Liebe Mamamiez,
Nimbin und Noosa
Heute sind sie eingezogen. So ganz zuhause fühlen sie sich noch nicht. Noosa liegt schon seit drei Stunden in der Transportbox und traut sich nicht hinaus.
Nur folgerichtig
Als ich vor fünfeinhalb Jahren nach Berlin zog, zum ersten Mal ganz allein in eine eigene Wohnung, ohne Mitbewohner, da war eines der Highlights meiner Nachbarschaft die Plansche. Kaum kam die Sonne länger raus, sprudelte dort das Wasser und kleine Kinder tobten und lärmten und bespritzten sich. Ein Traum. Bei jedem Vorbeikommen streifte ich die Flip Flops ab und watete selbst hindurch.
Möhrensuppe Carribean Style
Heute Abend bin ich allein zuhause und habe mir aus den Vorräten mal eben ein Süppchen zusammengerührt – frei Schnauze, so dass ich Euch nur die Zutaten, nicht aber die Mengen nennen kann. Die Suppe ist unglaublich lecker, sieht farblich aber wenig spektakulär aus (aufgrund der Kombination von lila und gelben Möhren wird das irgendwie… bräunlich), deswegen gibt’s auch keine Fotos. Here goes:
Ein neues Kapitel
Heute ist der erste komplette Tag in unserer neuen gemeinsamen Wohnung. Noch ist eine ganze Menge zu tun. Alles steht voller Kisten. Ein ganzer Raum ist noch so gut wie nicht betretbar und steht voller Möbel und Zeug (und Kisten). Wir haben ungefähr eine doppelte Kücheneinrichtung, deren Quintessenz gefunden werden und dann in der leider nur einfachen Küche Platz finden muss. In beiden alten Wohnungen stehen noch ein paar Dinge, die wir in den nächsten Wochen holen müssen, ein IKEA-Besuch steht definitiv an und auch der Baumarkt wird nochmal heimgesucht werden müssen. Und heute in drei Wochen ziehen dann Noosa und Nimbin, unsere neuen kleinen Miezen hier ein.
Timing, Universum, Schicksal
Schicksal ist ja manchmal ne Bitch, zusammen mit dem Universum und Timing hat es sich einfach mal gegen mich verschworen. Nachdem ich neulich schon ein Weilchen mit Schmerzen durch die Gegend lief, arbeiten ging und sogar Yoga machte, ging ich doch mal zum Arzt und ließ mich krankschreiben. Es wurden ein paar Untersuchungen angesetzt, aber so richtig gefunden wurde nix. Ich hätte halt Stress, physisch würde mir nix fehlen. In der Nacht vor dem Ende meiner Krankschreibung dann plötzlich so starke Krämpfe, dass ich von ihnen ohnmächtig wurde, dummerweise dabei auf den Rand meiner heißgeliebten Badewanne gefallen bin (was hab ich der bitte getan?) und mir dabei zwei Rippen brach.
Abgesehen davon, dass mein erster Bruch in immerhin 30 Jahren schon ein Erlebnis war und dieses ganze Nachts-in-die-Notaufnahme-fahren auch spannend und interessant, hätte ich mir das doch irgendwie gerne erspart. Ein paar Tage Krankenhaus waren ja irgendwie auszuhalten (Scrubs-Marathon auf dem iPhone, dafür dann auch zum ersten Mal in meinem Leben gedrosselt worden…), aber dass darauf Wochen von neuen Schmerzen und unbedingte Schonung folgen mussten war schon irgendwie doof. Der Bruch ereignete sich nämlich genau eine Woche, bevor wir den Schlüssel für die neue Wohnung bekamen, in der dann noch gemalert und Laminat verlegt werden musste. Und genau einen Monat, bevor wir unsere beiden Wohnungen zusammenpacken und in die neue verlagern wollen. Großes Kino, da mal eben komplett auszufallen!
