten wir unser Mietauto aus dem Parkhaus um die Ecke und fuhren in die Werkstatt um die andere Ecke. Hier zog man uns den bereits bezahlten neuen Reifen auf und umarmte uns zum Abschied nochmal herzlich. (Fragt nicht, ich weiß auch nicht – Iren halt.)
Danach ging es zum Frühstück ins Maggie Mays das mir ein in Belfast lebender Bekannter empfohlen hatte. Der Mann aß Baked Beans auf Toast mit Käse überbacken und ein Sandwich. Ich begnügte mich mit einem köstlichen Porridge mit Banane, Rosinen und Ahornsirup. Nach dem Frühstück machten wir uns dann auf den Weg Richtung Dublin.
Zuerst hielten wir nochmal an einem See in der Nähe, der mit dem Meer verbunden ist und schön algig roch. Leider hatten wir nicht genug Zeit, um bis an den Übergang zum Meer zu fahren, so dass wir keine Seelöwen gesehen haben. (Auf der ganzen Reise nicht, dafür aber einen Delfin.)

Wir hatten es so eilig, weil wir das Mietauto abgeben mussten und vorher noch die berühmten steinzeitlichen Passage Tombs im Tal des Boyne besichtigen wollten. Leider hat es auch da nur für eine der beiden zugänglichen Stellen gereicht. Man kann sie nämlich nur mit geführten Bustouren besuchen und ist daher an feste Zeiten gebunden. So sahen wir uns eben nur Knowth an, das natürlich trotzdem sehr beeindruckend war.

Auf dem Parkplatz packten wir dann alles, was sich in den letzten zwei Wochen so im Auto angesammelt hatte in unsere Rucksäcke: Meine Wanderschuhe, die Mütze von den Aran Islands, den Schal von Slieve League, den Whisky aus Bushmills und die Tin Whistle aus Cobh. Dann fuhren wir erst einmal zu unserem Hostel, um das Gepäck abzuladen und danach zum Flughafen, um das Auto abzugeben. Was wir nicht bedacht hatten, war, dass wir natürlich direkt zur Rush Hour in Dublin ankamen und daher zweimal mit dem ganzen Stop-And-Go zu kämpfen hatten. Da kam schon ein wenig Frust auf.

Zum Glück gab es mit dem Auto dann keine bösen Überraschungen mehr und so waren wir ratzfatz mit dem Bus zurück in der Innenstadt. Wir holten uns an der Touristeninformation einen Stadtplan und liefen dann ein wenig durch die Straßen, beschlossen aber schnell, direkt Essen zu gehen. Im Govinda’s, das vom Hare Krishna betrieben wird, gab es für vergleichsweise wenig Geld köstliches vegetarisches indisches Essen. 

Danach waren wir pappsatt und rollten nur noch ins Hostel. Hier teilen wir uns ein Zimmer mit zwei anderen, so dass der Abend leise lesend ausklang.

Halbzeit #loosireland

Eigentlich hatte ich einen langen Post getippt, aber da die Blogger-App es vorzog, lieber abzustürzen als ihn zu veröffentlichen und ich gerade 14 Postkarten geschrieben habe, bekommt Ihr jetzt erstmal nur ein Bild. Ausführlichere Reiseberichte demnächst an gleicher Stelle.

Die typische Karst-Landschaft des Burren in den Counties Clare und Galway – hier auf Inis Oirr, der kleinsten der Aran Islands.

#loosireland

Übermorgen nach der Arbeit geht es los – endlich wieder Urlaub, endlich wieder Roadtrip. Diesmal durch Irland. Mal sehen, wieviel Muße ich zum Bloggen haben werde – aber wie ich mich kenne, wird man auf Twitter und Instagram einiges zu unserer Reise finden. Der Hashtag dafür ist #loosireland, Ihr könnt ja mal reinschauen.

