#12v12 im März 2019

Es ist der 12. und halb Blogdeutschland dokumentiert seinen Alltag wieder in zwölf Bildern. Meine zwölf findet Ihr hier, die anderen gibt es hier.

Bevor ich los ins Büro gehe, mache ich noch ein Foto davon, wie mein „neues“ Zimmer so aussieht. Das Bett wird vermutlich noch ausgetauscht und evtl. kommt noch etwas Deko hinzu, aber so ungefähr wird es dann wohl werden. Eigentlich hätte ich gerne noch ein Foto gemacht, in dem der Laptop besser aussieht und mein Bein nicht so sehr im Weg ist (ich sitze im Schaukelstuhl), aber der Kater kam halt auch nur genau in diesem Moment unter dem Bett hervor…

 

Und so sieht die Ecke aus, in der ich gesessen habe. Hmm, den Spiegel könnte ich mal wieder putzen…

 

Im Büro angekommen stelle ich mir wie eigentlich jeden Morgen mein Frühstück vom Obstbuffet zusammen.

 

Dann gehts mit dem Team zum Kaffee holen, außerdem stehen Ginger Ale und Earl Grey bereit, um mich durch die ersten Arbeitsstunden zu begleiten.

 

Nach zwei Stunden habe ich eins meiner wöchentlichen Meetings, bei dem ich das Protokoll führe, wofür ich meinen Laptop hole, der sonst unter Verschluss ist.

 

Mittags gehe ich mir was aus dem Supermarkt holen.

 

Dann esse ich gemeinsam mit dem Team. Es gibt einen Süßkartoffel-Kichererbse-Eintopf und dazu ein Börek mit Spinat-Feta-Füllung.

 

Zum Feierabend hin wird noch schnell konspirativ Gemüse geschnippelt.

 

Dann treffe ich mich mit einer lieben Freundin beim Georgier. Es gibt natürlich Rotwein und die typischen Pasten als Vorspeise, dazu auch das traditionelle Brot mit Käse und Dumplings mit Pilzen. Soooo lecker. Hinterher nehmen wir einen Absacker in einer nahe gelegenen Craft Beer Bar:

Asiatische Lebenshilfe und 1000 Fragen

Nachdem es gestern mit der fernöstlichen Unterstützung schon so gut geklappt hat und mein heutiger Tag schon ziemlich toll war – mein Schlafdefizit ist fast weg, ich habe meditiert und Dinge erledigt, die Arbeit war entspannt und hat Spaß gemacht und nebenbei habe ich wieder gute Gespräche geführt und positive – oder zumindest konstruktive – Erkenntnisse gewonnen – habe ich große Hoffnungen, dass es genauso weitergeht.

Gerade sitze ich in einem Café und genieße zum Feierabend meine liebste taiwanesische Spezialität: Den Bubble Tea. Und zwar nicht diese quietschbunte, knallsüße Zeug, aufgrund dessen Ihr Euch ja fast zu Recht wundert, dass es Bubble Tea noch gibt, sondern authentischen, Tee-farbenen und normalsüßen (hätte auch wenig oder keinen Zucker bestellen können, aber da ich etwas hungrig bin…). Ich habe mich für gerösteten Oolong-Tee mit Aloe-Vera-Stückchen als Topping entschieden. Und jetzt findet Ihr Bubble Tea plötzlich auch wieder ganz verlockend, oder?

Und gleich treffe ich mich dann mit einer koreanischen Freundin zum koreanischen Essen. Das wird bestimmt auch wieder sehr super – und das erste einer langen Reihe von Dinner Dates diese Woche. Deswegen gibt es jetzt auch nur noch den nächsten Teil der 1000 Fragen für Euch…

