1000 Fragen in London 3

Auch der dritte Tag in London ist voller Meetings, deswegen gibt es noch eine weitere Runde Fragen.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

111. Bist du stolz auf dich?

Nicht immer und natürlich nicht auf alles, aber grundsätzlich ja.

 

112. Welches nutzlose Talent besitzt du?

Ich weiß heute noch die Geburtstage der Stars, die ich als Teenie toll fand. Ebenso wie die von vielen ehemaligen Klassenkamerad*innen usw. Zu jedem Datum fallen mir als erstes die Leute ein, die da Geburtstag haben (sofern ich welche kenne). Was aber nicht heißt, dass ich dann an genau diesem Tag auch wirklich daran denke, ihnen zu gratulieren 😉

 

113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast?

Ja.

 

114. Warum trinkst du Alkohol beziehungsweise keinen Alkohol?

Ich trinke Alkohol, wenn es zur Stimmung bzw. Situation passt. Zu gutem Essen oder in einer gelösten Situation mit Anderen, meist aus Geselligkeit. Es kommt eigentlich nie vor, dass ich mich mit Absicht betrinke, um zu vergessen oder einen bestimmten Zustand zu erreichen. Ich trinke keinen Alkohol, wenn es mir körperlich nicht so gut geht oder ich die Befürchtung habe, dass es mir mit (mehr) Alkohol körperlich schlechter gehen könnte. Generell ist mein Trinkverhalten ziemlich gemäßigt.

 

115. Welche Sachen machen dich froh?

So langsam wiederholen sich hier einige Fragen, habe ich das Gefühl. Aber gut: Sonnenschein, das Meer, die richtige Musik, die richtigen Leute, niedliche Tiervideos, gutes Essen, Lachen…

 

116. Hast du heute schon einmal nach den Wolken am Himmel geschaut?

Ja, ich glaube das tue ich jeden Tag, wenn auch nicht bewusst.

 

117. Welches Wort sagst du zu häufig?

Irgendwie, quasi, oder so.

 

118. Stehst du gern im Mittelpunkt?

Kommt auf die Situation an. Wenn ich gerade etwas bedeutsames erzähle und dabei nicht das Gefühl habe, ins Schwimmen zu kommen oder mich zu verhaspeln, dann klar, gerne. Wenn ich gerade unsicher bin in dem was ich tue, dann natürlich nicht. In vielen Momenten tue ich, was ich tue (z. B. tanzen oder Karaoke singen), weil ich Lust darauf habe, und nicht um im Mittelpunkt zu stehen.

 

119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?

Selbstreflektion und das Verarbeiten von schwierigen Erlebnissen.

 

120. Sind Menschen von Natur aus gut?

Ich glaube schon, frage mich dann aber doch, was mit einigen passiert ist…

1000 Fragen in London 1

Die erste Kalenderwoche im neuen Leben beginnt für mich mit einer dreitägigen Dienstreise nach London. Die Tage sind vollbepackt mit Terminen, Meetings und Abendveranstaltungen, deswegen habe ich da schonmal ein bisschen was vorbereitet und mache einfach so lange mit den 1000 Fragen an mich selbst weiter.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

91. Wie heisst dein Lieblingsbuch?

Darüber habe ich hier neulich schon mal geschrieben: Love Is A Mixtape von Rob Sheffield. (Er schrob übrigens auch ein gutes über Karaoke, quasi die Fortsetzung des Erstlings…)

 

92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über WhatsApp?

Ich bekomme da täglich das Bären-Abo, das ist wohl das Häufigste. Ansonsten ist das ganz unterschiedlich – eine wilde Mischung aus Familie, Freund*innen und Kolleg*innen. Ganz aktuell stehen bei „Häufig kontaktiert“ die voraussichtliche zukünftige Mitbewohnerin, die Musikusine, die beste Freundin, der nicht einfache Kollegenfreund und eine weitere liebe Freundin aus Bielefeld.

 

93. Was sagst du häufiger: Ja oder Nein?

Ich hoffe Ja.

 

94. Gibt es Gerüchte über dich?

Oh ganz sicher. Als ich klein war, kursierten Gerüchte über meine Familie, unsere monetäre Situation und angebliche Auswanderungspläne. Später habe ich dann hauptsächlich Gerüchte über mich und mein Liebesleben mitbekommen. Die sind grad auch wieder ganz schön hoch im Kurs.

 

95. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest?

Wahrscheinlich würde ich größtenteils die Sachen tun, die ich auch jetzt mache, wenn ich nicht gerade arbeite. Plus mehr Reisen, Konzerte oder längere Auslandsaufenthalte. Je nachdem, wie viel Geld ich zur Verfügung hätte, würde ich wahrscheinlich einige Zeit in Sizilien verbringen und öfter die Eltern in Kanada besuchen.

