So nämlich

Gestern vom Büro zum Kieser Training gelaufen, etwas über 5 km. Und dann eben auch noch trainiert. Gute Sache das, sowohl körperlich, als auch mental. Ein bisschen irritierend dann heute morgen erstmal all die neuen Schmerzen. Dabei war die Pause diesmal gar nicht so lang, gerademal zwei Wochen. Und die letzte große Runde zu Fuß (12,8 km) war noch keine Woche her. Da ist noch einiges zu tun an meiner Fitness.

To Do-mäßig war ich auch recht erfolgreich. Heute kam der Papierkram in die Mangel – Ablage von ca. 1,5 Jahren. Hat dann auch recht lange gedauert, am Ende bleibt ein kleiner Stapel mit noch zu erledigenden Dingen und ein riesiges Yippieh-Gefühl.

Was für Herz und Magen war dann 3in Kurzbesuch im Stamm-Café und später das Abendbrot in der Burgerie (Halloumi-Burger mit Spiegelei, getrockneten Tomaten und Guacamole, ausgebackene Kartoffelschalen mit Limetten-Pfeffer-Dip und hausgemachter Eistee. Und ein kleiner nostalgischer Gedankenausflug bei Pizza Nostra: Espresso und Sfogliatella in echt neapolitanischem Ambiente. Vorher sprachen wir noch mit Freunden über die Amalfi-Küste. Der Resturlaub von letztem Jahr muss ja auch noch verbraten werden, mal sehen, was uns dazu einfällt…

Asiatische Woche(n)

Wenn man mich im Moment fragt, was ich essen, möchte, lautet die Antwort meist „Asiatisch“. Das ist dann aber nicht in irgendeiner Form rassistisch oder kolonialistisch gemeint, denn ich habe da meist ganz konkrete Vorstellungen, die mit „42 süß sauer“ nicht viel zu tun haben. Diese Woche gab es zum Beispiel:

Dienstag: Pasta mit scharfer Zitronengras-Kokos-Sauce, abends Sri Lankisch (Ayurvedische Kräutersuppe,Ananas-Curry und Rote-Bete-Curry mit Reis und Chutneys)

Mittwoch: Chinesische Nudelsuppe mit Pak Choi

Donnerstag: Laotisches Curry mit Reisbandnudeln

Freitag: Vietnamesischen Glasnudelsalat

Sonntag: Tom Kah Tauhu und Phad-Khing-Pick – richtig, Thai.

Für die nächste Woche nehme ich mir dann wohl Indisch, Japanisch, Koreanisch, Nepalesisch und Singapurianisch vor.

Das sind die Möglichkeiten in meinem normalen Umfeld – entweder im Restaurant oder direkt nach Hause geliefert. Und das liebe ich so an Berlin!

Aufgetaucht und in den Spreepark

Heute war ich das erste Mal seit länger Zeit wieder draußen, ohne einen von außen aufoktroyierten Grund. Die letzten 10 Tage haben es nur Arztbesuche und die damit verbundenen Bürokratien vor die Tür locken können. Jetzt geht es wieder einigermaßen, weswegen wir die Chance nutzten und uns auf dem Weihnachtsmarkt im Spreepark umzusehen.

Pünktlich zur Ankunft war mein Handy-Akku alle, so dass ich weder ordnungsgemäß einchecken, noch twittern oder Fotos machen konnte. Macht ja nix, dachte ich mir, dann heute eben ganz oldschool. Dazu passte auch das Ambiente mit den Überresten des Freizeitparks, dem großen still stehenden Riesenrad, der irgendwie alternativen Dekoration aus bunten Regenschirm-Türmen und den spärlich beleuchteten Hütten. Dazu lief angenehm swingige Musik und nicht dieser typische Beschallungsirsinn aus Wham und Aprés Ski-Mucke.
Wir bummelten ein bisschen über den Markt, kauften zwei Geschenke, die aus Gründen anonym bleiben müssen und freuten uns über die Lichter am anderen Spreeufer. Dann kam der Hunger…
Leider war es relativ voll, so dass man an den Fressbuden doch ein Weilchen anstehen musste. Und zwar in unserem Fall direkt hinter einem deutlich angeheiterten Grüppchen. Das machte nicht wirklich Spaß und gerade als wir nach bestimmt 20 Minuten endlich dran waren, waren die Wildschweinburger aus. Das Linsencurry vom Stand gegenüber war auch gerade alle und es wurde auf Pasta umgerüstet. Das fanden wir dann nicht mehr so spannend und so machten wir uns frühzeitig auf den Heimweg. 
Wir liefen um den Park herum und dann immer an der Spree entlang, vorbei an der Insel der Jugend und durch den Treptower Park bis zur S-Bahn, die uns nach Hause brachte. Dort gab es dann weihnachtsmarkttaugliches Abendbrot: Granatapfelpunsch, Maultaschen mit Champignonpfanne und Salat. 