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

141. In welche Länder möchtest du noch reisen?

Oh, eine ganze Menge! In Europa alleine fehlen mir noch Portugal, Finnland, Griechenland und weite Teile Ost- und Südosteuropas. In Nord- und Mittelamerika warten Mexiko und Kuba noch auf mich sowie Teile der USA (vor allem die Westküste, der Südosten und Hawaii). In Kanada wäre die Westküste auch irgendwann mal dran und ich hätte auch nichts daran, nochmal nach Jamaika zu kommen… In Südamerika lockt mich vor allem Peru, schon aus kulinarischen Gründen, und von Chile und Argentinien kenne ich bisher auch nur den äußersten Süden… In Afrika fände ich vor allem die Gegenden spannend, in denen der Verein aktiv ist, für den ich mich engagiere, ich bin aber sichtbar, das vieles anderes auch toll wäre. In Asien locken mich vor allem Indien, Sri Lanka und der Südosten – wiederum vor allem aus kulinarischen Gründen. Außerdem ist eine liebe Freundin gerade nach Nepal gezogen und vielleicht besuche ich sie da einfach! Irgendwann würde ich gerne auch nochmal mehr von Australien sehen und wenn ich schon dabei bin vielleicht doch mal nach Neuseeland. Achja und Fiji wäre ganz schön, irgendwann…

142. Welche übernatürliche Kraft hättest du gern?

Beamen, das würde vieles (u. a. die obige Antwort) viel leichter machen.

143. Wann wärst du am liebsten im Erdboden versunken?

Neulich gab es da so eine Situation auf einer Parkbank, aber nur für eine Zehntelsekunde. Danach wurde alles sehr entspannt. Eine ernsthaft hochnotpeinliche Situation fällt mir grad nicht ein, ich bin da recht schmerzbefreit.

144. Welches Lied macht dir immer gute Laune?

Tonight I Have To Leave It von den Shout Out Louds wirkt wirklich jedes einzige Mal.

145. Wie flexibel bist du?

In den allermeisten Dingen bin ich sehr flexibel (also außer körperlich), in einigen sehr sehr wenigen gar nicht – daraus resultiert auch die Entwicklung der letzten Wochen.

146. Gibt es eine ungewöhnliche Kombination beim Essen, die du richtig gern magst?

Brot mit Quark, Ketchup und Kräutern der Provence. Brot mit Teewurst und dazu Obstsalat. Überhaupt Obst in der Kombination mit Herzhaftem – alles aus der Richtung Toast Hawaii (mit Salami und Apfel, Apfelsine oder Pfirsich unter dem Käse) zum Beispiel. Und natürlich Ananas und anderes Obst auf Pizza (außer auf italienischer, ich bin ja keine Barbarin).

147. Was tust du, wenn du in einer Schlange warten musst?

Wozu habe ich ein Smartphone? An der Supermarktkasse sonst auch gerne die Einkäufe der Anderen analysieren.

148. Wo siehst du besser aus: im Spiegel oder auf Fotos?

Eindeutig im Spiegel. Bewegte Bilder sind besser für meinen Look als Momentaufnahmen. Und mein Gesicht gefällt mir spiegelverkehrt auch besser, aber das geht uns ja vermutlich allen so – eine Frage der Gewöhnung.

149. Entscheidest du dich eher für weniger Kalorien oder mehr Sport?

Weder noch!

150. Führst du oft Selbstgespräche?

Mit zunehmendem Alter wird man wunderlich;)

Japanisch voran mit KonMari und Sokoban

Die Zeiten gerade sind ein wenig herausfordernd. Da ist auf der einen Seite die sehr große Entscheidung, die vor zwei Wochen getroffen wurde und die bis jetzt in ihren Auswirkungen erstaunlich glimpflich abgegangen ist. Auf der anderen Seite sind da eine Menge verlockender Pläne, deren Umsetzung aber aus Gründen noch einige Wochen warten müssen. Dieses “dazwischen” Sein, das hat mir in den letzten Tagen mehr und mehr zugesetzt. Was dabei hilft, sind unter anderem diverse Freizeitaktivitäten. Erlebnisse und Gespräche mit denen sich die Zeit füllen lässt, bis ich soweit bin und die Umstände soweit sind, dass ich richtig mit den Plänen loslegen kann. Meine gesamte nächste Woche ist zum Beispiel nach Feierabend bereits komplett ausgebucht, kein Tag an dem noch nichts im Kalender stünde.

