Möhrensuppe Carribean Style

Heute Abend bin ich allein zuhause und habe mir aus den Vorräten mal eben ein Süppchen zusammengerührt – frei Schnauze, so dass ich Euch nur die Zutaten, nicht aber die Mengen nennen kann. Die Suppe ist unglaublich lecker, sieht farblich aber wenig spektakulär aus (aufgrund der Kombination von lila und gelben Möhren wird das irgendwie… bräunlich), deswegen gibt’s auch keine Fotos. Here goes:

1. Möhren, Äpfel, Knoblauch und Ingwer schälen und in Stücke schneiden
2. In einem Topf Palmöl schmelzen und die Zutaten darin anschwitzen
3. Palmzucker dazu und alles etwas karamellisieren lassen
4. Mit Wasser ablöschen bis alles bedeckt ist
5. Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und in meinem Fall schnödes Currypulver dazu (bei mehr Zeit und Ambition kann man das natürlich auch selber mischen)
6. Köcheln lassen, bis alles weich ist und dann pürieren
7. Den Saft einer halben Limette zugeben und noch einmal aufkochen lassen
8. Nach Belieben Kokosmilch dazugeben, bis Konsistenz und Schärfegrad passen
Komplett vegan, schnell und schön exotisch. Macht satt, warm und zufrieden!

Bist Du auch so ne Marusha-Vegetarierin?

Das wurde ich gestern bei meinem ersten Ironblogger-Treffen gefragt. Marusha hatte sich ja vor einiger Zeit in einem Interview mit der „Welt“ (vgl. http://saschalobo.com/2013/06/17/marusha-merkel-und-das-deutsche-problem/) mal dahingehend geäußert, sie ernähre sich halb vegetarisch, halb vegan, würde aber auch ab und an mal ein Stück Bio-Huhn essen. Nun ist das von ihr etwas unglücklich formuliert, aber tatsächlich ist die Gemengelage, die sie da zu beschreiben versucht, gar nicht ganz so weit von meiner Ernährungsweise entfernt. Da ich gerade zweieinhalb Stunden in einem WLAN-fähigen Zug sitze, auf dem Weg zu einem Wochenende mit zwei meiner ersten Vegetarierinnen im direkten Umfeld, mache ich mir jetzt also mal öffentlich Gedanken zu diesem Thema.


Alleine der Umstand, dass eine dieser beiden Freundinnen inzwischen ab und an Fleisch und Wurst ist und sich zwischenzeitlich bereits als „Puddingvegetarierin“ oder „Bratwurstvegetarierin“ bezeichnet, während die andere sich im Prinzip vegan ermähren könnte, wenn es einen kulinarisch gleichwertigen Ersatz für all die Käsespezialitäten dieser Welt gibt, zeigt: Es gibt nicht nur einen Vegetarismus. Ebenso ist es mit überzeugten Veganern in Lederschuhen… Alles hat seine Abstufungen, die V-Wörter sind erst einmal nur ein Label zur Vereinfachung und Schubladisierung. Dann gibt es ja noch Frutarier, Pescetarier, Ovo-Lacto-Vegetarier und die berühmt-berüchtigten Veganer Stufe 5 von den Simpsons („Ich esse nichts, was einen Schatten wirft.“). Ich fühle mich keiner dieser Schubladen zugehörig, obwohl ich für alle (bis auf Stufe 5) gewisse Sympathien hege und die betreffenden Menschen zum Beispiel bei einer Menü- oder Büffet-Planung in jedem Fall berücksichtigen würde.

Ab und zu einmal bezeichne ich mich selbst als Vegetarierin, einfach, weil es vieles leichter macht. Ich muss ja nicht jedes Mal einen Blogartikel herunterbeten, wenn es darum geht, was gegessen werden soll. Vor allem geschieht das: im ländlichen Umfeld, fernab von vegetarischen und/oder Bio-Restaurants, bei Familienfeiern und auf Grillparties. Überall dort also, wo ich davon ausgehen kann, dass das eventuell enthaltene Fleisch aus der Massentierhaltung kommt und ich ein Totschlag-Argument benötige, um nicht zuzugreifen und gleichzeitig keine Diskussionen vom Zaun zu brechen. Aber wie esse ich denn nun eigentlich wirklich?

