Only in Berlin

Vor ein paar Wochen saß ich mit dem Mann und meiner Familie beisammen zu Kaffee Tee und Kuchen und wir plauderten über dies und das, da fragte mich mein Bruder, ob ich einen bestimmten Menschen kenne. Er schätzt dessen journalistische Arbeit sehr und hat gelesen, dass er ebenso wie ich in Rostock studiert hatte.

Tatsächlich sagte mir der Name etwas, wir hatten nämlich eine Zeit lang am selben Institut studiert und ich kannte seinen Namen von Referatslisten und Handout-Köpfen. Allerdings hatte ich nie viel mit ihm zu tun gehabt und von seiner späteren Karriere nichts weiter mitbekommen und konnte nicht mit voller Sicherheit bestätigen, dass dies ebenjener Journalist war.

Da fiel dem Mann ein, dass er eine Person dieses Namens auf der Party einer Freundin hier in Berlin kennengelernt hatte und dass der auch “irgendwas-mit-Medien” macht. Eine kurze Google-Suche bestätigte uns, dass wir tatsächlich alle denselben jungen Mann meinten.

Gestern nun trafen wir ihn auf der Geburtstagsparty ebenjener Freundin und ich erzählte ihm von diesem Zufall. Wir freuten uns kurz über die Kleinheit der Welt und tauschten dann Rostock-Anekdoten aus. Man muss ja Prioritäten setzen.

Heute übrigens ein typischer Berlin-Tag:

  • Ausschlafen (tut der Mann noch)
  • Flohmarkt auf dem Boxi zum Bilderrahmen shoppen
  • Leider aus Zeitgründen keine Demo, dabei gäbe es eine sehr tolle
  • Brunch im Kurhaus Korsakow
  • Spaziergang durch Plänterwald und Treptower Park – evtl. zum Sowjetischen Ehrenmahl
  • Videoschnippselvortrag in der Volksbühne
Ja, ich habe das Kranksein aufgegeben und werde morgen mal schauen, wie die Arbeit schmeckt.

Biokiste und die Folgen

Es ist nicht geplant, dass es in diesem Blog nur ums Kochen und Essen geht, das vorweg – ergibt sich grad nur so, da ich jetzt die vierte Woche krank zuhause war und sonst nicht besonders viel erlebt habe. Deswegen geht es jetzt nochmal um allerlei Köstlichkeiten aus meiner neuen/alten Biokiste.

Folgendes war diese Woche drin:

Mangold, Buchenpilze, Petersilie, Bananen, Feldsalat, Gurke, Möhren und Orangen – dazu hab ich mir noch Mepfel bestellt – einen Meerettich-Apfel-Brotaufstrich.

Die Möhren sind zu einem großen Teil in einen köstlichen Apfel-Möhren-Salat à la Mama gewandert, aus der Petersilie wurde ein schönes Tabouleh (zum ersten Mal selbst gemacht). Mit dem Mangold hatte ich Gewagteres vor – eine Adaption der Pizza con l’erba, meines Lieblingsgerichts aus der ZauberkKüche meines ehemaligen Beinaheschwiegervaters.

Anders als bei einer Pizza, wie wir sie uns hier vorstellen, ist die Pizza con l’erba kein belegter Teigfladen, sondern der Teig wird zu einer Art Pastete verarbeitet. Gefüllt wird diese im irpinischen Originalrezept mit einer Mischung aus in Olivenöl angebratenen Zutaten: Endivie, Spinat, Stängelkohl, Mangold, Pinienkernen, Rosinen, Oliven und Kerbel.

Ich habe mich nun an einer Nachahmung, oder nennen wir es lieber Variation versucht. Von den Zutaten aus dem Rezept hatte ich nämlich nur Mangold, Rosinen und Oliven da. Statt Pinienkernen nahm ich Sonnenblumenkerne und statt Kerbel Rosmarin. Ansonsten hat es aber sehr gut funktioniert, nur kann ich nächstes Mal mit der Menge Teig (von 300g Mehl) gleich zwei Pizze backen – der wurde nämlich für meine Begriffe viel zu dick.

