Half awake in a Fake Empire

Gestern war der Tag aller Tage für einen Großteil der Berliner Musikliebhaber (Wenn man mit Musik aktuelle Popmusik der ernsthafteren und künstlerisch wertvollen Art meint) – The National spielten in der Columbiahalle. In den Wochen davor hörte man es an allen Ecken und Enden, wer da alles hinwill. Und scheinbar ging es nicht nur mir so. Auch einer meiner Lieblingsblogger und twitterer, Herm von Herm’s Farm muss ähnliches erlebt haben – zumindest twitterte er einen Veranstaltungshinweis ausdrücklich an „alle, die heute nicht zu The National gehen“.

Unsere Karten hatten wir jedenfalls schon seit Dezember, denn der Zufall wollte es, dass das Konzert ausgerechnet am Geburtstag des Liebsten stattfinden sollte – das perfekte Weihnachtsgeschenk also 😉 OK, so logisch ist das gar nicht, hat aber gepasst. Blöd wäre jetzt gewesen, wenn wir die Karten in den langen Wochen dazwischen irgendwie verloren hätten. Und so gerieten die letzten Tage ein wenig zur Zitterpartie.

Dazu muss man wissen, Weihnachten waren wir in Italien. Es gab viele Geschenke. Einige groß und unübersehbar, einige klein und unscheinbar – wie etwa papierne Konzertkarten und ein iTunes-Gutschein. Dazu kam, dass andere Weihnachtsgeschenke auf dem Postweg nach Italien aufgehalten wurden (erinnert sich noch wer an das Winterchaos?) – diese erreichten mich auch erst diese Woche in einem Fress-CARE-Paket der lieben „Schwiegereltern“.

Großes Durcheinander also, zwei verschiedene Abflugtage, wer nimmt was mit usw. Und nun vor ca. 10 Tagen plötzlich die Frage: „Wo sind eigentlich die The National-Karten?“ Nach einigem „Die hab ich Dir doch gegeben“ „Aber es sind doch Deine Karten, die sind bestimmt auf Deinem Schreibtisch“ „Wo haben wir die damals eigentlich reingetan?“ „Bist Du sicher, dass Du sie nicht eingesteckt hattest?“ folgten hektische Suchaktionen. Nackte Panik, dass beim Entrümpeln von zahllosen Pizzakartons und Magazinen die Karten irgendwie dazwischen gelandet sein könnten. Anrufe in Italien. Durchsuchen sämtlicher damals mitgenommener Taschen, Bücher, etc. „Welche Bücher haben wir denn noch geschenkt bekommen?“

Alles hatten wir durchgesucht. Alles. Dann erste vorsichtige Anfragen im Freundeskreis, ob nicht vielleicht noch jemand eine Karte übrig hätte? (Schließlich seit Wochen ausverkauft!). „Nur mal gucken“ und erschrecken bei eBay….

OK, durchatmen. Gibt es noch irgendetwas, das wir übersehen haben?

Moment, der Liebste bekam von seinem Bruder doch noch ein Buch. Was war das noch? Irgendetwas, das nicht auf dem „Zu lesen“-Stapel landete, sondern gleich im Regal. Mal überlegen.

Ein letztes Aufbäumen der Hoffnung. Ich rannte zum Regal, fand nach kurzem Suchen das Buch. Und. Da. Drin: 2 Stück Papier. Bestimmt Werbung. Doch nein – es waren DIE THE NATIONAL-KARTEN!!!!! Woooohooo. Eine Geröllhalde fiel mir vom Herzen.

Konzert gerettet, Geburtstag gerettet, Weihnachten gerettet.

Achja und das Konzert war dann auch noch großartig 😉

Kleiner Eindruck, danke YouTube:

Und noch ein riesiges Buon Compleanno an den Liebsten, auch von dieser Stelle 🙂

Krank sein

Krank sein nervt

  • Wenn am kommenden Wochenende gefeiert werden soll und man noch nicht weiß, ob man dabei sein kann
  • Wenn man heute Abend deswegen nicht zum Kneipenquiz gehen kann
  • Wenn man die schöne freie Zeit, nicht dazu nutzen kann, tausend Dinge zu erledigen, die man gerne erledigen wollen würde
  • Man die meiste Zeit über kaum Appetit hat

Krank sein hat aber auch Vorteile

  • Ohne schlechtes Gewissen die Arbeit links liegen lassen, sich nicht mitverantwortlich fühlen, während im Büro grad Land unter ist
  • Viel Zeit am schönsten Ort der Welt verbringen (mein Bett!)
  • Den ganzen Tag lesen, im Netz surfen, Filme gucken, Serien gucken, schlafen….
  • Wenn man – wenn dann doch Appetit da ist –  ne gute Ausrede zum Essen bestellen hat

Deswegen heute – mal wieder – Pizza! Und ein Film. Hervorragend.

