Aufgetaucht und in den Spreepark

Heute war ich das erste Mal seit länger Zeit wieder draußen, ohne einen von außen aufoktroyierten Grund. Die letzten 10 Tage haben es nur Arztbesuche und die damit verbundenen Bürokratien vor die Tür locken können. Jetzt geht es wieder einigermaßen, weswegen wir die Chance nutzten und uns auf dem Weihnachtsmarkt im Spreepark umzusehen.

Pünktlich zur Ankunft war mein Handy-Akku alle, so dass ich weder ordnungsgemäß einchecken, noch twittern oder Fotos machen konnte. Macht ja nix, dachte ich mir, dann heute eben ganz oldschool. Dazu passte auch das Ambiente mit den Überresten des Freizeitparks, dem großen still stehenden Riesenrad, der irgendwie alternativen Dekoration aus bunten Regenschirm-Türmen und den spärlich beleuchteten Hütten. Dazu lief angenehm swingige Musik und nicht dieser typische Beschallungsirsinn aus Wham und Aprés Ski-Mucke.
Wir bummelten ein bisschen über den Markt, kauften zwei Geschenke, die aus Gründen anonym bleiben müssen und freuten uns über die Lichter am anderen Spreeufer. Dann kam der Hunger…
Leider war es relativ voll, so dass man an den Fressbuden doch ein Weilchen anstehen musste. Und zwar in unserem Fall direkt hinter einem deutlich angeheiterten Grüppchen. Das machte nicht wirklich Spaß und gerade als wir nach bestimmt 20 Minuten endlich dran waren, waren die Wildschweinburger aus. Das Linsencurry vom Stand gegenüber war auch gerade alle und es wurde auf Pasta umgerüstet. Das fanden wir dann nicht mehr so spannend und so machten wir uns frühzeitig auf den Heimweg. 
Wir liefen um den Park herum und dann immer an der Spree entlang, vorbei an der Insel der Jugend und durch den Treptower Park bis zur S-Bahn, die uns nach Hause brachte. Dort gab es dann weihnachtsmarkttaugliches Abendbrot: Granatapfelpunsch, Maultaschen mit Champignonpfanne und Salat. 

Da fehlt was Süßes, sagt Ihr? Richtig! Deswegen gucken wir jetzt Charlie und die Schokoladenfabrik und futtern und durch die passenden Vorräte.

Gegen das Novembergrau: Thaiwiese im Preußenpark

Mein Besuch auf der Thaiwiese ist zwar schon zwei Wochen her, aber Sonne und Südfrüchte gehen ja immer, besonders im November. 
Ich sah eine spannende Art, eine Mango zu schneiden.
Die Auswahl ist wirklich beeindruckend.

Hätte ich nicht direkt davor gefrühstückt, hätte ich mich dort kugelrund gefuttert.

So hingegen beschränkte ich mich aufs Gucken…

…und ein wenig Dessert. 🙂

Hallo, kennst Du uns?

Ich verbrachte meine Mittagspause heute im Park. Also eigentlich ist das kein Park, mehr so eine Grünfläche mit angeschlossenem Spielplatz und nem Springbrunnen. Aber eben grün und um die Ecke vom Büro.. Ich setzte mich also auf das letzte sonnige Fleckchen und holte mein Buch heraus. Völlig vertieft in meine Lektüre schaute ich kurz aufs Handy und stellte fest, dass es gleich Zeit sein würde, zurückzukehren. Kurz, bevor ich dann wirklich los musste, bauten sich zwei Kinder vor mir auf und schauten mich unverwandt an.

-Hallo, kennst Du uns?
-Öhm… *genauerhinguck* Nee. Wieso sollte ich Euch kennen?
-Weil Du ein Buch liest!
-… (?!?!)
-Na dann bist Du bestimmt öfter hier!
-Ja, bin ich, Ihr auch? Wie heißt Ihr?
-Cecile und Luisa. Und wie heißt Du?
-Das sind aber schöne Namen! Ich bin Susi.
-Und wie alt bist Du?
-Ähm… 31. Und Ihr?
-Ich bin 5 und sie ist 4.
-Ich muss jetzt leider zurück zur Arbeit. Ihr bleibt noch, ja? Was spielt Ihr?
-Prinzessinnenburg! (ab zur begleitenden Horde Erwachsener, die scheinbar mit Boule-Kugeln beschäftigt waren)
-Na dann viel Spaß noch! (ebenfalls ab – schmunzelnd zurück zur Arbeit)
Hmm, irgendwie eine spannende Begegnung. So könnten auch Bücher anfangen, mit leichtem Fantasy-Touch. Irgendwas mit einer magischen Parallelwelt, aus der sie mich kennen könnten. Oder was mit einer verschwundenen Mutter, die sie jetzt suchen wollen. Oder vielleicht einfach was mit einem Generationen übergreifenden Buchclub?

