Erstes Aufwachen als die Mitbewohnerin aus dem Haus muss, dann schlafe ich einfach nochmal ein und weiter bis halb 9 oder so. Fühlt sich luxuriös an. Meinem Biorhythmus gefällt das so, dass ich schon nach der Hälfte des morgendlichen Reboots aufstehe, den Katzen und mir Frühstück mache und mich für die zweite Hälfte auf den Balkon setze. Es gibt Blaubeer-Pancakes, Ahornsirup, Orange, Banane, Sanddornsaft und Sencha mit Yuzu.

Mitten im Französisch-Teil des Reboots stehen dann schon plötzlich schon die Hasenmama und der Hasenpapa auf der Matte. Ich bin kurz irritiert, weil ich noch im Schlafanzug bin und die Wohnung noch nicht geputzt habe, aber ist ja irgendwie alles Familie und deswegen egal. Findet Nimbin auch, der sehr schnell um die beiden herumscharwenzelt wie früher, während Noosa sich unter dem Bett versteckt, auch wie früher.
Die beiden sind gekommen, um mir und meinen Lieben Eier von ihren Hühnern vorbeizubringen, 46 Stück nämlich. Und Topinambur aus eigenem Anbau. Und ein Glas Honig von den Bienen vom Hasenbruder. Und diverse Marmeladen von der Ex-Freundin vom Hasenbruder, ebenfalls mit lieben Grüßen. Ich fühle mich reich beschenkt, menschlich wie kulinarisch. Wir quatschen zwanzig Minuten, dann fahren die beiden weiter, um den Hasen und seine Freundin fürs Wochenende zu besuchen, ich beende meinen Reboot und dann wird doch noch geputzt.
Mit allem Drum und Dran bin ich gegen 15 Uhr fertig, dann fahre ich nach Mitte zu den Ellis, übergebe einen Teil Eier, Marmeladen und Topinambur und dann geht es mit Kaffee und Kuchen raus auf deren Balkon.

Anderthalb Stunden später laufe ich zum Bus, der mich zur S-Bahn bringt, die mich nach Südberlin bringt. Dort blühen die Kirschen ordentlich.

Ich lege mich beim Liebsten aufs Sofa und kurz danach kommen er und das Teilzeitkind vom Einkaufen zurück. Ich überreiche Marmelade und Eier und dann bestellen wir uns Abendbrot und erzählen uns unseren Tag. Das Teilzeitkind ist ganz entzückt, dass die Haseneltern große Fans von seinen Auftritten in meinem Blog sind, grüßt zurück und ist jetzt auch Fan von ihnen.

Wir essen Burger und gucken einen Film aus den 90ern und dann werden alle sehr schnell sehr müde. Gegen halb 11 liegen das Kindelein und ich schon in unseren Betten, der Liebste muss sich noch ein bisschen im Weltraum rumtreiben oder so.