Ich bin auf dem Land aufgewachsen, es gab einen großen Garten, der Vater meiner Mutter war Vegetarier und so gab es in meinem Umfeld von Klein auf eine große Wertschätzung für Obst und Gemüse. Es gab auch regelmäßig Fleisch und Wurst, aber ich habe davon meistens viel weniger gegessen, als von den Beilagen. Die erste Vegetarierin in meinem Umfeld (mein Opa war schon lange tot) war meine Cousine. Ich litt immer ein wenig still mit, wenn meine Oma ihr vom Fleischer immer extra Gemüsesülze mitbrachte. Von ihr kamen erste Impulse, darüber nachzudenken, ob man Tiere essen sollte. (Die nächsten waren wohl Die Ärzte mit „Ich ess Blumen“ sowie die beiden oben genannten Freundinnen, dann so in der Pubertät.) 

Über Jahre blieb ich eher Sympathisantin und aß mein Fleisch weiter. Doch die Zweifel wuchsen mit jedem Lebensmittelskandal und jedem Bericht über Massentierhaltung. In einem Urlaub mit einer der beiden Mädels regte ich an, um das Kochen zu vereinfachen, dass wir einfach alle zwei Wochen lang vegetarisch leben sollten. Das stellte keine große Herausforderung dar, bis wir nach den zwei Wochen bei McDonald’s „fastenbrachen“ und danach alle böses Bauchgrimmen hatten. Das nächste vegetarische Experiment folgte ein paar Jahre später, aus Bewunderung für einen vegetarisch lebenden Freund und um es mal für länger auszuprobieren. Nach sechs Wochen hatte ich das erste Mal Lust auf Fleisch und erklärte das Experiment für beendet. Seit diesem Mal habe ich aber dann wirklich sehr viel weniger und unregelmäßiger Fleisch gegessen, mal mehrere Tage hintereinander, mal über Wochen unbewusst gar nicht.

Zunehmend las ich über die ökologischen und ökonomischen Aspekte des Fleischkonsums und fand alles immer falscher und unsinniger. Dann las ein Teil meines Freundeskreises „Eating Animals“ von Jonathan Safran Foer und hörte von heute auf morgen auf, Fleisch zu essen. Sie warnten mich davor, das Buch zu lesen, aber ich dachte mir: „Gut, jetzt hast Du eine Wunderwaffe in der Hinterhand, wenn Du es wirklich durchziehen willst.“ Ich kaufte das Buch und dann lag es ersteinmal eine Weile herum, bis ich mich bereit dafür fühlte, mein Leben zu ändern. Ich kann Euch sagen: Das Buch wirkt. Danach hatte ich erstmal eine ganze Weile gar keine Lust mehr auf Fleisch.

Inzwischen ist es so, dass ich komplett vegetarisch einkaufe und koche. Sind Eier und Milchprodukte dabei, dann sind diese Bio (bis auf Käse manchmal, aber seit ich die Alnatura-Käsetheke entdeckt habe, gilt das jetzt auch nur noch für Büffelmozzarella und ein paar wenige Spezialitäten, die es wirklich nur ganz selten gibt… Morbier zum Beispiel). Wenn ich woanders esse, kommt es durchaus vor, dass ich mal Fleisch oder Wurst esse. Und zwar aus diesen Gründen:


1. Es handelt sich um Wild- oder Biofleisch und wurde mit viel Mühe von Freunden oder Verwandten zubereitet

Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen das Essen von Tieren, sondern vor allem gegen die industrielle „Fleischproduktion“. Ich versuche nach der Maxime zu essen: „Nichts aus dem KZ“. Da ich aber zum Beispiel Kaninchenfleisch nicht mag, Wild und Fisch nur in Ausnahmefällen lecker finde und von den üblichen „Nutztier“-Fleischsorten in zunehmendem Maße enttäuscht bin und nicht finde, dass sie diesen „Bruch“ Wert sind, spiele ich in solchen Fällen auch oft die Vegetarier-Karte oder koste einfach nur und gebe den Rest dann weiter.

