27.08.2026 – Connections

Gar nicht urlaubig fühlt sich der Morgen an – Aufwachen kurz nach 4, Wecker halb 7, dazwischen leider kein Schlaf mehr. Mein Magen ist so früh noch nicht aufnahmebereit, deshalb gibt es nach dem morgendlichen Reboot einen schnellen Pfirsich und einen Tee to go. Auf dem Weg zur Straßenbahn telefoniere ich mit dem Liebsten und kurz nach 8 sitze ich dann im Wartezimmer für meine heutige Behandlung. Bzw. erstmal für die Anmeldung dazu. Mit mehreren Wartephasen bin ich dann kurz vor 11 wieder draußen, müde, hungrig und leicht lädiert.

Die Schöneberger Freundin, die hier um die Ecke arbeitet, hat leider gerade ein Meeting, sonst hätte ich mich mit ihr auf einen Kaffee und ein Frühstücksgebäck getroffen. So aber fahre ich zurück in den Pberg, kaufe unterwegs noch ein und koche mir dann direkt ein ausschweifendes Mittagessen.

Pellkartoffeln, Mais, Pfifferlinge, Gurken, Maracujaschorle
Banane, Pfirsich, Feige, Kaktusfeige

Schon beim Essen werde ich ganz schön müde und also lege ich mich danach mit Noosa aufs Sofa und schlafe eine gute Stunde. Danach bin ich einigermaßen wieder hergestellt – rechtzeitig für das nun folgende zweistündige Telefonat mit der Freundin in Frankreich.

Hinterher ein kurzer Check-in mit dem Liebsten, dann schaue ich die neue Folge Ted Lasso und dann ist auch schon wieder Aufbruchzeit. Mit einer Picknickdecke und einem Bier fahre ich los nach Schöneberg, zu einem Netzwerktreffen beim radioeins Parkfest. Es dauert ein wenig, bis wir uns alle und dann ein bequemes Plätzchen gefunden haben – nah genug an der Bühne, um etwas von der Musik mitzubekommen, aber weit genug weg, damit es nicht zu laut ist.

Meine Suche nach Abendbrot ist etwas unerquicklich. Ich stehe ohne Bargeld zweimal umsonst an (erst bei den New York Hotdogs, dann beim ceylonesischen Streetfood) und lande am Ende mit einer schnöden, aber ganz leckeren Bratwurst wieder auf der Decke.

Dafür sind die Gespräche dann aber ziemlich super und ich lerne tolle neue Menschen kennen, mit denen ich direkt vibe, wie die jungen Menschen sagen. Witzig: Wir reden über meine „Heimat“ und die eine sagt, dass ihre erste große Liebe da herkommt. Ich frage nach dem Namen und ja, der ging in meine Klasse. Bestätigung folgt, als ich ihr ein Foto vom Klassentreffen von vor neun Jahren zeige. Welt, Dorf, usw. Wir haben dann aber auch noch andere Themen (beruflich wie privat) zusammen und fahren am Ende sogar fast bis nach Hause zusammen in der Bahn.

Musikalisch wird es besonders schön, als Reste von Ton Steine Scherben (Bass und Schlagzeug…) auf die Bühne gehen und ein Potpourri der größten Scherben-Hits singen, bei denen ich doch einige auch mitsingen kann.

Unsere Gruppe (und meine Decke), sind dann die letzten aus unserer Runde, die erst aufbrechen, als es schon richtig dunkel ist. So bin ich dann erst kurz vor 11 zuhause und dann doch schon zu müde, um noch groß was anzufangen.

Ein lettischer Beerenschnaps, ein letztes Telefonat mit dem Liebsten, ein kurzer Schnack mit meiner Mitbewohnerin, die aus ihrem Urlaub in Nizza zurück ist und mir Lavendelseife und Kräuter der Provence mitgebracht hat, und dann geht es auch schon ins Bett…

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