18.06.2026 – Doppelpastatag

Überraschung: Ich habe gut geschlafen und Noosa dementsprechend wohl auch, muss man ja mal festhalten. Ansonsten soll heute also dieses Hitzeding losgehen, davon ist aber morgens noch nichts zu merken. Ich gieße trotzdem schon mal alle Pflanzen vor und esse dann Frühstück auf dem Balkon.

Iced Maple Latte, Kirschen, Apfel, Pflaumenmus, Nussmus

Dann geht es an den Schreibtisch, bis ich am späten Vormittag zu einem Arzttermin losmuss – mit zwei Straßenbahnen nach Mitte und dann wieder das Übliche: Nummer ziehen, Wartebereich, Anmeldung, Wartezimmer. Diesmal habe ich nicht das für Kinder mit den lustigen Tierbildern erwischt, sondern ein steriles für Erwachsene. Die anwesenden Exemplare sind dann allesamt sehr laut (Gespräche, Telefonate, Handyvideos, lautes Atmen, Husten, ungeduldiges Herumklopfen), so dass ich die knappe Stunde Wartezeit nicht in Ruhe zum Lesen nutzen kann. Dann endlich Behandlung, Terminabsprache, Blutabnahme und Heimweg.

Inzwischen habe ich ordentlich Mittagshunger, es ist war geworden und Behandlung und Blutabnahme geben meinem Kreislauf ordentlich was zu tun. Zuhause mache ich mir erstmal schnell eine Pasta mit Joghurt, Ayvar und Kapern und nehme für die Nachmittagsschicht den Laptop mit aufs Sofa.

Zum Feierabend nochmal ins Draußen, Konzerttickets ausdrucken und ein paar Besorgungen fürs Dolce Vita. Gerade als ich vollbepackt die Treppen wieder hochlaufe, rufen die Ellis an und fragen, ob ich Lust auf ein Abendessen im alten Stammitaliener habe. Ein loosy muss tun, was ein loosy tun muss.

Ich verräume also schnell meine Einkäufe, wechsle mein T-Shirt und fahre dann mit Straßenbahn und U-Bahn wieder nach Mitte. Die Ellis sitzen schon mit den kategorischen Aperitiven da und ich bestelle mir einen Limoncello Spritz. Dann gibt es Antipasto misto und Lachs-Carpaccio und als das Brüderchen zu uns stößt Pasta für alle – meine al limone und mit Hähnchen – eine Kombi, für die ich in Italien schief angeguckt würde. Auch in Berlin hätte ich das lieber ohne Hähnchen, aber bin zu faul zu streiten.

Wir haben uns viel zu erzählen und nehmen am Ende noch einen Grappa zusammen. Dann geht es für alle auf die verschiedenen Heimweg. Der Fernsehturm hat heute Abend Schäfchenwolken um sich herum.

Zuhause könnte ich Fußball gucken, habe aber keine gesteigerte Lust auf die Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina und setze mich stattdessen lieber nochmal auf den Balkon, versuche jetzt mein Buch zu lesen und gleichzeitig mit einer Hand an der Katzenangel Noosa müde zu spielen, die es sich bei 25 Grad erstmal auf meinem Bauch gemütlich gemacht hat und kuscheln will. Als es draußen zu dunkel wird, wechsle ich auf die Couch und kurz vor Mitternacht dann ins Bett.