Ein neues Kapitel

Verrückt, mein letzter Blogpost hier war am 1. Juli und beinhaltete meine Pläne und Voraussagen für den Juli. Dafür, dass ich eigentlich schon seit Anfang des Jahres jeden Tag gebloggt habe, habe ich es in den letzten Wochen wirklich erstaunlich schlimm schleifen lassen. Es ist aber auch wahnsinnig viel passiert und vieles davon war und ist nicht blogbar. Jedenfalls hatte ich ganz selten mal sowohl die Muße, was aufzuschreiben und dann auch noch Inhalte, mit denen das Sinn machte. Vielleicht schaffe ich das jetzt ja wieder besser – es würde mich freuen.

Obwohl es jedenfalls gerade einmal Mitte Juli ist (Andererseits: Wo ist bitte die Zeit schon wieder hin? Der Sommer fliegt nur so vorbei!), hänge ich gedanklich schon mit mindestens einem Bein im August, denn der bringt Veränderungen mit sich, von denen ich mir noch vor wenigen Wochen nicht habe träumen lassen. Oder eigentlich seit Jahren nicht. Nachdem es jetzt seit Freitag endlich offiziell ist (Von der allerersten Idee über diverse Vorgespräche, die Entscheidungsfindung die offizielle Bewerbung, ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren und dann noch das Aushandeln der Details bis hin zur Unterschrift des Vertrags und dem Verkünden der Neuigkeit im Unternehmen vergingen fast anderthalb Monate.), kann ich es ja jetzt auch hier im Blog verkünden: Ich fange im August einen neuen Job an. Ja, immer noch in der gleichen Firma – die wird mich so schnell nicht los -, aber nach nunmehr neun Jahren in einem mehr oder weniger kontinuierlichen Team und Aufgabenfeld kommt jetzt etwas völlig Neues auf mich zu.

Neues Team, neue Aufgaben, neue Verantwortung, neue Inhalte, neue Herausforderungen, neue Begleitumstände, neue Dienstreisenziele und neuer Gehaltszettel. Das ist super aufregend und schön, aber auch ein kleines bisschen einschüchternd, muss ich zugeben. Emotional nimmt mich dabei allerdings am meisten mit, nicht mehr offiziell Teil des besten Teams der Welt zu sein. Aber mir wurde eindrücklich versichert, dass ich das inoffiziell trotzdem bleiben werde und da mein neuer Schreibtisch nur wenige Meter von meinem alten entfernt steht, ist das gar nicht soooo unrealistisch. Zum Glück!

Vor dem Rest der Veränderungen stehe ich ziemlich ehrfürchtig. Gerade die ersten Wochen und Monate werden bestimmt ganz schön anstrengend. Deswegen versuche ich gerade, vorher noch möglichst viele Dinge zu erledigen, damit ich mich dann voll und ganz auf Arbeit und entsprechende Regenerationsmaßnahmen konzentrieren kann. Soeben habe ich meine Steuererklärung fürs letzte Jahr fertig gemacht und wenn das alles so korrekt ist, ist mein Urlaubsbudget dann auch gesichert. Im September habe ich nämlich gleich erstmal drei Wochen frei und kann nach dem ersten Monat in der neuen Position ein wenig durchatmen. Was ich dann genau mache, steht noch ein wenig in den Sternen, aber es wird auf jeden Fall wieder ziemlich viele Schienenkilometer, Zeit am Meer und gutes Essen beinhalten und ich werde bestimmt hier darüber berichten.

Außerdem habe ich noch einen Zahnarzttermin für vor August ausgemacht, in der Hoffnung, dass der keine wochenlangen Folgetermine nach sich zieht, und dann habe ich die lästigen Pflichten des Jahres eigentlich alle hinter mich gebracht, glaube ich.

Aufregende Zeiten werden das!

