To Do List für heute

Ich habe heute frei, als eine der wenigen Menschen in Berlin, denn Berlin hat anders als alle Länder drumherum heute nicht Reformationstag (und auch morgen nicht Allerheiligen). Da ich aber gestern gearbeitet habe, habe ich heute noch ein Stück Wochenende übrig, für dass ich die folgenden To Do-List Punkte habe:

  • Mich aufraffen und zu IKEA fahren, um ganz zielstrebig und ohne mich umzusehen in die Abteilung mit den Spiegeln zu laufen und einen neuen Kolja zu kaufen
  • Ein Paket mit sechs Büchern bei der Post abholen
  • Einen Föhn und eine neue Tasche kaufen
  • Die Kartons mit den CDs sowie die CD-Ständer aus dem Keller holen
  • Versuchen die Daten meiner alten externen Festplatte zu retten und auf meine neue zu kopieren
  • Falls das nicht geht, mal wieder anfangen meine CDs zu rippen und zu taggen
  • Saubermachen und Wäsche waschen (laaaangweilig)
  • Einen Weg finden, heute Abend nicht zuhause zu sein, damit ich mich nicht vor verkleideten Kindern verstecken muss
  • Mir ein Blogthema ausdenken, bei dem ich keine Auflistung mache, sondern in ganzen zusammenhängenden Sätzen schreibe, arrrrrgh

Schaun wir mal.

Kurz getanzt

Gestern Abend bin ich endlich mal wieder in einem Club gewesen. Zwar nur für wenige Stunden, da ich heute Wochenenddienst hatte, aber dank der Zeitumstellung musste ich dann ja doch erst gehen, als es zum zweiten Mal um 2 war. Bemerkenswert:

  • Mein erstes Mal im Duncker, trotzdem ich schon oft darauf hingewiesen wurde. War wie im ST in Rostock, nur ohne die lästigen Unterbrechungen durch “nicht meine Musik”
  • Da meine Mittänzer sich verspätet hatten, war ich eine knappe Stunde alleine dort. Dank BlackBerry und Facebook bekam ich mit, dass ein Freund von mir gerade auf dem Weg zum Duncker war, so dass sich die Wartezeit extrem verkürzte und ich doch noch jemanden zum Quatschen hatte
  • Wenn die Musik gut genug ist, kann man auch einfach mal alleine tanzen – ewig nicht mehr gemacht
  • Auf dem Fernseher an der Cocktailbar lief eine Szene, die mir bekannt vorkam, ein Statistenpärchen in einem Café. Kurzes Warten und, Bingo! Before Sunrise lief da, einer meiner Lieblingsfilme
  • Als ich das Glas wegbrachte, lief Das Leben des Brian (Du hast gerade in zwei Blogposts hintereinander auf diesen Film verlinkt und oustest damit irgendjemanden als Mayor der Brian-Verlinker)

Hab jetzt für heute erstmal genug von sämtlichen -ismus-Diskussionen und werde mir gleich mit einem anderen Freund noch einen gemütlichen Filmabend machen.

PS: Ich stelle fest, dass meine Freunde öfter bloggen sollten. Verstehe aber auch, warum das nicht gate geht: http://twitter.com/#!/Fiann/status/130705142390591489

Weldinggate?!

Ich habe neulich zwei Blogeinträge gelesen, die mich etwas verdutzt zurückließen. Wie schon einmal erwähnt, fand ich Noah Sows Buch Deutschland Schwarz Weiß. Der alltäglich Rassismus  sehr beeindruckend und voller wichtiger Denkanstöße. Was Noah Sow bei einer geplanten Veranstaltung passierte, kann man auf ihrem Blog nachlesen. Der nächste Eintrag in meinem Feedreader war die Reaktion von Lantzschi dazu.

Ich war einigermaßen verwirrt über die heftige Reaktion auf einen Vorfall, der vermutlich aus Unwissenheit, schlechter Vorbereitung und unglücklichen Umständen (man weiß, wie Sachen an Unis organisiert werden) zu einem unangenehmen Erlebnis für Noah Sow wurde und sie dazu veranlasste, ihre Lesung abzusagen.

Interessant fand ich, dass Malte Welding scheinbar ganz ähnliches im Sinn hatte, als er die beiden Blogeinträge las. Seine Aufarbeitung der Sache gerät Welding-typisch provokant und überspitzt und ich hätte mir an seiner Stelle die Inanspruchnahme von Audiomaterial von Lantzschi von vor mehreren Jahren gespart, um die Aufmerksamkeit nicht vom Wesentlichen abzulenken, aber im Großen und Ganzen stimme ich ihm zu.

Disclaimer: Rassismus ist scheiße und er ist vorhanden und es wird noch lange dauern und sehr viel Arbeit, Umdenken und sicher auch Provokation erfordern, daran etwas zu ändern.