Was uns unterwegs erwartet, könnt Ihr grob hier sehen, allerdings lassen wir uns dann doch zwei Wochen Zeit für die Strecke. An den meisten Orten übernachten wir sogar zweimal – die neue Entschleunigung sozusagen. Auch, dass ich bereits sämtliche Hotels, Hostels und Bed & Breakfasts gebucht habe, ist neu. Wenn das so weitergeht, machen wir wahrscheinlich demnächst All Inclusive Club-Urlaub…

Blackbird singing in the dead of night…

Seit gestern habe ich meine 15-jährige Cousine zu Besuch. Damals, an dem Tag als sie geboren würde, war ich die erste in der Familie, die sie getragen hat. Also, nach ihrer Mutter, vermute ich mal. Wir kamen im Krankenhaus an und das kleine Baby lag mit anderen im Säuglingszimmer, während die Mutter sich von der anstrengenden Geburt erholen sollte. Ich durfte sie dann gemeinsam mit der Krankenschwester holen. Da war die Kleine vier Stunden alt und ich war es, die 15 war.

Dieses Kind war immer irgendwie besonders. Besonders anhänglich zum Beispiel, aber auch besonders abenteuerlustig. Sie kletterte meterhoch in die Bäume im Garten, noch bevor sie überhaupt zur Schule ging. Dabei kam sie schon mit 5 in die erste Klasse, die kleinste und jüngste. Jetzt ist sie 15 und kommt in die 11. In zwei Jahren hat sie ihr Abitur bereits in der Tasche.
Was dieses Kind noch kann, ist Musik. Aber so richtig. Sie spielt Geige und Klavier und singt im Chor. Alles hochprofessionell, mit Landesjugendorchester, Meisterkurs in Kroatien etc. Ein Cousin von uns hat ihr mal ein Banjo geschenkt, von da war es bis zur Gitarre nicht mehr weit.
Als sie gestern meine sah, nahm sie sie, stimmte sie nach Gehör und spielte erstmal perfekt Blackbird darauf. Danach arbeiteten wir uns gemeinsam durch den Beatles-Backkatalog. Die meisten Lieder spielte sie mit Riffs und Solos. Ich konnte nur den Gesang beisteuern. Sie hat dann oft die zweite Stimme dazu gesungen. Wenigstens die Texte könnten wir beide gleich gut.
Danach spielte sie mir noch vom Handy ihre Version von While My Guitar Gently Weeps vor. Am Computer aufgenommen, ein Track E-Gitarre, ein Track Akustikgitarre, selbst gemischt. Das Solo vom Ende kann sie noch nicht. Das haben wir dann gemeinsam verbal improvisiert. Die Katzen guckten etwas irritiert.

Tagebuch-5 im August

Ich wache nach einer erwartbar relativ unruhigen Nacht im fremden Bett auf und muss mich erstmal kurz sortieren: Was muss ich tun, wieviel Zeit hab ich dafür usw. Kurze Runde durchs Bad und dann ein schnelles Frühstück mit Müsli, Mangojoghurt, Pfirsichsaft und Yogitee von gestern Abend.

Und schwups bin ich auf der Straße und laufe durch das noch recht ruhige Münster zu dem Hotel, in dem unsere Schulung stattfindet. Immer wieder faszinierend, dass das in so kleinen, kompakten Städten überhaupt nicht lange dauert. Nach guten zehn Minuten bin ich da, hole mir noch einen Tee und dann geht es los – mit Modellen, Analysen, Gruppenarbeiten und Diskussionen. Zwischendurch gibt es Pausen auf der sonnigen Terasse.
Nach dem Seminar kaufe ich noch schnell eine Hochzeitskarte fürs Wochenende und kehre dann zu meiner Unterkunft zurück. Ich helfe der WG, vom Hochwasser versaute Dinge aus dem Keller raus auf den Gehweg zu schaffen, damit sie als Sperrmüll abgeholt werden können.
Danach holen wir uns ein Eis und setzen uns in den Schlosspark zum Quatschen, Lesen und Entspannen. Dabei finde ich auf den ersten Blick ein vierblättriges Kleeblatt. Es landet natürlich sofort auf Facebook und Twitter und bringt mir diverse Likes, u.a. einen inklusive Kommentar von unserem Head of Editorial EMEA. Scheint also direkt zu wirken. Kurz danach kippt die Jelly Belly Packung um und alles landet im Gras. Nun ja.
Zuhause wird dann gekocht: Frischer Ingwer und frische Curcuma, Mangold, Linsen, Rosinen. Gewürze, Kokosmilch und Reis verbinden sich zu einem mehrstrophigen Gedicht. Hinterher gibt es eine perfekt reife Mango, mehr Yogitee und Zeit fürs Netz und zum Bloggen. Auf Twitter schlugen die Wogen heute hoch und auch am Ende des Tages habe ich noch nicht alle Ebenen überblickt und eingeordnet.
Kurz vor 11 sind wir so müde, dass wir uns mit Buch ins Bett verziehen. Gute Nacht allerseits!