2. Es handelt sich um Delikatessen, kulinarisch-kulturelle Errungenschaften der Menschheit, die meine Wertschätzung verdient haben

Ich konnte nicht nach Italien fahren, ohne dort Parmaschinken und Salami zu essen. Italien ist für mich immer hauptsächlich Genuss, ich bin eben ein Foodie. Weitere Beispiele waren die Gravy auf der Poutine während der Fährüberfahrt über den St.-Lorenz-Strom, die hausgemachte Wurst in einem Frühstückslokal letztes Wochenende in Toronto, die Thüringer Rostbratwurst bei Verwandten, der Känguruhburger (immerhin Wild!) oder das Steak in Australiens Rinderhauptstadt Rockhampton im Februar. Gemeinhin tritt Fall 2 hauptsächlich auf Reisen in Kraft.
3. Ich habe einfach mal Lust auf Fleisch
Das ist ein sehr seltener Fall. Passiert hauptsächlich mit Burgern, Bacon oder Steak. Ich gebe mir große Mühe, dann wenn möglich in Bioläden zu gehen. Meistens reicht mir auch ein Biss vom Essen des Mannes, bevor ich mich wieder meinem Tofu- oder Seitan-Gericht zuwende. Ein vegetarischer Chili-Cheese-Bacon-Burger oder die Currywurst im Yellow Sunshine sind für mich übrigens ein absolut adäquater Ersatz und müssen dann eben auch ab und zu herhalten, um die Lust zu überlisten.


4. Es gibt nichts Vegetarisches

Das trifft hauptsächlich bei Familienfeiern zu. Nicht bei meiner eigenen Familie, hier ist man gut gerüstet und in meiner Generationen sind die „Vegetarier“ in der Überzahl. Bei der erweiterten Familie des Mannes (ländlicher Raum) kann es dann aber doch mal vorkommen, dass außer Brot und grünem Salat nix zu holen ist. Da sehe ich dann manchmal über Speckwürfel im Kartoffelsalat oder Wurstscheiben im Nudelsalat hinweg, damit ich überhaupt satt werde.

5. Gummibärchen

’nuff said.


Alles in allem ist mein Fleischkonsums extrem überschaubar. Ich bin nicht konsequent im Nicht-Essen, aber werde in meinem Umfeld ohne Weiteres als Vegetarierin aufgenommen. Das heißt auch: Ich trage einen sehr geringen Teil zu dem ganzen Fleischkonsums-Problem bei. Verbessern lässt sich meine Bilanz noch dadurch, dass ich bei Essensbildern von Selbstgekochtem gerne den Hinweis „vegetarisch“/“vegan“ hinzusetze, um den „Normalfleischessern“ zu zeigen, wie lecker und vielseitig eine fleischarme Mahlzeit sein kann. Zudem dokumentiere ich meine Fleisch-Ausnahmen nur selten fotografisch im Netz. Eine Mischung aus Strategie und Selbstschutz…

Ich missioniere auch ganz gerne mal, werde aber niemandem das Fleisch Essen ganz ausreden. Wie meine Mutter nicht müde wird zu betonen: Die Inuit müssen jagen und Fleisch essen, um zu überleben, weil alles andere schwer zu beschaffen, für sie kaum erschwinglich und für das raue Klima nicht ausreichend ist. Da gehe ich mit. Im Umkehrschluss meine ich aber: Wer in unseren Breiten lebt, sich eine ausgewogene vegetarische Ernährung (die viel günstiger ist als man glaubt) leisten und organisieren kann und dessen Wohl und Wehe nicht davon abhängt, regelmäßig ein Stück totes Tier auf dem Teller liegen zu haben, die oder der hat keine Ausrede, seinen Fleischkonsum nicht einzuschränken, nicht auf Biofleisch umzusteigen, oder gar ganz mit dem Fleisch essen aufzuhören.