Im Juli werde ich…

Traditionell kommen hier ja am Monatsanfang immer die Pläne, Vorsätze und Vorhersagen für den Monat. Heute habe ich allerdings den Kalender umgeblättert und dann gleich noch durchgeblättert und festgestellt, dass ich so gut wie keine Pläne habe. Zum ersten Mal seit gefühlt immer stehen da keine Termine und ich werde mich da wohl irgendwie von Woche zu Woche durch hangeln und den Sommer genießen. Ist ja vielleicht auch mal ganz schön. Also, im Juli werde ich…

  • wenn es nicht zu heiß ist wieder regelmäßiger zum Sport gehen – morgen zum Beispiel
  • mit einer Freundin essen gehen
  • den Geburtstag vom Lieblingsnachbarn feiern (also wenn er den denn feiert und dazu einlädt – you know who you are!)
  • mit dem Betriebsrat in den Biergarten gehen
  • mit einer ehemaligen Mitschülerin die Mittagspause verbringen

 

Das war es an mehr oder weniger festen Terminen. Alles andere lasse ich auf mich zukommen. Schön wäre zum Beispiel:

  • Wochenenden außerhalb der Stadt zu verbringen – in Rostock, am Meer, am See…?
  • Ins Freiluftkino gehen
  • Einen Abend mit der besten Freundin verbringen
  • Freund*innen wieder treffen, die ich schon viel zu lange nicht gesehen habe, obwohl wir in der gleichen Stadt leben
  • Irgendwas mit Musik – Party oder Konzert? Diesen Monat steht bisher noch nichts an, das ist angesichts der letzten Monate mehr als unbefriedigend…
  • Vielleicht mal wieder beim Mobster Dinner vorbeischauen

 

Gucken wir mal, was der Monat bringt, wa? Ich hoffe ja auf sowas:

 

Eddie Vedder und Glen Hansard in der Max-Schmeling-Halle

Wow! Das war mal ein würdiger Abschluss der Geburtstagsfeierlichkeiten. Nachdem ich ja vor einer Woche, direkt an meinem Geburtstag, bereits ein absolut großartiges Bloc-Party-Konzert erleben durfte, gab es gestern dann noch einmal eine Steigerung mit dem Geschenk, das mir meine Eltern zum Geburtstag machten (Danke! <3): Ein Solokonzert von Eddie Vedder mit Support von Glen Hansard. Dass Letzterer dabei sein würde, erfuhr ich erst, nachdem die Karten schon lange gekauft waren und es steigerte meine Vorfreude auf den Abend immens. Ich mag zwar Pearl Jam echt gerne und auch die Solosachen von Eddie Vedder selbst – seine Coverversion von Masters of War und Without You vom Ukulelenalbum gehören zu meinen absoluten Lieblingssongs – aber ein richtiger Fan bin ich nun auch nicht. Dass dann also auch noch Glen Hansard dabei war – mir seit den frühen Neunzigern bekannt als Gitarrist der Commitments und natürlich später auch noch aus Once, von The Swell Season und als Solokünstler – verlieh dem Abend nochmal eine zweite, tiefere Ebene für mich. Leider durften keine Fotos und Videos gemacht werden, überhaupt sollten die Telefone das ganze Konzert über in der Tasche bleiben und andere Geräte waren gar nicht erst in der Halle erlaubt. Deswegen gibts auch kein Foto vom Konzert, sondern nur eins von davor:*

 

Es passiert ja glaube ich fast nie, dass schon der Support Act von den ersten Takten an frenetisch bejubelt wird, bei Glen Hansard war es allerdings so. Er stand ganz alleine auf der Bühne, meist mit einer Gitarre bewaffnet, bei einem Song an den Tasten und bei einem Song (Grace Beyond The Pines, Greta Thunberg gewidmet) sang er sogar A-capella. Trotzdem nahm er den ganzen Raum in seinen Bann. Sein Spiel, seine Stimme und seine Leidenschaft sind einfach atemberaubend. Leider gab es keine Zugabe, sondern dann eine langwierige Umbaupause, bis der zweite Wahnsinnssänger und -spieler des Abends die Bühne betrat. Auch bei Eddie Vedder selbst war die Stimmung natürlich von Anfang an am Kochen, allerdings begann das Konzert mit einem Instrumentalsolo des mitgebrachten Streichquartetts aus Amsterdam, das mit „Even Flow“ die Show einleitete. Dann kam Eddie selbst und sobald seine Stimme den Raum erfüllte konnte ich mich des Gefühls nicht erwehren, was für eine Ehre und was für ein besonderer Augenblick es ist, mit zwei solch einmaligen Stimmen im selben Raum sein zu dürfen.