Gute Dinge diese Woche

Nur kurz, ich muss gleich schlafen gehen, ein paar Highlights dieser Woche:

-RL und Netzleben in einer Kneipe zusammengebracht und dabei einen sehr tollen Abend gehabt 
-Die ersten zwei Einheiten beim Kieser-Training absolviert
-Eine Runde beim Kneipenquiz gewonnen
-Freunde nach langer Zeit wiedergetroffen
-Ein zwei Wochen altes Baby kennengelernt
-Auf meiner mentalen Berlin-Karte wieder ein paar Gebiete miteinander vernetzt (aka 14 km durch Kreuzberg, Neukölln und Friedrichshain gelaufen)
-Einen netten Co-Workingspace mit Grill in der Dusche und Skateramp „aus Bock und Holz“ besucht
-Bingewatching von The Carrie Diaries (16 Folgen seit gestern Abend)
-Familienabend mit Bruder und Schwägerin
-Jede Menge Balkontomaten
-Chia-Seeds ausprobiert und fast jeden Tag gegessen
-Pasteis del Nata, Matcha-Eistee, Mandarinenlimo 
-Marina Weisbands „Wir nennen es Politik“ ausgelesen 
-Ganz viel Getwitter

Previously in dieser Woche

Die App sagt, ich bin diese Woche mehr als 40 km gegangen. Augmented Reality sei Dank. Das Ingress-Spielen macht, dass ich meine Vorsätze vom Anfang des Jahres wieder aufnehme: Jeden Tag spazieren gehen, in der Mittagspause herumlaufen, ergo Mitgebrachtes während der Arbeit essen, ergo kochen. Und da sage noch einer, Smartphones und Spiele wären ungesund. Mal gucken, wann die Portale ihren Reiz verlieren…

Räucherfisch vom Ostseewochenende mit Kartoffel-Rote Bete-Salat

Ofengemüse mit Basilikum, Minze und Petersilie

Linsen-Möhren-Pilz-Kokos-Eintopf

Außerdem endlich beim Streetfood Thursday gewesen. Zu viele Menschen an diesem Regentag, aber gutes Essen. Besser wäre: Kleinere Portionen und kleinere Preise für mehr Auswahl. Ich hatte:

Nigerianisches: Kokosreis, Bohnen, Kochbananen und Melonenkernsauce

Belgisches: Brüsseler Waffel mit heißen Kirschen und Sahne

Berlinisches: Gurken-Zitronen-Eis
Und noch so: Auf dem Balkon gibt es jetzt Tomaten, Gurke und Paprika. Biokiste und Besuch des Mannes beim Elterngarten Sorgen für einen vollen Kühlschrank. Es kann also so weitergehen…
Ansonsten gab es noch die Bowie-Ausstellung mit den entsprechenden anzunehmenden Ohrwürmern. Kann ich sehr empfehlen und man kann auch ohne Schwierigkeiten alleine hingehen – man bekommt von seinen Mitmenschen sowieso nichts mehr mit, sobald man erst einmal drin ist. Und: Zeit lassen, es war dann viel zu schnell vorbei, weil ich mich so beeilt habe. Dachte die anderen sind alle vor mir, am Ende war ich als erste draußen…
Und: Katzen natürlich.