 

96. Kannst du gut Auto fahren?

Haha, nein. Ich bin dreimal durch die praktische Führerscheinprüfung gefallen – jedes Mal spektakulärer und mit größerer psychischer Blockade. Hab das Projekt dann aufgegeben. Als Mitfahrerin bin ich aber – nachdem ich mich von einem traumatischen Unfall vor 5 Jahren wieder erholt habe – ziemlich entspannt, lasse den*die Fahrende*n machen und mische mich absolut nicht ein (außer wenn es unangemessen schnell und ruckelig wird, da kommt die Unfallangst wieder hoch). Zuletzt bin ich zum Beispiel total ruhig geblieben, als es aus Versehen in der falschen Richtung durch eine Einbahnstraße ging und dann Autos entgegenkamen – fand der Fahrer im Nachhinein bemerkenswert.

 

97. Ist es dir wichtig, dass dich die anderen nett finden?

„Die anderen“ ist eine ziemlich vage Angabe. Mir ist wichtig, dass diejenigen, mit denen ich zusammen arbeiten muss mit mir gut klarkommen. Und dass ich mit denen gut klarkommen, mit denen ich regelmäßig zu tun habe. Natürlich sollen mich Freund*innen und Familie nett finden – wenn ich es verdient habe – und generell alle, die ich auch nett finde. Beim Rest ist es mir weitestgehend egal.

 

98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders?

Witzige Frage. Darüber denke ich in den nächsten Monaten mal in Ruhe nach, ja?

 

99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?

Kommt ein bisschen drauf an. Wenn ich Leute treffen und mich mit ihnen unterhalten will, dann am Liebsten beim Essen. Ansonsten geh ich auch sehr gerne tanzen (aber nur bei der richtigen Musik) oder Karaoke singen (aber nur mit den richtigen Leuten). Einfach nur was trinken gehen kommt eher selten vor, ebenso wie Kino und Theater, obwohl das auch alles schön ist, nur eben nicht so häufig.

 

100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstossen?

Ja.

Alles anders und 1000 Fragen

Seit gestern ist alles ziemlich anders, das merken auch die Katzen. Sie sind ein wenig rastlos und verwirrt über die veränderte Atmosphäre. Und sie dürfen plötzlich im Schlafzimmer rumhängen.

Rastlos und verwirrt bin auch ich und das wird sicherlich auch noch eine ganze Weile so bleiben. Bis sich der aufgewirbelte Staub wieder etwas gelegt hat, wird es hier im Blog wohl eher (noch) ein wenig kryptischer zugehen als auch sonst schon mitunter bemängelt wird. Nur soviel: Alles wird gut, irgendwann. Und ich habe die allerbesten Freund*innen auf der ganzen weiten Welt!

Damit es trotz Kryptik aber nicht zu langweilig wird, hier die nächste Runde der 1000 Fragen an mich selbst:

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?

Vermutlich die Gefängnisbibliothek leer lesen und mich im Rahmen der gebotenen Möglichkeiten weiterbilden. Vielleicht würde ich auch relativ schnell zum Meditationsprofi und Yoga-Crack?

 

82. Was hat dich früher froh gemacht?

Die gleichen Dinge wie heute – tolle Menschen, gute Musik, leckeres Essen, Sonnenschein, das Meer, Katzenschnurren… Möglicherweise war die Auswirkung von Gummibärchen auf meinen Allgemeinzustand größer als heute.

 

83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?

In letzter Zeit habe ich mehr Spaß an Röcken und Kleidern als früher. Ansonsten Jeans, Hoodies, Sneakers… 😉

 

84. Was liegt auf deinem Nachttisch?

Viel zu viel. Im Moment u. a. zwei Becher Wasser, Nahrungsergänzungsmittel, Taschentücher (benutzte und unbenutzte) und jede Menge Bücher.

 

85. Wie geduldig bist du?

Heute mehr als früher, aber immer noch nicht besonders.

 

86. Wer ist dein gefallener Held?

Da gibt es einige… Morrissey, Johnny Depp, Bill Murray, Eric Clapton…

 

87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?

Ja.

 

88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?

Meine beste Freundin, seit immer eigentlich, allerdings ist sie ein halbes Jahr jünger als ich.

 

89. Meditierst du gern?

Wenn es gut funktioniert, bin ich motiviert und tu es dann gerne. Wenn es öfter nicht so gut geklappt hat, dann bin ich nicht mehr so motiviert und lasse es schleifen. Im Moment zum Beispiel.

 

90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?