PS: Eigentlich nur Zufall, aber vielleicht macht das Schule: Donnerstag scheint mein Fleisch-Ess-Tag zu werden. Letzte Woche Hühnersuppe, heute Pizza mit Beef und Bacon. An den Tagen dazwischen: Rein vegetarisch! Jawoll!

Nackt schwimmen im Friedrichshain

Merke: Wer abends schwimmen gehen will, sollte seine Badesachen in der tollen Beatles-Tüte nicht unterm Schreibtisch liegen lassen. Hmpf. Dann wohl nächste Woche…

In other News: Die unten angekündigten Achtziger-Poster kamen doch nicht vom Chefchen, sondern von einer lieben Kollegin, die Wochenenddienst hatte. Wie es aussieht, hat sie ihre alten Bravo-Poster ausgemistet (allesamt mit diversen Stecknadellöchern drin) und mit ins Büro gebracht. Und so schmücken nun Arnold Schwarzenegger, Marky Mark, Michael Jackson, Depeche Mode, Sandra und Doro Pesch unser Büro.

Und über meinem Schreibtisch, ja da hängt Johnny Depp. 🙂 Zusammen mit dem heute plötzlich im Getränkelager stehenden Mango-Saft bietet Johnny ein tolles Bild und lässt meinen Schreibtisch noch viel mehr nach zuhause aussehen:

Was für ein Job

Es gibt viele Gründe, wegen denen ich meinen Job mag. Und einige wenige, weswegen nicht. Hier ist einer davon: Groupon hat sich für 3 Millionen US$ Werbeplatz beim Super Bowl gesichert – das Fernsehereignis mit den meisten Zuschauern weltweit. Und, wie ich gehofft habe, haben sie nicht nur für sich selbst geworben und allen erzählt, dass sie die tollsten Deals der Welt haben (das auch). Nein, sie haben gleich noch ein bisschen die Welt gerettet.

In drei Werbespots wiesen Cuba Gooding Jr., Elizabeth Hurley und Timothy Hutton auf Probleme in der Welt hin – das Walsterben, das Abholzen des Regenwalds, die Situation in Tibet. Scheinbar machen sie sich darüber lustig und werben für Groupon. Sollen sie ja auch. Aber wenn man dann auf Groupon Save The Money geht, kann man dort für diese Sachen spenden. Bei einer Greenpeace-Spende gegen Walfang füllt Groupon einem das Konto auf, so dass man denselben Betrag für Deals ausgeben kann. Bei einer Spende für das Rainforest Action Network verdoppelt Groupon die Spende.

Weitere Aktionen werden folgen, so viel ist sicher. Schließlich ist Groupon ein Kind von ThePoint.com!

Hier nochmal die drei SuperBowl-Spots… Ich mach mich gleich auf ins Büro, wo mein Chef unseren Glaskasten mit frischen Postern aus den 80ern dekoriert hat – dazu später mehr.

Edit: Mehr Hintergrund-Infos von Andrew selbst auf dem Groupon-Blog.

Fleischeslust

Ich bin ja eigentlich sowas wie ein inoffizieller Teilzeitvegetarier. Ich könnte mich theoretisch wochenlang nur vegetarisch ernähren. Vielleicht sogar, mit etwas Mühe, für immer. Ich versuche, wenn ich an einem Tag Fleisch gegessen habe, es am nächsten Tag sein zu lassen. Und einen fleischfreien Tag nicht plötzlich mit dem Abendbrot zu „verderben“.