Aber hilft ja nix. Also muss organisiert werden, und das ne Menge. Farben und Laminat aussuchen ging so halbwegs auch von der Couch. Genügend Leute zusammentrommeln, um die Arbeiten auszuführen ist da schon ein wenig schwieriger. Die Momente, in denen ich mal kurz selbst den Pinsel schwingen wollte bescherten nur massenhaft neue Schmerzen, deswegen habe ich das schnell wieder gelassen. So langsam ist zum Glück inzwischen ein Ende in Sicht, aber die nächste Woche wird auf jeden Fall auch noch einmal spannend und stressig. Der Mann verbringt im Moment nämlich alle Freizeit in der neuen Wohnung, wo noch Scheuer- und Abschlussleisten angebracht und die Spuren der beiden Arbeits-Großeinsätze beseitigt werden müssen, damit nächste Woche dann die Möbel kommen können. Das bedeutet für ihn wenig Schlaf und für mich, dass ich alles Packen hier in meiner Wohnung mit Freunden und meinen Eltern bewältigen muss – vom Sofa aus. Klappt zum Glück ganz gut, so dass meine Wohnung wohl nächsten Sonnabend rechtzeitig für alle Schandtaten bereit sein wird. Seine Wohnung hingegen… Uiuiui. Nun ja, kommt Zeit kommt Rat.
Aber zurück zu Schicksal, Universum und Timing. Nachdem ich nun langsam die Schmerzmittel etwas reduzieren konnte und die Rippen scheinbar ganz gut zusammenwachsen, fiel meinem Körper auf, dass da ja noch andere Schmerzen sind. Die von vorher nämlich. Zum Glück nehmen mich die Ärzte inzwischen etwas ernster und geben sich Mühe. Bis jetzt haben sie schon zwei Ursachen gefunden. Für die eine muss ich zum Chiropraktiker, um mich „entkanten“ zu lassen. Für die andere muss ich ins Krankenhaus und eine kleine OP über mich ergehen lassen. Der Haken an der Sache? Beides geht erst, wenn die Rippen wieder anständig und stabil verheilt sind. Also vielleicht im Januar oder so. Man stelle sich hier einen mittleren Wutausbruch meinerseits vor.
So. Einmal durchatmen und träumen: Was wäre, wenn man mich gleich vernünftig untersucht hätte? Man hätte die beiden Dinge gefunden, mich sofort entkanten und dann kurz ins Krankenhaus schicken können. Wochen voller Schmerzen wären mir erspart geblieben und rechtzeitig zum Umzug wäre ich wieder voll einsatzfähig gewesen… Und ich hätte vielleicht noch weitere 30 Jahre bruchfrei bleiben können. Aber… Timing, Universum, Schicksal…
A bis Z
Nachdem da jetzt schon eine ganze Reihe an Leuten mitgemacht haben, war ich auch neugierig: Was passiert, wenn man nur einen Buchstaben in die Browser-Zeile eingibt? Bei mir:
Morgenlektüre
Krank sein ist ja total doof, vor allem, wenn man Schmerzen hat, die einen davon abhalten, den halben Tag zu verschlafen, weil man einfach nicht mehr entspannt liegen kann. Meine serielle Rippenfraktur ist genau so eine Krankheit. Immerhin habe ich aber so genug Muße, ganz entspannt meinen Feedreader durchzulesen. Hier ist das, was von heute Morgen hängengeblieben ist:
Eric Idle, Python-Fans kennen ihn als Loretta oder den Mann, der sich sehr für die sportlichen Interessen der Frauen seiner Mittrinker interessiert, hat einen sehr interessanten Blog. Heute hat er, ganz auf der Höhe der Zeit, enthüllt, was die NSA so vom Handy der Kanzlerin aufgeschnappt hat. Einziges Manko: Er hält sie für die Kanzlerin der DDR. Nunja, er ist ja auch schon 70… Hier gehts lang.
