Tagebuch-5 im Juni

Und Zack ist wieder ein Monat rum und Fr. Brüllen fragt: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Die anderen Beiträge findet man hier.
Hier so:

Der Tag beginnt mal wieder viel zu früh. Gestern wurde es spät und da wir Besuch haben und die Katzen daher nachts ausnahmsweise ins Wohnzimmer dürfen, weckte mich Maunzen und Getrappel schon eine Dreiviertelstunde vor dem Wecker. Zum Glück bin ich noch einmal eingeschlafen, aber müde und kaputt bin ich dennoch.

Ich nehme mir die letzten Erdbeeren vom Wochenende, ein paar Aprikosen und einen Apfel mit ins Büro fürs Frühstück. Heute wird ein langer Tag, es gibt nach dem etwas chaotischen Wocheneinstieg mit Betriebsratssitzungen, einem Videocall,  dem Einarbeiten der Kollegen in ein neues Tool mit den dazugerigen Hickups und einem langen Meeting am Vortag noch viel abzuarbeiten vor dem nächsten Feiertag.
Heute ist hingegen nicht viel los, so dass ich eine Menge schaffe. Nur einmal sorgt ein etwas komplexeres Problem für Aufregung und Abwechslung: Jemand hat eine Anweisung zu korrekt ausgeführt und plötzlich ist ein Teil unserer Seite nicht zu erreichen. Aber auch das geht vorüber. 
Zum Mittag gibt es bei Pasta Deli eine köstliche „California Light“-Pastavariante mit Stangenselleriepesto, Zitronengras, Mandeln und Parmesan. Ich bin verliebt.
Der Mann feiert zeitgleich wie jeden Donnerstag den Gehacktestag. Diesmal bezieht er sich auf den Maya-Kalender. Seine Illustration dazu:

Zum Nachmittag hin und als Durchhaltetrick gönne ich mir Obst in Kuchen- und leider auch Flaggenform, schmeckte aber trotzdem:

Dann ist irgendwann Feierabend und ich kaufe auf dem Heimweg noch schnell etwas für die Suppe ein. Der letzte Mangold soll verwendet werden. Es wird eine Mangold-Kokos-Suppe mit Ingwer, Zitronengras und Koriander, die ich gemeinsam mit dem Besuch, @Fiann von Copper, boom! verzehre. Dabei reden wir über dieses und jenes und solches und einige von Euch.

Ich bin sehr stolz, dass ich es nicht vergessen habe, Waldmeister vom Balkon für die Bowle am Wochenende zu ernten. Den Rest werde ich auspflanzen oder demnächst per Sirup haltbar machen – so oft braucht man ja Waldmeister nicht. Das wichtige Büschel hängt in der Bibliothek aka Gästezimmer und beschert @Fiann hoffentlich schöne Träume.

Stadt-Land-Fluss

Der Warenfluss zwischen Stadt und Land funktionierte dieses Wochenende ganz hervorragend. (Habt Ihr mein plattes Wortspiel ausreichend gewürdigt? Danke!) Wir reisten mit einem Rucksack voller reifer Avocados, frischen Chili-Schoten und Koriandergrün – man ahnt den Zweck – sowie einem Kasten Rhabarberbrause aus der großen Stadt aufs platte Land und kehrten mit Erdbeeren, Äpfeln, Mangold, Eiern und Holunderblütengelee wieder zurück nach Hause. So ähnlich muss das in der Nachkriegs- und DDR-Zeit auch gelaufen sein.

Dazwischen gab es viel Familie, einen idyllischen Lese- und Angelteich, einen 30. Geburtstag mit viel Gelächter und kleine Enten, Kaninchen und Ziegen. Und ich habe zum ersten Mal gesehen, dass Ziegen wirklich erstaunliche Dinge tun – nicht nur im Internet.

Alles in allem also wirklich ein sehr lohnender Ausflug.

Sonntagabendcouchbloggen

Mal wieder liegt ein langes, aufregendes Wochenende hinter mir, bei dem sich Frühling und Berlin von der besten Seite zeigten. Angefangen hat alles mit einem gemütlichen Frühstück auf dem sonnenbeschienenen Balkon und dem Besuch einer lieben Freundin. Den Samstagnachmittag verbrachte ich dann mit Freunden im Graefekiez und Urbanhafen – einer Ecke von Berlin, in der ich sonst eigentlich nie bin. Ganz nebenbei habe ich dabei wohl ein sehr beliebtes Hipstercafé besucht und dort einen köstlichen Rhabarbercrumble und grünen Saft verzehrt.