Im Uhrzeigersinn: 1. Mangold putzen und kleinschneiden und dabei Seinfeld gucken. 2. Füllung in Olivenöl mit Schalotten und Knoblauch anbraten. 3. Pizzateig ausrollen. 4. In einer flachen Auflaufform erst eine Lage Teig platzieren (an den Rändern hochdrücken!), Füllung hinein, mit einer zweiten Lage Teig abdecken. Überstehende Teigränder abschneiden und daraus Deko formen – ging in dem Fall etwas zu schnell und inspirationslos. Danach noch mit einer Gabel mehrfach einstechen und mit Olivenöl bestreichen. Kommt bei 200 Grad für ne halbe Stunde in den Ofen und kann dann warm oder kalt serviert werden. Eignet sich z.B. in kleinen Portionen als Antipasto oder sonst auch als vollwertiger Pizza-Ersatz.

 

Bei uns gab es das Ganz als Zwei-Komponenten-Abendbrot zusammen mit dem Tabouleh.

Die Buchenpilze wurden vorhin übrigens zu einem schnellen Mittagessen:

 

 

Knoblauch und Rosmarin in Olivenöl anbraten, die Pilze dazu und von allen Seiten leicht bräunen, salzen und pfeffern. Ein Stich Butter dazu und schmelzen lassen. Ich habe dann die Pilze rausgefischt und in der Butter-Öl-Gewürzmischung noch vom Vortag übriggebliebene Kartoffeln angebraten. Es war unglaublich lecker!

Wahnsinnig tolles Thai-Curry

C., die genau so verrückt auf ungewöhnliche Gerichte ist, und ich haben heute Abend ein altes Rezept aufgepeppt, dass meine Ma mal aus einer Zeitschrift ausgeschnitten hat: Neuseeländisches Kiwi-Puten-Curry. Wir haben das Ganze nach Thailand umgelagert und statt Pute gab es Quorn (mein Lieblingsfleischersatz, neben Seitan). Ansonsten war folgendes drin:

  • Kardamom, Bockshornkleesamen und Zimt – in Ghee angeröstet und gemörsert
  • Kokosmilch
  • Frischer Galgant, Chili und Thaibasilikum (von C. mitgebracht)
  • Knoblauch, Zitronengraspulver, Kaffirlimettenblätter, Limettensaft (aus meinen Vorräten)
  • 4 frische Kiwis, Guaven aus der Dose (die hatte C. noch übrig) und geröstete Macadamias
  • Palmzucker und Cashewcreme als Ausgleich zu all den sauren Komponenten
  • Reis und Salz
Es war unglaublich gut, eine perfekt ausgewogene Mischung an Aromen und Texturen, genau die richtige Schärfe… Das Quorn machte eine gute Figur als Geflügelersatz und bei jedem Stück Guave wollte ich vor Glück jauchzen. Achja, und gut hat’s auch noch ausgesehen:

Zum Glück ist noch ein kleiner Rest für morgen übrig, so kann der Mann auch mal kosten – wenn er rechtzeitig wach wird.

More Mango Madness

Gerade habe ich mir die wundervolle Seite www.mango.org noch weiter angesehen und kann sie nur jedem empfehlen. Die sind dort genau so verrückt wie ich.

Ich habe zum Beispiel gelernt, dass ein Mango-Baum in Mexiko mehr CO2 absorbiert, als beim Anbau, der Ernte und dem Transport der Mangos in die USA an CO2 ausgestoßen wird. Hätten wir doch nur mehr Mangobäume in Europa…
Außerdem gibt es auf der Seite unzählige Videos, zum Beispiel zu einem Mango Tasting mit Allen Susser:

Dazu noch einen Mango-Blog, einen Mango-Twitter-Account und diverse Mango-Rezepte. Auch als PDF zum Download. Wie großartig ist das denn?

