Wieder bis kurz nach 8 geschlafen, es geht doch! Dann erstmal britisch schwarzen Beuteltee mit Milch (Erbse) zubereitet und damit zurück im Bett den morgendlichen Reboot durchgezogen. Also nicht komplett, denn irgendwie habe ich Hunger und stehe dann doch recht bald auf und mache mir ausführliches Urlaubsfrühstück – mit Pfifferlingsomelette, Käsebrot, Obstteller und Ingwer-Limetten-Tee.

Ansonsten geht heute alles etwas langsamer, ich schaffe es aber, den Reboot zu beenden, noch ein bisschen aufzuräumen und meine Kurshausaufgaben zu machen, bevor dann wieder zwei Stunden Kurs anstehen.
Dann ist es schon fast 15 Uhr. Ich mache mir Vanillepudding mit Rosinen, esse den komplett auf und schlafe quasi sofort ein.

Wieder wach bleibt noch Zeit für ein bisschen mehr Haushaltsmaintenance, ein bisschen Orgakram und dann kämpfe ich mich durchs Berliner ÖPNV-Chaos rüber nach Friedrichshain. Wegen Personen im Gleis fährt die S-Bahn nicht, die Straßenbahn fährt nicht da lang, wo sie sonst langfährt, mir fahren eine Straßenbahn und eine U-Bahn direkt vor der Nase weg und am Ende bin ich fast eine Stunde unterwegs und mehr als 20 Minuten zu spät zur Verabredung mit der besten Freundin.
Macht aber nix, wir sind froh, uns endlich mal wieder alleine zu zweit zu sehen (außerhalb beruflicher Kontexte), das letzte Mal ist erschreckenderweise schon fast sechs Monate her. Es war aber zwischendurch auch wirklich viel los, bei beiden.

Wir bestellen sardische Antipasti, sizilianische Caponata und apulische Burrata, dazu gibt es für mich einen Negroni sbagliato. Und dann heißt es erstmal anstoßen – auf meinen neuen Job und ihren Doktortitel. Bäm! Danach essen wir und erzählen uns die letzten sechs Monate, die Reisen, die Kinder, die Konzerte. Dazu rutschen wir immer wieder ins Politische ab, versuchen da aber schnell wieder rauszukommen und uns auf positive Dinge zu konzentrieren. Wir sind uns aber einig, dass vor 2016 die Welt eine bessere war.
Kurz vor 23 Uhr ist das Tiramisù verspeist, die Getränke sind alle und wir sind schon wieder beide todmüde, also brechen wir auf. Wir spazieren noch gemeinsam bis zur Straßenbahn, dann verabschieden wir uns. Und natürlich fährt dann auch diese Straßenbahn nicht die komplette Stammstrecke, sondern ich muss in Weißensee nochmal umsteigen und bin dann erst ganz kurz vor Mitternacht zuhause.
Aus Trotz und weil morgen Wochenende ist, gucke ich dann aber noch anderthalb Folgen Sterling Point, bevor ich fast im Sitzen einschlafe und endgültig ins Bett krieche.