Ich bin relativ gut darin, negative Emotionen mit stärkeren, positiven zu überlagern. Zum Beispiel durch einen musikalischen Nostalgie-Trip, Gespräche mit Freund*innen, Kochen oder Zukunftsplanung jeglicher Art. Dafür muss aber ein kleiner Funken positive Emotion vorhanden und ich muss innerlich ruhig genug sein, um mich auf die neuen Emotionen konzentrieren und einlassen zu können, sonst klappt es leider nicht.

Unblogbar

Man stelle sich ein Lied der besten Band der Welt vor, denke sich einen rhythmisch passenden Text aus und ersetze das Schlüsselwort des Refrains durch „Unblogbar“. Tut mir leid, dieser Tag ist ganz und gar unblogbar.

Aber wenigstens haben wir jetzt alle nen Ohrwurm, wa?

PS: Achja, das Zitat des Tages kommt von Mama: „Karaoke?! Kann das Spaß machen?!“ Und wie, morgen! Can’t wait!

Keine Zeit, drum 1000 Fragen

Heute kommt Besuch (von der Musikstudentinnencousine, kurz Musikusine ;)) und ich werde keine Zeit zum Bloggen haben, deswegen gibts nochmal eine Runde der 1000 Fragen.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?

Nee. Die Vorstellung, noch ein Bewusstsein zu haben und mal nach dem Rechten gucken zu können gefällt mir zwar (gerade auch für „meine Verstorbenen“), aber tief drinnen weiß ich, dass das Quatsch ist.

 

62. Auf wen bist du böse?

Selten lange auf Personen, meistens eher auf die Umstände.

63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Ich wohne in Berlin und habe weder einen Führerschein noch (momentan) ein funktionstaugliches Fahrrad 😉

64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?

Ein Ereignis Anfang August letzten Jahres, stellvertretend für noch zwei weitere in den letzten zwei Jahren. Kenner wissen.

65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?

Kommt drauf an, wann früher. Ich bin weder Paläontologin noch Archäologin noch Schriftstellerin. Aber allem so ab der Pubertät komme ich schon ziemlich nahe.

66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?

Indie-Rock der Nuller Jahre, eindeutig.

67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr?

Offenheit – in beide Richtungen.

68. Was war deine größte Anschaffung?

Das meiste Geld ging bisher außer für Reisen immer für meine Laptops drauf. Und für die drei oben genannten Ereignisse, mit allem was dranhängt.

69. Gibst du Menschen eine zweite Chance?

Ja. Auch mehrere.

70. Hast du viele Freunde?

Ja, zum Glück.

Warum singen mich gesund macht oder Reise in die Vergangenheit

Nach dem Konzertbesuch neulich und besonders seit dem konspirativen Musizieren am Mittwoch musste ich wieder öfter an meine Chor-Vergangenheit denken, in der solche musikalische Zusammenkünfte zu meinen regelmäßigsten Freizeitbeschäftigungen gehörten. War das schön damals! Nun muss man wissen, dass ich eigentlich mit einem großen dicken Vorurteil gegenüber Chören aufgewachsen bin. Die Chormusik, die ich kannte, fand ich weitestgehend langweilig. Und die Chorleute, die ich kannte, kamen immer ziemlich sektenmäßig rüber. Das mag daran gelegen haben, dass die einzigen Chorleute, die ich bewusst wahrnahm, die von Ten Sing waren, einem kirchlich angehauchten Chorprojekt, aus dem bei uns zuhause z. B. Silbermond hervorgingen. Das wirkte von außen immer wie eine eingeschworene Gemeinschaft, die sich relativ undurchlässig nach außen hin abgrenzte und untereinander eine Friede-Freude-Eierkuchen-Gemeinschaft lebten, die mir irgendwie suspekt vorkam. Ein paar Jahre später gehörte ich dann zu genau so einer eingeschworenen Gemeinschaft, nur ohne den kirchlichen Aspekt. Die Gründe dafür? Freundschaft, Musik und Alkohol…