Abends kamen dann wieder Freunde vorbei, wir aßen Moussaka und schauten das Champions League-Finale.

Heute führte uns der erste Weg ins Wahllokal – halt nein, zuerst zum Müllplatz, wo wir dann von einem alten Ömchen in ein Gespräch über Pfandflaschen und Lebensmittelmotten verwickelt wurden. Zitat: „Ich könnte kotzen.“ Hach, Berlin. Danach dann aber auf zur Wahl und für den Mann auch noch zur ZDF-Umfrage – jeder Vierte in unserem Wahllokal war dran, ich habe es leider knapp verpasst. Danach holten wir Croissants und Kaffee im grandiosen neuen Café unten bei uns im Haus (Wir wurden mit Vornamen begrüßt und bekamen ein Croissant frei Haus) und fuhren dann zu meinen Eltern zum Frühstück. Nach einer kurzen Fresspause Esspause gab es dann noch Holunderküchel mit Erdbeeren und Eis – Tradition ist Tradition.

(Bildmaterial vom letzten Jahr…)

Den Nachmittag verbrachten wir am Orankesee, wo der Mann mal wieder Würmer baden ließ und einem kleinen Barsch beibrachte, dass er sich in Zukunft von Haken fernhalten sollte. Währenddessen saß ich mit den Füßen im Wasser in der Sonne, vertiefte mich in meine Bücher und sorgte dank Twitter für einen konstanten Nachrichtenstrom zu ersten Prognosen und Hochrechnungen. 

Naja, Filterbubble halt…
Hin und zurück kamen wir übrigens auf verschlungenen Pfaden durch Weißensee mit dem Fahrrad – man muss ja immer mal neue Ecken in dieser großartigsten aller Städte entdecken – auch wenn dort alles voller gruseliger NPD-Plakate hängt. Viel gebracht hat es ja zum Glück nicht.

Nun sind wir wieder zuhause und ich habe es mir in traditioneller Pose auf der Couch bequem gemacht – Laptop und Noosa auf dem Bauch, Beine und Nimbin unter der Decke. Alles in allem ein sehr ertragreiches Wochenende.

Tagebuch-5 im Mai

Der Tag beginnt trotz Spätschicht unfreiwillig früh, als ich gegen halb 7 aus einem merkwürdigen Traum erwache, der mich auf eine Reise per Flugzeug, Bus, Bahn und Moped durch verschiedene deutsche Städte, irgendwo in Belgien und irgendwo in Spanien schickt. Inkl. Terminstress. Dabei hab ich heute gar nicht so viel Anstrengendes vor, eher Schönes. Merkwürdig. Das Blöde ist, dass draußen die Müllabfuhr laut ist und es mit dem Einschlafen daher nichts mehr wird. Aufstehen möchte ich aber auch noch nicht, denn dann würden mich die Katzen zur Fütterung zwingen und die sollen sich gar nicht erst an so unchristliche Zeiten gewöhnen. Also bleibe ich liegen und lese das Internet leer. Um 7:20 klingelt der Wecker vom Mann, aber wirklich wach macht ihn das nicht. Wir bleiben also noch eine Weile liegen.

Gegen 8 raffe ich mich doch auf und füttere die Katzen. Dann mache ich mir einen heißen Bananensaft und setze mich für ein paar Überweisungen an den Rechner. Danach werden hier in der Bude endlich mal ein Poster aufgehängt, immerhin ist Sonnabend Einweihungsparty. Das Bad ziert nun ein Filmplakat eines befreundeten Schauspielers inkl. nacktem Hintern. Hängt auch direkt überm Klo, da kann man das schon mal machen. Währenddessen wechselt der Mann die Glühbirnen im Flur aus. Endlich wieder hell und ab jetzt auch in LED. Derweil vergnügen sich die Miezen auf dem Balkon und beobachten Vögel. Man muss nur aufpassen, dass sie nicht unser Erdbeerpflanzen abknabbern oder plattdrücken. Und eine vom Balkon gestürzte Katze wäre jetzt auch eher ungünstig.

Der Mann verabschiedet sich ins Büro und ich habe dank Spätschicht noch ein wenig Zeit, die ich der Playlist für unsere Party widme. Zwischendurch beobachte ich immer wieder fasziniert die Interaktionen zwischen der rolligen Noosa und dem kastrierten Nimbin. Sie versucht ihn zu animieren, er schwankt zwischen ernsthaften, aber erfolglosen Versuchen, sie zu besteigen und genervtem Wegrennen. Arme kleine Maus… Sobald die Rolligkeit vorbei ist, wird kastriert und dann geht das entspannte Katzenleben wieder los.