Klicken, Gucken, Staunen, Genießen!

Mega-Mango-Marathon

Als M. ihren Besuch bei mir ankündigte und ich vorschlug, was zu kochen, gelüstete es sie nach Mango. Wer mich kennt, weiß, dass sie damit genau an der richtigen Adresse war. So wälzte ich also meine vielfältige Mango-Literatur.

The Great Mango Book ist übrigens wirklich great. Allen Susser war jahrelang Chefkoch eines Gourmet-Restaurants in Florida und ist inzwischen vor allem als Consultant für Restaurants und die Lebensmittelindustrie unterwegs. Und er ist Sprecher des National Mango Board – was für ein Traumjob! In seinem Buch beschreibt er zum einen die kulturelle Bedeutung der Mango in den tropischen Gegenden, vor allem in Mittelamerika und Florida, zum anderen liefert er eine sehr detaillierte Klassifizierung der verschiedenen Mango-Sorten (mit wahnsinnig tollen Fotos, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen) und dann natürlich diverse Rezepte, von denen ich jetzt schon einige ausprobiert habe.

Für diesen Abend suchte ich mir drei Rezepte aus, eins aus dem Mango-Kochbuch links und zwei von Allen Sussser –  ohne Tier, mit wenig Zusatzeinkäufen und wenig am Herd stehen. Bin ja schließlich krank. Zum Glück kann man aber im Sitzen schnippeln, sonst hätte es schlecht ausgesehen…

Für den Safran-Macadamia-Mango-Reis von Susser brauchte ich zunächst geklärte Butter, auch Ghee oder Butterschmalz genannt. Das ist schnell zu machen und ich habe jetzt direkt einen kleinen Vorrat davon.

Zunächst bringt man Butter auf niedriger Hitze zum Schmelzen. Dann schöpft man “das weiße Zeug oben” ab. Danach kann man mit einem Löffel vorsichtig das Ghee aus dem Topf in ein Gefäß löffeln (Vorsicht, unten im Topf ist auch Zeug, dass man nicht dabei haben will.) Am Ende sieht das Ganze dann so aus und muss nur noch ein wenig abkühlen, bevor es in den Kühlschrank kommt:

Der Rest der Zubereitung ist relativ simpel. In besagtem Butterschmalz bräunt man Macadamia-Nüsse an. Diese werden dann beiseite gestellt und es kommen Zimt, Nelken und Kardamom in die Pfanne zum Ghee. Wenn die Gewürze ein wenig angeröstet sind, kommen Reis, Salz und Safran dazu. Mit etwas Wasser ablöschen, aufkochen lassen und dann auf niedriger Flamme köcheln lassen, bis der Reis die gewünschte Konsistenz hat, bzw. das Wasser aufgenommen hat. 
Dann schmeißt man die Macadamia-Nüsse wieder rein, ebenso wie Mango in mundgerechten Stückchen und eine Handvoll Rosinen – fertig.

Ebenfalls eine Susser-Kreation ist der Mango-Avocado-Salat, in den beim nächsten Mal unbedingt weniger Chili reingehört… Aber lecker war er doch:
 
 
Zunächst werden Gurken, Cherry-Tomaten und gekochte grüne Bohnen kleingeschnippelt. Ich habe TK-Bohnen genommen und sie im gefrorenen Zustand geschnitten und danach erst gekocht. Das Ganze wird dann vermischt und kalt gestellt. Danach zaubert man ein Dressing aus Reisessig, Rohrzucker, Limettensaft und frischer Chili und stellt auch das kühl. Vor dem Anrichten werden dann eine Mango und eine Avocado kleingemacht, frische Minze gehackt und der Salat zusammengemischt. Fertig. Bei Susser wird übrigens geschichtet: Große Scheiben Mango und Avocado unten, Rest-Gemüse obendrauf, Dressing drüber, mit Minze garniert. Das war mir in dem Moment zuviel, also alles schön deutsch durcheinander. Laut Rezept gehören auch noch Bohnensprossen dazu, die hatten sie aber leider im Supermarkt gestern nicht.
Bleiben nur noch die Indischen Gewürzlinsen mit Mango aus dem Mango-Kochbuch von Erica Bänziger und Manfred Heiler. Das stammt übrigens aus der Schweiz und wurde in Rostock in der Ökovilla für mich gekauft – ein Geburtstagsgeschenk von vor vielen Jahren, u.a. von der lieben @Fiann von copper, boom!

