Müde 1000 Fragen

Der KKK ist schuld, dass ich müde bin. Oder zumindest die Kombination aus Koffein und Katzen, die meine letzte Nacht irgendwie sehr kurz und stückig gemacht hat. Deswegen gibts heute nur 1000 Fragen.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

381. Wen hast du zu Unrecht kritisiert?

Da fällt mir gerade keine konkrete Situation ein. Es kommt aber durchaus mal vor, dass ich Handlungen anderer erst doof finde und im Nachhinein feststelle, dass es aus deren Sicht absolut sinnvoll war.

 

382. Machst du manchmal Späße, die du von anderen abgeschaut hast?

Da ich solche Sachen aufsauge wie ein Schwamm kommt das schonmal vor – nicht immer bewusst und mit Absicht.

 

383. Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche?

Eigentlich nie. Oder nur ganz selten, wenn etwas wirklich unglaublich lecker ist, dann bestelle ich das öfter, aber nicht immer. Aus Prinzip.

 

384. Gibt es etwas, dass du insgeheim anstrebst?

Ich könnte jetzt ganz mysteriös „Ja“ sagen, aber ich bin ja ehrlich: Mir fällt da nichts ein.

 

385. Wie würdest du deine Zeit verbringen, wenn du alles tun dürftest, was du willst?

Ich bin frei wie ein Vogel und darf alles tun was ich will – solange es sonst niemandem schadet. Anderes würde ich nicht ernsthaft wollen.

 

386. Was begeistert dich immer wieder?

In Rostock aus dem Bus oder Zug zu steigen und tief einzuatmen. Meine Lieblingslieder live zu hören (oder auf der Tanzfläche). Die ersten wirklich leckeren Erdbeeren des Jahres (zuletzt heute vor einer Woche). Wenn Menschen klug und witzig zugleich sind. Am Meer anzukommen. Irgendwo im Süden anzukommen, wo die Luft plötzlich ganz anders ist. Gutes Essen. Beste Freund*innen zu treffen… Und noch viel mehr.

 

387. Welche Sachen kannst du genießen?

Die aus der Frage vorher. Und noch viel mehr 😉

 

388. Findest du es schön, etwas Neues zu tun?

Grundsätzlich erstmal ja – auch wenn manches Neues sich am Ende nicht als schön entpuppt.

 

389. Stellst du lieber Fragen oder erzählst du lieber?

Ich bekomme am liebsten Fragen gestellt. 😉 Ansonsten kommt es ein bisschen darauf an, wie wach ich bin.

 

390. Was war dein letzter kreativer Gedankenblitz?

Der KKK am Anfang dieses Blogposts.

#12v12 im Mai 2019 – Lazy Sunday

Es ist der 12. und Caro hält uns an, 12 Fotos von unserem Tag zu machen. An so einem faulen Sonntag gar nicht so leicht, wie Ihr gleich sehen werdet. Die anderen Beiträge gibt es wie immer hier.

Nach dem Aufstehen erstmal noch Liegenbleiben und Kuscheln/Dösen.

 

Dann Frühstück auf dem sonnigen Balkon.

 

Versuchen alles nachzulesen, was ich während der Woche nicht geschafft habe.

 

Coogans Bluff im Rockpalast. Mann, sind die gut!

 

Verpasste re:publica-Sessions nachgucken.

 

Der Kuchenhunger treibt raus – dazu wird dann mal wieder Buch gelesen. Ja Ihr Kulturpessimisten, das ist auch ein Buch!

 

Zurück auf dem Sofa Freude über die Bild-Wand-Komposition.

 

Zum Abendbrot erste Frühkartoffeln und letzte Reste mit Leinöl.

 

Gleich noch Abwaschen.

 

Zahnpflege die Erste.

 

Zahnpflege die Zweite.

 

Und vor dem Einschlafen nochmal bei Jess und Rory vorbeigucken ❤

Weiter wohnen

So ein Aus- und Einzug bringt, auch wenn eine selbst ja eigentlich nur weiter wohnt, doch ähnlich viel Wirbel mit sich, wie ein eigener Umzug. Viel Möbel rücken, viel Zeug entsorgen, viele Sachen umräumen, den Aus- und Einziehenden beim Tragen helfen, mehrere Besuche bei IKEA und im Baumarkt… Und das geht jetzt auch noch eine Weile so weiter, bis wirklich alles irgendwie „geschafft“ ist.

Heute kam die Mitbewohnerin mit Möbeln und Kisten an. Gerade wird im Nebenzimmer ein Schrank aufgebaut und morgen werden wir – am unheiligen Sonntag – dann Dinge an Wände schrauben (und davor bohren müssen). In den nächsten Tagen wird dann noch weiter optimiert, eine letzte Lampe in Betrieb genommen, ein paar Dinge repariert, Küchenschränke umorganisiert… Und dann ist auch noch der Balkon dran, der wieder eine Bepflanzung bekommen soll. Hinzu kommt noch ein bisschen Papierkram und dann sind wir möglicherweise Ende des Monats wirklich fertig mit allem. Mal sehen.

Zu meinem Geburtstag möchte ich dann jedenfalls wieder das jährliche Picknick im Hof machen und am Abend dann eine WG-Einweihungsparty feiern – erste Save-The-Date-Einladungen gingen heute raus.

Ich schreibe das übrigens unter meiner neuen Lichterkette – mit Regenbögen und Einhörnern. Die habe ich neulich draußen gefunden, nachdem nette Nachbarn sie aussortiert hatten. Seit heute habe ich Batterien dafür und jetzt hängt sie als erste Deko an meinem neuen Schiffsbett dran. Mal sehen, wie lange mir das gefällt…

1000 Fragen vorm Weinchen

Das hätten heute auch 1000 Fragen vorm Mobster Dinner sein können, aber dort heißt das Motto tatsächlich Spargel und deswegen kann ich da leider nicht teilnehmen. Stattdessen gehe ich jetzt aber Wein trinken und bin vermutlich hinterher auch nicht mehr so ganz in Blogstimmung. Deswegen also mal wieder die nächsten der 1000 Fragen…

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

371. Muss man immer alles sagen dürfen?

Da würde ich mich auf das Grundgesetz beziehen wollen: Dem Grundsatz nach ja, aber es gibt ein paar Grenzen.

372. Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?

Das wechselt und passt wahrscheinlich immer mal auf ein*e*n Freund*in/Familienmitglied. Ich möchte mir da aber selbst kein schlechtes Gewissen machen, deswegen grübele ich da jetzt nicht länger drüber nach.

373. Kannst du gut loslassen?

Kommt drauf an, was oder wen. Dinge meist ziemlich gut, bei Orten und Menschen fällt es mir mitunter sehr schwer und klappt bei einigen auch nur zeitweise.

374. Wofür bist du dankbar?

Vieles. Zum Beispiel, das ich vor etwas über 9 Jahren den richtigen Instinkt hatte und in Sneakers und Trainingsjacke zum Vorstellungsgespräch bei der Firma ging, bei der ich auch heute noch sehr gerne arbeite. Und dass ich mich dort sowohl inhaltlich als auch finanziell so weiterentwickeln konnte, dass sich diese 9 Jahre kein bisschen zu lang anfühlen.

375. Sind Komplimente von Leuten, die du nicht gut kennst, wichtig für dich?

Ich habe heute gemerkt, dass sie in der passenden Stimmung auch von komplett Fremden aufmunternd sein können. Wichtig sind sie mir eher von den Menschen, die mir wichtig sind.

376. Vor welchem Tier hast du Angst?

Spontan fällt mir keins ein, aber vermutlich die, die mir (lebens-)gefährlich werden könnten.

377. Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?

Eine Situation, die leider keinen Platz hier im Blog hat. Kenner*innen wissen.

378. Was hast du immer im Kühlschrank?

Das Zeug, das nicht schlecht wird. Also Saucen, Chutneys und sowas. Alles andere fluktuiert und es gibt keine wirklichen Basics.

379. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendungen schaust?

Seltenst. Eigentlich nur ein bisschen, wenn ich aus Gründen (wegen Teilnehmenden) mal Reality-/Promi-Formate oder fragwürdige Musiksendungen sehen „muss“. Ansonsten gucke ich fast nie lineares Fernsehen und das ist dann meist Die Sendung mit der Maus oder irgendeine Doku, bei der ich während des Essens beim Zappen hängen bleibe.

380. Wann hattest du die beste Zeit deines Leben?

Hatten wir die Frage nicht neulich schon? Wahrscheinlich während meines Studiums in Rostock – frei gestaltbare Zeit, geringe Lebenshaltungskosten, tolle Menschen, großartige Musik und das Meer vor der Nase.

Gerade noch drüber gesprochen…

Intro: Sonntag auf der pre:publica sprach ich noch mit horax darüber, dass ich jetzt schon das ganze Jahr über täglich blogge und es erst einmal vergessen habe. Und was passiert dann? Ich vergesse es schon wieder. Möglicherweise gilt als Entschuldigung, dass ich nach drei Tagen re:publica einfach total durch und müde war und nur noch ins Bett wollte. Eventuell aber auch nicht. Damit das nicht wieder passiert, heute ein wenig Tagebuchbloggerei.

*

Arbeit: Heute ging es dann wieder zurück ins Büro und natürlich gab es nach den drei Tagen gleich erstmal eine ganze Reihe Dinge nachzulesen und auf- bzw. abzuarbeiten. Dazu kamen mehrere Meetings, so dass ich kaum dazu gekommen bin, mal auf Twitter und Co. vorbeizuschauen. Außerdem ist der Fahrstuhl jetzt für zwei Wochen außer Betrieb (ab heute, ich habe ein super Timing!). Ich sitze zwar „nur“ im vierten Stock, aber erstens sind die Decken sehr hoch und dementsprechend die Stufen viele und zweitens war ich heute außerdem auch noch mehrfach im 1., 5., und 6. Stock. Die zwei Wochen könnten ein guter Einstieg ins wieder reine Treppenlaufen werden – soweit war ich schonmal, ich komme nur jedes Mal raus, wenn ich krank bin oder viel zu tragen habe und dann werde ich wieder faul und nehme zumindest morgens und nach der Mittagspause den Fahrstuhl. Apropos rausfallen: In meiner Abwesenheit fanden die täglichen Meditationen nicht statt, weil alle zu viel zu tun hatten. Das muss auch spätestens nächste Woche wieder anders werden – morgen schaffe ich es selbst auch nicht.

*

Futter: Heute morgen holte ich mir das zweite Schälchen Erdbeeren, die gab es im Büro dann mit Porridge und Banane. Mittags lief ich durch strömenden Regen zum Salatladen und holte mir eine Suppe. Gegessen habe ich mit der besten Kolleginnenfreundin und die Zeit reichte nicht wirklich, um alles zu erzählen, was wir gegenseitig verpasst hatten. Abends gab es Stullen und zum Nachtisch Wassermelone – die Mitbewohnerin hat ein Riesenexemplar gekauft und benötigt meine Mithilfe bei der Vernichtung – gerne doch.

*

Wohnung: Die Halterung für den Fernseher ist heute angekommen. Demnächst kommt er also an die Wand und macht auf seinem bisherigen Möbel Platz für den Plattenspieler. Dann kann die Anlage komplett aufgebaut und angeschlossen werden und wieder Musik abseits von Spotify abgespielt werden. Außerdem Planung des Mitbewohnerinnen-Resteinzugs am Sonnabend.

*

Outro: Heute auf dem Programm: post:publica-Menschwerdung: Dinge nachlesen, Serienfolgen nachgucken, in Ruhe baden… und dann früh ins Bett, denn morgen beginnt mein erstes Meeting schon dreiviertel 9 (hier angemessenen Empörungslaut einfügen!).

tl;dr – re:publica 2019 #rp19

Obwohl ich auf der re:publica hauptsächlich Sessions besuche und esse, also eher wenige der 1000 Dinge ausprobiere, die man noch so tun könnte und auch sehr wenig Gespräche führe (bisher nur mit Menschen, die ich schon vorher kannte und auch das nur sehr wenig ausschweifend) bin ich doch von all dem Input überfordert und kann keine vernünftige Zusammenfassung geben.

Aber ich habe gemerkt, dass dieses Motto etwas mit mir macht, es macht mir nämlich ein bisschen Bauchschmerzen. Denn auch ich gehöre zu den Leuten, die oft genug Texte nicht komplett oder gar nicht lesen, weil sie zu lang sind. Gilt auch für andere Medienformate, wo ich dann meist schnell zum 2nd Screen (Smartphone) greife. Meine Aufmerksamkeitsspanne ist in den letzten Jahren immer kürzer und kürzer geworden. Und während es auf der re:publica normal ist, nebenbei irgendwie immer auch auf Twitter zu sein, ist es da draußen unter den weniger netzaffinen Menschen doch mitunter eher ein Nachteil, wenn man sowas tut.

Nun stört mich persönlich der 2nd Screen eigentlich so gut wie nie – weder an anderen noch an mir – aber mein mangelndes Longread-Vermögen, das nervt mich schon. Ich lese zwar den ganzen Tag Nachrichten, Tweets, kürzere Texte, Überschriften, Listen usw., aber sobald man scrollen muss, passiert es schnell, dass ich nur noch überfliege. Das tue ich nicht, wenn mich ein Text packt oder er mir aufgrund von speziellem Inhalt oder Autor*in besonders am Herzen liegt. Aber wie viele tiefsinnige gesellschaftspolitische Analysen oder einordnenden Beiträge zum Klimawandel sind schon packend und/oder von mir näherstehenden Menschen geschrieben?

Die wirklich wahren Longreads, die hebe ich mir auf – für lange Bahn- oder Busfahrten, auf denen ich erwartungsgemäß wenig Empfang habe, oder für den Sonntag. Denn so ein kleines bisschen stecken diese Sonntage von früher noch in mir drin: Als meine Eltern dann nicht nur beim Frühstück die Tageszeitung lasen, sondern eben auch hinterher und über den Tag verteilt auch noch den Freitag, die Zeit und den Spiegel. Sonntage waren – wenn sonst keine Verpflichtungen waren – Lesetage und ganz manchmal schaffe ich es, sie auch wieder dazu zu machen. Also vorausgesetzt die Serienfolgen der Woche sind bereits abgearbeitet und es stehen auch sonst keine Termine an.

Mit dem Bücher lesen ist es fast noch schwieriger geworden. Ich lese seit Wochen an meinem 9. Buch in diesem Jahr, während ich anderswo mitbekomme, wie mehrere Bücher pro Woche verschlungen werden. Allerdings bin ich auch seit 2-3 Monaten seelisch und gedanklich mit anderen Dingen beschäftigt – die meisten der 8 Bücher las ich vorher -, möglicherweise wird auch das also wieder besser. Und ich lese gerade ein Sachbuch, da muss ich mich meist besonders motivieren. Immerhin ist es ein biographisches und hat demnach sowas wie einen Plot.

Ohne Plot geht bei mir sowieso nur sehr wenig – egal ob in Büchern oder Filmen. Aber auch das würde ich mir gerne ein bisschen abgewöhnen, denn mit der nötigen Muße und Ruhe gelingt es mir auch, mich an schönen Beschreibungen und Formulierungen zu erfreuen, Dinge wirken und nachklingen zu lassen und komplexeren Zusammenhängen zu folgen. Und das ist ja eigentlich das, was wir im Moment alle brauchen – nicht tl;dr, sondern l;ra. Long – read anyway!

Berlin am Meer

Wie gestern schon angekündigt kamen gestern noch der Lieblingsnachbar samt Freundin vorbei. Es gab eine kurze Führung durch die „neue“ Wohnung und dann Wein, Käse, Trauben und Kekse an Gesprächen. Nach allgemeinem Smalltalk und was gerade so los ist, meinem Bericht von der pre:publica und Entwicklungen im erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis (der Nachbar und ich konnten uns jeweils mit einer Trennung überraschen, von der der*die jeweils Andere noch nichts wusste) entspann sich dann noch eine sehr interessante Idee…

Aus Gründen (der Nachbar leidet unter Heuschnupfen, ich vermisse das Meer und Klimawandel ist sowieso) kamen wir auf die Idee, man könnte ja dem Klimawandel ein wenig vorauseilen, Teile von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg fluten und somit Berlin einen direkten Zugang zum Meer und zur gesunden Meeresluft schaffen. Es wurde eine Weile diskutiert, welche Teile der beiden Bundesländer denn geopfert werden könnten (er überzeugte mich vom Aufgeben von Demmin, während ich durchsetzte, dass Neustrelitz, Waren, Lärz, Neuruppin und andere kulturelle Highlights als Inseln bleiben dürften). Wir überlegten, wie trotzdem eine gute Bahnverbindung zu all diesen Orten und nach Rostock möglich bleiben würde („So ein Bahndamm ist ja 2 Meter höher und gerade haben die da gebaut, ich hoffe doch, die haben da direkt was Floßartiges druntergesetzt!“). Und dann dachten wir darüber nach, wo in Berlin denn dann der Strand verlaufen solle…

Das war relativ einfach, denn warum heißt denn die Ostseestraße Ostseestraße und die Prenzlauer Promenade Prenzlauer Promenade? Der Ostseeplatz soll dann Ostseeplatz heißen, weil er eben an der Ostsee liegt. Auf der Prenzlauer Promenade promenieren wir an den Dünen entlang und das Strandbad Weißensee wird in Strandbad Ostsee umbenannt. Vom Balkon können wir dann schon die Wellen rauschen hören und morgens und abends können wir in Badesachen schnell rüberlaufen und ne Runde schwimmen gehen. Die Luft wird viel besser sein für all die Allergiker*innen und Asthmatiker*innen und die Sommer nicht mehr gar so unerträglich heiß wie im letzten Jahr. Das wird gut!

PS: Es gab übrigens nur eine Flasche Weißwein zu dritt (die Mitbewohnerin enthielt sich) und keine weiteren Drogen.

Tagebuch-5 im Mai 2019 #WMDEDGT

Ich habe es heute bis kurz vor 7 abends geschafft, ohne zu merken, dass der 5. Mai ist. Also, gemerkt habe ich das schon, aber die Verbindung gezogen, dass heute dann ja #WMDEDGT ist und ich mal tagebuchbloggen sollte, damit Frau Brüllens Sammlung sich erweitert, das habe ich gerade eben erst getan, dank eines Tweets von Jawl. Es geht wahrlich bergab mit mir… Ich versuche dann jetzt also in der Rückschau eine Zusammenfassung des Tages zu schaffen.

Gegen 4 wache ich auf, weil die Mitbewohnerin im Bad ist – da meine Schlafzimmertür für die Katzen offen bleibt, höre ich das und da ich schon um 10 ins Bett gegangen bin, werde ich davon auch wach. Ich mache mir dann wie zuletzt fast täglich Gilmore Girls auf Netflix an und schlafe wieder ein – mit Unterbrechungen (Stream hört auf, ich will wieder anmachen, merke dass ich ca. 5 Folgen verschlafen habe, suche wieder die richtige Stelle in der richtigen Folge und schlafe nach wenigen Minuten wieder ein) schlafe ich dann bis halb 9. Dann erstmal Katzen füttern und zurück ins warme Bett – Internet leerlesen und sowas. Gegen 10 treffe ich mich mit der Mitbewohnerin zum Frühstück. Bei ihr gibts Sojajoghurt mit Obst, bei mir Grießbrei mit Obst und einen vietnamesischen Kaffee (Instant-, den schenkt die Änderungsschneiderin immer beim Abholen der Kleidung und selbst Espresso zuzubereiten und Milch warm zu machen bin ich heute zu faul). Wir plaudern über dies und das – u. a. das Erstarken der Rechten im europäischen Vergleich mit einem besonderen Schwerpunkt auf Deutschland und Frankreich. Dann geht sie wieder an die Arbeit und ich beginne, den Balkon weiter auszumisten und sozusagen frühlingsfein zu machen. Am Ende fehlen eigentlich nur noch Pflanzen und dann sieht das schon ziemlich gut aus. Achja, Wäsche gewaschen habe ich zwischendurch auch noch und die gestrige vom Trockenboden geholt.

Gegen halb 1 treffe ich meine Mama beim Sport, der heute wieder erstaunlich gut läuft. Bei allen Geräten schaffe ich meine persönliche Vorgabe, bei einem kann ich mich sogar steigern. Dann laufen wir durch den blühenden Frühling zurück in die Wohnung, die Mama auch seit ein paar Wochen nicht gesehen hat – und dabei verändert sie sich grad ständig! Dann Wäsche aufhängen, Mama verabschieden und Mittag essen. Es gibt Reste von gestern: Capellini mit Tomaten-Ricotta-Sauce und dazu frische Tomaten – bei der Mitbewohnerin Salat mit gebratenen Pilzen. Tischgespräch: Fühlen wir uns wie 35? Und darf man bei Kommunalwahlen die CDU wählen, um zu verhindern, dass die AfD gewinnt? (Es geht um Sachsen.) Schon während des Essens werde ich sehr ausdauernd von Noosa gekuschelt, so dass ich hinterher noch einen Moment auf der Couch bleibe und weiter Katzen bespaße. Dann aber raffe ich mich auf, dusche den Sportschweiß weg und putze das Bad – nachdem ich das schon ungefähr eine Woche lang prokrastiniert hatte…

Hinterher geht es dann los zur Station und zur pre:publica. Ich hole mir mein Bändchen samt Namensschild und den üblichen Giveaways und treffe dann im Hof die üblichen Verdächtigen auf ein erstes – alkoholfreies, weil günstiger – Weizenbier. Es ist schweinekalt und windig, deswegen breche ich schon nach etwa 1,5 Stunden wieder auf nach Hause – völlig durchgefroren. Zuhause angekommen gibt es Abendbrot (Stulle mit Tomatenfisch, der muss langsam weg) und Bloggerei. Gleich hüpfe ich nochmal schnell in die Badewanne und wärme mich auf. Später am Abend kommen dann der Lieblingsnachbar und sein +1 vorbei auf ein Gläschen Wein. Und ab morgen ist re:publica!

Produktiver Sonnabend

Oder Samstag, wie man mag.

Aber so produktiv fing er gar nicht, ich lag nämlich noch faul im Bett, als die Mitbewohnerin gegen Mittag reinschneite. Aber kurz danach bin ich dann aufgestanden und dann ging es los – aufräumen, Wäsche waschen, einkaufen, Pfand wegbringen, Bilder aufhängen… Zwischendurch holte der Hase dann wirklich seine allerletzten Sachen ab, die ich ihm noch half, ins Auto zu tragen.

Und dann fuhr ich zum zweiten Mal in dieser Umbruchphase zu IKEA und kaufte ein paar Kleinigkeiten – u. a. Laken im richtigen Format für mein neues Bett und drei Lampen, um diejenigen zu ersetzen, die der Hase in seine neue Wohnung mitgenommen hat. Eine von den Lampen wird lustig von Haargummis zusammengehalten. Und da ich keine kaputt gemacht habe, habe ich jetzt sogar noch vier neue Haargummis. Das nenne ich mal sinnvolles Design.

Trotz all der Produktivität bleibt noch eine Menge zu tun, bis die Wohnung einen Grad von „fertig“ erreicht hat, den es sich zu feiern lohnt. Aber mit ein bisschen Glück könnte das in zwei Wochen soweit sein…

9 Jahre

Seit 9 Jahren arbeite ich heute also für diese Firma. Das ist 1 Jahr länger, als ich aufs Gymnasium ging. 2,5 Jahre länger als meine längste Beziehung. 3,5 Jahre länger als ich auf die Uni ging. Auch 3,5 Jahre länger als meine zweitlängste Beziehung. Hui, mit dem Gedanken muss man sich erstmal anfreunden.

Allerdings auch: Ich wohne schon fast 11 Jahre in Berlin. Ich bin schon seit 23 Jahren Fan dieser einen verrückten Band. So gesehen, ist es doch gar nicht so wild, dass ich jetzt schon 9 Jahre lang jeden Werktag mit denselben Leuten abhänge, oder?

In dieser Woche haben wir zwei geschätzte Kollegen verabschiedet. Zu beiden Anlässen wurde viel darüber gesprochen, was das besondere an dieser Firma ist – die Menschen. „Second to none“, wie der nicht einfache Ex-Kollegenfreund gestern sagte.

Gerade in den letzten Monaten sind mir die lieben Kolleg*innen noch ein bisschen mehr zur zweiten Familie geworden. Und ich bin sicher, dass das ganz besonders mit den großartigen Menschen in meinem Team auch noch eine ganze Weile so bleiben wird. ❤ Danke, you know who you are!