Mir fällt das Nicht-Fleisch-essen sehr leicht, ich kaufe inzwischen fast nur noch Bio-Lebensmittel und ich koche sehr gerne und interessiere mich für mein Essen so sehr, dass ich gerne meinen Beitrag dazu leiste, ein Gegengewicht zu den Leuten zu sein, die nicht so informiert/gut situiert/kochbeflissen/mildklimalebend oder Fleisch-underwhelmed wie ich sind.

Tagebuch-5 im September

Der Wecker klingelt diese Woche zum ersten Mal zu seiner Standardzeit um 8:30. Endlich ein Tag ohne Spätschicht oder frühmorgendliche Termine. Ich kann also ganz entspannt auf dem iPhone meine E-Mails, Facebook, Twitter, Instagram und Feedly checken. Wenn man das so fleißig und regelmäßig tut wie ich, reicht.die halbe Stunde, die ich brauche um voll funktionsfähig zu sein, dafür genau aus.

Da wir übermorgen in den Urlaub fliegen, packe ich heute die Kuchenreste vom 60. des Papas des Mannes als Frühstück fürs Büro ein und füllle eine Schüssel mit den übrig gebliebenen Äpfeln und Pflaumen vom letzten Beutezug auf dem Land, um sie den Kollegen überzuhelfen. Auf dem Weg ins Büro dann ein Anruf meiner Ärztin, die mich schnellstens in ihre Praxis beordert, um mir ein Antibiotikum in die Hand zu drücken. Der Blasen-„Dauerbrenner“ (pun intended) mal wieder…
Liegt zum Glück auf dem Weg ins Büro, so dass ich nur 20 Minuten zu spät und ein wenig abgehetzt ins Büro komme. Was bleibt, ist die Frage, ob ich bei der regelmäßigen Einnahme ein bisschen schummeln darf. Heißt dann dank Zeitverschiebung ab Sonntag nämlich 5 Uhr morgens Tablette einwerfen. Aber vielleicht klappt das ja mit dem Jetlag dann sowieso…
Zum Mittagessen traf ich mich zum ersten Mal mit meiner Mentorin. Bei uns in der Firma gibt es ein Mentoring-Programm von Frauen in Führungspositionen für Frauen in Nicht-Führungspositionen. Wir kannten uns bereits vom Sehen und unterhalten uns bei Pasta und Wareniki über unseren bisherigen Lebensweg, unsere Arbeit und darüber, was uns im Programm die nächsten sechs Monate lang erwartet. Am Ende bekam ich die Hausaufgabe gestellt, mir darüber Gedanken zu machen, wo ich mich in zehn Jahren sehe. Neben regelmäßigen Seminaren treffen wir uns jetzt alle zwei Wochen zum Mittagessen – natürlich erst wieder nach meinem Urlaub.
Einen großen Teil des Nachmittags verbrachte ich damit mein Postfach aufzuräumen und Mails zu löschen. Während ich weg bin, ziehen nämlich unsere Mails um, das muss ich also bis morgen Abend noch fertig bekommen.
Nach der Arbeit schaute ich kurz in der Wohnung meiner Eltern vorbei, um noch etwas abzuholen, dass ich ihnen nach Kanada mitbringen soll und einen Plausch mit meiner Cousine zu halten, die dort derzeit logiert.
Zuhause kochten wir uns dann ein Mangold-Graupen-Risotto mit getrockneten Tomaten vom Chefkoch und planten weiter freudig den Urlaub.
C’ést tous!

Tagebuch-5 im August

Krass, schon wieder ein 5. und Zeit für’s Tagebuchbloggen. Die Zeit fliegt, aber nicht so sehr, wie einige meinen. Es ist Anfang August und einige Miesepeter erzählen schon was von Herbst. Aber ohne mich! Hier ist erstmal Sommerbefehl bis zu meinem Urlaub, der startet im September. Wenn ich dann wiederkomme, dann können wir nochmal drüber reden.