Wir schreiben das Jahr 2004 und ich studiere in Rostock. Die beste Kolleginnenfreundin (damals noch beste Kommilitoninnenfreundin) und ich gehen mindestens einmal pro Woche abends zusammen in unserem Lieblingsclub tanzen. Seit sie vor ein paar Monaten angefangen hat, in einem Chor zu singen, sind immer öfter auch verschiedene Chormitglieder dabei, die ebenfalls zu Freunden werden. Nach und nach entwickelt sich eine gewisse Routine: Montags Filmabend bei dem Freund, von dem ich bald erfahre, dass er der Chorleiter ist. Dienstags Tanzen im Club. Mittwochs Kneipenabend in der Chor-Stammkneipe und entweder donnerstags, freitags oder sonnabends nochmal Tanzen, je nach aktuellem Clubprogramm. Es sind übrigens Semesterferien, während des Semesters waren wir unter der Woche meist nur einmal tanzen… 😉 Jedenfalls, da Semesterferien sind, finden keine Chorproben statt, wohl aber die Nachprobenabende in der Kneipe. So lernen mein damaliger Freund und ich nach und nach den halben Chor schon auf freundschaftlicher Basis kennen, ohne jemals einer Probe beigewohnt zu haben. Bei den Abenden ist immer eine Gitarre dabei und irgendwann wird gesungen – Gassenhauer aus „Das Ding„, ein paar der Chorlieder (I Will Sing Hallelujah, Your Shining Eyes, Lift Your Head Up High…) und am Ende des Abends immer Nothing Else Matters in der Akustikversion inkl. jedes einzelnen Gitarrentons.

Am Ende der Semesterferien sind mein Freund und ich weichgeklopft und ab der ersten Chorprobe sind wir dabei. Ich weiß noch genau, dass wir an jenem ersten offiziellen Abend das bereits genannte I Will Sing Hallelujah endlich richtig lernten, außerdem Money Money Money von ABBA und You’re The One That I Want vom Grease-Soundtrack. Und nach der Probe ging es natürlich wieder in die Stammkneipe. Ab da gehörten wir endgültig dazu und für die nächsten 2-3 Jahre bestimmten der Chor und seine Mitglieder einen großen Teil meiner/unserer Freizeitgestaltung und weite Teile des Freundeskreises. Egal, was man geplant hatte – für jede Aktivität fanden sich Leute, die mitmachten. Zu den offiziellen Chorproben, Kneipenabenden, Chorfahrten, Probentagen und Konzerten kamen diverse Spieleabende, Filmabende, Parties aller Art, Grill-Sessions am Strand und im Stadthafen, Ausflüge zu Konzerten nach Stralsund oder Berlin… Dazu kam unser Forum auf der Chor-Webseite sowie ICQ und Co., über die wir miteinander kommunizierten, wenn wir uns nicht sahen.

Aber eigentlich sahen wir irgendjemanden aus dem Chor ohnehin jeden Tag. Mein damaliger Freund und ich wohnten sehr zentral in Rostock und so war unsere Wohnung oftmals der Treff- und Ausgangspunkt – mal geplant, mal spontan – für diverse Aktivitäten. Es gab eine Zeit, in der es täglich um ungefähr die gleiche Zeit klingelte und wir einfach nur noch die Tür öffneten. Eines der Chormitglieder wohnte quasi bei uns, weil wir ein Klavier hatten. Und eine Gitarre. Und eine Ukulele. Es bedurfte keiner Begrüßung oder Bedienung mehr, sie waren bei uns einfach zuhause, wussten wo alles war und gehörten quasi zum Inventar der Wohnung. Ich habe jede Menge tolle Leute über diesen Chor kennengelernt und einige davon gehören auch heute noch zu meinen engsten Freund*innen.

Aufgelöst hat sich das Ganze für mich irgendwann nach und nach, als sich auch der Rest meines Lebens änderte. Mit dem Freund war Schluss, irgendwann war ein neuer da. Ich lebte in einer WG, lernte neue Leute kennen und verbrachte sehr viel Zeit auf Konzerten, Festivals und in anderen Clubs als dem alten Stammclub. Eine Zeit lang ging ich noch regelmäßig zu den Proben, dann irgendwann nur noch unregelmäßig, dann nur noch zu den Kneipenabenden und irgendwann hörte auch das auf. Es hat halt alles seine Zeit. Und so ein Studierendenchor hat eine hohe Fluktuation. Menschen ziehen weg, neue kommen dazu, außerdem gibt es natürlich wie in jeder größeren Clique den einen oder anderen Konflikt aufgrund von geschlossenen und wieder gelösten Beziehungen einzelner… Irgendwann war es einfach nicht mehr das, was es mal war.