Dann noch ein wenig Hausarbeit… Katzenklo sauber machen, Müll runterbringen und etwas aufräumen. Da fällt mir ein, dass ich mein Bahn-Buch (Bridget Jones 3) ja gestern ausgelesen habe und suche mir schnell ein neues aus (Orange is the new Black, das Buch, auf dem die großartige Serie basiert). Und dann geht es auch für mich los ins Büro – mit einem Blech Rhabarberkuchen, um mein vierjähriges Dienstjubiläum zu feiern.

Der Bürotag entpuppt sich als sehr essensreich. Insgesamt gibt es allein in der Redaktion drei Kuchen, zudem ein Frühstücksbüffet im Finance und einen 16 Liter-Topf Chili con carne im Partner Management. Geburtstage und Jubiläen en masse. 
Ansonsten läuft der Tag relativ normal ab. Irgendwann fragt mich ein Kollege, ob ich wüsste, wie denn hier das Faxgerät funktioniere. Ich überlege kurz, was ein Faxgerät ist, wozu man es benötigt und wann ich zuletzt eines benutzt hatte. Dann muss ich ihm leider eine Absage erteilen – in dieser Firma noch nicht. Davor zuletzt, als ich bei einem Aushilfsjob in der Dispo eines Fernsehsenders gearbeitet habe.
Zum Mittag hole ich mir einen Salat und setze mich damit und mit meinem Buch in die Lounge. Dann ab 16 Uhr beginnt die pre:publica und ich fange an hibbelig zu werden. Die letzten Stunden bis zum Feierabend ziehen sich eher gummiartig dahin, dann ist endlich (Bildungs-)Urlaub und ich fahre in die Station Berlin um einzuchecken und mir mein Bändchen und mein Goodie Bag zu holen. 
Bei einem Bierchen auf dem Hof sehe ich die ersten bekannten Gesichter, halte ein erstes Pläuschchen und laufe dann etwas ziellos und verschüchtert durch die Gegend. Dann kapituliere ich und setze mich auf eine Bank, um an diesem Beitrag weiter zu schrieben.
Ab 21 Uhr werden wir hinausgebeten, was mir angesichts der Temperaturen und meiner Schüchternheit ganz recht ist. Auf dem Heimweg lese ich mein Buch weiter. Zuhause angekommen bestelle ich erst einmal einen Neuland-Burger (und Pommes, und Milchreis für morgen früh). Danach baue ich meinen vorläufigen #rp14-Plan zusammen und komme auf insgesamt 28 Sessions an den drei Tagen. Mal sehen, wieviele ich tatsächlich schaffe. 
Der Abend endet mit Burger essen, Snooker gucken und ausgedehntem Katzen-und-Mann-kuscheln auf dem Sofa.

Tagebuch-5 im April

Als der 5. beginnt, sitzen wir in einer Bar in Mitte. Um hereinzukommen, mussten wir klingeln und dann glaubhaft versichern, dass ein Freund heute hier seinen Geburtstag feiere. Erst mit Nachfragen und Diskutieren wurde uns schließlich Einlass gewährt. Gegen Mitternacht saßen wir also mit unseren Moscow Mules in der Hand an der Theke und redeten über… Arbeit. Nun ja. Da die Barhocker nicht so bequem und wir eher müde waren, machten wir uns bald auf den Weg nach Hause und versackten noch ein Weilchen auf der Couch, jede/r eine Katze auf dem Schoß. Kurz vor 2 lagen wir dann in den Federn.

Gegen 10 dann Twitter, Facebook, Reeder, Mails und Instagram checken/lesen, aufstehen, Katzen füttern, Miezenchaos in Bad und Wohnzimmer beseitigen und dann den Frühstückstisch  decken und essen. Dazu spielt Spotify die „Unplugged in New York“ und ich erinnere mich, wie wir vor 20 Jahren am Frühstückstisch saßen und das Radio sagte, Kurt Cobain sei tot. Ich fühle mich alt. Beschließe, heute Musik mal ganz oldschool albenweise zu hören. Als nächstes das Debüt von Franz Ferdinand. Auch schon zehn Jahre alt, verdammte Axt!
Ein weiterer Programmpunkt war der Versuch des Schuhekaufens. Da ich damit nicht den ganzen Tag verbringen wollte, mal eben schnell online vier Paar Sneakers ausgesucht und bestellt. Ein bis zwei Paar werde ich maximal behalten. Für Menschen wie mich, bei denen Schuhe- und Hosenkaufen regelmäßig frustriert und zumindest im Schuhfall dann meist in sinnlosen Trotzkäufen endet, ist der Laden mit dem Z vorne echt eine grandiose Erfindung. 
Der nächste Punkt auf meiner To Do-Liste sind die neuen Folgen von Big Bang Theory, Scandal und Parenthood. Geguckt mit Nimbin auf dem Bauch, Noosa auf den Füßen und einen Candy Crush spielendem Mann neben mir.

