01.10.2026 – Oktober?!

In meinem Kopf ist immer noch Sommer und die Höchsttemperatur heute ist 26 Grad, mein Kopf hat also Recht. Die Balkontüren sind seit ein paar Tagen wieder ganztägig offen, nachdem ich die im Wohnzimmer ein paar Tage lang tagsüber zu hatte, weil es windig und kühl war. Also windig und kühl für Sommer, nicht für Herbst. Mal sehen, ob und wann mein Gefühl tatsächlich im Herbst ankommt, vielleicht ja vor Weihnachten schon?

Der Homeoffice-Tag beginnt gemütlich, mit frühem morgendlichen Reboot (danke, Noosa) und dann Ostfriesentee mit Kluntje aber ohne Sahne (jeht ooch) und Müsli mit der letzten Banane, einer Feige, Walnüssen und etwas Pistazienmus.

Ich habe heute zwei geplante To-Dos, und drei geplante Meetings, das ist überschaubar. Also Musik an und los geht’s. Als das erste To-Do abgeschlossen und das erste Meeting abgesagt ist, ist es auf dem Balkon sonnig und ich wechsle für To-Do Nummer zwei auf den Liegestuhl nach draußen und unterhalte mich (schriftlich, so viel Anstand habe ich noch) mit der firmeneigenen KI, bis ich ein okayes Zwischenergebnis habe. Wieder einmal braucht es viel menschliches Eingreifen, Korrigieren und Präzisieren und trotz eigentlich recht versierten Prompten meinerseits geht das Ganze zwischendurch mehrfach seitwärts. Am Ende ist es sehr gut, dass wir im zweiten, tatsächlichen Meeting des Tages dann nochmal mit vier Menschenaugen draufgucken, das frisst auch weniger Ressourcen.

Das dritte Meeting ist dann das monatliche globale Townhall, in dem ich mich nochmal vor versammelter Mannschaft vorstelle. Danach noch ein ungeplantes To-Do mit schneller Deadline und dann mache ich pünktlich Feierabend und fahre mit der S-Bahn zum Sport.

Heute wieder etwas anstrengenderes Training, einmal körperlich, weil die einzelnen Übungen seeeeeeeeehr laaaaaaaaaangeeeeee gemacht werden und einmal sogar größtenteils außerhalb des Wassers, da streikt meine Schulter dann doch schnell. Und dann auch mental, weil es eben keine coole Musik gibt, sondern fast nur uncoole, immer wieder unterbrochen für die Erklärungen der Übungen und außerdem ärgere ich mich über das Hände rumwerfen ohne Wasser zu Schlagermucke und das ist ja auch nicht der Sinn von Gymnastik IM Wasser und…. Nächste Woche aus Termingründen dann Wasser-Zumba (ich bin gespannt!) und dann ab der Woche drauf hoffentlich wieder die letztwöchige Dance-Party mit anschließendem Aufguss.

Heute jedenfalls ist dann hinterher Dampfbad, Sauna, Ruheraum angesagt und ich mache mir dabei weiter Gedanken übers Abendessen. Als ich kurz nach halb 8 das Studio verlasse, ist es bereits fast komplett dunkel, aber immer noch warm. Ich laufe mit nassen Haaren und offener Jacke über T-Shirt herum, die Menschen sitzen draußen vor den Restaurants. Spätsommer halt.

In der S-Bahn bestelle ich schon mal das Essen. Das Oktoberfest war irgendwie sehr präsent in den letzten Tagen und außerdem habe ich diese Woche mehrfach mit einem Münchner Kollegen über Restaurants für meinen baldigen Münchentrip gesprochen. Ich bestelle mir also folgerichtig einen Leberkäs-Burger im Laugenbrötchen mit Krautsalat, Spiegelei und süßem Senf, dazu Pommes. Leider dauert die Lieferung doppelt so lange, wie ursprünglich angegeben, ich muss mich mit dem Essen beeilen und die letzten Pommes sind dann wirklich kalt. Schmeckt aber trotzdem alles gut.

Dazu telefoniere ich mit dem Liebsten und dem Teilzeitkind, die heute Abend auch beim Stammitaliener draußen gesessen haben. Und dann gucke ich endlich das Serienfinale von The Bear. Zu viele tiefgreifende Gespräche, zu vieles Zusammenbinden loser Enden, keine einzige Essens- oder Kochszene… Meh. Aber gut, wissen wir das jetzt auch und können die Serie final abhaken.

Und dann ist auch schon wieder Augen-fallen-zu-ich-geh-mal-Schlafen-Zeit. Halb 11. 🤷‍♀️

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