Heute aber habe ich mir die alten Noten nochmal vorgeholt. Mir ist nämlich in der letzten Zeit wieder bewusst geworden, wie gut mir dieses gemeinsame Musik machen tut. Und das Singen im Allgemeinen. Gestern und vorgestern war ich lange zu Fuß in der Stadt unterwegs und da ich meine Kopfhörer gerade irgendwie versaubeutelt habe, musste ich mir selbst was vorsingen. Da fallen mir dann oft die alten Chorlieder ein – Bohemian Rhapsody und Don’t Stop Me Now natürlich, aber auch viele andere, die ich nicht wie diese aus dem Stegreif auswendig zusammenbekomme. Deswegen also heute nochmal das Herausholen und Absingen des gesamten Repertoires – der Hase war nicht da und die Katzen sind mittlerweile relativ resistent meinem schiefen Gesang gegenüber. Und wieder einmal merkte ich: Singen ist gesund und wirkt ausgleichend und aufmunternd auf mich. Daher freue ich mich sehr auf die nun folgende Woche, in der ich nicht nur Besuch von meiner Musikstudentinnencousine bekomme, mit der ich bestimmt das eine oder andere Liedchen schmettern werde, sondern auch noch eine lustige Karaoke-Runde angesetzt ist. Denn wie sangen schon die Wise Guys:

Wenn die Luft aus der Lunge Richtung Kehlkopf fließt,
wenn das Stimmbandsystem alles gut verschließt,
wenn die Stimmlippen mitwippen, bis sie richtig schwingen,
bezeichnet man den Vorgang allgemein als ‚Singen‘.
Der Kehlkopf ist dabei der Tongenerator,
die Stimmbänder sind gewissermaßen der Vibrator.
Über sechzig Muskeln geben Gas,
doch das Allerbeste: Singen macht Spaß!

Sing!
Sing mal wieder –
Bach-Choräle, Pop oder Kinderlieder!
Sing (Sing mit)!
Band oder Chor,
oder sing dir in der Dusche selbst was vor.
Sing!
Sing wenn du verlierst!
Singen hilft immer. Aber nur wenn du’s probierst.
Sing (Sing mit)!
Auch wenn du gewinnst,
sing auch dann, wenn alle Leute denken, dass du spinnst.

Wer nicht schön singen kann – na, der singt halt laut,
denn die Hauptsache ist, dass man sich was traut.
Nur mit Scheuklappen rumtappen? Was soll das denn bringen?
Mach‘ dich einfach locker und fang an zu singen!
Wer singt, bei dem kann man ohne Sorge pennen,
weil böse Menschen eben keine guten Lieder kennen.
Das Singen, das öffnet dir Tor und Tür.
Und manche Leute kriegen sogar Geld dafür…

Sing!
Sing mal wieder –
Rock, Punk, Soul oder Weihnachtslieder!
Sing (Sing mit),
Singen ist gesund!
Sperr die Ohren auf und benutz deinen Mund.
Sing!
Sing wenn du gewinnst!
sing, wenn alle Leute denken, dass du spinnst.
Sing (Sing mit)!
Auch wenn du verlierst,
Sing deinen Frust weg, bevor du explodierst.

Sing im Stadion,
sing im Friseursalon,
sing in der Warteschlange,
sing trotz Zahnarztzange!
Sing im Abendrot,
sing auf’m Segelboot,
sing, wenn du spontan verreist,
sing, außer wenn du Dieter Bohlen heißt!
Sing, wenn du bei ’ner Taufe bist,
sing, wenn die Taufe schon gelaufen ist,
sing zur Beförderung,
sing auch bei ’ner Beerdigung!

 

Mobster Dinner: Balls

Relativ regelmäßig treffen wir uns ja an Freitagen mit einer großen Gruppe von Freund*innen zum Mobster Dinner. Der Name hat nichts mit der Mafia zu tun, sondern damit, dass beim allerersten Dinner, das unter dem Motto „Lobster“ stand, scheinbar ziemlich viel gemobbt wurde (ganz liebevoll natürlich). Daraus entstand dann eben der M-obster. Gleich geblieben ist über die Jahre, dass es jeweils ein Motto gibt, das Mobben ist hingegen mal mehr, mal weniger intensiv.

Hätten wir den ersten Teil der Überschrift geklärt. Der zweite betrifft das heutige Motto: Balls. Auch dieses hat eine etymologische Entwicklung durchgemacht, denn ursprünglich ging es dabei mal um Meatballs. Anglophile können sich vielleicht ungefähr vorstellen, auf welchen Umwegen wir von Meatballs im Speziellen zu Balls im Allgemeinen gekommen sind. Einen kulinarischen Grund gibt es aber auch: Vorspeise und Dessert bleiben fleischfrei, aber dennoch kugelig.

Jetzt essen, nicht mehr schreiben!

#12v12 im Februar – Badewanne, Bett, Büro & Burtstag

Es ist der 12. und halb Blogdeutschland dokumentiert seinen Alltag wieder in zwölf Bildern. Meine zwölf findet Ihr hier, die anderen gibt es hier.