Mal mit Streichern, mal alleine mit Gitarre, E-Gitarre, Ukulele, E-Ukulele oder Tasteninstrument spielte sich Eddie Vedder durch Solo- und Pearl-Jam-Songs sowie diverse tolle Covers. Zwischendurch erzählte er immer wieder Geschichten, gab politische Statements ab (bei Glen Hansard ging es da vor allem um den Klimawandel und gegen G8, Eddie Vedder äußerte sich auch sehr explizit gegen Trump, für Geflüchtete und gegen die unerträgliche Situation an der mexikanischen Grenze, wo Kinder von ihren Eltern getrennt festgehalten werden, many fucks were given…). Ich bin wie gesagt keine Pearl-Jam-Expertin, aber einige Lieder habe ich natürlich trotzdem zweifelsfrei identifizieren können, wie etwa Wishlist und Better Man. Alive gab es auch – allerdings wieder vom Streichquartett gespielt und vom Publikum gesungen. Überhaupt wurde sehr viel mitgesungen und gefeiert, was Eddie Vedder sich auch explizit gewünscht hatte – einen Abend voller Freude und Zusammengehörigkeitsgefühl im Lichte all der schlimmen Dinge, die draußen vor sich gehen. Zwischendurch war er sogar zu Tränen gehört, als das Publikum nach einem Song gar nicht mehr aufhören wollte mit dem Wiederholen der Hookline – wäre ich eine bessere Pearl-Jam-Kennerin könnte ich auch sagen, wie er hieß, gekannt habe ich ihn auf jeden Fall…**

Großartig war dann, als Glen Hansard immer wieder zurück auf die Bühne kehrte und mit Eddie gemeinsam performte – teils sangen sie im Duett (z. B. ihren gemeinsamen Ukulele Song Sleepless Nights), teils übernahm Glen die Gitarre und ließ Eddie singen und im Publikum baden. Weil die Stimmung so großartig war, sangen sie dann auch noch gemeinsam Falling Slowly, was meine Glen-Hansard-Bucket-List von vorher noch abhakte und mich sehr glücklich machte. Auch sonst waren die „Cover“-Versionen ein Highlight. Gemeinsam performten sie den R.E.M.-Song It Happened Today, den sie gemeinsam mit Eddie in den Hansastudios aufgenommen haben und bei dem er immer an Berlin denken muss. Weitere Covers waren Wildflowers von Tom Petty, Should I Stay Or Should I Go von The Clash (auf der E-Ukulele), Here Comes The Sun von den Beatles und Isn’t It A Pity von George Harrison. Vor Here Comes The Sun erzählte Eddie von seiner engen Freundschaft mit Olivia Harrison, die angeblich auch da war. Was für ein Moment. Am Ende gab es dann noch Rockin‘ In The Free World, das die Halle zum Kochen brachte (obwohl es wie alle anderen Songs auch ohne Schlagzeug und Bass performt wurde) und für meine Eltern der bestmögliche Abschluss war, da sie nächste Woche als nächstes gleich noch Neil Young live sehen werden.

Vorher habe ich von mehreren Seiten Bedenken gehört, ob sich Eddie Vedder solo – und dann auch noch bestuhlt – lohnt, hinterher kann ich sagen: Absolut! Gerne immer wieder!

*Natürlich konnte ich es mir doch nicht nehmen lassen, heimlich ein paar Songs aufzunehmen – allerdings rein akustisch und damit relativ blogungeeignet…

**Es war Black.

36

Wow, jetzt bin ich also wirklich 36? Krass. Fühlt sich an wie 26. Höchstens. Ich habe in den letzten Tagen ziemlich viel über mein Leben gerade nachgedacht, ist ja irgendwie viel im Umbruch im Moment. Dann vorgestern mein Geburtstag (mit großartigem Bloc Party Gig in genau der richtigen Begleitung für einen Bloc Party Gig), gestern das jährliche Geburtstagspicknick, in etwas anderer Konstellation als zum Schluss, aber immer noch genauso toll wie jedes Jahr, und dann die offizielle WG-Einweihung. Fühlt sich alles sehr stark nach Neuanfang und dem Aufbruch in ein neues Leben an. Schön fühlt sich das an.