Heute allerdings war dann ausnahmsweise doch mal kein Termin, zum ersten Mal seit vielen Tagen und auch zum letzten Mal für eine ganze Weile. Und wie ich so in den Tag startete, vor mich hin überlegte, was ich denn mit dem großen Batzen unverplanter Zeit so anstellen könnte und den Katzen dabei zusah, wie sie sich neue Räume eroberten, da formte sich in meinem Kopf langsam ein kleines Projekt. Ein Etappenziel nur und erstmal auch nur ein Provisorium. Aber trotzdem würde es einige Stunden Arbeit bedeuten, einiges von der To-Do-Liste nehmen, die sich für mich “in einigen Wochen” bedrohlich lang und länger vor meinem geistigen Auge aufbaut, mir eine neue Perspektive ermöglichen und schonmal einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft gehen.

 

Um mich in die richtige Stimmung zu bringen, schaute ich eine Marie-Kondo-Folge auf Netflix – ich bin ja von bewegten Bildern immer leicht zu beeinflussen und heute machte ich mir das zu Nutze*… Dann habe ich mir schöne Musik angemacht, laut mitgesungen und NICHT alle meine Klamotten auf einen großen Haufen geschmissen und nach Freudefunken bewertet, sondern in dem Raum, in dem ich gerade am meisten Zeit und vor allem auch die Nächte verbringe, neue Zeiten eingeläutet. Ich habe Dinge entsorgt, zum Weggeben bereitgestellt und jede Menge Zeug wenigstens schon einmal vorsortiert. Dann habe ich Sokoban-style einiges aus dem Zimmer heraus- und kreuz und quer durch die Wohnung geschafft, um Platz zum Rangieren zu haben. Und dann habe ich tatsächlich schonmal die Mehrzahl der Möbel in diesem Zimmer verrückt, komplett neu angeordnet und dann teilweise wieder neu mit Dingen bestückt.

Provisorisch ist das Ganze weiterhin, denn einige der Möbel werden hier bald ausziehen, ebenso wie viel Kram, der sich immer noch im Zimmer befindet. Und einige der jetzigen Möbel sind auch nur Ideen im platonschen Sinne für die tatsächlichen Möbel, die hier in einigen Wochen dann stehen werden. Aber so kann ich schon einmal ausprobieren, wie mir diese neue Raumverteilung so zusagt, meine Sichtweise auf dieses Zimmer verändern (das hat sofort und sehr radikal schon gut geklappt) und auch für mich selbst ein Zeichen setzen: Ich muss nicht abwarten, ich kann auch jetzt schon aktiv werden und Dinge so anpassen, wie sie für mich am besten funktionieren. Und ich kann zum Beispiel ganz alleine Schränke, Kommoden, Regale und Betten bewegen, und zwar ohne mir wehzutun und ohne dass die Katzen Sorgen haben müssen, ich würde danach nicht mehr aufstehen können.

Nach der großen Sokoban-Aktion bleibt ein kleiner Schrank jetzt schon einmal permanent draußen, der hätte nur im Weg rumgestanden und und ich habe sogar einen Platz gefunden, wo er das nicht tut und thematisch gut aufgehoben ist. Dafür sind der Schaukelstuhl und ein bunter Läufer eingezogen, der in einem anderen Raum in letzter Zeit nicht genug Wertschätzung erfahren hatte. Natürlich alles erst, nachdem jede Menge Staub gewischt und gesaugt und das Bett neu bezogen wurde. Bis jetzt gefällt mir meine neue Sichtweise auf die Welt sehr gut – ich sehe jetzt vom Bett aus noch viel mehr von dem wunderschönen Blau, das ich vor über 5 Jahren für einen Teil der Wände hier ausgesucht habe, dass ich aber dann die meiste Zeit vor allem im Rücken hatte. Und stünde gegenüber nicht gleich das nächste Haus, dann könnte ich jetzt abends vom Bett aus direkt in den Sternenhimmel gucken…

 

*Ich folge der Methode nicht, lasse mich aber von den Folgen gerne zu etwas Aktionismus in Sachen Haushalt motivieren. Klappt auch gut mit der FlyLady, aber die hat weniger Action, da weniger Bewegtbilder.

