18.05.2023 – Brunch, Eis, Aperitivo

Die Anzahl, Abfolge und Art der Mahlzeiten am Tag ist ab einem bestimmten Alter flexibel handhabbar und wenn kein Arbeitstag einen Einfluss auf den Tagesablauf hat, kann das schon mal so aussehen:

Kurz vor halb 7 werde ich das erste Mal wach, ich glaube, weil die innere Uhr das Teilzeitkind geweckt hat und es aufs Klo gegangen ist. Dann gehe ich eben auch und lese dann, bis ich wieder einschlafe. Gegen 8 liegen wir dann aber zu dritt im Bett und zwei von uns (nicht ich) sind hellwach. Zum Glück gibt es Kaffee, den ich trinken kann, während das Teilzeitkind auf meinem Handy spielt und der Liebste Sachen von Reddit vorliest. Halb 10 wird dann aufgestanden und der Tisch gedeckt, der Feiertag wird nämlich mit einem Brunch begangen, zu dem die ehemalige Mitbewohnerin der beiden eingeladen ist.

Nach dem Essen verabschieden wir das Kindelein, das mit dem Bus zu Mama, Stiefpapa und Geschwistern fährt. Wann ist es eigentlich so groß geworden, dass es dafür selbständig die Wohnung verlässt und zur Bushaltestelle geht? Wir anderen bleiben noch ein wenig sitzen und erzählen, dann brechen wir zu einem Spaziergang auf, der uns am Eisladen vorbei und durch den Park führt. (Für mich gibt es Limone Primo Fiore und Gianduia.)

Wieder an der Haustür angekommen, verabschieden wir die ehemalige Mitbewohnerin und dann legen der Liebste und ich uns erstmal wieder hin. Es ist ja schließlich Feiertag. Wir lesen, dösen, schlafen und erzählen bis etwa 16:30 Uhr. Ich beende dabei mein Buch („Salvation City“ von Sigrid Nunez). Dann packe ich meine Sachen und wir fahren gemeinsam in den Prenzlauer Berg. Dort gibt es einen ausschweifenden Aperitivo mit Prosecco, Limoncello Spritz, Pizza, Aranacini, Parmigiana und mehr mit Blick auf das Planetarium.

Der Liebste muss morgen wieder arbeiten, bringt mich aber noch nach Hause, bevor er sich auf den Heimweg macht. Ich versorge die Katzen, packe meine Tasche aus und setze mich dann mit einer „Feierabendlimo“ (Pflaume-Kardamom) auf den Balkon und mache meine täglichen Duolingo- und Babbel-Aufgaben, für die am Morgen keine Zeit war. Dann schaue ich (wieder drinnen, es wird kühl) die Folge „Marvelous Mrs Maisel“, bei der ich gestern eingeschlafen bin. Als nächstes verbringe ich gute anderthalb Stunden in der Badewanne, bevor ich gegen 23 Uhr im Bett liege und das nächste Buch anfange: „Patria“ von Fernando Aramburu – auch dieses wieder eine Empfehlung der Kaltmamsell. Auf Seite 12 schlafe ich ein.

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