Brückenwoche – Tag 6 (Finale)

Heute war der letzte Tag meiner Brückenwoche – morgen, wenn Ihr alle in einen gemütlichen Sonntag startet, geht für mich die Arbeit wieder los. Natürlich ging die Woche, wie jeder Urlaub, viel zu schnell vorbei. Dann musste eben dieser letzte Tag etwas ganz Besonderes werden.

Das Highlight meines heutigen Tages war der Besuch einer lieben Freundin. Gemeinsam haben wir viel Tee getrunken und dem Stammcafé einen Besuch abgestattet. Danach sind mehr als zwei Stunden lang durch unser Eckchen vom Prenzlauer Berg, durch Weißensee und Pankow spaziert. Natürlich auch einmal um den Weißen See, das gehört ja quasi zum Pflichtprogramm. Zu erzählen gab es genug, so dass wir eigentlich noch gar nicht fertig waren, als sie wieder los musste.

Wieder zuhause habe ich dann sogar noch geschafft, einen Kuchen zu backen – eine Eierschecke mit Äpfeln. Die gab es früher gefühlt fast jeden Sonntag bei uns. Ist sehr lecker geworden, schmeckt aber ein klein wenig mehr wie die Variante von meiner Oma, als die von meiner Mama – nicht schlimm, denn letztere wird es ja sicherlich noch öfter geben (auch wenn Mama inzwischen experimentierfreudiger geworden ist (mit einem schmunzelndem Winken nach Nova Scotia!).

Etwas ärgerlich finde ich hingegen, dass ich sehr viele Sachen, die ich mir für diese Woche vorgenommen habe, nicht geschafft habe. Die Zeit flog einfach nur so dahin. Gut ist hingegen, dass ich eine Menge tolle Sachen gemacht habe, Zeit mit Freunden verbracht habe, eine dicke Brise Kultur und Berliner Leben inhaliert habe und nur sehr selten an die Arbeit gedacht habe – good times were had by all. Langweilig geworden ist mir definitiv kein bisschen und würde es vermutlich auch mehrere weitere Wochen lang nicht. Jetzt muss ich es nur irgendwie hinkriegen, all die vor mir hergeschobenen Dinge auch während ganz normaler Arbeitswochen zu erledigen. Man drücke mir beide Daumen – ansonsten starte ich eben um Weihnachten herum einen neuen Versuch.

Brückenwoche – Tag 5

Die Zeit fliegt mal wieder vorbei, heute ist schon der fünfte Tag vorbei und von all den Dingen, die ich schaffen wollte, habe ich doch reichlich wenig abhaken können. Nur im Freizeitbereich lief es sehr gut. 😉

Der heutige Tag begann mit Frühstücksbesuch, frisch aus New York eingeflogen. Danach folgte eine sehr lange Couch-Session mit dem Schauen der neuen Folgen von Scandal (wird dann jetzt auch mal vorhersehbar) und Parenthood (schade, dass es bald vorbei ist), außerdem Sex Tape (nette Unterhaltung und erfreulich unverkrampfter Umgang mit Sex und dem Internet) und Can A Song Save Your Life (auch nett, fehlt noch etwas Edge), sowie die zwei letzten Folgen von Modern Family (immernoch ganz witzig, vielleicht die ausgelassenen Staffeln doch noch gucken…)
Dann war auch schon die Zeit heran, um mich mit der besten Freundin erst auf ein Getränk und dann zum Videoschnipselvortrag in die Volksbüjne zu begeben. (Drittes Mal Volksbühne diese Woche!)
Die Highlights heute:
-„10 Deutsche sind dümmer als 5 Deutsche.“- Heiner Müller
-Die Pittiplatschifizierung der Nazis
-„1970 liefen so viele Nazis rum wie heute Ostler.“
-Fakt: In dem Dreivierteljahr nach der Wiedervereinigung starben mehr Menschen auf ostdeutschen Autobahnen als 40 Jahre an der Mauer.
Zuletzt noch einen Kulturhinweis: Seit heute bloggt eine liebe Freundin unter Schwanger Schmarotzen in Schöneberg. Bitte lest zahlreich!

