#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 16: Monte Conero, Ancona und kulinarische Entdeckungen

Wir schliefen aus, schließlich haben wir Urlaub und Sonntag war es außerdem. Nach dem Aufwachen entdeckten wir im Garten einen Baum mit den Früchten, die wir schon die ganze Reise über immer wieder auf den Märkten gesehen hatten. Jetzt konnten wir danach fragen und sie in Ruhe verkosten. Es waren also Giuggiole! Dann ging es nach dem Frühstück raus in die Natur, und zwar zum Monte Conero. Der ist, wenn man ganz streng nach italienischen Maßstäben geht, kein Berg, sondern nur ein Hügel, da nur 572 m hoch. Diverse deutsche (und sorbische) Berge schreien an dieser Stelle auf, aber wenn man in Mittelitalien lebt und sein ganzes Leben lang von Bergen, Tunneln und Serpentinen lebt, dann ist man da ein wenig anspruchsvoller. Meine italienische Cousine führt uns einen Wanderweg entlang bis zu der Stelle, an der man von oben die “zwei Schwestern” sehen kann. Das Wetter ist so merkwürdig, dass das Blau des Meeres und das des Himmels irgendwie verwischt ineinander übergehen und man ohne die Kameralinse dazwischen noch viel schwieriger unterscheiden kann, wo das eine auf- und das andere anfängt.

Deswegen wollten wir uns das Meer dann nochmal aus der Nähe ansehen und fuhrten an den Strand in Portonovo. Ich stand schließlich auch bis zu den Knien drin, aber da es einerseits nicht so warm und ein wenig windig war und andererseits die Steine etwas nervten, bin ich nicht baden gegangen. Ich wäre bei 22 Grad Luft- und 20 Grad Wassertemperatur auch die einzige gewesen…

Also guckten wir nur aufs bzw. warfen Steine ins Wasser und erzählten. Dann fuhren wir nach Ancona hinein, hielten aber nochmal an einem Stand, an dem die Cousine Paccacassi entdeckt hatte, eine Pflanze, die zwischen den Steinen wächst und dieser Gegend als Delikatesse gilt. Wir nahmen ein kleines Glas eingelegte Paccacassi mit und werden sie zuhause mal probieren – z. B. auf Bruschetta. Als nächstes gingen wir in die Eisdiele, die direkt um die Ecke von der Oma der italienischen Cousine ist. Der Hase aß endlich sein Eis aus einer Brioche und auch wir anderen beiden gönnten uns jeweils drei Kugeln, wenn auch in der Waffel.

Es folgte ein kurzer Besuch bei der Oma – alle mussten einmal aufs Klo und unsere Führerin ließ sich dann noch Profitipps geben, wie man Besuchern Ancona am besten zeigen sollte. Dann ging es zunächst nach unten, zum Passeto, und dann hoch hinauf, zur Cattedrale di San Ciriaco, die fast ganz oben über der Stadt thront und von der aus man einen beinahe 360-Grad-Meerblick hat. Wir besichtigten die Kathedrale und liefen dann hinunter in die Altstadt, wo es diverse Kirchen, Paläste und römische Ruinen zu besichtigen gab. Auf dem Weg erfuhren wir natürlich auch einiges über die Geschichte von Ancona und es wurde ein Tisch fürs Abendessen reserviert.

Wir hatten dann noch etwas Zeit totzuschlagen und so stiegen wir noch höher hinauf als bis zum Dom, nämlich bis zum Leuchtturm am Parco del Cardeto. Dort gab es eine Art Biergarten und Livemusik und wir setzten uns mit einem Südtiroler Bier hin und plauderten, bis es dunkel und kühler wurde.

Dann ging es zum Abendessen in eine Trattoria, die sich auf Fischgerichte spezialisiert hat. Wir teilten uns eine Flasche Weißwein aus der Gegend und gemischte Antipasti des Hauses (marinierte frische Sardinen, Oktopus-Salat, geräucherter Lachs, Scampi, Mies- und Venusmuscheln in Tomatensauce, Seeschnecken in einer Tomaten-Fenchel-Sauce, Jakobsmuscheln, gratinierte Entenmuscheln, kleine Tintenfische…). Dann gab es für die Cousine und mich Stockfisch mit Kartoffeln und Tomaten (eigentlich DAS Gericht in Ancona, aber hier leider nicht traditionell zubereitet) und für den Hasen diverse geröstete Fisch(-filets). Wir Mädels gönnten uns danach noch einen Nachtisch (Crema Catalana bzw. Zuppa Inglese) und dann ging es sehr vollgefressen und müde wieder zurück nach Hause und ins Bett.

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