Ich habe gestern mit mehreren Leuten darüber gesprochen, wie unglaublich gut es mir gerade geht. Es ist die schönste Zeit des Jahres, die Sonne scheint jeden Tag, ich habe eine tolle Mitbewohnerin, tolle Freund*innen, tolle Kolleg*innen und tolle Aussichten auf diesen Sommer und alles, was da noch so kommen mag. Außerdem habe ich ziemlich viel frei verfügbare Zeit, gehe auf jede Menge Konzerte, habe wieder Spaß am Kochen und Essen und schmiede Reisepläne. Mein Leben ist gerade fast wie eine Wiederauflage der tollen Uni-Zeit in Rostock. Mit ein bisschen weniger Freizeit, ein bisschen mehr Verantwortung und Verpflichtung und viel weniger Meer zwar, aber ich bin ja auch mehr als 10 Jahre älter als damals, da ist das schon OK.

Vorgestern vor 11 Jahren, an meinem 25. Geburtstag, bin ich nach Berlin gezogen. Auch unglaublich, wie schnell diese Zeit vergangen ist. Und jetzt sitze ich hier mit 36 in meiner Geburtsstadt mit meiner Mitbewohnerin auf meinem Balkon. Sie liest, ich schreibe. Die Katzen haben sich nach drinnen in den Schatten verzogen. Ich lebe einen Steinwurf von der Wohnung entfernt, in der ich damals als Baby gewohnt habe. Und wenn ich so überlege, wie ich mir früher mein Leben mit 36 so vorgestellt habe, dann ist zwar einiges anders (ich sehe hier keinen Mann und keine Kinder rumlaufen), aber die Essenz ist gleich geblieben: Ich wohne in Berlin, in einer wunderschönen Wohnung voller Bücher, ich arbeite irgendwas mit Text (und Internet, aber das habe ich als Kind ja noch nicht ahnen können) und genieße alle Vorzüge, die die Großstadt so zu bieten hat.

An meinem Geburtstag haben mir vier meiner fünf Exfreunde gratuliert, drei davon schon vor neun Uhr morgens. Familienmitglieder von zwei von ihnen haben mir auch gratuliert. Und der beste Freund des einzigen Exfreundes, der sich mal wieder nicht gemeldet hat. Ich glaube, ich habe ziemlich viel richtig gemacht in meinem Leben.

Auf die nächsten 36!

Mittwoch, 19. Juni 2019 – Townhouse-Spaß

Liebes Tagebuch,

nicht nur habe ich heute beim firmeninternen Tischtennisturnier insgesamt drei Partien verloren – eine im Einzel gegen den Angstgegner und zwei im Doppel, ebenfalls gegen Angstgegner*innen – ich habe heute auch noch eine wirklich, wirklich lustige Anekdote erlebt:

Auf dem Weg zurück aus der Mittagspause lief ich an einigen extrem schicken und teuren Townhouses in Mitte vorbei. Hinter mir andere Büroflüchtlinge, die auch mal kurz draußen gewesen, mir aber gänzlich unbekannt waren. Auf einmal hält eine Limousine mit Fahrer in Anzug und Krawatte vor einem der Townhouses. Eine junge Frau, Typ Modetussi, kommt eifrig auf ihrem Smartphone tippend aus dem Haus und steigt ganz selbstverständlich hinten in die Limousine ein. Da ruft es von oben aus dem offenen Fenster – ein etwas älterer Typ, gegelte Haare, halb offenes Hemd, in Eleganz und Haltung nicht seinem scheinbaren Besitzstand entsprechend…

Er: „Warte mal, X*, wo gehst Du denn jetzt hin?“

Sie: „Ich geh jetzt ins Nagelstudio, und dann hole ich den [Bello*] ab.“

Wie aufs Kommando fangen die Gruppe hinter mir und ich an zu kichern. Erst noch verhalten, je weiter wir entfernt sind, desto lauter werden wir. Ich drehe mich zu ihnen um und sage: „Ein Traum, oder?“ Man pflichtet mir bei und tauscht sich darüber auch, dass das doch wirklich der perfekte Moment gewesen sei, wunderschön und wie aus dem Reality Fernsehen.