Aber ich verhaspele mich, es soll ja hier um meinen Tag heute gehen.

Angefangen hat er um 8, unsinnigerweise wache ich im Moment meistens genau dann auf, obwohl mein Wecker mir noch eine halbe Stunde Zeit lassen würde. So konnte ich aber heute morgen wenigstens noch ein wenig Hausarbeit erledigen und trotzdem ungehetzt im Büro erscheinen. Dort erwartete mich ein Stück selbstgebackener Karottenkuchen von meiner Kollegin. Ein unerwartet guter Start in die Woche also…

Den ersten Teil der Mittagspause verbrachte ich in der Wohnung meiner Eltern, für die ich gerade den Briefkasten leere und die Blumen gieße. Außerdem wartete ein Handwerker auf Einlass. Er fragte zwar noch, wann meine Eltern denn wieder da seien, aber meine Antwort „November, glaube ich.“ hat ihn dann doch etwas erstaunt. War aber zum Glück schnell gemacht, auch wenn ich mit seinem Dialekt (Vogtland, Thüringen? Irgendwie so…) arge Probleme hatte. Wir konnten uns dann aber verständigen.

Teil Zwei fand dann beim Koreaner statt, mit zwei Kollegen. Zusätzlich zu unserem gewählten Gericht bekamen wir alle noch eine Misosuppe, eine fleischige Vorspeise, eine Nachspeise und einen Kaffee angeboten bzw. hingestellt. Für 5,00 € (Mittagstisch) oder 6,50 € (A la carte) mehr als fair, auch wenn uns weder die Vor- noch die Nachspeise geschmeckt haben. Merkwürdiger Laden… Aber die Hauptgerichte und die Misosuppe sind gut. Auf dem Rückweg gabs dann noch ein Eis (Mango/After Eight) und dann gings zurück auf Arbeit.

Während all dem befand sich der Mann übrigens auf der Rückfahrt vom Festival und gab zwischendurch Wasserstandsmeldungen ab – gegen Ende wurden sie immer ungehaltener, weil er mitten in die Berliner Rush Hour hereinkam… Das gab mir dann jedoch Zeit, nach der Arbeit noch schnell einzukaufen und eine Art Blätterteig-Pizza mit Tomaten, Birnen, Rosmarin und Ziegenfrischkäse in den Ofen zu stecken… Gutes Essen macht ja grummelige Männer meistens wieder locker. Wenn mein Plan aufgeht, steht uns noch ein gemütlicher Sommerabend bevor… 🙂

Gefüllte Zucchini mit Tomaten-Couscous

Ich hatte hier bereits versprochen, noch von unserem Sonntagabend-Mahl zu berichten. Am Freitag gab es auf dem Markt kleine runde Zucchini und weil ich die bisher immer nur aus diversen Kochblogs kannte, habe ich gleich den gesamten Vorrat aufgekauft, um endlich einmal gefüllte Zucchini machen zu können, bei denen auch richtig was reinpasst – geht mit den länglichen natürlich auch, aber das find ich dann optisch nicht so den Bringer.
Als wir Sonntag dann aus Bullerbü-Süd zurückkamen, machten wir uns gleich daran, die kleinen Biester auszuhöhlen.

Als Füllung gab es zerkrümelten Schafskäse (Feta-Style, ebenfalls vom Markt), den wir mit Knoblauch und frischem Rosmarin vermengten. Deckel druff, etwas Öl drüber und ab in den Ofen – und zwar genau so lange, wie ich brauchte, um mir in der Badewanne den Bullerbü-Dreck abzuwaschen.

Während ich so vor mich hin plantschte, kümmerte sich der Mann um die Beilage und briet die Zucchini-Innenleben in der Pfanne an, löschte mit Konserven-Tomaten (stückig, ausm Tetrapak, und zwar die guten aus Bella Italia) ab und würzte ordentlich, inklusive Basilikum. Dann kam der vorbereitete Couscous dazu und am Ende hatten wir also diese Leckerei auf dem Teller – Mann und Gast waren begeistert, ich war zumindest sehr zufrieden.

