24.08.2026 – Wandel

Nochmal eine unruhige Nacht, aber die Chancen für Besserung stehen gut. Ein früher Wecker, ein morgendlicher Reboot, ein Rest Tee und ein Dubaischokoladenriegel zum Frühstück, mehr will mein Magen gerade nicht haben. Ich beginne den Arbeitstag am Schreibtisch, denn es ist ziemlich frisch draußen. Den ganzen Tag gibt es wichtige E-Mails und Meetings, der Kopf bleibt beschäftigt.

Zum Mittag kann ich dann essen – Brot mit veganer Salami und Dillkäse, ein riesiger reifer Pfirsich, den mir die Mitbewohnerin geschenkt hat, ein Rest Waldmeistersirup in Wasser, der eine sehr merkwürdige Farbe ergibt. Mein selbstgemachter ist leider irgendwann geschimmelt.

Nachmittags geht es auf der Couch weiter mit der Arbeit und dann ist relativ früh Feierabend und direkt auch ein Abschnitt offiziell beendet. Die nächsten Tage habe ich Urlaub und dann fängt offiziell ein neuer Abschnitt an, wenn auch zu großen Teilen im gleichen Gewand. Kein Abschied also, zum Glück.

Am frühen Abend schaue ich mir die Aufzeichnung eines verpassten Webinars an, dann geht es bald mit Liegestuhl und Kuscheldecke nach unten in den Hof, wo heute das diesjährige Hofkino anfängt, bei Popcorn und Softdrinks.

Wir schauen 25 km/h, den ich zwar vor Jahren schonmal gesehen habe – im Flugzeug oder im Streaming, jedenfalls nicht mit voller Aufmerksamkeit – und der beim Rewatch witziger ist als erwartet. Wie ich vorher in die Nachbar*innen-Chatgruppe schrieb: Bjarne Mädel geht immer. Bin etwas überrascht, dass Sandra Hüller auch mitspielt. Und Franka Potente. Quasi internationales Kinoflair bei uns im Hof. Der Film ist klassisches Freiluftkino-Futter, würde in der Videothek früher unter „sehenswert“ oder „anspruchsvoll“ gestanden haben, aber Komödie und nur wenig klamaukig. Der Liebste hingegen würde bestimmt sagen „Problemfilm mit mangelnder Produktionsqualität“, aber der hat auch einfach lange keine deutschen Filme mehr gesehen, aus eben diesen Gründen, und wäre vielleicht positiv überrascht. Nicht positiv überrascht bin ich davon, dass der Film nur mit Ach und Krach und viel Augen zudrücken den Bechdel-Test besteht.

Anyway, wir haben Spaß und es ist auch eine schöne Gelegenheit, sich mal wieder mit den Nachbar*innen zu unterhalten. Oder von ihnen unterhalten zu werden, denn neben mir sitzen vier kleine italienischsprachige Kinder, die die ganze erste Hälfte vom Film schnattern und Quatsch machen und anstrengend laut sind, bis sie von ihren Eltern aus der Situation entfernt werden.

Kurz nach 10 ist der Film vorbei, wir verabschieden uns und gehen wieder nach oben. Noch ein halbes Stündchen auf der Couch und dann gehe ich dank zufallender Augen trotz morgigem Urlaub einfach gegen 11 ins Bett.

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