Spontane Verbrüderung gegen ein gemeinsames Feindbild. Es kann manchmal so einfach sein…

 

*Name von der Redaktion zum Zwecke der Verfremdung geändert

Montag, 17. Juni 2019

Liebes Tagebuch,

heute war ein typischer Montag: Er ging viel zu früh los, ich war den ganzen Tag viel zu müde und irgendwie drehte sich fast alles um Arbeit. Klingt total dröge und anstrengend, oder? War es aber gar nicht.

Wegen Sommer und Vollmond und frühem Sonnenaufgang (es ist immerhin schon Geburtstagswoche) konnten weder ich noch Nimbin gut schlafen. Gegen halb 5 fand er dann mal wieder, dass ich doch wohl genug geschlafen hätte und wollte nicht nur gefüttert, sondern auch bespaßt werden. Kann er sich nicht mal ein Beispiel an Noosa nehmen, die um die Uhrzeit auf der Couch liegt und pennt?! Nunja, zwei-, dreimal durfte ich nochmal kurz einnicken oder wegdösen, aber richtig erholsam war das dann nicht mehr.

Auf dem Weg zur Arbeit habe ich den Karton des gestern zusammengebauten Spiegelschranks entsorgt und in drei verschiedenen Läden Sondermüll abgegeben – abgelaufene Medikamente in der Apotheke, leere Batterien und kaputte Energiesparlampen im Drogeriemarkt und defekte Aquarium-Leuchtstoffröhren aus einer Zeit, in der es in dieser Wohnung noch ein Aquarium gab, im Elektrofachhandel.

Im Büro war dann irgendwie sehr viel Geburtstag. Insgesamt hatten drei Kolleg*innen heute Geburtstag und zwei Kolleg*innen feierten ihren Geburtstag nach. Es gab also jede Menge Kuchen und Süßes. Außerdem gab es die übliche Arbeit, inkl. dem Erstellen/Übersetzen von Schulungsmaterial und einem sehr guten Meeting. Mittags haben wir zu viert meditiert und danach ging ich mit meinen selbstgemachten Antipasti von gestern raus in den Park, aß und döste ein wenig im Schatten. Außerdem habe ich in unserem Tischtennis-Turnier heute zwei Partien gespielt – eine gewonnen und eine verloren. Kann sich sehen lassen, würde ich sagen.

Auf dem Heimweg habe ich noch etwas eingekauft und dann gab es Quark mit frischen Kräutern vom Balkon (Schnittlauch, Dill, Melisse, Thymian, Rosmarin und zwei Sorten Basilikum). Direkt danach rief die beste Freundin an und wir erzählten uns die neusten Entwicklungen in unseren Leben.

Der Abend verging mit guten Gesprächen und nun gehe ich früh ins Bett, denn der nächste Nimbin kommt bestimmt.

Gute Nacht, liebes Tagebuch!

Satz mit X

Tja, man sollte nie irgendwas aufschreiben, was man in der Zukunft zu machen gedenkt. So war ich also gestern weder in Brandenburg, noch habe ich darüber gebloggt. Der Grund war ganz einfach der, dass meine Gastgeberin leider krank geworden ist und absagen musste. Stattdessen habe ich den Tag dann also noch einmal genutzt, um ausgiebig zu couchen, das zweite Buch an diesem langen Wochenende durchzulesen, Musik zu hören, Mittagsschlaf zu machen und es mir ganz allgemein gut gehen zu lassen – Kraft tanken für die nächsten Wochen, die bestimmt nicht entspannender werden als die letzen.