Schlemmereien aus dem Salento

Am Donnerstag war ich auf Vermittlung der lieben Claudia von Holy Fruit Salad! bei einer Pressekonferenz in einem italienischen Restaurant in Kreuzberg 61 eingeladen. Bei leckeren Weinen, Olivenöl, Käse, Honig, Pizza und diversen anderen Leckereien aus dem Salento, der “Stiefelspitze” Italiens im äußersten Südosten der Region Apulien, erfuhren die anwesenden Journalist*innen, Blogger*innen, Instagramer*innen & Co. einiges über die touristisch interessanten Orte dieser Gegend. Im Rahmen der ITB hatten die Kultur- und Tourismuszeitschrift Spiagge und verschiedene Vertreter der Provinz und einzelner Städte wie Otranto, Melendugno und Gallipoli zu diesem Abend eingeladen. Unter anderem stellten sich dort dann auch verschiedene Produzenten typischer Produkte des Salento vor.

Für mich versprach der Abend die Verbindung dreier meiner Leidenschaften: Bloggen und neue liebe Menschen aus der Blogosphäre zu treffen, Reisen und neue Gegenden kennenzulernen (Apulien steht schon lange auf meiner To-Do-Liste!) und natürlich italienisches Essen und Wein. Der perfekte Abend also, der in allen drei Bereichen glänzte und Lust auf mehr machte. Besonders gefreut habe ich mich übrigens über den Fiano, den es als Aperitif während der Vorträge gab – eine meiner liebsten Weißweinsorten, auch wenn ich ihn bisher nur aus Avellino und nicht aus dem Salento kannte. Der Negroamaro, den es dann zum Essen selbst gab, war übrigens auch extrem gut und ich werde demnächst mal versuchen, von beiden ein Fläschchen zu ergattern. Wir verkosteten auch zwei verschiedene Olivenöle und besonders das zweite (neue Ernte, sehr grün, dickflüssig, grasig und mild, von einer Sorte, die ursprünglich aus Frankreich stammt) war der Hammer.

Ein toller Abend, von dem mir außer den leckeren Flüssigkeiten vor allem die guten Gespräche in Erinnerung bleiben werden, und aus dem sich hoffentlich noch viele weitere kulinarische Gelegenheiten für die Zukunft entwickeln werden…

Farbcodes und blinde Flecken, Nostalgie und 1000 Fragen

Heute habe ich auf Arbeit an einem Respectful Workplace Training teilgenommen. Der interessanteste Teil davon war, dass uns Situationen präsentiert wurden, die wir per Farbcode einschätzen sollten – Grün für unproblematisch, Gelb für potenziell kritisch und Rot für ein “No-No” (das Ganze fand auf Englisch statt). Aus den individuellen Einschätzungen ergaben sich dann spannende Diskussionen, deren Grundtenor war: Es kommt halt immer auf die Umstände und den Kontext an, trotzdem ist es wichtig, sich der Tatsache bewusst zu sein, dass jeder Mensch in jeder Situation andere persönliche Schwellen hat, ab denen es für ihn*sie problematisch wird und deswegen dann besonders im professionellen Kontext (aber natürlich auch überall sonst) mit Bedacht zu kommunizieren. In den allermeisten Punkten war meine Einschätzung konform mit der der Trainerin, ich glaube ich bin durch fast 11 Jahre Twitter schon ziemlich gut sensibilisiert. 😉 Interessant war es dann, diese Thematik mit in die Pause zu nehmen und Kolleg*innen davon zu berichten, die nicht am Training teilgenommen hatten. Der Farbcode fand dann sofort auch in den Pausengesprächen Anwendung und da musste ich dann feststellen, dass trotz aller Sensibilisierung auch ich blinde Flecken habe – mindestens ein Gelb und sogar ein Rot (allerdings ging es dabei um keinen der üblichen -ismen) wurden mir berechtigterweise entgegengebracht und ich bin da sehr dankbar für, da es mich wachsam und achtsam hält.

*

Heute vor genau 23 Jahren besuchte ich nach der Schule eine Klassenkameradin und wir sahen uns das folgende Video (natürlich auf VHS) an, das mich sofort, nachhaltig und für immer in Sachen Street Credibility versaut hat. Was soll ich sagen: 23 Jahre später bin ich noch da, die Band ist noch da, und auch dieses Jahr werde ich sie wieder live sehen, da hilft es auch nicht, dass mein erstes selbstgekauftes Album Planet Punk von Die Ärzte war.

*

Nach einer ganzen Woche täglichen Bloggens gibt es dann heute endlich die nächste Runde der 1000 Fragen.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

121. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?

