Man muss nur mal so richtig meckern, dann wird’s auch besser. Inzwischen ist Urlaub und bis auf ein paar Minifutzikleinigkeiten muss ich nicht mehr viel tun, bevor ich morgen endlich in den Zug in die Ferien steigen kann. Und momentan habe ich das Gefühl, dass das gute Ferien werden, auch wenn ich die Katzen leider nicht mitnehmen kann und die ersten Tage über keinen stabilen Internetzugang haben werde. Ich melde mich jetzt also blogtechnisch ab und wünsche allseits schöne Feiertage!
Es reicht dann jetzt auch
Wahrscheinlich gab es solche Jahre auch schon vorher, aber mir kommt es gerade wie das erste Mal seit länger Zeit vor, dass ich von einem Jahr so richtig die Schnauze voll habe. Noch einen Tag arbeiten, dann ist es geschafft. Der Rest ist ja dann hoffentlich weitestgehend entspannt und erfreulich.
Weihnachtscountdown
Dieses Wochenende war ich allein zuhause, da der Mann bereits bei seiner Familie weilt, ich aber am Montag und Dienstag noch arbeiten muss. So ein bisschen Zeit für mich ist ja ab und an auch ganz schön – an beiden Tagen war ich zum Frühstücken verabredet, habe ansonsten ein paar Dinge erledigt und vor allem entspannt. Auf meiner inneren To-Do-Liste standen auch noch drei Filme, die ich in der Vorweihnachtszeit eigentlich immer sehe. Jeden Abend war einer davon dran:
Freitag: The Holiday
Ein klassisches Beispiel dafür, wie die deutsche Unterhaltungsbranche amerikanischen Originalen grauselig-nichtssagende Titel gibt, in der Hoffnung, so besser verkaufen zu können. Auf Deutsch heißt das gute Stück „Liebe braucht keine Ferien“. Unter dem Titel traut man sich natürlich nicht, den Film zu loben, obwohl er wirklich sehr schön ist. Zum ersten Mal habe ich ihn in einem Kino in Wittstock gesehen, wenn ich mich richtig erinnere. Ich mag ja Kate Winslet und Jack Black und auch Jude Law kann ich einiges abgewinnen, vor allem in dieser Rolle 😉 Mit Cameron Diaz kommt man dann auch gut klar und die Story und Eli Wallach tuen ein Übriges. Sehr zu empfehlen, auch wenn IMDB mit Punkten geizt.
Samstag: The Family Stone
Wenigstens wurde hier der englische Titel für die deutsche Fassung behalten, allerdings ergänzt um den doch recht schlimmen Untertitel „Verloben verboten“. Argh. Damit wird ebenso wie bei The Holiday ein eigentlich recht ernst zu nehmender Film ins Lächerliche gezogen. Ebenso wie bei The Holiday ist es ein Ensemble-Film und für Diane Keaton, Claire Danes, Craig T. Nelson und Luke Wilson kann man auch Sarah Jessica Parker und Dermot Mulroney gut ertragen. Ich bin sicher, dass Craig T. Nelson wegen dieser Rolle für Parenthood gecastet wurde. Und Paul Schneider tauchte später bei Parks and Recreation auf – freue mich ja immer über solche Parallelen. Zum ersten Mal gesehen habe ich diesen Film mit meinen Eltern in einem kleinen Kino in Bridgewater, Nova Scotia.