Brückenwoche – Tag 4

Der heutige Tag stand mal ganz im Zeichen von Erholung – man könnte auch sagen, ich hab nix geschafft. Also nix Produktives. Zumindest nichts Greifbares. Im Haushalt oder so. Dafür habe ich:

-Nach dem Frühstück nochmal ein Stündchen geschlafen
-Mit den Katzen gekuschelt und die Einleitung und das erste Kapitel von Das neue Spiel gelesen
-Gut die Hälfte des gestern bei der Lesung gekauften Weil ein #Aufschrei nicht reicht gelesen
-Mit Freunden und ihrem zweieinhalb Monate alten Baby die Hasenheide unsicher gemacht, Kuchen gegessen, Kamele und Esel bestaunt und ein Eichhörnchen beobachtet
-Mit dem Mann auf dem Stadt Land Food polnische Piroggen sowie sizilianische Panelle, Crostini, Cannoli und Arancini gegessen

Eigentlich wollte ich ja auch zum Kieser gehen, aber irgendwie war ich in der ersten Tageshälfte so platt, dass ich mich nicht aufraffen konnte. Zudem war ich auch quasi auf dem Sprung nach Kreuzkölln und wartete nur auf den Startschuss. Hoffentlich dann aber morgen!

Brückenwoche – Tag 3

Heute kann ich nur den Beginn des Tages in Stichpunkten abhandeln, für den Rest muss ich wohl weiter ausholen… Aber here goes: Die aktuellen Folgen von Madam Secretary, New Girl und Big Bang Theory gesehen und währenddessen Wäsche gewaschen. Die neue Folge Picknick am Wegesrand gehört und dabei Wäsche aufgehängt und den Kühlschrank entmöhlt – man mag sich nicht vorstellen, was ich alles weggeschmissen habe und in welchem Zustand diese Dinge waren.

Die zweite Tageshälfte war dann wesentlich sozialer. Den Nachmittag verbrachte ich mit meiner besten Freundin und ihrem 9 Monate alten Baby (im Folgenden: Der Fratz). Der Fratz ist das, was einem Patenkind bei mir am ehesten käme. Und wenn die Dinge so weiter laufen, werde ich wohl auch anderweitig nicht mehr Tante werden. Daher finde ich es toll, dass der Fratz mich immer bis über beide Ohren angrinst, wenn er mich sieht und sich sichtlich über meine Anwesenheit freut.
Wir haben zusammen einen Kinderwagen-Ausflug durch Friedrichshain und Kreuzberg gemacht, wir Großen haben ein riesiges Eis gegessen, wir waren auf zwei Spielplätzen und ich habe mit dem Fratz geschaukelt und im Matsch gespielt. Außerdem krabbelte und brabbelte er vor sich hin und wollte ungefähr 100 mal „Wo ist das Baby?“ „DA is das Baby!“ spielen. Es war großartig. Und ein gutes Workout war’s obendrein.
Abends ging es dann zur Buchvorstellung im Grünen Salon. Meine halbe Twitter-Timeline war da, aber natürlich traute ich mich wieder nicht, jemanden anzusprechen. Zum Glück habe ich aber inzwischen einen guten Wingman, der mich Menschen vorstellt und so konnte ich doch mit einigen neuen Leuten ins Gespräch kommen,  wurde kurzzeitig für eine erfolgreiche Bloggerin gehalten und konnte mein Ego damit streicheln, dass zumindest mein Twitter-Name samt Profilbild inzwischen einigen ein Begriff ist. Vielleicht liest und kommentiert auch bald mal jemand mein Blog 😉
Alles in allem ein sehr großartiger Tag, danke an Alle, die dazu beigetragen haben!

Brunch, Baby, Berlin

Heute war ein Tag mit drei großen B’s – lauter kleine Begebenheiten, die diesen Donnerstag besonders machten.

Brunch
Es war wieder einmal Zeit für unser Redaktionsbrunch. Mein Beitrag dazu war eine spontane Eingebung gestern Abend: Sultans Freude andersherum/revisited/inside out/in reverse. Wer’s nicht kennt, Sultans Freude ist ein gar köstlicher Frischkäse-Aufstrich, den man zumeist im Bioladen kaufen kann. Er enthält orientalische Gewürze und Datteln. Ich kaufte also Datteln und Ziegenfrischkäse und baute das Ganze dann zuhause einfach aus der Erinnerung nach – mit Olivenöl, Curry-Pulver und je einer Extraportion Cumin, Curcuma und Zimt. Dazu noch ein paar schwarze Sesamkörner und fertig war die Creme, die sehr originalgetreu schmeckte. Damit wurden dann die Datteln gefüllt, was eine ziemliche Futzelarbeit ist. Effekt und Geschmack lohnen den Aufwand aber!
Baby