 

Dafür werden zunächst Nelken, Zimt, und Kardamom (schon wieder, müssen DIE Mango-Gewürze sein) angeröstet und dann im Mörser zerkleinert. Dann kocht man rote Linsen mit frischem Chili, schwarzem Pfeffer, Curcuma und den gemörserten Gewürzen. Das dauert etwa 10-12 Minuten, dann sind die Linsen weich. Dann kommen nur noch die kleingeschnittene Mango, zwei EL Sesam-Öl (hatte ich nicht, deswegen bei mir Erdnuss-Öl) und frischer Koriander dazu und fertig ist die Gartenlaube:

Einkaufen musste ich für die ganze Schlemmerei nichts, was ich nicht sowieso als Basics gerne im Haus hätte oder als frisches Gemüse und Obst sowieso regelmäßig kaufe. Nur die Bohnensprossen… aber die habe ich ja auch weggelassen. Für drei Leute wars ganz schön viel, so dass ich heute noch eine schöne Portion zum Mittag übrig habe. Win-Win sozusagen.
Achja und von den Kernen der beiden Chilischoten habe ich mir dann noch fix ein Chili-Öl gebastelt, mal gucken, wie das wird:

Das Web vergisst nicht

Gestern habe ich für den Besuch von M. einige neue Gerichte ausprobiert und den Kochprozess zum Teil fotografisch dokumentiert. Der Gedanke dahinter war natürlich, das Ganze auch hier ins Blog zu stellen. Nun musste ich allerdings feststellen, dass es nicht möglich ist, Bilder vom iPad direkt hier einzubinden. (Vom Laptop (kein Apple-Produkt) geht es, wie ich gerade gemerkt habe, nur sind da die Bilder leider nicht drauf – ein Problem, um dass ich mich wohl mal kümmern muss.)

Jedenfalls gab es vom iPad aus nur die Möglichkeit, Bilder über eine URL oder aus einem Picasa-Album einzubinden. Mit Picasa hatte ich mich noch nie beschäftigt, also wollte ich mir das eben mal genauer anschauen und musste feststellen: Hatte ich doch. Unbewusst. Denn da Blogspot und Picasa beide zu Google gehören hat dieser Webdienst heimlich still und leise sämtliche Fotos, die ich je in diesem Blog hatte, gespeichert – sogar, als ich den Blog zwischenzeitlich komplett gelöscht hatte und ihn später, mit derselben URL neu erstellt habe, blieben diese Bilder erhalten – und sie haben unzählige Views – OMG. Ich sehe gerade, dass sie von meinem nie genutzten Google+-Profil einzusehen sind. Man lernt doch nie aus…

Ich möchte mir da jetzt eigentlich keine allzu großen Gedanken über die Implikationen machen – was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß und so. Aber das Durchwühlen der alten Bilder, die ich nach einem Festplatten-Crash auch nirgendwo anders mehr habe, hat doch zu einem wahren Nostalgie-Flash geführt.

Deswegen hier noch einmal ein paar Erinnerungen aus den letzten Jahren und der Geschichte dieses Blogs von “früher” – weil ich es kann.

Dieses Foto von drei Mitgliedern von Madsen machte ich im Protestcamp Reddelich gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 nach ihrem Konzert (gemeinsam mit Kettcar übrigens).

Eine Anti-G8-Demo in Rostock, fotografiert von meinem WG-Fenster aus.

Cat Content!!! Bienchen sonnt sich im Küchenfenster.