Nachmittags ging der Mann mit Freunden zum Wrestling und ich machte einen Spaziergang zur Erkundung des „neuen“ Kiezes. Wir wohnen hier ja nun schon seit über vier Monaten, aber der Großteil davon war Winter oder ich war krank. Also mal ein bisschen Prenzlauer Berg-Luft schnuppern, dachte ich. Leider haben meine Füße schon nach den ersten Minuten schlapp gemacht und sich entschlossen, dass die Schuhe, die ich dabei trug in die Altkleidersammlung gehören. Wie gesagt, ich und Schuhe… Also lief ich etwas gezwungen und mit teilweise schmerzverzerrtem Gesicht nur etwa eine halbe Stunde umher, um dann noch schnell ein paar Dinge einzukaufen (vor allem Backzutaten für morgen) und die Nachbarskatze zu besuchen und zu versorgen.

Wieder zuhause bekamen unsere Miezen dann ihr Abendbrot – nachdem sie zum zweiten Mal heute einen angeschimmelten Brotkanten aus dem Biomüll gezogen hatten, um ihn zu verputzen. Als ob sie bei uns nichts zu essen kriegen würden… Danach war ich dran und machte mir einen Kartoffel-Gurken-Avocado-Salat mit Senf-Dill-Sauce. Dazu gabs eine Flasche Bionade Himbeer-Pflaume, man muss ja alles mal ausprobieren. Kann man trinken, macht aber nicht sofort glücklich. Dann verzog ich mich mit meinen blasengeplagten Füßen und den Miezen auf die Couch und schaute ein paar Folgen Orange Is The New Black. Sehr zu empfehlen. Und jetzt gehts ab ins Bett, ein spannender Samstagabend ist das!

12 von 12 im März

Heute morgen machte ich die Vorhänge auf und dachte: Läuft. Direkt mal Urlaubsstimmung.

Im Bad dann das allmorgendliche Stereostreicheln mit Nimbin…
…und Noosa.
Auf dem Weg zur Bahn: Ja, wirklich Frühling!

Am Alex sah es dann tatsächlich nach Hochsommer und Reiseprospekt aus:
Aber eine muss ja arbeiten. Ich wollte allerdings nicht wie all die armen verlorenen Seelen vor dem Fahrstuhl stehen und nahm heute zum ersten Mal seit der OP wieder die Treppen in den 5. Stock.
Oben angekommen gab es Frühstück mit extra von einem Kollegen aus London mitgebrachten Ben’s Cookies. War kurz davor ihn zu heiraten!
Zwischendurch ein kurzes Meeting in der Kantine…

Mittags ging es dann mit einer Riesenschüssel Salat, einer Decke und dem Mann in den Park.

Danach unterschrieben wir noch schnell für den Erhalt des Wochenmarktes auf dem Hausvogteiplatz. War nämlich immer lecker gewesen.

Apropos lecker, nach meiner Heimkehr gab es natürlich zuerst die Fütterung der halb verhungerten Raubtiere.

Danach machten wir drei es uns auf der Couch gemütlich und schauten die neusten Folgen von Call The Midwife (Staffelfinale), Switched At Birth und New Girl.

Tagebuch-5 im März

Ja, es ist bereits der 6. Das hat aber Gründe und die stehen unten.

Gestern wachte ich wenige Minuten vor dem Weckerklingeln auf der Couch einer Freundin auf. Wir hatten nämlich unseren monatlichen gemeinsamen Abend der aus Pizza, Kino und Übernachten bestand. Da keine Katzen zu füttern oder ähnliche zeitraubenden Dinge zu tun waren, konnte ich meinen Wecker eine Viertelstunde später als sonst stellen, wofür mein Körper schonmal recht dankbar war. Der ist nämlich immernoch sauer, dass ich seit letzter Woche eine Stunde früher aufstehe, dass ich sechs Tage durchgearbeitet habe und dass ich die Oscars geguckt habe.