Da fehlt was Süßes, sagt Ihr? Richtig! Deswegen gucken wir jetzt Charlie und die Schokoladenfabrik und futtern und durch die passenden Vorräte.

Gegen das Novembergrau: Thaiwiese im Preußenpark

Mein Besuch auf der Thaiwiese ist zwar schon zwei Wochen her, aber Sonne und Südfrüchte gehen ja immer, besonders im November. 
Ich sah eine spannende Art, eine Mango zu schneiden.
Die Auswahl ist wirklich beeindruckend.

Hätte ich nicht direkt davor gefrühstückt, hätte ich mich dort kugelrund gefuttert.

So hingegen beschränkte ich mich aufs Gucken…

…und ein wenig Dessert. 🙂

Tagebuch-5 im November

Wahnsinn, ist es wirklich schon November? Kommt mir total unwirklich vor, es war doch gerade erst… Aber ich schweife ab. Der 5. November begann endlich wieder im eigenen Bett – nachdem uns die Katzen Kraft ihrer Körperflüssigkeiten für zwei Nächte auf die Wohnzimmercouch verbannt hatten, konnten wir endlich wieder gut und geräuscharm schlafen. Doch der Schlafmangel wirkt weiterhin nach und zeigt sich unter anderem in einem kratzendem Hals und einem schmerzenden Kopf. Ich kann nur leider nicht viel dagegen tun, denn heute heißt es erst einmal nüchtern bleiben: Ein Arztbesuch steht an.

Zuerst geht es jedoch für ein Stündchen ins Büro, wo ich nicht zu wahnsinnig viel komme – Mails schreiben, Termine machen, ein Projekt von gestern abschließen und ein neues beginnen… Dann setze ich mich schon wieder in die U-Bahn und fahre zu meinem Hausarzt. Auf der Fahrt lese ich Lutz Seilers Kruso zu Ende und vertiefe mich dann wieder in Michael Seemanns Das Neue Spiel. Beim Arzt dauert es nicht so wahnsinnig lange (dafür gibts auch keine vernünftige Diagnose, mal wieder) und so bin ich nach 90 Minuten zurück im Büro.

Jetzt kann der Arbeitstag richtig starten und ich darf auch frühstücken. Von unterwegs habe ich mir einen Obstsalat und einen White Chocolate Mocha mitgebracht. Ich arbeite vor mich hin und schwatze zwischendurch immer mal wieder mit den Kollegen über dies und das. Dann folgt ein Meeting zur Vorbereitung eines Meetings morgen. Mit beiden Meetingpartnern bin ich auch privat befreundet und ich finde es faszinierend, wie der Code switcht, sobald das Meeting beginnt und auch sofort wieder, sobald es zu Ende geht. Das haben wir gut drauf.

Ich mache eine späte Mittagspause und hole mir bei Pasta Deli das Wochengericht: „Herbstspaziergang – Leckere Champignon Creme mit Zwiebeln, einem Schluss Chardonnay, frischen Champignons, Petersilie und Parmesan“, dazu gibt es, wie fast immer bei mir, Spaghetti. Ich arbeite die 90 Minuten vom Vormittag nach und mache dann um 19:30 Uhr Feierabend.

Zuhause angekommen räume ich das trockene Geschirr weg, beziehe die Sofakissen mit den gewaschenen Bezügen (das andere Katzenproblem gerade sind kleine Mitbewohner, die es auszumerzen gilt…) und stelle ein Essig-Wasser-Gemisch her, mit dem wir nach und nach alle Sitzmöbel einsprühen werden. In der Zwischenzeit kümmert sich der Mann ums Abendbrot. Es gibt ein Lieblingsgericht aus seiner Kindheit – „Ei kuckt durch die Pemme“, wie man im Anhaltinischen sagt. Beim Essen schauen wir die zweite Hälfte des Films Bornholmer Straße.

Danach geht der Mann die Nachbarskatze füttern und ich widme mich der neusten Folge Downton Abbey. Dank einer Mischung aus lahmem Rechner und lahmer Verbindung dauert das ungefähr 2,5 mal so lang, wie die Folge eigentlich ist, so dass ich erst um Mitternacht damit fertig bin und diesen Blogpost beginne.