Der wunderschöne Stadthafen in Rostock. Unbedingt dieses Jahr wieder hinfahren und dem Mann zeigen!

Noch mehr Cat Content. Gotta love Robbie.

Besagte M., die mich gestern besuchen kam. Ich habe sie damals zum regelmäßigen Mango-Konsum gebracht. Man beachte außerdem ihr wundervolles T-Shirt und das Bücherregal – ich hatte schon total vergessen, wie ich das ohne Buchstützen hinbekommen hatte. Leider gibts wohl kein Foto mehr vom Gesamtkunstwerk, sonst wäre es was für Book Porn.

Auch 2007 hatte ich schon eine Schwäche fürs Kochen und Ausprobieren. Das war eine kalte Melonensuppe und eine Art Sushi-Salat – Forellenfilets, Möhren, Avocado, Gurken und Reis.

Dieses Foto habe ich während eines Drehs für eine rbb-Doku vom Haus des Lehrers aus gemacht. Genauer gesagt vom Dach. Unten rechts sieht man noch das Bauloch, wo inzwischen das Gebäude mit Saturn, dm, promod etc. drin ist. Damals war ich in Berlin nur für ein Praktikum zu Besuch, heute gehört der Alex zu meinem Kiez. (Und aus dem Saturn habe ich schon so manche Tüte voller DVDs getragen…)

Cat Content!!!! (Und Schafs-Content)

Ohne Worte.

Kochen und Filme, sag ich doch. Übrigens war das eine Session mit C., die heute Abend zum Krankenbesuch hier reinschneien wird. Es wird gekocht werden…

Ich vergesse immer, was in diesem Gebäude ist, es befindet sich aber in unmittelbarer Nähe des Arbeitsamts Mitte, in dem ich 2008 ein paar Mal zu tun hatte – übrigens nur ein paar Gehminuten von meinem heutigen Büro entfernt.

Die Plantsche hier um die Ecke, im Berliner Hochsommer. Ach, Sommer…

Das Wordle zu meiner Master-Arbeit.

Eine Ladung Weihnachtsplätzchen, 2008.

Osterstrauß 2009, mit selbst verzierten Eiern und Forsythien aus dem Garten meiner Tante M.

Ein Oster-Fresspaket aus Italien. Besonders zu beachten unten links die Pastiera – muss ich dieses Jahr unbedingt mal selbst backen.
Der Springbrunnen am Strausberger Platz.

Cora, bester Hund ever. RIP

Tequila-Sunrise-Bowle…

Geburtstagsgeschenke, ca. 2009. Kochen, Filme, Konzerte… Und meine Oma (90) hat damals noch Schafwollsocken gestrickt. Hach.

Mehr

Es ist zwar etwas klischeebehaftet, sich gerade zu dieser Jahreszeit neue Dinge vorzunehmen, aber ich möchte jetzt ja auch nicht extra abwarten, bis die Vorsatz-Saison vorbei ist. Außerdem bin ich immernoch krank (22 days and counting) und habe dadurch Muße zu reflektieren, was in meinem Leben gut ist und was noch besser werden könnte. Dass nichts an meinem Leben schlecht ist, ist ja auch schonmal eine schöne Erkenntnis. Ich nehme mir also vor, in Zukunft noch mehr von den Dingen zu tun, die mir gut tun und mein Leben bereichern:

Mehr gutes Essen

Ich habe in den letzten Tagen zweimal Brot gebacken, im Bioladen Brühe und gutes Olivenöl gekauft, mich an der Käsetheke mit leckerem Käse ausgestattet und mir bei der Zubereitung meiner Nahrung große Mühe gegeben – von der einfachen Stulle über den Obstsalat bis zum Rührei mit Tofubratwürsten und angebratenen Tomaten zum Neujahrsbrunch. Gerade sitze ich über meinen _beiden_ Mango-Kochbüchern und überlege, was ich morgen Abend koche, wenn meine ehemalige Mitbewohnerin M., die in Georgia lebt und die ich daher nur etwa ein Mal im Jahr sehe, zu Besuch kommt. Ab nächster Woche möchte ich auch wieder eine Biokiste haben. Ich liebe gutes Essen, ich koche und backe unheimlich gerne und ich mag es, mit Menschen gemeinsam Mahlzeiten zu zelebrieren. Daher: Mehr gutes Essen. (Und ab und zu dabei den Fernseher auslassen…)