Der morgendliche Arbeitsweg war dann auch ganz anders als sonst, ich musste nämlich nicht umsteigen und konnte ganz entspannt mit der U2 durchfahren – von Anfang an sitzend, weil in Neu-Westend ja die Welt noch in Ordnung ist. Am Ende war ich sogar ein paar Minuten vor 9 im Büro und machte mir erstmal Porridge mit Apfel, Banane und Zimt zum Frühstück.

Arbeitsmäßig verlief der Tag weitgehend ereignislos, bis auf ein paar kleine technische Schwierigkeiten, deren Ausgang ich mir dann heute mal ansehen muss. Und es wartet noch eine schöne Fleißaufgabe für den Morgen auf mich, die mir gestern Abend einfach zu lange gedauert hat.

Dafür war die Mittagspause ungewöhnlich, denn der Mann war einverstanden, mit mir essen zu gehen. Das macht er sonst fast nie, weil er sehr spät frühstückt und dann meistens einfach drinnen bleibt oder unterwegs ist, um Dinge zu erledigen. Gestern aber gingen wir Suppe, Salat und Frozen Yoghurt (der erste des Jahres) essen und hielten danach auf dem Markt noch ein Schwätzchen mit einem Verkäufer italienischer Delikatessen. Wir haben eine Flasche tolles Olivenöl, Crema di Carciofi und Pesto gekauft.

Nach der Arbeit ging ich zuerst den Kater einer anderen Freundin versorgen, dann bekamen unsere Miezen ihre abendliche Ration. Hielt sie nicht davon ab, mich zu belagern, während ich mein Essen (Vollkornspirelli mit Crema di Carciofi) zubereitete und aß. Ich konnte aber alles erfolgreich verteidigen. Danach schaute ich die aktuellen Folgen von How I Met Your Mother, Switched at Birth und New Girl (alle anderen Serien hatte ich bereits am Montag nachgeholt) und ließ mich dabei ausgiebig von den Katzen bekuscheln. Danach gab ich mir dann noch das Sherlock-Weihnachtsspecial mit Interviews etc. Dabei muss ich dann eingeschlafen sein, denn als der Mann gegen halb 11 nach Hause kam, war ich bereits im Tiefschlaf, mit schönem Abdruck vom Sofakissen im Gesicht.

Ohne viele Worte verschwand ich im Bett und schlief dann einfach bis halb 9 morgens durch. Keine Zeit zum Bloggen also.

ÖPNV-Odyssee oder Warum die BVG die S-Bahn kaufen soll

Heute musste ich mir einen Bubble Tea kaufen. Es ging einfach nicht anders, knappe 90 Minuten lang ging eine Sache nach der anderen schief und ich brauchte dringend etwas, um mich wieder aufzumuntern. Jasmin-Tee mit Guavensirup und Litschi-Bobas does the trick – erinnert mich nämlich an den tollen Sommer vor der fiesen Schmierenkampagne, in dem ich in jeder Mittagspause in den wundervollen Laden um die Ecke gehen konnte… Aber ich schweife ab.