Die anderen Beiträge zu WMDEGT? findet Ihr wie immer bei Frau Brüllen.

Wurzelsalat

Seit Tagen hatte ich es schon vor und immer war ich zu faul. Gestern habe ich mich dann doch mal in die Küche gestellt und geschält: Möhren, Rote Bete, Gelbe Bete, Mairübchen und Äpfel (die guten Roten aus dem Garten im Wald):

Damit ging es dann an die Küchenmaschine, die ich nun, ein knappes Jahr nach dem Umzug, endlich mal wieder herausgeholt und verwendet habe. Die Inspiration kam von meiner Ma, die das früher auch oft gemacht hat – dann nur mit Möhren und Äpfeln, was man halt immer so da hatte. Bei mir sah es dann noch ein wenig bunter aus:

Dazu kamen dann noch Zitronensaft, gemahlene Mandeln, Leinöl, Apfelessig und getrocknete Cranberries – der Einfluss all der veganen, rohen Superfood Blogs, die ich so lese. Das Ergebnis war farbenfroh, köstlich, vitamin- und nährstoffreich und weckte obendrein Kindheitserinnerungen. Alles richtig gemacht also.

Fußball, Google Maps und der Ford Anglia

Ich hab heute Nacht mal wieder sehr plastisch geträumt und weils so skurril war, nebenbei schon gedacht: Ach cool, da hab ich was schönes zum Bloggen heut Abend. Dann bin ich dummerweise aufgewacht und hab das alles gar nicht wirklich erlebt. Mist. Und dann fiel mir ja ein, dass ich ja TROTZDEM drüber bloggen könnte. So here goes…

Foto: Michael Paul Gollmer (Mipago),CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

In meinem Traum bin ich in Rostock, der Stadt in der ich knappe sechs Jahre lang gelebt und studiert habe und die sowas wie meine zweite Heimat geworden ist. (Im Traum bin ich da auch noch ziemlich oft, meistens zu Besuch, oder um mir eine Zweit- oder Wochenendwohnung zuzulegen. Fertig bin ich mit der Stadt jedenfalls noch nicht.) 

Ich bin dort und möchte scheinbar eine Art Übersichtskarte oder Draufsicht der Innenstadt zusammenstellen, mit Markierungen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Brauerei, Kröpeliner Tor, Universität, Marienkirche, Rathaus, Nikolaikirche, Petrikirche. Dazu gucke ich mir das Ganze auf Google Maps in Satellitenansicht an. Und weil es ein Traum ist, ist das kein Foto, sondern eine Art Video – man kann reinzoomen und ist dann mitten drin im Geschehen – aufgenommen wurde der 4. Juli 2004. 
Meine Freundin MuTZ – ihres Zeichens Stadtführerin, deswegen hilft sie mir wohl – sagt, als wir so durch die Lange Straße scrollen: „Guck mal, mitten am Tag läuft da Fußball!“ Ich so im Klugscheißermodus: „Ja, da war ja auch EM!“ Ich zoome näher heran an das Gebäude und bin erleichtert, dass in dem Raum wirklich eine Leinwand aufgebaut ist, auf der die EM läuft – allerdings spielt gerade ein afrikanisches Team gegen ein karibisches – die genauen Länder sind mir entfallen, waren aber auch nicht real. Mein Traum-Ich erinnert sich, das Spiel dort gesehen zu haben (ich selbst habe nie in der Langen Straße Fußball geschaut*, wüsste auch nicht, wo man es dort öffentlich tun sollte…) und richtig: Beim näheren Heranzoomen entdecken wir einige meiner Freunde und mich selbst, allerdings nur verschwommen, denn sooo nah kam Google uns dann wohl doch nicht.
Dann bekomme ich Hunger und mache mich auf den Weg zurück in die KTV. Scheinbar bin ich jetzt aber selbst in dieser Aufnahme vom 4. Juli 2004, denn auf einmal fliegt über mir ein Auto und ich muss schmunzeln: Es ist der Ford Anglia aus Harry Potter, mit dem Harry und Ron nach Hogwarts fliegen, scheinbar von Rostock aus und genau an diesem Tag, denn Google hat diesen Insiderwitz hier in seinen Maps augenzwinkernd versteckt. Dann ertönt ein Vogelschrei, der nicht von den Möwen kommt: Ein Hipogriff folgt dem Ford Anglia.
Langsam wird es dunkel und ich hole mir am Doberaner Platz etwas vom (fiktiven) karibischen Imbiss (es gibt in dem Traum zwei direkt nebeneinander). Irgendwas mit Früchten und Curry und Yams, zum Teil lustig in Vogelform gepresst, aber komplett vegan. Die Verkäuferin spricht sehr leise und mit starkem Akzent, so dass wir uns nur schwer über den Preis verständigen können. Am Ende bezahle ich zu viel: 9 Euro und ein paar Kastanien, die ich noch in der Hosentasche hatte (die sind echt) und die dort dann sofort in der Pfanne landen.
Zuhause angekommen, lese ich im Internet, dass die Verkäuferin eigentlich eine bekannte feministische Reggae-Sängerin ist, die sich aus dem Business zurückgezogen hat, weil ihr alles zu viel wurde. Dann bin ich aufgewacht.