Mehr dokumentieren

Wenn ich in anderen Blogs Zusammenfassungen dessen sehe, was die Betreiber in einem bestimmten  Zeitabschnitt gelesen haben oder welche Filme und Serien sie gesehen haben, werde ich immer ein wenig neidisch. Dabei liegt es ja einzig und allein an mir, mir diese Dinge aufzuschreiben. Ebenso geht es mir zum Beispiel mit den Namen von Käsesorten, mit den Dingen, die ich gekocht und in Restaurants gegessen habe, mit Serien, Büchern, Bands, Filmen, Comics, Apps, etc., die ich beim Surfen im Netz entdecke oder von Freunden empfohlen bekommen habe. Oder mit Läden, Restaurants und Markständen, die mir unterwegs so auffallen. All das möchte ich mir ab jetzt irgendwo gesammelt und gut strukturiert notieren und gegebenenfalls auch verbloggen. (Bonus-Aufgabe: eine Datenbank meiner Bücher, Filme und Alben erstellen und pflegen, am besten auch online, so dass ich nicht mehr vor den DVD-Angeboten stehe und überlege, ob ich diesen Film nicht schon letztes Jahr gekauft habe.)

Mehr Kontaktpflege mit Nicht-Kollegen

Da ich in einer Firma mit durchschnittlich sehr junger Belegschaft arbeite – meine jüngste Kollegin ist noch keine 20, der Großteil ist zwischen Mitte 20 und Mitte 30 – vermischen sich Kollegen und Freundeskreis zu einer großen Masse. Das wird natürlich noch dadurch verstärkt, dass ich viele meiner Freunde mit ins Boot geholt habe, dass der Mann auch dort arbeitet und seine Kollegen mit in die Waagschale wirft und dass ich mit sehr vielen meiner Kollegen auch bei Facebook befreundet bin. Und natürlich sind auch viele meiner Kollegen großartige Menschen, mit denen ich gerne meine Freizeit verbringe. Dummerweise führt das aber auch dazu, dass in den Gesprächen die Arbeit nie ganz außen vor bleibt und dass man sich leichter mal breitschlagen lässt, den Kollegenfreunden auch nach Feierabend, am Wochenende oder vom Krankenbett aus für Fragen zur Verfügung zu stehen. Nicht zuletzt führt es leider auch dazu, dass sich meine anderen Freunde in gemischten Runden manchmal ausgeschlossen fühlen oder ich den regelmäßigen Kontakt zu ihnen vernachlässige – ganz einfach, weil es mir nicht auffällt, da ich ja den ganzen Tag über von Freunden umgeben bin. Daher: Öfter und aktiver mit Freunden fernab vom Arbeitsumfeld treffen.

Mehr bloggen

Das trendet ja gerade sowieso. Ich merke auch immer wieder, dass es mir fehlt. Nur fehlt mir meist auch der Stoff. Aber wenn das mit den anderen Mehrs funktioniert, sollte es ja jetzt an Stoff auch nicht mehr mangeln. Im Notfall muss ich mir eine Nicht-gebloggt-Kasse einrichten, wie die Menschen von Iron Blogger Berlin. Nur gäbe es bei mir statt Bier wahrscheinlich Käse.

PS: Apropos Käse und Dokumentation – Zum Frühstück gab es Ziegengouda, Président Le Saint Morgon, Gudbrandsdalen, einen Cranberry-Käse, Cheddar und meinen neusten Favoriten, mit Dank an @fabievesper vom fabieblog, die ihn bei ihrem letzten Besuch gekauft hat, Morbier.