Canneto, Monteverdi Marittimo und #12von12

Es ist der 12. und damit wieder Zeit für #12von12. Heute legen der Hase und ich einmal einen “Faultag” ein, während diesmal meine Eltern alleine unterwegs sind und sich den Giardino dei Tarocchi ansehen. So ganz faul sind wir dann aber doch nicht, am Ende bin ich über 14.000 Schritte gegangen…

Der Blick aus dem Bett in unserem über 400 Jahre alten Quartier
Erste Amtshandlung: Kaffee machen
Zum Frühstück gibt es heute Müsli mit Joghurt und Obst
Ich benutze Mamas Laptop und einen Hotspot, um die letzten Tage zu verbloggen
Draußen scheint die Sonne und die Katzen der Umgebung suchen sich warme Plätze
Drinnen ist es kühl, wir machen uns erstmal ein Feuerchen an
Dann treibt es uns doch in die Sonne und wir wandern die 4 km ins nächste Dorf
Dort wohnen in einem Haus Bienen…
…und dieser Vogel
Eine nette Kirche gibt es auch
Auf der Terrasse der Bar machen wir Rast, leider gibt es im ganzen Dorf keine Gelateria
Auf dem Rückweg entdecke ich diesen schönen Schornstein
Wir gönnen uns beim Weinkauf etwas Süßes

Am Abend verkosten wir zuhause die gekauften lokalen Weine

Chianti Classico, Giro d’Italia und Roseneis

Nach dem gestrigen langen Tag entscheiden sich meine Eltern wieder für einen ruhigen Lesetag zuhause, während der Hase und ich zu neuen kulinarischen Abenteuern aufbrechen. Uns zieht es heute ins Gebiet des Chianti Classico, wo wir zwar keinen Wein verkosten, aber die Landschaft zwischen Weinbergen und Olivenhainen genießen und die eine oder andere Köstlichkeit probieren und einkaufen wollen. Das Wetter ist nicht das schönste, wir machen aber das beste draus und lassen Blumen für die Farbtupfer auf den Fotos sorgen.

 

Zunächst lassen wir uns vom Navi nach Greve führen. Dort spazieren wir über den Marktplatz und wundern uns über die pinke Deko überall. Dann bekommen wir aber relativ schnell mit, dass alles für die Ankunft des Giro d’Italia am Sonntag vorbereitet ist. Wir machen eine kurze Pause und essen etwas, bevor wir das Örtchen wieder verlassen, denn für das heutige Eis empfiehlt uns Foursquare eine Gelateria in Castellina.

 

 

Torta al Cioccolato für den Hasen

Eine mit Pecorino gefüllte Birne, die mit Bacon belegt und dann gebacken wurde, für mich

Wir lassen uns vom Navi zur Gelateria Artigianale L’Antica Delizia in Castellina fahren und sind kurz etwas irritiert, als wir vor einem verlassenen Häuschen stehen. Zum Glück entdecken wir den Hinweis, dass die Gelateria umgezogen ist, samt neuer Adresse und Wegbeschreibung. Da der neue Standort am anderen Ende des Ortes ist, spazieren wir erst einmal gemütlich durchs hübsche Castellina, genießen den Ausblick, bzw. die Ausblicke, in die Täler zu beiden Seiten und erstehen in einem Laden mit lokalen Spezialitäten pikant eingelegte Oliven, getrocknete Tomaten in Öl und ein kleines Stückchen Wildschweinschinken. Dann fahren wir zur Gelateria. Ich wähle die Haussorte Antica Delizia (cremig, mit keksigen und kakaoigen Elementen), das Ananassorbet (Fruchtalarm ;)) und das Zitronensorbet mit Salbei – vorzüglich. Wir entdecken ein Roseneis, das speziell für den Giro d’Italia kreiert wurde und vom Hasen probiert wird – sehr sehr lecker! Außerdem entscheidet er sich für Erdbeer und Butterkeks. Alle Sorten waren sehr zu empfehlen und die Gelateria gut gefüllt – sollte man sich definitiv vormerken!

 

Im Hintergrund das Roseneis, davor Zitronensorbet mit Salbei

 

Antica Delizia, Zitrone-Salbei, Ananas

Dann fahren wir weiter nach Radda. Hier finden wir einen Plan der Giro-Etappe und stellen fest, dass wir völlig ungeplant ziemlich genau die Etappe entlang gefahren sind, wenn auch in umgekehrter Richtung. Wir spazieren durch die mittelalterlichen Gassen, werfen einen Blick in die Kirche und durchstöbern Geschäfte. Wir nehmen ein Romana-Salatherz mit, weil es dem Hasen nach all der Pasta einmal nach etwas leichtem, frischen ist. Außerhalb des Ortskerns entdecken wir bei der Weiterfahrt nach Gaiole noch einen Obst- und Gemüsestand, an dem uns Erdbeeren und Pfirsiche anlache, die ebenfalls mitkommen dürfen. Die Pfirsiche drängen sich mit ihrem reifen Duft beim Vorbeigehen geradezu auf – und das im Mai!

 

 

In Gaiole bummeln wir über den Corso und schauen nach einer Bar für einen ordentlichen Apericena – einen Aperitivo mit Gratis-Snackauswahl. Das Richtige gefunden haben wir aber nicht so richtig, so dass wir beschließen, doch zurück nach Hause zu fahren und das Abendessen vor dem Kamin einzunehmen. Knappe zwei Stunden fahren wir also zurück, gegen Ende wird es dann auch langsam dunkel. Zuhause angekommen macht der Hase einen knackigen Salat und ich bereite einen Snack-Teller vor. Wir essen, schwatzen noch ein wenig mit den Eltern und fallen dann gegen halb 11 ins Bett. Morgen ist definitiv Zeit für einen Faultag unsererseits!

 

Scamorzette, Mozzarella, Salami, Oliven, getrocknete Tomaten, Brot mit Öl und Pfirsich vor dem Kamin