 

  1. Die Nacht endet jäh gegen dreiviertel 4. Man könnte Noosa eine Mitschuld geben, da wir diese Nacht ja im Familienbett geschlafen haben und sie mir die ganze Nacht über nicht von der Seite wich (aber durchaus mal meine Seite wechselte – rechts, links, oben, unten, drauf), aber es waren eher körperliche Beschwerden. Die führten dann auch dazu, dass ich nicht wieder einschlafen konnte und gegen 5 aufgab, mir eine große Kanne Tee kochte und mich damit in die Badewanne verzog. Als der Hase aufstand, war die Kanne leer. Ich stieg aus der Wanne aus, machte mir eine zweite Kanne und trank die dann noch gemütlich im Bett.

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2. Mit fast 3 Litern Tee im Bauch konnte ich dann aufstehen und wie gewohnt meinem Tag nachgehen. Zur Sicherheit gabs trotzdem unterwegs und im Büro weiter Tee.

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3. Zum Frühstück im Büro nahm ich mir wie aktuell täglich Obst vom Buffet mit.

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4. Dazu kam ein überraschendes Stück Quarkkuchen, dass ein Kollege mitbrachte. Dabei werteten wir unsere Team-Fotos von vorletzter Woche aus.

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5. Mittags trifft sich die nach Urlaub und Krankheit wieder vollständige Mittagsclique in der sonnendurchfluteten Lounge.

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6. Wegen Anlass hatte ich heute Rotwein dabei. Interessanterweise wurde das von niemandem kommentiert.

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7. Irgendwann am Nachmittag legte sich nachvollziehbarer Weise eine bleierne Müdigkeit über mich. Zum Glück machte ein lieber Kollege eine Runde salziges Popcorn. Damit schaffte ich es bis zum Feierabend.

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8. Auf dem Weg noch schnell Geburtstagsblumen für Mama besorgt.

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9. Die sehen in ihrer neuen Umgebung ganz schön gut aus!

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10. Ich platzte mitten in die Essensvorbereitung für die Feier und wurde direkt mit der Guacamole betraut.

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11. Beim Salat zupfen läuft im Hintergrund Rage Against The Machine – Killing In The Name Of.

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12. Das Buffet ist eröffnet!

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Ein müder Tag und 1000 Fragen

Heute ist ein müder Tag. Ein sehr müder Tag. Obwohl ich um 10 im Bett lag und trotz Tolstoi-Hörbuch (Familienglück) war ich auch um 1 noch wach und wieder wach dann gegen 6. Keine Ahnung wieso, Vollmond war jedenfalls nicht. Allerdings hatte das den Vorteil, dass ich ohne Hetzen schon halb 9 im Büro war und dann ganz easy um 5 Feierabend machen konnte. Auf dem Heimweg habe ich noch schnell zwei Jacken aus der Schneiderei geholt (jetzt habe ich wieder eine heile Winterjacke!). Und dann war ich trotzdem schon deutlich vor 6 zuhause. Da der Hase da noch lange nicht Feierabend machen konnte, fiel mir die Aufgabe zu, Staub zu saugen. Ich hasse es so sehr (80qm, 7 Räume, jede Menge Winkel, Katzenhaare, Katzenstreu, 1000 Sachen auf dem Boden, die zur Seite oder hochgenommen werden müssen…). Eigentlich ist das Staubsaugen zum Glück selbstgewählte Hasenaufgabe, aber was will man machen, wenn die Brotarbeit ruft.

Zur Belohnung gibt es für uns beide dann heute Essen von auswärts, den nächsten Oscar-Film und ganz viel Katzenkuscheln heute Nacht. Normalerweise schlafen die Miezen ja in dem Teil der Wohnung, in dem wir nicht schlafen, aber zu besonderen Anlässen schlagen wir auch mal das „Familienbett“ im Wohnzimmer auf und da dürfen sie dann durchaus mit rein und freuen sich jedes Mal sehr (und ich mich auch). Nimbin schlüpft so gern mit unter die Decke und nichts bringt mich zuverlässiger zum Einschlafen als Noosa, die sich neben mein Gesicht kuschelt und schnurrt wie zehn Sägewerke. Apropos Noosa – heute vor 6 Jahren waren wir in Noosa, sagt Facebook. Neben Nimbin war das für uns einer der schönsten Orte in Australien.

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Ansonsten habe ich heute aber müdigkeitsbedingt nicht viel zu erzählen, deswegen gehts direkt weiter mit den nächsten 10 der 1000 Fragen an mich selbst.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Zuletzt IN einem Buch gelesen habe ich in Matthias Dettmann (Hrsg.): Rostock. Mein Arkadien, heute in der Mittagspause. Das letzte ausgelesene Buch war Anne Stern: Das Glück ist ein flüchtiger Vogel.