Aber hey, es ist Sommer in Berlin, das macht alles andere wett! 🙂

 

Das Blog mit Loch*

Huch, da ist ja ein mehrtägiges Loch in meinem Blog! Alle dahin, die schönen Vorsätze so langsam. Irgendwie ist mir durch das Immergut mit einhergehendem Schlafmangel und dann noch Konzert und Musical und Arbeit und noch mehr Schlafmangel das Gleichgewicht etwas ins Wanken geraten und ich brauchte erstmal ein paar Tage, um mich wieder einzunorden*. Da passt so ein langes Wochenende natürlich ganz hervorragend. Am Freitag bin ich nach der Arbeit fast direkt ins Bett gefallen. Gestern habe ich tausend Dinge erledigt, die man an freien Tagen erledigen kann, wenn die Geschäfte offen haben… Eine Hose zum Nähen gebracht, ein paar benötigte Klamotten gekauft, die Lebensmittelvorräte aufgefüllt, mein Fahrrad in die Werkstatt gebracht, Balkonpflanzen gekauft und in die Kästen gebracht… Und mich ansonsten weiter ausgeruht. Heute dann die Wohnung wieder halbwegs auf Vordermann gebracht, weiter entrümpelt und einen Spaziergang um den Weißen See gemacht. Außerdem in den letzten Tagen viel gelesen (u. a. mal wieder mein Lieblingsbuch, das ich spätestens morgen wieder durch haben werde), viel kommuniziert, viel mit den Katzen gekuschelt und viel Musik gehört. Jetzt bin ich wieder einigermaßen in Balance und freue mich morgen auf einen kleinen Ausflug ins Brandenburgische, über den ich dann auch hoffentlich wieder zeitnah blogge 😉

*In Überschrift und Text finden sich zwei Song-Referenzen mit Bezug auf mein Lieblingsalbum. Wer Songs und Albumtitel richtig errät erhält meine höchste Hochachtung gratis zur Albumempfehlung.

Tagebuch-5 im Juni 2019 #WMDEDGT

Es ist mal wieder der 5. und wie in jedem Monat fragt Frau Brüllen: WMDEDGT?. Die anderen Beiträge gibt es dort, meinen hier:

Es ist gegen 5 Uhr morgens, als Nimbin findet, ich könne mich jetzt mal um ihn kümmern und bräuchte nicht mehr weiterschlafen. Da die Mitbewohnerin nicht da ist, die sonst sehr früh aufsteht und ihn mit Futter ablenken kann, stehe ich nach guten 10 Minuten entnervt auf und reiche eine Handvoll Trockenfutter an. Zurück im Bett stelle ich mir einen Podcast an und schlafe folgerichtig in wenigen Minuten wieder ein. Beim nächsten Miau ist es 7:13 Uhr, also kurz vorm Weckerklingeln, das ist in Ordnung.

Morgendliches Internetleerlesen und Fortsetzen der Korrespondenz von gestern Abend, dann aufstehen, lüften, Morgentoilette, Katzenstreu auffegen, Wassernäpfe auffüllen, Kleid aussuchen und anziehen und ab nach draußen. Mit Tram und U-Bahn zur Arbeit, wo bereits eine Stachelbeerschnecke darauf wartet, gefrühstückt zu werden – vielen Dank, Vergangenheitsloosy! Dann Kaffeerunde mit dem Team, ein paar E-Mails abarbeiten, mich über ein paar E-Mails aufregen, eine Präsentation fertig übersetzen, ein kurzes Meeting und dann ist auch schon Mittagspause.

Aufgrund von mangelnder Beteiligung lassen wir die Meditation heute ausfallen, stattdessen geht es direkt zum Streetfood-Markt (Kochbananen und Bohnen von der Kamerunerin) und dann direkt auf die Picknickdecke im Park. Essen, chatten, bloggen, träumen…

Am Nachmittag arbeite ich relativ entspannt weiter Sachen ab, übersetze noch eine Präsentation, esse ein von der Firma gesponsertes Eis und dann ist es auch schon Feierabend. Die beste Kolleginnenfreundin und ich laufen bei 33 Grad um 18 Uhr hinüber zum Admiralspalast, wo zwei Gästelistentickets darauf warten, abgeholt zu werden. Dann schlendern wir hinüber zur Böse Buben Bar, setzen uns draußen auf eine Bank, trinken Johannibeerschorle und essen Quiche. Der Gesprächsstoff geht wie immer nicht aus, aber wir haben ja noch was vor.