Nur so ganz lassen kann ichs nicht. Dazu bin ich zu sehr Genießer und es gibt Dinge, die mich dann doch immer wieder in Versuchung führen. Mal sehen, wie lange noch. „Eating Animals“ liegt zumindest schonmal auf dem Nachttisch. Ein bisschen hab ich Angst davor. Ein Freund las es und ist seitdem Vegetarier, obwohl er vorher nie für „sowas“ zu begeistern war. Vielleicht schiebe ich das Buch deshalb noch vor mir her.

Nun, heute morgen zum Frühstücken außer Haus gab es ein English Breakfast. Mit Bacon. Bacon ist sonst nicht mein Stil. Aber in letzter Zeit war er immer sooo lecker, wenn er mir unterkam. (Bacon mit rohem Wirsing beim Winter Solstice-Essen in den kampanischen Bergen zum Beispiel). Und so ist auch auf der heute Abend zu bestellenden Pizza Bacon drauf.

Wird Bacon der Untergang für mein Halbvegetariertum? Und für meine Problemzonen? Bleiben Sie dran.

Zeit

Morgen habe ich Spätschicht – sprich ich gehe erst um 11 ins Büro, bleibe dafür aber ohne zu Murren bis 20 Uhr, bzw. bis alles fertig ist, falls das dann noch nicht der Fall sein sollte.

Aber ÜBERMORGEN, ja, da beginnt auch für mich ein neues Experiment: Gleitende Arbeits(beginn)zeit. Dann beginnt der normale Arbeitstag erst um 10 und geht bis 19 Uhr. Wer früher gehen will, oder eben Frühaufsteher ist, darf auch schon ab 8 kommen.

Wie ich mich kenne, werde ich also die nächsten Wochen immer um 10 zur Arbeit gehen (wenn nicht wegen Spätschicht erst um 11). Und so gleicht sich mein Alltag immer mehr dem aus alten Uni-Zeiten an: Ausschlafen, gemütlich Frühstücken, bequeme Klamotten anziehen, auf Arbeit den ganzen Tag herumalbern und abends spät ins Bett gehen. Und dafür gibts dann Geld. Nur ist natürlich die Arbeit ungleich anstrengender und das Stresslevel höher.

Mal schauen, wie ich mir den neuen Rhythmus so zurechtschubse. Vielleicht fange ich demnächst dann morgens schon mit Haushaltsführung an, bevor ich auf Arbeit gehe? Ich hoffe ja fast ein wenig darauf, sonst wird mein Leben dann wohl endgültig im Chaos versinken…

Berlin am Sonntag

Seit gestern ist die Pixelamazone in der Stadt. Und zwar für ganze drei Monate. Man kann sich meine Freude darüber kaum vorstellen. Gleich heute früh fuhr ich also zu ihr in ihre neue WG. Dann waren wir gemütlich frühstücken und machten uns danach auf einen langen Spaziergang, bei dem ich ihr ganz viel Berlin gezeigt habe.

Machen wir uns nichts vor, die meiste Zeit haben wir gequatscht und ab und zu sagte ich mal: „Guck mal, da ist das und das“ und sie so: „Ah, cool, schreib ich mir auf.“ Am Ende waren wir vor meiner Haustür gelandet. 7,4 Kilometer Sonntagsspaziergang von Neukölln nach Mitte – im Nieselregen. Perfekter Einstieg für drei hoffentlich tolle Monate und außerdem eine tolle Art, den Sonntag zu verbringen. Wir sind stolz auf uns.

Die Inspiration Teil 2

Seit Mai verbringe ich durchschnittlich acht bis zehn Stunden pro Werktag in einem winzigen Büro, „eingepfercht“ mit neun Verrückten, die ich allesamt sehr schnell liebgewonnen habe. Insgesamt gehören zu unserem Team fast 30 Leute und sie alle sind Inspiration – man glaubt gar nicht, wieviel da pro Tag zusammenkommt an Links, Wortspielen, Insider-Gags und kollektivem Wahnsinn.

Und nach der Arbeit, am Wocheneende und im Urlaub hört das Ganze nicht auf. Zum Einen ist die Arbeit dergestalt, dass sie einen auch in theoretischer freier Zeit nicht loslässt. Zum Anderen bin ich mit den Verrückten auch noch über Facebook und Skype verbunden. Ständiger Input also. Meine zweite Familie.

Nach und nach werde ich einige der Skurrilitäten aus dem Glaskasten hier präsentieren. Für heute schonmal das Kekslied. Viel Spaß!