 

32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?

a. Aus Faulheit. Ich habe mir zuletzt vor etwa 4 Jahren die Haare schneiden lassen (und auch da nur die Spitzen). One less thing to think about.

b. Weils gut aussieht – wenn die Haare frisch gewaschen und einigermaßen gekämmt sind, kann man die offen tragen und das gefällt nicht nur mir immer sehr gut.

c. Weil die langen Haare alles mögliche kaschieren.

 

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?

In einem ganz wahrhaftigen Sinne sicher nicht, ich könnte schon ohne überleben, wenn ich müsste. Solange ich es aber in der Nähe und unter Strom habe: Ja, sehr.

 

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?

Das schwankt im Laufe eines Monats ganz schön. Grad auf jeden Fall genug.

 

35. In welchen Laden gehst du gern?

In den italienischen Supermarkt an der Greifswalder, in Asiamärkte und andere kulinarische Spezialitätenläden und natürlich in Buchhandlungen. Alles andere hat über die Jahre irgendwie seinen Reiz verloren.

 

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

Auf jeden Fall kein Langweiliges. Außer ich bin irgendwo auf dem Land und es gibt nur Apfelschorle oder KiBa oder so. Ansonsten suche ich mir gerne etwas aus, was ich woanders nicht bekomme – hausgemachte Limonaden oder Eistees, besondere Teesorten oder Säfte… Und in Kneipen natürlich auch gerne mal Craft Beer oder Cocktails. Wein eher zum Essen.  Und generell achte ich auswärts meist darauf, dass ich viel Flüssigkeit für mein Geld bekomme. Kurze sind also eher selten und auch bei Cocktails bevorzuge ich die in den großen Gläsern.

 

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?

Wenn ich mich (körperlich und mit den Menschen um mich herum) wohlfühle, bleibe ich meist bis zum Schluss. Also nein, nicht wirklich.

 

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?

Wenn ich spontan Geld verdienen müsste, vermutlich als Übersetzerin, Texterin, Lektorin. Auch wenn man da viel Akquise betreiben muss, um über die Runden zu kommen. Das kann ich halt am Besten. Ansonsten spielen der Hase und ich ab und zu mal mit Ideen, wie man sich ein Leben in schönen Gegenden finanzieren könnte. Das hat dann meist was mit Gästen, Essen und Lebensgefühl zu tun.

 

39. Willst du immer gewinnen?

Nee, dafür tu ich das zu selten, das wäre ernüchternd. Einen gewissen Ehrgeiz entwickle ich beim Tischtennis oder bei Spielen, die was mit Wissen und/oder Worten zu tun haben. Tabu, Cranium, Cards Against Humanity… Da bin ich vorne mit dabei.

 

40. Gehst du in die Kirche? 

Ich habe mit 22 in Toronto zum ersten Mal eine Kirche während eines Gottesdienstes betreten. Und zwar um mir meine Weltoffenheit zu beweisen und weil ich neugierig war. Seitdem war ich – wenn ich richtig zähle – auf drei Taufen, drei Beerdigungen und zwei Hochzeiten in der Kirche. Und zwei oder dreimal zu Weihnachten mit der Hasenfamilie. Ich denke ich kann reinen Herzens behaupten: Nein.

6 Monate und 1000 Fragen

Auch der heutige Tag war für mich noch sehr Couch-lastig, aber das sind Sonntage ja fast immer – das Krankheitsgefühl von gestern ist jedenfalls schon wieder deutlich weniger geworden.

Highlight des Tages war der Besuch einer lieben Freundin und ihres 6 Monate alten Babys. Es gab ein spätes Mittagessen aus Pasta mit Pilzen und Tomatensauce und später leckeren Kaffee und Kuchen aus dem Stammcafé, was der Hase dankenswerterweise für uns alle holte. Ansonsten wurde viel erzählt und Baby bespaßt. Die Katzen blieben relativ gelassen ob des kleinen Besuchers und auch das Baby selbst ließ sich von ihnen nicht besonders beeindrucken. Ansonsten wurde aber alles mögliche bequietscht, befühlt und besabbert – wie sich das gehört. Bevor das Baby uns zum nächsten Mal besucht, werden wir die Wohnung wohl krabbelsicher machen müssen.

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Auf Twitter machte nochmal ein alter Text von mir zu Bautzen die Runde (inkl. Erfahrungsbericht einer in den 80ern und 90ern vom Rassismus in der Stadt Betroffenen) und meine Tante schickte ein schönes hippieesques (und wohl nicht von mir zu veröffentlichendes) Foto von meinem Onkel, das sie beim Digitalisieren alter Schätze gefunden hatte.

Ansonsten war aber heute wie gesagt nicht viel los, deswegen haue ich mal die nächsten zehn der 1000 Fragen an mich selbst in die Runde.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Bei den allermeisten Leuten nicht besonders, das habe ich mir über die Jahre abtrainiert. Bei einigen wenigen allerdings schon und dann meist sogar besonders doll.