Sonntag: Love, Actually
Endlich einmal kann ich ganz gut mit der Übersetzung leben – mit Tatsächlich… Liebe kann man nicht so wahnsinnig viel falsch machen, auch wenn’s wie immer kitschiger klingt als im Original. Der nächste Ensemble-Film und auch hier gibt es für mich wieder einiges an Schauspieler-Trivia zu entdecken. Wie z.B. Colin Firth natürlich im Hemd in den See springen muss, dass Hugh Grant sicherlich wegen dieser Rolle für Music & Lyrics gecastet wurde und dass mir hier Martin Freeman das erste Mal bewusst in einem Film begegnete – ebenso wie der wundervolle Bill Nighy. Außerdem Alan Rickman, Keira Knightley, Rowan Atkinson in tollen Rollen, der kleine Sam, die Dialoge zwischen Jamie und Aurelia, die Beerdigung, die Hochzeit, die Liebeserklärung von Marc an Juliet, die Freude von Emma Thompson, ihren Bruder zu sehen… Nicht alle Storylines sind gleich stark, aber insgesamt kann man diesen Film doch mindestens einmal im Jahr sehen – tat ich übrigens zum ersten Mal im Kino in Rostock. (Es geht das Gerücht um, in Deutschland hätte es diesen Jahr einen ähnlichen Film gegeben, scheinbar hat Heike Makatsch das Konzept aus England mitgebracht. Da ich nicht glaube, dass das mehr als ein müder Abklatsch ist, werde ich mir den wohl eher nicht ansehen…)
Achja und weil ich durch Claire Danes und Weihnachten drauf kam und ja Ensemble-Filme mag, schaue ich mir jetzt noch schnell Little Women an (Susan Sarandon, Winona Ryder, Christian Bale, Kirsten Dunst!). Wofür ist Weihnachten schließlich sonst da, als um anderen Leuten beim Feiern zuzusehen 😉
Asiatische Woche(n)
Wenn man mich im Moment fragt, was ich essen, möchte, lautet die Antwort meist „Asiatisch“. Das ist dann aber nicht in irgendeiner Form rassistisch oder kolonialistisch gemeint, denn ich habe da meist ganz konkrete Vorstellungen, die mit „42 süß sauer“ nicht viel zu tun haben. Diese Woche gab es zum Beispiel:
Dienstag: Pasta mit scharfer Zitronengras-Kokos-Sauce, abends Sri Lankisch (Ayurvedische Kräutersuppe,Ananas-Curry und Rote-Bete-Curry mit Reis und Chutneys)
Mittwoch: Chinesische Nudelsuppe mit Pak Choi
Donnerstag: Laotisches Curry mit Reisbandnudeln
Freitag: Vietnamesischen Glasnudelsalat
Sonntag: Tom Kah Tauhu und Phad-Khing-Pick – richtig, Thai.
Für die nächste Woche nehme ich mir dann wohl Indisch, Japanisch, Koreanisch, Nepalesisch und Singapurianisch vor.
Das sind die Möglichkeiten in meinem normalen Umfeld – entweder im Restaurant oder direkt nach Hause geliefert. Und das liebe ich so an Berlin!
Aufgetaucht und in den Spreepark
Heute war ich das erste Mal seit länger Zeit wieder draußen, ohne einen von außen aufoktroyierten Grund. Die letzten 10 Tage haben es nur Arztbesuche und die damit verbundenen Bürokratien vor die Tür locken können. Jetzt geht es wieder einigermaßen, weswegen wir die Chance nutzten und uns auf dem Weihnachtsmarkt im Spreepark umzusehen.
Gegen das Novembergrau: Thaiwiese im Preußenpark
Mein Jahr 1999
Alter:
- Beziehung:
- Keine, aber verliebt, in wechselnde Personen. Mir fallen da spontan zwei Urlaubsbekanntschaften und mindestens zwei bis drei Jungs aus der Schule ein, wahrscheinlich auch noch ein bis zwei aus dem Internet, wenn ich es recht bedenke. Da ich zu einigen davon noch Kontakte pflege, werde ich mal lieber keine Namen nennen. 😉
- Beruf:
- Schülerin in der 9., bzw. 10. Klasse. Und Chefredakteurin der Schülerzeitung.
- Musik:
- Grundsätzlich natürlich die Kelly Family, obwohl ich in dem Jahr soweit ich mich erinnern kann nur auf einem einzigen Konzert von ihnen war. Dazu dann noch so Sachen wie The Offspring (Pretty Fly), Lenny Kravitz (Fly Away), Liquido (Narcotic), SCYCS (Next November), ein Mixtape mit Songs von den Sprachreisen-Parties (The Jacksons – Blame It On The Boogie, Blur – Song 2…) und so weiter und so weiter…
- Haare:
- So wie jetzt: Sehr lang, mal offen, mal zusammen. (Zwischendurch waren sie übrigens auch mal kürzer, also nur so schulterlang, das aber erst ab 2001.)
- Aufenthaltsort:
- Zu Neujahr gerade im Urlaub – im Torres del Paine Nationalpark in Chile, dann noch mehr Chile und Patagonien. Zurück im Alltag dann in Bautzen und Umgebung. Im Sommer dann zum zweiten Mal auf Sprachreise in Eastbourne.
