Weihnachtscountdown

Dieses Wochenende war ich allein zuhause, da der Mann bereits bei seiner Familie weilt, ich aber am Montag und Dienstag noch arbeiten muss. So ein bisschen Zeit für mich ist ja ab und an auch ganz schön – an beiden Tagen war ich zum Frühstücken verabredet, habe ansonsten ein paar Dinge erledigt und vor allem entspannt. Auf meiner inneren To-Do-Liste standen auch noch drei Filme, die ich in der Vorweihnachtszeit eigentlich immer sehe. Jeden Abend war einer davon dran:

Freitag: The Holiday

Ein klassisches Beispiel dafür, wie die deutsche Unterhaltungsbranche amerikanischen Originalen grauselig-nichtssagende Titel gibt, in der Hoffnung, so besser verkaufen zu können. Auf Deutsch heißt das gute Stück “Liebe braucht keine Ferien”. Unter dem Titel traut man sich natürlich nicht, den Film zu loben, obwohl er wirklich sehr schön ist. Zum ersten Mal habe ich ihn in einem Kino in Wittstock gesehen, wenn ich mich richtig erinnere. Ich mag ja Kate Winslet und Jack Black und auch Jude Law kann ich einiges abgewinnen, vor allem in dieser Rolle 😉 Mit Cameron Diaz kommt man dann auch gut klar und die Story und Eli Wallach tuen ein Übriges. Sehr zu empfehlen, auch wenn IMDB mit Punkten geizt.

Samstag: The Family Stone

Wenigstens wurde hier der englische Titel für die deutsche Fassung behalten, allerdings ergänzt um den doch recht schlimmen Untertitel “Verloben verboten”. Argh. Damit wird ebenso wie bei The Holiday ein eigentlich recht ernst zu nehmender Film ins Lächerliche gezogen. Ebenso wie bei The Holiday ist es ein Ensemble-Film und für Diane Keaton, Claire Danes, Craig T. Nelson und Luke Wilson kann man auch Sarah Jessica Parker und Dermot Mulroney gut ertragen. Ich bin sicher, dass Craig T. Nelson wegen dieser Rolle für Parenthood gecastet wurde. Und Paul Schneider tauchte später bei Parks and Recreation auf – freue mich ja immer über solche Parallelen. Zum ersten Mal gesehen habe ich diesen Film mit meinen Eltern in einem kleinen Kino in Bridgewater, Nova Scotia.

Sonntag: Love, Actually

Endlich einmal kann ich ganz gut mit der Übersetzung leben – mit Tatsächlich… Liebe kann man nicht so wahnsinnig viel falsch machen, auch wenn’s wie immer kitschiger klingt als im Original. Der nächste Ensemble-Film und auch hier gibt es für mich wieder einiges an Schauspieler-Trivia zu entdecken. Wie z.B. Colin Firth natürlich im Hemd in den See springen muss, dass Hugh Grant sicherlich wegen dieser Rolle für Music & Lyrics gecastet wurde und dass mir hier Martin Freeman das erste Mal bewusst in einem Film begegnete – ebenso wie der wundervolle Bill Nighy. Außerdem Alan Rickman, Keira Knightley, Rowan Atkinson in tollen Rollen, der kleine Sam, die Dialoge zwischen Jamie und Aurelia, die Beerdigung, die Hochzeit, die Liebeserklärung von Marc an Juliet, die Freude von Emma Thompson, ihren Bruder zu sehen… Nicht alle Storylines sind gleich stark, aber insgesamt kann man diesen Film doch mindestens einmal im Jahr sehen – tat ich übrigens zum ersten Mal im Kino in Rostock. (Es geht das Gerücht um, in Deutschland hätte es diesen Jahr einen ähnlichen Film gegeben, scheinbar hat Heike Makatsch das Konzept aus England mitgebracht. Da ich nicht glaube, dass das mehr als ein müder Abklatsch ist, werde ich mir den wohl eher nicht ansehen…)

Achja und weil ich durch Claire Danes und Weihnachten drauf kam und ja Ensemble-Filme mag, schaue ich mir jetzt noch schnell Little Women an (Susan Sarandon, Winona Ryder, Christian Bale, Kirsten Dunst!). Wofür ist Weihnachten schließlich sonst da, als um anderen Leuten beim Feiern zuzusehen 😉

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