Ich hoffe wir können noch öfter runde Zucchini ergattern – im Zweifel beim türkischen Gemüsehändler, aber den gibt es hier in der Nähe nicht wirklich – und dann probieren wir einfach noch ganz viele andere Füllungen aus.
PS: 
Was man nicht tun sollte: Die übriggebliebenen Zucchini bis zum späten Abend im auf vollen Touren laufenden Ofen lassen. Woher ich das weiß? Sprechen wir nicht darüber…

Mango-Speicher

Ich missbrauche mein Blog mal eben kurz als Speicherort für zwei Mango-Rezepte, die mir soeben untergekommen sind – nicht die komfortabelste Methode, Notizen zu machen, aber so bin ich wirklich sicher, dass ich mich hundertprozentig auch in ein paar Tagen dran erinnere, dass ich diese unbedingt ausprobieren muss:

Notiz an mich selbst: Popsicle-Formen besorgen. Wollte fiann mir nicht noch welche schicken? *nudgenudge*

Tagebuch-5 im Juli

Der Wecker klingelt heute eine Stunde früher, damit ich eine Stunde früher arbeiten, nach Hause gehen und losfahren kann. In die mecklenburgische Provinz nämlich, um dort mit meinem Zwillings-Cousin, seinem besten Freund, der unser Alter teilt, sowie Freunden und Familie seinen 30. Geburtstag zu feiern. Angekündigt sind viel Natur, Zelten, Musik, Grillen, Angeln, Draußensein. Genau das Richtige für ein Sommerwochenende, bei dem endlich mal kein Regen angekündigt ist also.

Zum Frühstück im Büro gibt es ob der Frühe der Situation ausnahmsweise mal Kaffee – bzw. Eine Tasse mit 1/3 Kaffee und 2/3 kalter Milch. So richtig Kaffee mag ich ja nur als Espresso und bei der Hitze hier im Offixe heute morgen ist so ein Eiskaffee genau richtig. Dazu Apfel, Birne und Pfirsich aus der Biokiste.
Im Gegensatz zu den stressigen letzten Wochen ist es im Büro heute endlich mal eher ruhig. Sehr angenehm als Einstieg ins Wochenende und man kann endlich mal wieder in Ruhe Dinge mit den Kollegen besprechen a.k.a. rumblödeln und Strukturen anpassen. Nebenbei habe ich mich noch schnell bei Iron Blogger Berlin angemeldet – den Druck erhöht, sozusagen.

Zum Mittagessen gehen der Mann und ich auf den Markt und holen schnell noch etwas Gemüse, Taboulé und  Schafskäse und dann machen wir uns einen Monstersalat, den wir nicht einmal zu zweit komplett schaffen. Zudem hatten wir noch eine tolle Idee für unser Sonntag-Abend-Essen, das ich hoffentlich dann auch schaffen werde, zu verbloggen.

Nach der Arbeit schnell nach Hause und Sachen gepackt – ich verabschiede mich ins Wochenende…

