Fleischeslust

Ich bin ja eigentlich sowas wie ein inoffizieller Teilzeitvegetarier. Ich könnte mich theoretisch wochenlang nur vegetarisch ernähren. Vielleicht sogar, mit etwas Mühe, für immer. Ich versuche, wenn ich an einem Tag Fleisch gegessen habe, es am nächsten Tag sein zu lassen. Und einen fleischfreien Tag nicht plötzlich mit dem Abendbrot zu “verderben”.

Nur so ganz lassen kann ichs nicht. Dazu bin ich zu sehr Genießer und es gibt Dinge, die mich dann doch immer wieder in Versuchung führen. Mal sehen, wie lange noch. “Eating Animals” liegt zumindest schonmal auf dem Nachttisch. Ein bisschen hab ich Angst davor. Ein Freund las es und ist seitdem Vegetarier, obwohl er vorher nie für “sowas” zu begeistern war. Vielleicht schiebe ich das Buch deshalb noch vor mir her.

Nun, heute morgen zum Frühstücken außer Haus gab es ein English Breakfast. Mit Bacon. Bacon ist sonst nicht mein Stil. Aber in letzter Zeit war er immer sooo lecker, wenn er mir unterkam. (Bacon mit rohem Wirsing beim Winter Solstice-Essen in den kampanischen Bergen zum Beispiel). Und so ist auch auf der heute Abend zu bestellenden Pizza Bacon drauf.

Wird Bacon der Untergang für mein Halbvegetariertum? Und für meine Problemzonen? Bleiben Sie dran.

2 thoughts on “Fleischeslust

  1. Ich habe irgendwo mal gelesen, daß Bacon tatsächlich das Nahrungsmittel ist, auf das Neu-Vegetarier am wenigsten verzichten können und wo selbst nach vielen fleischlosen Jahren der Geruch schon sofortige Pawlowsche Reflexe auslösen kann.

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