* Das ist nicht ganz korrekt, es kann durchaus sein, dass ich mal bei @johnny_cash von aptgetupdate Fußball geguckt habe, der wohnte damals dort, allerdings nicht in dem Haus aus dem Traum.

Tagebuch-5 im Oktober

Wie immer am 5. fragt Frau Brüllen: WMDEDGT (Was machst Du eigentlich den ganzen Tag)? Die anderen Beiträge findet Ihr hier.

Mein Tag beginnt mit einem Weckerklingeln – obwohl Sonntag ist, muss ich heute arbeiten und zwar zum ersten Mal wieder nach meiner Brückenwoche. Zum Glück kann ich an den Wochenenden einfach zuhause arbeiten und da so sowohl die Büro-Atmosphäre als auch der Arbeitsweg entfallen, fühlt sich so eine Wochenendschicht gar nicht wie wirkliches Arbeiten an – zumindest, wenn es so ruhig ist wie heute. Wahrscheinlich weil sowieso alle im langen Wochenende sind erreichen mich nur zwei Mails, die beantwortet werden müssen. Abgesehen davon kann ich ganz entspannt Dinge abarbeiten. Was ich da genau mache? Ich korrigiere und lektoriere Texte, pflege Bilder an den richtigen Stellen ein, überprüfe dass alle Fakten sauber sind, rechtliche und interne stilistische Richtlinien eingehalten werden und alle technischen Einstellungen stimmen. Das geht mal ganz schnell und dauert auch mal etwas länger. Teilweise kopiere ich auch bereits vorhandene Dinge und passe sie an neue Standards an. Und ganz manchmal, so wie heute, übersetze ich auch etwas – da unsere beiden Hauptübersetzer ebenfalls Urlaub hatten, ist etwas für mich übrig geblieben.

Das war also meine Hauptbeschäftigung, nebenbei habe ich jede Menge Tee getrunken, Kuchen und Käsebrötchen gegessen, eine Waschmaschine angestellt und die Wäsche danach aufgehängt… Alles immer in kurzen Pausen, denn alle paar Minuten muss ich sicherstellen, dass keine dringenden Mails angekommen sind, die sofort bearbeitet werden müssen. Das Hin und Her wurde mir dann wohl ein wenig zum Verhängnis. Weil die Katzen die Tendenz haben, meine Aufmerksamkeit einzufordern, musste ich sie über mehrere Stunden aus der Bibliothek (so heißt unser Arbeitszimmer, das eben auch den Großteil unserer Bücher beherbergt) aussperren und ignorieren. Vermutlich war es der Protest dagegen, der dazu führte, dass ich nach Feierabend feststellen musste, dass mit der Wäsche etwas nicht ganz in Ordnung war. Ich hatte die vorherige Ladung Wäsche zusammengelegt und auf dem noch vom letzten Besuch bezogenen Gästebett platziert. Nun war da etwas feucht und roch unangenehm. Und zwar nicht nur „etwas“,  sondern ein Stapel sauberer, zusammengelegter T-Shirts, die Bettwäsche, die Bettdecke, zwei Laken, der Matratzenschoner und die Matratze selbst. Ganz großes Kino!

Viel erfreulicher war, dass der Mann heute von seinem Wochenendtrip zu Freunden in Leipzig zurückkam. Ich kochte uns ein äthiopisch inspiriertes Spitzkohl-Möhren-Curry mit Reis und dann sahen wir uns einen Film an, der eigentlich nicht zu solch einem Festmahl passte: Hunger von Steve McQueen handelt vom Hungerstreik im Maze-Gefängnis in Belfast, bei dem neben dem Anführer Bobby Sands noch neun weitere Gefangene ums Leben kamen. Seit wir in Belfast waren, wollte ich mich nochmal genauer mit dem Nordirland-Konflikt beschäftigen und mir vor allem nochmal diesen Film ansehen, den ich vor vielen Jahren, irgendwann Ende der 90er, mal zu dem Hungerstreik gesehen hatte. War aber ein anderer, wie ich dann heute festgestellt habe. Für Hunger wäre ich damals auch noch lange nicht bereit gewesen – der Film ist ziemlich krass. Some Mother’s Son steht dann wohl demnächst nochmal auf dem Programm.