Baywatch-Nimbin

Noosa und ich haben gestern 30 Rock zuende gesehen. Nächste Projekte: Parks and Recreation und Father Ted (letzteres zur Urlaubsvorbereitung – noch 26 Tage bis Irland.

Ein Königreich für ein Lama

So ein Lama hätte uns nämlich super nach Hause oder zumindest bis zur U-Bahn tragen können, nachdem wir gestern das peruanische Restaurant Serrano in Wilmersdorf quasi leergefressen haben. Wie es uns nach Wilmersdorf verschlagen hat? Google war Schuld. Irgendwann letztes Jahr sahen wir etwas über Peru im Fernsehen und setzten das Land danach auf unsere Reise-To-Do-Liste für „irgendwann“. Als Reminiszenz daran schenkte ich dem Mann zu Weihnachten einen Gutschein für ein Essen in einem peruanischen Restaurant – Google machte das Serrano daraus. Als wir nun einen guten Feieranlass hatten – unser Zweijähriges – packten wir sozusagen das Lama bei der Zunge und machten uns auf gen Westen.

Zu trinken gab es für mich überraschend leckeren Blaumaissaft, der gar nicht besonders nach Mais, sondern auch relativ fruchtig schmeckte – so ungefähr in die Pflaumenrichtung. Der Mann entschied sich für Inca Kola, die noch gelber aussah als auf dem Bild, und später ein alkoholhaltiges Maisgetränk – beides war mehr so semilecker. Aber den Blaumaissaft würde ich jederzeit empfehlen.
Als Vorspeise teilten wir uns eine Piceos-Auswahl. Das sind sozusagen peruanische Tapas. So hatten wir Gelegenheit, möglichst viele verschiedene Dinge zu kosten. Darunter waren u.a.:
  • Das peruanische Nationalgericht „Cevice de Rodaballo“ (Kaltes mariniertes weißes Heilbuttfilet mit Limettensaft, Zwiebeln und Rocoto (peruanische Chili))
  • Causa (kalte Kartoffel-Limetten-Masse)
  • Gegrilltes Kalbsherz
  • Papas a la Huancaína (Kartoffeln mit einer Sauce aus Frischkäse, gelber Chili und Cracker)
  • Wantan mit Maishähnchen
  • Bohnen mit Käse
  • Tintenfisch
  • Scampi mit Quinoa-Puffs
  • Gefülltes Palmherz

Mein Hauptgang war bunter Quinoa mit Gemüse, eine Krokette aus rotem Quinoa gefüllt mit grünem Spargel und Koriandercreme. (Statt der Krokette gibt es im Original rosa gebratene Entenbrust, ich hatte die vegetarische Variante. Ich wusste nicht, dass da Spargel dabei sein würde, aber in der grünen Variante habe ich ihn ganz gut herunterbekommen).
Der Mann hatte Maishähnchenbrust in einer Sauce aus gelber Chili, Walnuss und Parmesankäse an mehligen Blaukartoffeln. Wir fanden beide beides lecker und waren aber auch der Meinung, das jeweils eigene sei das bessere – so soll es sein.
Zum Nachtisch gab es dann wieder eine Variation – zum Glück, ich hätte nichts davon verpassen wollen:
  • Lucuma-Eis mit Schokoladensauce und Johannesbeeren
  • Mangoschaum mit Kiwi
  • Brownie mit einer Johannisbrotbaumsirupcreme und Quinoa-Pops
  • Maracujacreme mit Erdbeeren und gerösteten Mandeln
  • „Milchcreme aus Lima“ mit Zimt und Physalis
Es war alles wahnsinnig lecker und selbst Dinge, von denen ich sonst Abstand nehmen würde, wie das Kalbsherz und der grüne Spargel, sind mir nicht unangenehm aufgefallen. Wir kommen auf jeden Fall wieder – am besten wieder zu einem wichtigen Anlass oder mit solventen Gastgebern, ganz billig ist es nämlich nicht – mit Trinkgeld haben wir zu zweit fast 90 € bezahlt…
Drinnen waren einige der Zutaten ausgestellt, ich habe das natürlich dokumentiert: