Meine Nacht erkläre ich gegen 7 für beendet, der Liebste hat noch ein Stündchen, bis es ihn nach Kaffee drängt. Den zweiten macht dann er, als ich mich schon ins Wohnzimmer zu Liebstenschwester und Nifftenkind setze. Der Liebstenschwager und er gehen dann Brötchen holen. Wenig später sitzen wir beim Frühstück, mit noch mehr Besuch. Der erste Teil ist Vergnügen, im zweiten Teil kommt die Pflicht: Wir müssen alle sehr viel Torte essen. Ich esse für den Liebsten mit und leiste so einen wichtigen Beitrag zum Familienfrieden.


Gegen Mittag verabschieden sich die anderen Gäste und wir packen unsere Sachen. Eine halbe Stunde vor Aufbruch schaue ich in der App nochmal nach unsere Verbindung und sehe, dass sie nicht mehr fahrbar ist, ohne dass es eine Benachrichtigung gab. Wir disponieren um und müssen plötzlich in sechs Minuten schon die Straßenbahn nehmen. Klappt aber. Als wir am Bahnhof ankommen, kommt die Benachrichtigung, dass der Alternativzug eine halbe Stunde verspätet ist. Wir holen uns koffeinhaltige Kaltgetränke und ich bezahle nochmal 1,50 € für einen Toilettengang außerdem kaufe ich neue Reservierungen für den Zug, schon wieder. Das Bahnchaos ist teuer.
Als es soweit ist, gondeln wir gemütlich eine Stunde nach Hannover, haben dann dort nochmal eine Dreiviertelstunde Aufenthalt und besteigen dann den Zug, für den es keine Sitzplätze mehr zu reservieren gab. Bis Wolfsburg sitzen wir auf dem Boden vor Koffern, danach können wir auf die Plätze von zwei Damen wechseln, denen wir den Weg zu ihren Koffern freimachen mussten. Sie saßen auf unreservierten Plätzen, Bingo! Weiter nach Berlin, dann nochmal unmotiviertes Stehen an der Beusselstraße. Am Ende sind wir nur 40 Minuten später als ursprünglich geplant zurück in der Hauptstadt, zu wenig für eine Erstattung, aber mit so viel mehr Hektik, Aufwand und Rückenbeschwerden…
Weil ich keine Lust habe, vier Stockwerke raufzufahren, fahre ich nur eins rauf und dann direkt wieder runter und nehme die U-Bahn zum Alex. Das dauert durchaus länger insgesamt, aber öfter mal was Neues! Das Umsteigen dauert auch viel länger, wegen der Baustelle, aber dann bringt mich die Straßenbahn gewohnt zuverlässig nach Hause. Noosa bequemt sich nicht von der Couch, um mich zu begrüßen, aber erzählt mir ein paar Takte.

Ich entschuldige mich mit Streicheleinheiten, dann packe ich meine Sachen aus, stelle die Waschmaschine an und bestelle Essen. Bis das ankommt erledige ich Hausaufgaben für meine Kurseinheit morgen.

Zum Essen schaue ich endlich die vielfach angepriesene Doku über die KTV, mit viel Footage vom zweiten Wohnzimmer und dem dortigen Gastgeber. Es folgt ein bisschen Anne with an E (mit viel Drama und der Residential School), dann Badewanne und Bett. Gutes Wochenende, insgesamt!