Beides ist schon vorgekommen, manche Zeiten verlangen, dass man die Arbeit über der Liebe etwas vernachlässigt, manche Zeiten verlangen auch mal das Gegenteil. Zum Glück war ich nie in der Situation, mich ganz absolut für eines von beiden entscheiden zu müssen, das stelle ich mir sehr schwer vor (zumindest in meiner Situation, in der ich eben auch meinen Job sehr liebe).

 

122. Wofür bist du deinen Eltern dankbar?

Dafür, relativ behütet und sorgenfrei aufgewachsen zu sein. Dafür, dass ich mein Studium und die erste Zeit danach dank ihrer Unterstützung unbelastet von finanziellen Zwängen leben und mich ausprobieren konnte (und nach meinen Interessen studieren konnte, ohne mich von wirtschaftlichen Überlegungen einschränken zu lassen). Dafür, dass sie in jeder Situation bedingungslos für mich da sind und zu mir stehen. Und für die seltenen Momente, in denen sie einsehen, dass ich spätestens jetzt mit Mitte 30 auch einfach Entscheidungen treffen darf, ohne dass sie diese gutheißen müssen 😉

 

123. Sagst du immer, was du denkst?

Fast immer. Es gibt Situationen, in denen es besser ist, die Klappe zu halten, gerade im beruflichen Kontext. Im Privaten hingegen nehme ich meist kein Blatt vor den Mund und das Leben beweist mir immer wieder (zum Beispiel in den letzten paar Tagen sehr deutlich), dass das das richtige Vorgehen ist.

 

124. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?

Nein. Manchmal nutze ich gleichzeitig auch noch einen Second (Handy) oder gar Third Screen (Laptop oder Tablet), aber wenn mich das, was der Fernseher zeigt so wenig interessiert, dann mache ich ihn einfach aus, ich brauche ihn nicht als Hintergrundrauschen.

 

125. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?

Da gibt es tatsächlich mehrere. Solche, die schon viele Jahre zurückliegen und solche, die erst in den letzten paar Monaten und Jahren hinzukamen. Das wird auch eine Aufgabe für die nächste Zeit, mich damit intensiv auseinanderzusetzen.

 

126. Was kaufst du für deine letzten zehn Euro?

Was zu essen.

 

127. Verliebst du dich schnell?

Ja, nicht immer ernsthaft und nicht immer nachhaltig, aber das Grundgefühl erreiche ich sehr schnell.

 

128. Woran denkst du, bevor du einschläfst?

Meistens lese, höre oder schaue ich dabei etwas, damit ich eben gerade nicht denke, sonst wird es schwer mit dem Einschlafen. Ansonsten ist natürlich alles im Zusammenhang mit Frage 127 immer gern genommen. Oder Urlaubserinnerungen.

 

129. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?

Es war lange der Sonnabend (ausschlafen UND lange aufbleiben und dann auch noch so viel freie Zeit!), dann lange der Dienstag (während des Studiums, Club-Programm-bedingt). Seit einigen Jahren habe ich da aber keinen Favoriten mehr und selbst Montage jagen mir keinen Schrecken ein.

 

130. Was würdest du als deinen grössten Erfolg bezeichnen?

Gut durchs Leben gekommen zu sein, ohne mich allzu sehr zu verbiegen oder von Schicksalsschlägen gebrochen zu werden.

 

Tagebuch-5 im März 2019 #WMDEDGT

Es ist mal wieder der 5. des Monats und Frau Brüllen fragt: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Die anderen Antworten gibt es drüben, meine steht hier:

Ich wache, wie eigentlich immer dieser Tage, viel zu früh auf. Schon um 5 Uhr morgens ist die Nacht vorbei, der Kopf ist an, die Gedankenspirale dreht sich. Ich lese mich durch Messages, Feeds und Timelines, grüble ewig über gestern und in den letzten Tagen Gesagtes, kuschle mit den Katzen (die links und rechts an mir dran klebend die Nacht verbracht haben) und schaue, ob mich die Müdigkeit noch einmal übermannt. Als das ausbleibt, gebe ich kurz nach 6 auf, werfe den Laptop an und beginne diesen Blogpost. Um die Zeit bis zum Aufstehen weiter sinnvoll zu nutzen, mache ich mich an das Aufsetzen eines Untermietvertrags, denn voraussichtlich ab Mitte April werde ich eine neue Mitbewohnerin haben. Dann sortiere ich noch ein paar wichtige Gedanken in eine Nachricht und stehe dann gegen halb 8 auf.