Pünktlich um 8 sitzen wir in der 5. Reihe und freuen uns auf das Musical Fame. Ich habe den Film bestimmt 20 mal gesehen, kenne die Songs in- und auswendig und habe schon vor Beginn den Kopf voller Ohrwürmer. Und dann… Nennen die alle Figuren anders, ändern die Handlung, bis man sie kaum noch wiedererkennt, performen nur den Titelsong einmal fast komplett und lassen nur einen anderen für ein paar Takte anklingen und packen das Stück ansonsten voll mit neuen Songs, von denen keiner wirklich catchy ist. In der zweiten Hälfte steigern sich Energie und Qualität der Songs, aber am Ende bleibe ich doch enttäuscht zurück und bin froh, kein Geld dafür ausgegeben zu haben.

Dann noch fix nach Hause fahren, die Katzen versorgen und ab ins Bett…

Letztes vom Immergut und 1000 Fragen

Mir ist noch was eingefallen vom Immergut, das ich noch nicht verbloggt habe: Bei dem Panel, auf dem Manuela Schwesig (seit heute Teil eines Trios) mitdiskutierte, waren Leute mit einem Schild. Darauf stand: Philipp Amthor Ultras. Das fand ich extrem witzig. Muss ja auch mal gesagt werden.

Ansonsten fällt mir heute nicht viel Blogbares ein (die Rückreise war nicht besonders spannend, nur dass der Zug extrem voll war), deswegen gibt es die nächsten der 1000 Fragen:

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

421. Welches Ritual hast du beim Duschen?

Kämmen und dann Haare entweder zusammenknoten (wenn ich sie nicht waschen will) oder offen lassen (wenn ich sie waschen will). Ausziehen, Bademantel zurechtlegen, in die Wanne steigen, Duschvorhang zuziehen. Wasser an und Temperatur mit der Hand prüfen. Einmal abbrausen, einseifen (wenn ich die Haare waschen will erst Shampoo), unter der Brause drehen, bis alles weg ist. Wasser abstellen, Duschvorhang auf, Bademantel an, Beine + Füße (und ggf. Haare) abtrocknen, fertig. Dauert ca. 2 Minuten.

 

422. Wie gefährlich ist deine Arbeit?

Die Treppe im Büro ist ganz schön steil.

 

423. Welchen Kinofilm hast du sehr genossen?

Viele, viele… Zum Beispiel Take This Waltz, Before Sunset, Eternal Sunshine of the Spotless Mind, Finding Neverland… Da erinnere ich mich noch gut an das wohlige Gefühl beim aus dem Kino kommen.

 

424. Welches Brettspiel magst du am liebsten?

Carcassonne, wobei es da kein Brett gibt. Dann Cranium.

 

425. Wem hast du zuletzt eine Postkarte geschickt?

Vermutlich meiner zuletzt verstorbenen Oma, aus dem Urlaub. Ist also vor ungefähr 4 Jahren gewesen.

 

426. Wie eng ist deine Beziehung zu deinen Verwandten?

Ich habe sehr, sehr viele Verwandte (alleine 8 Cousins und 10 Cousinen, die alle Eltern und/oder Kinder haben), deswegen gibt es da keine eindeutige Antwort. Mit meiner Kernfamilie bin ich so gut wie täglich in Kontakt. Ansonsten reicht es von „wie beste Freund*innen“ bis „es gibt faktisch keine Beziehung“ – mit allen Schattierungen dazwischen, es sind wirklich so viele Verwandte.

 

427. Wann hast du zuletzt in ein Mikrofon gesprochen?

In das meines Smartphones vor einer guten Stunde (ich wurde angerufen, nicht was Ihr denkt!), in das meines Arbeitslaptops heute Mittag, in ein Handmikrofon im April auf der Betriebsversammlung.

 

428. Hast du gelegentlich Freizeitspass?

Äh, was?

 

429. Was sind die drei schönsten Ereignisse des heutigen Tages?

Höchsttemperatur 34 Grad. Mittagspause auf der Dachterrasse mit der besten Kolleginnenfreundin. Eine WhatsApp-Nachricht pünktlich zum Feierabend.

 

430. Macht du manchmal einen Mittagsschlaf?

Immer gerne, wenn es sich anbietet.