Langsam habe ich den Verdacht, dass Noosa egal ist, ob ich nachts schlafe. Sie schläft ja schließlich tagsüber und das muss reichen. Dass ich wenn sie schläft, versuche, sie nicht zu stören oder gar zu wecken, scheint ihr kein ausreichender Ansporn zu sein, es andersherum auch so zu tun. Möglicherweise ist meine Herangehensweise da zu subtil?
Jedenfalls hat die Nacht wieder einige Unterbrechungen und ist dann schon deutlich vor dem Wecker halb 7 endgültig vorbei. Morgendlicher Reboot und dann ab ins Draußen, denn ich habe vor der Arbeit noch einen Behördentermin. Auf dem Weg dahin gibt es eine schnelle Aprikose auf die Hand und einen Gewürztee to go. Ich bin zu früh in der Behörde aber die Gesprächspartnerin hat schon Zeit und so bin ich trotz ausführlichem Gespräch schon fünf Minuten nach Termin wieder auf dem Heimweg und kann unterwegs noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen und dann trotzdem mit Frühstück – Mango-Matcha und Müsli mit Pfirsich am Schreibtisch sitzen.

Weil ich morgens unterwegs sein würde, hatte ich gestern schon die E-Mails durchgesiebt und kann nun recht entspannt in den Arbeitstag und die Abarbeitung starten. Erst Recht, als ein Meeting um 11 wegen Krankheit der Gesprächspartnerin abgesagt wird. Ein angenehmer Montag also, mit nur einem einzigen Meeting um halb 2. Ich brauche aber eine Mate, weil ich sonst fast einschlafe.
Nach dem Meeting Mittagspause mit Pellkartoffeln, Quark und Leinöl. Wenn ich schon nicht in Kanada sein kann, kann ich wenigstens die Vorteile von zuhause genießen!

Der Nachmittag ist dann unspektakulär. Zum Abendessen mache ich mir ein BLT-Sandwich aus dem letzten Rest Baguette und mit veganem Bacon aus dem Speisefön, der lustig im Fön herumfliegt, wie ich zwischendurch feststelle. Hinterher also gründliche Reinigung, aber schmecken tut es! Dazu gibt es Federweißer, der mich vorhin im Supermarkt angelacht hat. Noch ist er sehr wenig vergoren, das kommt meinem Histaminspiegel natürlich entgegen, ist geschmacklich aber noch ausbaufähig.

Danach will ich lesen und mache es mir mit dem Widerstandsbuch im Liegestuhl bequem. Dabei schlafe ich aber schon wieder fast ein, also gebe ich nach und mache einen frühabendlichen Powernap. Hinterher kann ich leider nicht in dem Buch weiterlesen, sagt Noosa.

Also schnappe ich mir den E-Reader und einen Gin Tonic und lese halt das andere Buch. Das ist so spannend, dass ich einfach immer weiterlese, auch nachdem ich gegen 11 vom Balkon ins Bett gewechselt bin.

Da das Buch recht kurz ist, denke ich fast, ich könne es heute noch schaffen, aber gegen 1 fallen mir dann doch wieder die Augen zu und ich verschiebe den Rest auf morgen.