Ich mache mich und die Katzen fertig für den Tag, stecke mir ein wenig Kuchen vom Wochenende als Frühstück fürs Büro ein und mache mich zunächst auf den Weg zu einer ärztlichen Routineuntersuchung. Für mich überraschend ist Schienenersatzverkehr angesagt, so dass ich sowohl zeit- als auch streckentechnisch einen ziemlichen Umweg mache – wäre ich mal auf meiner Stammstrecke geblieben und wäre einfach paar Meter weiter gelaufen als sonst. So aber wirkt sich das ja wenigstens mit auf mein Tagesschrittziel aus und dass ich später ins Büro komme als sonst hatte ich sowieso eingeplant. Leider verpasse ich so unsere morgendliche Team-Kaffeerunde, aber irgendwas ist ja immer. Noch im Wartezimmer erreicht mich eine sehr aufmunternde Reaktion auf meine vorhin formulierte Nachricht und auf einmal ist der Tag viel sonniger.

Der Arztbesuch verläuft unspektakulär, danach geht es noch kurz in die Apotheke und dann ins Büro. Dort erwartet mich bereits ein Päckchen: Am Wochenende habe ich mir Visitenkarten designt und bestellt, die ich demnächst im privaten bzw. virtuellen Rahmen brauchen werde. Sie sehen toll aus und sind mangogelb. ❤

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Auf eine abgespeckte Kaffeerunde zu dritt folgt erst normales Arbeiten, dann ein längeres Meeting mit Vor- und Nachbereitung und dann ist es schon Mittag und ich gehe  mit der besten Kolleginnenfreundin nach draußen in die Pause. Der März hat sich am Faschingsdienstag als April verkleidet: Blauer Himmel, Sonne, Regen, Graupel… Alles innerhalb der einen Stunde, die wir draußen verbringen. Den Teil mit der Sonne nutzen wir für leckere Pasta auf einer Bank am Gendarmenmarkt. Der Nachmittag im Büro plätschert recht ereignislos vor sich hin, begleitet von vielen E-Mails und Abstimmungen mit Kolleg*innen vor Ort und in diversen anderen Ländern. Die vielen internationalen Kolleg*innen, die wegen der ITB in der Stadt sind, bringen etwas zusätzliche Farbe in den Büroalltag, ebenso das gesharete Dokument mit Bild und Text, an dem ich zusammen mit diversen anderen Kolleg*innen gleichzeitig arbeite.

Am späteren Nachmittag wird ein zweiter Kaffee nötig, weil der Tag ja doch recht früh begann. Nebenbei koordinieren der Hase und ich unsere Abendplanung und wer wann was mit der Waschmaschine anstellen sollte, damit er für seinen Wochenendtrip nach Prag saubere und trockene Klamotten hat – die Freuden des neuen Beziehungs- bzw. WG-Status’. Den Feierabend verbringe ich dann mit einer lieben Kollegin zunächst mit Heißgetränken und Baklava, dann mit vietnamesischen Tapas und einem Cocktail – kein einziges Foto wird davon gemacht. Natürlich wird auch wieder sehr viel geredet, aber das ist trotz teilweise schwierigen Inhalts sehr sehr angenehm und toll. Wir wohnen ungefähr in derselben Gegend, deswegen haben wir noch eine ganze Strecke Heimweg zusammen und auch sie kennt jetzt mein Stammcafé und weiß, wo mein Haus wohnt 😉

Gegen 11 bin ich zuhause, kaufe mir schnell noch ein Tickets fürs diesjährige 20. Immergut (Boah bin ich alt!) und gehe dann hundemüde ins Bett.

 

So viel Reden

Dieser Tage wird unheimlich viel geredet. Ich habe gefühlt noch nie so viele emotionale Gespräche geführt, während der normale Alltag einfach weiterlief. Bleibt nur die Hoffnung, dass am Ende der Gespräche eine bessere Zukunft steht.

Gleich kommt noch jemand zum Reden, deswegen reicht es heute nicht einmal für die 1000 Fragen.

Ab morgen dann wieder ausführliches Tagebuchbloggen, ja?