All you can eat im Sen Restaurant im Viethaus

In unregelmäßigen Abständen besuchen der Herr Sehnenreizung und ich in der Mittagspause dieses Restaurant und schlagen uns beim All you can eat (für Insider kurz AYCE) die Bäuche voll. Früher taten wir das jeden Donnerstag, jetzt nur noch ab und zu – 9,90 € inkl. Softdrink ist ja auch Geld und so variabel ist das Angebot nun auch nicht. 
Aber lecker ist es eigentlich immer. Als jemand, die höchstens mal Biofleisch oder Wild isst, kann man manchmal auch Pech haben und nur wenige der Gerichte essen können, heute war die Auswahl aber recht ordentlich, so dass mein Teller drei mal voll an den Tisch zurückkehrte – den Nachtisch natürlich nicht mitgerechnet…
Als Vorspeise Sommerrollen mit Tofu, vegetarische Frühlingsrollen und der umwerfende Mangosalat (Teller 2.0, daher schon etwas weniger voll)
Als Hauptgang gedünsteter Pak Choi, Gemüsereis mit Ei und Tofu, gedünsteter Tofu in scharfer Sauce, Broccoli und Blumenkohl.
Zum Nachtisch Melone, Mango, Litschi, Ananas und Karamellpudding,
Durch die Lage im Viethaus teilt man sich den Gastraum oft mit vietnamesischen Handelsdelegationen und Reisegruppen, was ja auch irgendwie für die Authentizität der Küche spricht. Zum Mittag ist es toll und auch die Karte für das Essen à la carte hat eine Menge zu bieten. Für einen Restaurant-Abend ist mir die Atmosphäre aber leider etwas zu sozialistische Gaststätte für die oberen 10.000. Da empfehle ich dann lieber das (sehr familiäre, enge und günstige) Com Viet, das fast rein-vegane Samādhi oder das Onkel Ho.

Schnelles Sommer-Abendbrot mit Couscous und Tomaten

Ja, so richtig nach Sommer sieht es draußen nicht aus, aber auf langes in der Küche stehen hatte ich nicht wirklich Lust. Die Alternativen waren Stulle (langweilig) oder Bestellen (kostspielig). Und so schnappte ich mir drei meiner Geburtstagsgeschenke und blätterte einmal durch um die geeignete Inspiration zu finden…

Und dann ging es los… Mal gucken, was die Vorräte hergeben, feststellen, dass Tomaten wegmüssen, Lust auf Couscous bekommen und dann… einfach anfangen:
1. Couscous abmessen (genug für heute und zum Mitnehmen für morgen)
2. Etwas Meersalz und von dem guten Olivenöl drauf…

…und während der Wasserkocher seine Arbeit tut die Tomaten vierteln und mit einer Prise Rohrzucker und Balsamico-Essig marininieren.

3. Den Couscous mit der anderthalbfachen Menge kochendem Wasser begießen und 3 bis 4 Minuten quellen lassen. Währenddessen kann man mal kurz in den Kühlschrank schauen und gucken, was noch weg muss oder passt.
4. Den fertig gequollenen Couscous mit den Fundstücken belegen:

Ein Rest Gurke aus eigenem Balkon-Anbau und ein paar Kapern…

Ein paar Fitzelchen Gorgonzola, ein paar zerzupfte Basilikumblätter und für den nötigen Crunch Taralli mit Fenchelsamen (genau die richtige Dosis Fenchelgeschmack für meinen empfindlichen Gaumen, mehr wird eklig). Dann schnell ein Foto machen, vermischen und mit ein wenig schwarzem Pfeffer bestreuen.

Mampf:

12 von 12 Juni

Ich hangle mich derzeit wirklich mit „Krücken“ durch die Bloggerei, ich weiß. Aber an diesem 12. Juni gibt’s jetzt eben 12 Fotos von heute:

Beim Stullenschmieren von den Farben überwältigt: Papayango- und Rote Beete-Aufstrich.
Belegt mit rotem Kopfsalat, Käse und Kresse bzw. Gurke.

Direkt nach der Weisheitszahn-OP wär das nicht gegangen, aber morgen kommen schon die Fäden raus.

Gegessen wurde aufm Sonnendeck bei uns im Büro.

Dann kam das Foto von dieser Miez, für deren Junge wir gerade Abnehmer suchen. Zum Glück ist nur noch bei einem dir Zusage wackelig.

Beim Einkaufen mit diesen beiden Steppkes geschäkert.

Im Briefkasten ein Bußgeldbescheid fürs Falschgrillen.

Zuhause dann Erdbeeren in den Mixer verfrachtet.
Erdbeer-Shake

Zum Abendbrot Rote Beete-Carpaccio mit Büffelmozzarella, Olivenöl mit Zitrone, Fleur de sel, Pfeffer und Basilikum

Der letzte Haps.