06.06.2025 – Feierei im Brandenburgischen

Gar nicht ganz so furchtbar geschlafen, übrigens! Gegen 8 muss ich aufs Klo und nutze die Gelegenheit gleich, um Noosa zu füttern und mir einen Matcha Latte zu machen und statt mich damit wieder ins Bett zu legen setze ich mich auf den Balkon und mache den morgendlichen Reboot da. Gut fürs Gesamtgefühl und schnelleres Hereinkommen in den Tag.

Das ist auch nötig, denn bis alles erledigt ist, was zum Morgen dazugehört, muss ich schon fast los. Halb 12 gibt es ein Frühstückssandwich mit veganem Rinderschinken, Schafskäse, Gurke und Sahnemeerrettich und den Rest Paprika und dann verlasse ich kurz darauf das Haus und fahre zum Alex. Dort steige ich entspannt in den (leicht verspäteten) RegionalExpress ein, finde meine Cousine und als der Liebste zwölf Minuten später dazusteigt, haben wir schon eine ganze Menge erzählt und eine Chipspackung geöffnet. Es folgt eine Ananas-Limetten-Limo.

Nach gar nicht allzu langer Zeit steigen wir aus und werden von einer weiteren Cousine abgeholt. Auf der Fahrt zum Tantenhaus machen wir einen Umweg und kaufen geräucherte Forellen direkt ab Teich. Die Gespräche mäandern wild von Kindergeburtstagen bis zu Baseballschlägerjahren und setzen damit ungefähr den Ton für den Rest des Tages.

Am Tantenhaus angekommen treffen wir die dritte Cousine, die heute ihren Geburtstag nachfeiert und einen Teil ihrer Gäst*innen. Wir kommen pünktlich zum Mittagessen – Spargel aus dem Garten, als Suppe und Stangen, dazu Kartoffeln und Rührei (auf Kinderwunsch mit Pesto). Der Liebste traut sich an Spargelsuppe, ich an den grünen Spargel. Um den weißen machen wir beide wie gehabt einen großen Bogen und essen uns an Kartoffeln und Ei satt.

Spannende Gespräche um Lokalgeschichte mit ausufernden Theorien und Einwürfen vom Onkel, der hier ja seit Generationen verwurzelt ist und sich ausführlich beschäftigt hat. Die Themen reichen zurück bis 1100 C.E. Währenddessen trudeln immer mehr Gäst*innen ein. Irgendwann wechseln wir aus der Weinlaube hinüber an den Teich, wo zwei der Jüngsten sich ins kühle Nass trauen (das älteste Kind und der jüngste Erwachsene). Andere Festteilnehmende sind zu einem See in der Nähe gefahren.

Am frühen Abend wird der Grill angeworfen. Es gibt jede Menge Brot, Salate und Vegetarisches, wer Fleisch und Wurst will, hat sich etwas mitgebracht. Was für ein Festmahl! Ich traue mich an ein bisschen Alkohol – ein Glas Cidre, ein Glas Kirschbowle, aufgetaut vom großen Fest letzten Sommer.

Nach dem Essen wird die Feuerstelle frequentiert. Die drei anwesenden Kinder und einige Erwachsene machen Stockbrot und Marshmallows und Stockbrot mit Marshmallows.

Am Feuer sitze ich dann – bei einem Glas Weißwein – bis ungefähr 2 Uhr und gehe als eine der letzten ins Bett. Der Liebste und der ganz harte Kern halten noch länger durch, die haben aber auch keine kleine Katze zuhause…

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