Heute also Megastress wegen den Öffis. Letzten Freitag wurde ich in der Bahn ohne meine Monatskarte „erwischt“, die ich dem Mann geliehen und dann irgendwie vergessen hatte. Naja, macht ja nix, 7 € halt, hab ich mir gedacht. Heute also machte ich mich in der Mittagspause auf den Weg, meine Schulden zu bezahlen (warum man nicht online einfach ein Formular ausfüllt, bzw. die Kontrolleure einfach mal übers Netz abfragen können, ob ich eine Karte für den entsprechenden Monat habe, ist mir ein Rätsel). 
Dummerweise liegen Arbeit und BVG so ungünstig zueinander, dass man nur mit Umsteigen und/oder beachtlichem Fußweg hinkommt. Also schonmal ungünstig, wenn man nur eine Stunde Zeit hat und ausgerechnet heute der Mann mal nicht mit meinem Fahrrad ins Büro gefahren ist. Also stiefelte ich zum Bus, mit drei Minuten Puffer. Als aber nach acht Minuten immernoch kein Bus im Sicht war, gab ich auf und stieg in die U2 und später in die U8 (Berliner wissen, wie weit man dazwischen laufen muss). Von der Jannowitzbrücke lief ich zur BVG und wurde dort von dem nächsten Bus der Linie (also mehr als 20 min später) überholt. Grmpf. 
Der „nette“ Mann von der BVG schüttelte nur sekundenlang vielsagend den Kopf, anstatt zu sagen, was Sache ist: Ich war in der S-Bahn kontrolliert worden, also müsse ich auch zur S-Bahn, um zu bezahlen – am Ostbahnhof. Da dachte ich das erste Mal: Drecksläden! Dann spielte ich mit dem Gedanken, zurück zur Jannowitzbrücke zu laufen, um dann eine (in Worten: eine) Station mit der S-Bahn zum Ostbahnhof zu fahren. Nix da! Das kann ich auch laufen.
Alter Schwede, die Strecke zieht sich, vor allem, wenn man unter Zeitdruck steht. Kurz vor dem offiziellen Ende meiner Mittagspause kam ich an und durchsuchte das Gebäude erstmal nach dem richtigen Schalter. Da legte ich dann meinen Zettel und die tolle Plastikkarte vor und was macht der Typi? Nicht etwa einscannen oder meine Daten in seinen Computer geben, nein, er RUFT BEI DER BVG AN, gibt meine Kundennummer durch und lässt nachgucken, bis wann die Karte gültig ist. Doppelgrmpf!
Dann habe ich bezahlt und einen Beleg bekommen, den ich noch ein halbes Jahr aufheben soll, falls in ihrem System (welches System?) ein Fehler auftritt und ich eine Mahnung bekomme. Yippieh. Jetzt aber schnell zurück ins Büro, auf dem dann schnellsten Weg: Mit der S-Bahn zurück zum Alex und dann wie üblich mit der U2 weiter. Also in diesem Ostbahnhof erstmal das S-Bahngleis gesucht: Na logisch, komplett am anderen Ende. (Wahnsinn, wie das früher mal ein funktionierender Hauptbahnhof gewesen ist, bei der Übersichtlichkeit und Erreichbarkeit).
Sagte ich „das S-Bahngleis“? Ha! Es führt nur eine S-Bahnstrecke da durch, in zwei Richtungen. Vernünftige Planer würden also beide Richtungen am selben Bahnsteig abfertigen, schon aus Benutzerfreundlichkeit. Machen die am Ostbahnhof aber nicht. Habe ich natürlich erst bemerkt, als ich die Treppen hochgelaufen war und nur eine S-Bahn raus in die östlichen Prärien vorfand. Dreifachgrmpf.
Also Treppe runter, Treppe hoch, zwei Stationen S-Bahn, elendlanger Umsteigeweg zur U2 (unterwegs dann zwangsläufig der Bubble Tea am einzigen noch erhaltenen Laden entlang meines täglichen Weges und gefühlt auch sonst im Stadtzentrum, mit den extrem arbeitsunfreundlichen Öffnungszeiten 12-19 Uhr) und dann die vier Stationen zurück ins Büro. Nach 90 Minuten völlig abgekämpft, frustriert und mit drückender Blase wieder zurück in den heiligen Hallen. Bubble Tea-Anstich.
All das hätte ich mir sparen können, wenn BVG und S-Bahn für ihre gemeinsamen Tickets auch ein gemeinsames System hätten. Vorzugsweise übers Netz nutzbar, damit man wegen so Popelkram nicht persönlich erscheinen muss. Und superduperdoll wäre, wenn der Kontroletti einfach auf dieses System zugreifen könnte, dann wüsste er, dass ich bezahlt habe und alles wäre dufte und unkompliziert. 
Getrennte Systeme waren in dieser Stadt noch nie eine gute Idee. Es ist 2014. Nach 25 Jahren ist es Zeit für den nächsten Mauerfall. (Und die Nutzung der uns zur Verfügung stehenden Technik.)
Amen. Und Prost.

Angekommen

Couchlife

Seit meiner OP verbringe ich meine Tage auf der Couch. Bis auf wenige Ausnahmen, wie einen Spaziergang zum Weißen See inklusive Himbeerbrause in der Strandbar oder den einen oder anderen Krankenbesuch, nutze ich die Zeit, um Serien zu gucken und die Beziehung zu den Katzen zu intensivieren. Das Ergebnis: Masters of Sex, Call the Midwife und Bunheads durchgeschaut, bei allen derzeit laufenden Serien auf dem neusten Stand, Noosa kommt freiwillig zum Streicheln und Nimbin schläft den halben Tag auf mir. Kranksein lohnt sich.