Ich beschließe den Abend dann jetzt noch mit ein paar Seiten aus Weil ein #aufschrei nicht reicht, das ich wirklich allen ans Herz legen möchte – die Bewertungen auf der Amazon-Seite haben heute wieder eindeutig gezeigt, wie notwendig dieses Buch ist.

Brückenwoche – Tag 4

Der heutige Tag stand mal ganz im Zeichen von Erholung – man könnte auch sagen, ich hab nix geschafft. Also nix Produktives. Zumindest nichts Greifbares. Im Haushalt oder so. Dafür habe ich:

-Nach dem Frühstück nochmal ein Stündchen geschlafen
-Mit den Katzen gekuschelt und die Einleitung und das erste Kapitel von Das neue Spiel gelesen
-Gut die Hälfte des gestern bei der Lesung gekauften Weil ein #Aufschrei nicht reicht gelesen
-Mit Freunden und ihrem zweieinhalb Monate alten Baby die Hasenheide unsicher gemacht, Kuchen gegessen, Kamele und Esel bestaunt und ein Eichhörnchen beobachtet
-Mit dem Mann auf dem Stadt Land Food polnische Piroggen sowie sizilianische Panelle, Crostini, Cannoli und Arancini gegessen

Eigentlich wollte ich ja auch zum Kieser gehen, aber irgendwie war ich in der ersten Tageshälfte so platt, dass ich mich nicht aufraffen konnte. Zudem war ich auch quasi auf dem Sprung nach Kreuzkölln und wartete nur auf den Startschuss. Hoffentlich dann aber morgen!

Brunch, Baby, Berlin

Heute war ein Tag mit drei großen B’s – lauter kleine Begebenheiten, die diesen Donnerstag besonders machten.

Brunch
Es war wieder einmal Zeit für unser Redaktionsbrunch. Mein Beitrag dazu war eine spontane Eingebung gestern Abend: Sultans Freude andersherum/revisited/inside out/in reverse. Wer’s nicht kennt, Sultans Freude ist ein gar köstlicher Frischkäse-Aufstrich, den man zumeist im Bioladen kaufen kann. Er enthält orientalische Gewürze und Datteln. Ich kaufte also Datteln und Ziegenfrischkäse und baute das Ganze dann zuhause einfach aus der Erinnerung nach – mit Olivenöl, Curry-Pulver und je einer Extraportion Cumin, Curcuma und Zimt. Dazu noch ein paar schwarze Sesamkörner und fertig war die Creme, die sehr originalgetreu schmeckte. Damit wurden dann die Datteln gefüllt, was eine ziemliche Futzelarbeit ist. Effekt und Geschmack lohnen den Aufwand aber!
Baby

Ein Ex berichtete mir heute von seinem Baby, das vor vier Wochen geboren wurde. Wer mein Blog zwischen 2006 und 2008 las, wird sich an ihn erinnern. (Gleiche URL, aber die Beiträge sind leider verlorengegangen…) Das Baby trägt einen Zweitnamen, der ihm schon damals viel bedeutete und auf dem Foto auch seinen Seitenscheitel. Wie Arsch auf Eimer sozusagen. War ein schönes Gespräch und da ich nächste Woche in der Gegend bin, treffen wir uns vielleicht nach über fünf Jahren mal wieder (das zweite Mal seit der Trennung). Bin gespannt – es ist so viel passiert seitdem.
Berlin
In der Bahn saß mir heut ein fremder älterer Herr schräg gegenüber und sprach mich an, obwohl ich in mein Buch vertieft war. „Entschuldigen Sie, darf ich Sie etwas fragen? Was ist für Sie das Schönste an Berlin?“
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(Das musste ich jetzt mal wirken lassen.)
Nach kurzem Nachdenken antwortete ich: „Dass es hier alles gibt.“ Aus Angst, er könne mich nicht richtig verstehen, fügte ich noch hinzu: „Außer dem Meer ist einfach alles da, was man so braucht.“ Besser. Und zutreffend. Was das nun genau heißt, darf er und dürft Ihr Euch nun selbst überlegen.