Dass sich jetzt aber eine Flut von Kommentaren, Tweets und bestimmt auch Blog-Einträgen auf Malte einschießt und #weldinggate vielleicht demnächst noch  zum Trending Topic wird, finde ich dann schon extrem crazy. Ist mal wieder wie bei der politischen Linken weltweit, die sich auch lieber untereinander zofft, als trotz graduell unterschiedlicher Meinungen gemeinsam etwas gegen den Feind zu tun.

Leute, Malte ist doch einer von den Guten, den muss ganz sicher keiner mehr davon überzeugen, was alles schiefläuft – der ist manchmal ein Heißsporn, provokant und satirisch, aber der weiß doch, wo der Hase langläuft und steht auf Eurer (Entschuldigung, Unserer!) Seite.

Brian: Lasst uns gemeinsam ringen!
Die Anderen: Tun wir doch!
Brian: Nein, ringt doch nicht gegeneinander, lasst uns gemeinsam kämpfen gegen den gemeinsamen Feind!
Die Anderen: Die judäische Volksfront!!!!
Brian: Nein, die Römer!
Die Anderen: Achso, öhm, naja, ok… – Ungefähr so in Das Leben des Brian

SO soll man reisen

In letzter Zeit schaffe ich nur wenige Blogs aus meinem Feedreader mit der nötigen Aufmerksamkeit zu lesen. Seit Herm aber in New York ist, habe ich keine Schwierigkeiten mehr, seinen Ausführungen zu folgen. Ich kann seine Reiseberichte nur sehr empfehlen und erfreue mich ganz königlich an seinem Schreibstil und der Auswahl seiner Anekdoten. (Übrigens ist Herm auch einer, bei dem man eigentlich jeden Tweet faven muss – mach ich auch fast.

Aber zurück zum Supermarkt. Ich kann mittlerweile schon helfen und den Leuten sagen wo was steht. Habe das bereits erfolgreich angewandt und vielleicht bleib ich die nächsten Tage einfach die ganze Zeit da. Immerhin gab es da Heute einen der schönsten Momente des Tages: Im Radio erzählte eine Frau davon wie sehr sie ihren neuen Freund liebt. Sie sind seit 2 Monaten zusammen, sie kann nachts nicht schlafen, weil sie andauernd an ihn denkt und ruft ihn tagsüber einmal pro Stunde an. Unter diesen Umständen gebe ich dieser Beziehung zwar nur noch 2 Tage, aber schön kitschig war es allemal. Erst recht als danach “I don’t want to miss a thing” lief und ich dazu in Zeitlupe der Keksregalmeile stolzieren konnte. Wunderbar. – Herm’s Farm

Reisepläne

Dieser derzeitige Freundschaftsansturm bringt es mit sich, dass ich dieses Jahr noch ganz schön viel herumkommen werde, wie es aussieht. Wenn alles klappt, wie es soll, fahre ich nächste Woche noch einmal nach Rostock, übernächste Woche nach Schwerin und am ersten Dezemberwochenende nach Strasbourg! Zugfahren, rausgucken, träumen, lesen, Freunde treffen, Orte sehen, tanzen gehen… I love it!

Gleich gehts los

Dieser Moment morgens, wenn sich die Kälte durch das offene Fenster nicht nur ins Zimmer, sondern auch in die Knochen geschlichen hat, wenn man trotz nur fünf Stunden Schlaf zwar körperlich müde, aber geistig hellwach ist, wenn man sich in die Decke einkuschelt und als ersten Schritt in den Tag erstmal zum Laptop greift und der Welt “Guten Tag” sagt. Bald ist mir warm genug, um aufzustehen. Nur noch schnell…

Flux-Kompensator, Freundschafts-Overflow und Selbstwertgefühls-Booster

Ich bin momentan von so viel Freundschaft umgeben… Da ist der tolle Freund einer der tollsten Freundinnen der Welt, der sich wirklich jeden Tag meldet und einfach mit mir seine Alltagserlebnisse teilt. Da ist die mit-tollste Freundin selbst, mit der ich ein hervorragend langes Telefonat hatte, das wirklich alle Bereiche abdeckte (von Zukunftsplanung über Klatsch und Tratsch, Vergangenheitsaufarbeitung und die Gilmore Girls bis hin zur sorgfältigen Bild-für-Bild-Fotoanalyse – sie ist der geduldigste Mensch der Welt) und mit einem großartigem Geschenk endetete: Einer Zeitreise in ihrem Kopf.

Es gibt noch viel mehr tolle Freunde gerade, mit einigen kommuniziere ich täglich per Chat, andere nehmen sich im Büro ein paar Minuten Zeit für mich oder fahren mal eben ein paar Stunden, um bei mir zu sein. Kollegen werden zu Freizeitbegleitern, alte Lieben zu Ratgebern und Selbstwertgefühls-Boostern, selbst selbsternannte Nur-Ratgeber fragen ab und an von alleine nach, wie es mir geht. So viele tolle Menschen, da macht es fast nichts, dass ich schon wieder die halbe Nacht wachliege und morgen soooooooooomüüüüüüüüüüüde™ sein werde.