Es ist der am wenigsten heiße Tag diese Woche, immerhin. Geradezu angenehme Höchsttemperatur von 28 Grad, wenn man nicht arbeiten müsste das perfekte Sommerwetter um mit Eis und Buch am Wasser zu liegen oder so.
Der Tag beginnt früh, die zum Lüften offene Balkontür lässt natürlich auch Licht hinein, außerdem schlafen Noosa und ich unruhig und ich bin ja auch früh ins Bett gegangen. Trotz Bürotag also genügend Zeit für ausführlichen morgendlichen Reboot inklusive Durchlüften aller verfügbaren Teile der Wohnung, Pflanzengießen und Balkonfrühstück mit Iced Maple Latte und Ricotta-Tarte. Wundere mich immer noch, warum ausgerechnet von der so viel übrig geblieben ist, bin aber auch gar nicht böse darüber, so lecker und perfekt für die Temperaturen!

Mit zwei S-Bahnen fahre ich nach Friedrichshain und laufe dann wieder über die Brücke nach Kreuzberg, bester Blick!

Im Büro ist es zu Beginn noch recht angenehm temperiert – altes Fabrikgebäude und so. Das Bürofrühstück ist dem Wetter angemessen sehr leicht und fruchtig und dazu gibt es wie immer gute Gespräche.

Mittendrin werde ich dann von einem wunderschönen Blumenstrauß zum Geburtstag überrascht und es wird trotz Hitze viel gedrückt. Zufällig ist auch genau heute meine Probezeit vorbei.

Da mein einziges für heute angesetztes Meeting heute ausfällt, geht der Tag entspannt weiter. Viel Austausch mit den Kolleg*innen, konzentrierte Stillarbeit (zumindest bis es nachmittags richtig heiß wird). Zum Mittagessen holen wir uns was beim Bäcker, ich nehme ein Mozzarella-Sandwich und einen Milchreis, damit es für Kartenzahlung reicht.

Am Nachmittag wird es nicht nur sehr warm, sondern auch laut: Auf dem Dach findet heute ein Konzert statt und der Soundcheck beschäftigt uns schon Stunden vorher. Pünktlich, als ein Kollege und ich zur U-Bahn aufbrechen, werden unten die Türen geöffnet und wir müssen uns durch einen Strom aufgeregter Konzertgänger*innen nach unten kämpfen. Weil es so warm ist und ich die Blumen dabei habe, nehme ich diesmal die U-Bahn nach Friedrichshain.
Zuhause angekommen werden erstmal die Blumen versorgt. Ich muss sie auf zwei Blumenvasen aufteilen, weil meine große Vase noch von den Blumen von der Mitbewohnerin besetzt ist. Ich sortiere also nach Farben und kürze Stiele und arrangiere neu und fühle mich ein bisschen wie eine Floristin oder eine High-Society-Lady (Meryl Streep in The Hours, I believe?)

Dann geht es mit Noosa, Buch und Acqua, sale e limone raus auf den schattigen Balkon.

Ich lese, bis ich hungrig werde und Noosa mich nach Drinnen und auf die Couch beordert. Es gibt noch ein letztes Mal Buffet-Reste zum Abendbrot, passt ja auch immer noch sehr gut zum Wetter.

Dazu und den Rest des Abends höre ich Hörbuch und spiele abwechselnd mit dem Handy und mit Noosa, bevor es wieder früh ins Bett geht. Ab Morgen wird es dann täglich ein paar Grad heißer…