Noosa hat mich wirklich sehr vermisst und bedenkt mich die ganze Nacht über mit sehr viel Liebe, die leider sehr viele Krallenberührungen beinhaltet, schon vor Ende der Nacht sind meine eben verheilten Arme wieder mit genauso viel Kratzern verziert wie vor dem Urlaub. Dem Schlafen tut das natürlich auch nicht gut, ebenso wie die Immer-Noch-Erkältung und die Hitze. Dass der Liebste gegen 9 anruft, um mich vor zu langem Schlafen wegen Jetlag zu bewahren, tut sein Übriges. Bin leicht unausgeglichen heute Morgen. Dann morgendlicher Reboot bei einem Iced Matcha Latte und hinterher gemütliches Frühstück drinnen. Ich mache zwei neue Marmeladen Konfitüren auf – Mango-Maracuja aus Cousinenproduktion und Brombeere aus der Herstellung der Ex-Hasenschwägerin, beide sehr lecker.

Für den letzten Urlaubstag habe ich eine Mischung aus To-Do- und Not-To-Do-List. Auf letzterer stehen bürokratische Dinge aus dem Poststapel und überhaupt alles, was mit dem Schreibtisch zu tun hat. Und Staubsaugen. Auf der To-Do-Liste stehen Dinge, die fürs aktuelle Wohlbefinden essenziell sind (Bett neu beziehen, Müll runterbringen, Balkon wieder wohnlich machen, Katzenklo durchsieben, Essen machen), Getränkebestellung und Kulturkonsum.
Ich erledige den unangenehmen Teil zuerst und laufe dabei den Bauarbeitern von gegenüber über den Weg – zwei davon tragen fragwürdige Symbole als Schmuck oder T-Shirt, der dritte sieht neutral aus und grüßt freundlich. Schwierige Zeiten.
Dann ist es schon wieder Zeit fürs Mittagessen, ich mache eine Version der Pasta alla Norma, frittiere die Auberginenwürfel dabei allerdings im Speisefön und habe keinen Ricotta salata, daher mit Parmesan. Schmeckt auch.

Danach lese ich endlich in meinem Buch weiter. Lesetechnisch war der Urlaub bisher kein großer Erfolg. Ganz am Anfang habe ich ein Bibliotheksbuch ausgelesen, dann ein weiteres E-Book angefangen. Aber spätestens als wir zum ersten von drei Roadtrips aufgebrochen sind, war es mit der Lesemuße vorbei. Lesen kommt also auf jeden Fall auf die To-Do-Liste für die nächsten Wochen, der E-Reader ist gut gefüllt und der SuB sind schon zwei SuB.
Bald fallen mir aber die Augen zu und ich erlaube mir einen Mittagsschlaf, der Katzenwecker weckt zuverlässig nach einer halben Stunde, so muss ich mich gar nicht um den Jetlag sorgen. Bald darauf kommt die Getränkelieferung an – sechs leere Getränkekisten weg, drei volle her (Mate, Tonic, Sprudelwasser zum Mixen). Dann mache ich mir Abendbrot und schaue die neue Staffel Kaulitz & Kaulitz.


Dabei interessieren mich natürlich besonders die Ausflüge in die alte Heimat in und um Magdeburg, was sie von früher erzählen und wie es mit den Freund*innen von damals läuft. Ich war ja als Kind nicht so ein Paradiesvogel wie die Beiden, aber ich habe auch in meiner alten Heimat zumindest einen Vorgeschmack bekommen, wie es hätte sein können, wenn… Auch spannend, was dort alles schon abging, als die Beiden im Teilzeitkindalter waren. Da auch mal genauer zuhören, wenn das Teilzeitkind erzählt…
Die letzte Folge ist dann erst halb 2 vorbei, upsi. Jetzt aber schnell schlafen!