 

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Darüber habe ich noch nie so genau nachgedacht. Der frühe Morgen ist es definitiv nicht. Am Produktivsten bin ich wahrscheinlich am späten Vormittag und frühen Nachmittag (sofern ich nicht zu viel zum Mittag gegessen habe), aber das ist ja nicht die Frage. Abende und Nächte können natürlich auch sehr super sein und mittags gibts meist was Leckeres zu essen (also während der Woche). Es ist schwierig. An freien Tagen sind es glaube ich die Nachmittage, an Arbeitstagen die Abende?

 

23. Kannst du gut kochen?

Kommt immer auf die Vergleichsgruppe an. Ich koche gerne und experimentiere auch gerne und meistens schmeckt es auch ziemlich gut.

 

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?

In jeder Hinsicht der Sommer. Es gab doch mal diese Einteilung in Jahreszeitentypen, was Kleidung angeht, da war ich sehr eindeutig ein Sommertyp. Der Sommer ist aber auch meine absolute Lieblingsjahreszeit (Licht, Wärme, ein langsameres Tempo, reifes aromatisches Obst und Gemüse, lange Abende, Leichtigkeit…) und könnte für mich auch immer ewig dauern. Insofern war der letztes Jahr schon ganz schön gut, auch wenn ich leider viel davon aus Gründen verpasst habe.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?

Ich mache nie nichts. Selbst wenn ich den ganzen Tag nur rumliege konsumiere ich Medien aller Art.

26. Warst du ein glückliches Kind?

Im Großen und Ganzen ja. Ich komme aus einem heilen Elternhaus, bin im Grünen aufgewachsen, meine Bedürfnisse wurden immer befriedigt und ich hatte viel Freiheit in meiner Freizeitgestaltung – egal ob ich jetzt im Wald rumstreunern, lesen oder fernsehen wollte. Nur ein bisschen ab vom Schuss war es, so dass ich sozial oft auf die Fahrdienste meiner Eltern oder eben auf die Kinder in der Umgebung angewiesen war, die dann irgendwann nicht mehr so ganz zu mir passten. In der Schule war ich auch immer eher Außenseiterin, was zu Trotzreaktionen führte, die bis heute anhalten. Etwa, dass ich mich eigentlich nie verstelle, dass ich gerne ganz bewusst etwas anders bin, dass mir egal ist, was Andere über mich denken (s. o.), dass ich mich so manchen Schönheitsidealen und Konventionen verweigere… Und ich habe oft das Gefühl, nicht wirklich dazu zugehören bzw. die Angst, etwas zu verpassen oder ausgeschlossen zu werden. Hat auch nicht nur Vorteile, kann ich Euch sagen. Besser wurde das übrigens so mit 15-16, da habe ich die anderen Außenseiter*innen gefunden, mit denen ich gemeinsam anders sein konnte und mit denen ich auch heute noch größtenteils eng befreundet bin. Im Nachhinein betrachtet also eine ganz schöne Klischeekindheit 😉

 

27. Kaufst du oft Blumen?

Nein. Etwa 2-3 mal im Jahr als Geschenk für jemanden und etwa 2-3 mal im Jahrzehnt für mich selbst, würde ich sagen.

28. Welchen Traum hast du?

Die kommen und gehen. Begraben ist unter anderem der, auf einem Segelschiff zu leben und damit um die Welt zu reisen. Aktuell gibt es ein paar Ansätze für einen Traum, aber keinen konkreten, den ich unbedingt umsetzen möchte.

29. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

Erst etwa 6 Wochen in einer Wohnung hier um die Ecke, dann etwa 19 Jahre in einem Haus in der Nähe von Bautzen, dann etwas über 2 Jahre in einer Wohnung in der KTV in Rostock, etwas über ein Jahr in einer anderen Wohnung in der KTV in Rostock (unterbrochen von knapp 3 Monate in einem Keller-Apartment in Toronto), dann etwas über 2 Jahre in einer Wohnung im Bahnhofsviertel in Rostock, dann etwas über 5 Jahre in einer Wohnung in Mitte und jetzt seit etwas über 5 Jahren in dieser Wohnung im Prenzlauer Berg. Macht inkl. Haus und Keller-Apartment 8.

30. Welches Laster hast du?

Definiere Laster 😉 Am meisten Suchtpotenzial haben in meinem Leben die sozialen Medien und Serien. Außerdem bin ich sehr neugierig. Die Kombination von Neugier und sozialen Medien ist vielleicht tatsächlich ein Laster 😉