Frau Brüllen erklärt, wie einfach die Welt wäre, wenn einfach alle Leute so wären wie sie. Ein charmanter Gedankengang, durchaus. Muss mal überlegen, ob die Welt nicht noch besserererer wäre, wenn alle wie ich wären. Vermutlich allerdings nicht, dann lägen nämlich irgendwann alle mit gebrochenen Körperteilen auf der Couch und die Welt um sie herum würde vermüllen… Aber ich schweife ab. Vor allem fesselte mich hier die wundervolle Verwendung des mir komplett neuen Verbs „ausdeutschen“. Lies!
In Island gibt es Überlegungen, für Naturattraktionen Eintritt zu nehmen. Nicht ganz unverständlich, wenn die größten Sehenswürdigkeiten des Landes nun mal Wasserfälle, Geysire und Gletscher sind und die Touristen nunmal durchaus ihre Spuren dort hinterlassen. Der Island-Blog berichtet hier von geplanten Eintrittsgeldern am Geysir, allerdings auch hier, dass die Pläne noch unausgereift sind und durch einen Naturpass, also eine Art Flatrate, ersetzt werden könnten.
Ich hatte schon vor einiger Zeit mal darauf hingewiesen, wie ungeheuer wertvoll und wichtig Lamas für den Seelenzustand sind. Das hat nun auch Herm entdeckt. Inkl. Modern Family-Ausschnitt am Ende. Hach.
The Reel Girl mal wieder über die merkwürdige Darstellung von Frauenfiguren in Animations- und Fantasyfilmen (die Hälfte von uns sind Frauen und Mädchen, in Kinderbüchern und -filmen sind weibliche Figuren jedoch eine Minderheit) und die noch viel merkwürdigere Annahme, dass immer nur eine Frau gleichzeitig für ein politisches Amt kandidieren kann – zumindest in den USA. In Deutschland könnte ich mir Kraft vs. Merkel durchaus vorstellen. Trotzdem.
Maike erzählt auf Kleinerdrei über ihre verschiedenen Sprach-Identitäten, vom Badischen ihrer Heimat über das Kölsch ihrer Wahlheimat und wie sie es nicht schafft, trotz sechs Jahren in Berlin richtig zu berlinern. Und wie das mit dem Italienischen ist und dem Englischen. Ich sehe da eine ganze Menge Parallelen zu mir und bin nun inspiriert, einen ähnlichen Blog-Eintrag zu verfassen, in der Hoffnung, nicht einfach nur abzukupfern.
Wenn das stimmt, was der Flix da zeichnet, dann sind kleine Kinder also wie kleine Katzen?
Wie ich übrigens erst heute gemerkt habe, dass zwei Blogs die ich lese (den einen seit Jaaaaaaaahren, den anderen seit vielleicht knapp einem Jahr) und auch beide in meiner Blogroll habe von ein und der gleichen Person sind, wie es mich erst verwunderte und dann aber auch überhaupt nicht überrascht. Dieses Internet, ey.
Krankenhaus
Ich wusste ja gar nicht mehr, wie das so ist im Krankenhaus. Als Patientin war ich zuletzt 1988 oder ’89 mal „drin“ und auch das letzte Mal als Besucherin ist zum Glück auch schon wieder ne ganze Weile her. So von außen und von dem, was man so aus dem Fernsehen kennt, ist das alles nochmal ordentlich anders als von innen. Ich spiele schon mit dem Gedanken einer Krankenhausserie aus Patientensicht, hadere aber noch mit der Umsetzung. Wechselnde Protagonisten? Ein Protagonist pro Staffel? Oder doch eine Protagonistin, die von Station zu Station weitergereicht wird? Schwierig alles – vielleicht wird’s ja doch eher ein Spielfilm…
20 Dinge – Wisster Bescheid
1. Es fällt mir schwer, diese Liste überhaupt anzufangen, weil ich sowieso so gut wie keine Geheimnisse habe. Aber es geht ja zum Glück nur um Dinge, die dieses Blog noch nicht weiß, es sollte also schaffbar sein.