Ein Ex berichtete mir heute von seinem Baby, das vor vier Wochen geboren wurde. Wer mein Blog zwischen 2006 und 2008 las, wird sich an ihn erinnern. (Gleiche URL, aber die Beiträge sind leider verlorengegangen…) Das Baby trägt einen Zweitnamen, der ihm schon damals viel bedeutete und auf dem Foto auch seinen Seitenscheitel. Wie Arsch auf Eimer sozusagen. War ein schönes Gespräch und da ich nächste Woche in der Gegend bin, treffen wir uns vielleicht nach über fünf Jahren mal wieder (das zweite Mal seit der Trennung). Bin gespannt – es ist so viel passiert seitdem.
Berlin
In der Bahn saß mir heut ein fremder älterer Herr schräg gegenüber und sprach mich an, obwohl ich in mein Buch vertieft war. „Entschuldigen Sie, darf ich Sie etwas fragen? Was ist für Sie das Schönste an Berlin?“
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(Das musste ich jetzt mal wirken lassen.)
Nach kurzem Nachdenken antwortete ich: „Dass es hier alles gibt.“ Aus Angst, er könne mich nicht richtig verstehen, fügte ich noch hinzu: „Außer dem Meer ist einfach alles da, was man so braucht.“ Besser. Und zutreffend. Was das nun genau heißt, darf er und dürft Ihr Euch nun selbst überlegen.

Gute Dinge diese Woche

Nur kurz, ich muss gleich schlafen gehen, ein paar Highlights dieser Woche:

-RL und Netzleben in einer Kneipe zusammengebracht und dabei einen sehr tollen Abend gehabt 
-Die ersten zwei Einheiten beim Kieser-Training absolviert
-Eine Runde beim Kneipenquiz gewonnen
-Freunde nach langer Zeit wiedergetroffen
-Ein zwei Wochen altes Baby kennengelernt
-Auf meiner mentalen Berlin-Karte wieder ein paar Gebiete miteinander vernetzt (aka 14 km durch Kreuzberg, Neukölln und Friedrichshain gelaufen)
-Einen netten Co-Workingspace mit Grill in der Dusche und Skateramp „aus Bock und Holz“ besucht
-Bingewatching von The Carrie Diaries (16 Folgen seit gestern Abend)
-Familienabend mit Bruder und Schwägerin
-Jede Menge Balkontomaten
-Chia-Seeds ausprobiert und fast jeden Tag gegessen
-Pasteis del Nata, Matcha-Eistee, Mandarinenlimo 
-Marina Weisbands „Wir nennen es Politik“ ausgelesen 
-Ganz viel Getwitter

Previously in dieser Woche

Die App sagt, ich bin diese Woche mehr als 40 km gegangen. Augmented Reality sei Dank. Das Ingress-Spielen macht, dass ich meine Vorsätze vom Anfang des Jahres wieder aufnehme: Jeden Tag spazieren gehen, in der Mittagspause herumlaufen, ergo Mitgebrachtes während der Arbeit essen, ergo kochen. Und da sage noch einer, Smartphones und Spiele wären ungesund. Mal gucken, wann die Portale ihren Reiz verlieren…

Räucherfisch vom Ostseewochenende mit Kartoffel-Rote Bete-Salat

Ofengemüse mit Basilikum, Minze und Petersilie

Linsen-Möhren-Pilz-Kokos-Eintopf

Außerdem endlich beim Streetfood Thursday gewesen. Zu viele Menschen an diesem Regentag, aber gutes Essen. Besser wäre: Kleinere Portionen und kleinere Preise für mehr Auswahl. Ich hatte:

Nigerianisches: Kokosreis, Bohnen, Kochbananen und Melonenkernsauce

Belgisches: Brüsseler Waffel mit heißen Kirschen und Sahne

Berlinisches: Gurken-Zitronen-Eis
Und noch so: Auf dem Balkon gibt es jetzt Tomaten, Gurke und Paprika. Biokiste und Besuch des Mannes beim Elterngarten Sorgen für einen vollen Kühlschrank. Es kann also so weitergehen…
Ansonsten gab es noch die Bowie-Ausstellung mit den entsprechenden anzunehmenden Ohrwürmern. Kann ich sehr empfehlen und man kann auch ohne Schwierigkeiten alleine hingehen – man bekommt von seinen Mitmenschen sowieso nichts mehr mit, sobald man erst einmal drin ist. Und: Zeit lassen, es war dann viel zu schnell vorbei, weil ich mich so beeilt habe. Dachte die anderen sind alle vor mir, am Ende war ich als erste draußen…
Und: Katzen natürlich.

Baywatch-Nimbin

Noosa und ich haben gestern 30 Rock zuende gesehen. Nächste Projekte: Parks and Recreation und Father Ted (letzteres zur Urlaubsvorbereitung – noch 26 Tage bis Irland.