Tagebuch-5 im November
Wahnsinn, ist es wirklich schon November? Kommt mir total unwirklich vor, es war doch gerade erst… Aber ich schweife ab. Der 5. November begann endlich wieder im eigenen Bett – nachdem uns die Katzen Kraft ihrer Körperflüssigkeiten für zwei Nächte auf die Wohnzimmercouch verbannt hatten, konnten wir endlich wieder gut und geräuscharm schlafen. Doch der Schlafmangel wirkt weiterhin nach und zeigt sich unter anderem in einem kratzendem Hals und einem schmerzenden Kopf. Ich kann nur leider nicht viel dagegen tun, denn heute heißt es erst einmal nüchtern bleiben: Ein Arztbesuch steht an.
Zuerst geht es jedoch für ein Stündchen ins Büro, wo ich nicht zu wahnsinnig viel komme – Mails schreiben, Termine machen, ein Projekt von gestern abschließen und ein neues beginnen… Dann setze ich mich schon wieder in die U-Bahn und fahre zu meinem Hausarzt. Auf der Fahrt lese ich Lutz Seilers Kruso zu Ende und vertiefe mich dann wieder in Michael Seemanns Das Neue Spiel. Beim Arzt dauert es nicht so wahnsinnig lange (dafür gibts auch keine vernünftige Diagnose, mal wieder) und so bin ich nach 90 Minuten zurück im Büro.
Jetzt kann der Arbeitstag richtig starten und ich darf auch frühstücken. Von unterwegs habe ich mir einen Obstsalat und einen White Chocolate Mocha mitgebracht. Ich arbeite vor mich hin und schwatze zwischendurch immer mal wieder mit den Kollegen über dies und das. Dann folgt ein Meeting zur Vorbereitung eines Meetings morgen. Mit beiden Meetingpartnern bin ich auch privat befreundet und ich finde es faszinierend, wie der Code switcht, sobald das Meeting beginnt und auch sofort wieder, sobald es zu Ende geht. Das haben wir gut drauf.
Ich mache eine späte Mittagspause und hole mir bei Pasta Deli das Wochengericht: „Herbstspaziergang – Leckere Champignon Creme mit Zwiebeln, einem Schluss Chardonnay, frischen Champignons, Petersilie und Parmesan“, dazu gibt es, wie fast immer bei mir, Spaghetti. Ich arbeite die 90 Minuten vom Vormittag nach und mache dann um 19:30 Uhr Feierabend.
Zuhause angekommen räume ich das trockene Geschirr weg, beziehe die Sofakissen mit den gewaschenen Bezügen (das andere Katzenproblem gerade sind kleine Mitbewohner, die es auszumerzen gilt…) und stelle ein Essig-Wasser-Gemisch her, mit dem wir nach und nach alle Sitzmöbel einsprühen werden. In der Zwischenzeit kümmert sich der Mann ums Abendbrot. Es gibt ein Lieblingsgericht aus seiner Kindheit – „Ei kuckt durch die Pemme“, wie man im Anhaltinischen sagt. Beim Essen schauen wir die zweite Hälfte des Films Bornholmer Straße.
Danach geht der Mann die Nachbarskatze füttern und ich widme mich der neusten Folge Downton Abbey. Dank einer Mischung aus lahmem Rechner und lahmer Verbindung dauert das ungefähr 2,5 mal so lang, wie die Folge eigentlich ist, so dass ich erst um Mitternacht damit fertig bin und diesen Blogpost beginne.
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Die anderen Beiträge zu WMDEGT? findet Ihr wie immer bei Frau Brüllen.
Wurzelsalat
Seit Tagen hatte ich es schon vor und immer war ich zu faul. Gestern habe ich mich dann doch mal in die Küche gestellt und geschält: Möhren, Rote Bete, Gelbe Bete, Mairübchen und Äpfel (die guten Roten aus dem Garten im Wald):
Zum ersten Mal seit…
Seit meinem letzten Blogeintrag habe ich zum ersten Mal seit über zwei Jahren die alte Heimat besucht. Tanten und Cousinen wurden getroffen, bzw. besucht, der Wald durchstreift, am Kamin gesessen, gut gegessen, gut geschlafen… Und WLAN und schnelles Internet gibt es dort inzwischen auch – ein Traum.








