Das untrügliche Zeichen, dass der Infekt auf dem Weg der Besserung ist: Ich schlafe nachts nicht mehr komatös und liege zwischendurch fast zwei Stunden wach, was nicht speziell an Noosa liegt. Zurück zu Frauen-über-40-Schlafverhalten, I guess. Beim Weckerklingeln bin ich dementsprechend nicht ganz taufrisch, aber Homeoffice-Tage regeln. Rechtzeitig zum Arbeitsbeginn habe ich Frühstück am Bett-Office und dann kann es losgehen.

Ich bastele den ganzen Tag an verschiedenen kleinteiligen Dingen herum, unterbrochen nur von zwei Meetings, eins mit dem Ruhrpott und eins mit München und Köln.
In der Mittagspause verlängere ich die gestern übriggebliebene Senfsauce mit Erbsen zu Erbsensuppe und füge noch die letzten Würstchen hinzu, Mehlschwitzenreste also mit der dritten Mahlzeit aufgebraucht. Muss mal recherchieren, wie Mehlschwitze für 1-2 Portionen geht.

Am Nachmittag endlich Liebstentelefonat, als der im tiefen Westen bei der Familie angekommen ist. Bei der Gelegenheit spannende Hintergründe zu einem Berliner AfD-Politiker bekommen, der aus der Liebstenheimat stammt. Schade, dass es damals noch keine Fotos und Videos von wilden Parties gab…
Irgendwann ist Feierabend und dann stehe ich auf, ziehe ich mich an, packe meinen Kram zusammen und mache mich auf den langen Weg in den Süden.
Erstmal gehts nach Mitte, in der Wohnung der Ellis nach dem Rechten sehen. Währenddessen die Nachricht der guten Heimkehr des Brüderchens nach gut zwei Monaten. Jetzt erstmal keine Arktisfotos mehr, dafür aber auch kein wöchentliches Bergsteigen in den 5. Stock!
Aus Mitte fahre ich weiter nach Südberlin, kaufe im dortigen Asialaden Yuzu-Tee (meiner ist fast aus) und Aloe-Vera-Drink für den Abend und laufe dann bei Sonnenuntergang zur leeren Liebstenwohnung.

Dort angekommen schlüpfe ich in seine flauschigen Einhorn-Hausschuhe, bestelle ich mir mexikanisches Essen zum Abendbrot und mache es mir gemütlich. Ganz kurz nach dem Essensliefermenschen klingelt die Liebstenmitbewohnerin, die heute nach fast vier Monaten aus Korea zurückkommt und wegen Zwischenmiete keinen Schlüssel mit hatte. Es gibt ein großes Hallo und sogar Geschenke:

Ich esse, wir quatschen ein wenig und dann lasse ich sie in Ruhe auspacken und telefoniere erst mit dem Liebsten und dann mit den Ellis.

Als die Essenslieferung für die Mitbewohnerin da ist (nach vier Monaten nicht in Berlin hat sie sich einen Döner bestellt), gehe ich erst in die Dusche und dann ins Bett.