29.04.2026 – Holterdipolter

Nochmal ziemlich okay geschlafen, dann aber vor der Zeit geweckt worden, weil Nimbin sich schon wieder lautstark und unter merklichen Schmerzen erbrach. Da das in den letzten Tagen zu oft vorkommt (und er wenig bis gar nichts frisst), buche ich wohl oder übel einen Termin bei den fahrenden Tierärzt*innen.

Ansonsten relativ normaler Start in den Tag, ich bin immer noch krank, der RSV-Test ist immer noch positiv, aber die Umstände machen, dass ich mich nicht komplett aufs Genesen konzentrieren kann, sondern aufstehen und Dinge tun muss. Zum Glück erst nach Frühstück, morgendlichem Reboot auf dem Balkon und einer Runde Badewanne.

Ostfriesentee, Kräutertee, Rosinenstuten mit Erdnussbutter und Feigenmarmelade, Apfel, letzter Sanddornsaft

Die Katzen sind relativ entspannt und chillen mit mir auf dem Balkon, später aber versteckt sich Nimbin im Wäscheschrank, ob wegen Schmerzen oder Tierarztahnung ist schwer zu sagen.

Ich bekomme dann aber beide rechtzeitig im Wohnzimmer eingesperrt.

Die Tierärztin klingelt pünktlich und bekommt von mir (mit Maske) die Lage geschildert. Als wir ins Wohnzimmer gehen, hat Noosa sich wie erwartet hinterm Sofa versteckt, Nimbin hingegen blieb entspannt auf dem Sofa sitzen und wird dann auch als erstes untersucht. Das läuft erstaunlich gut, nur als ihm Blut abgenommen wird und beim Fieber messen ist er etwas unleidlich. Dann bekommt er noch eine Spritze gegen Schmerzen und Übelkeit und darf auf den Balkon.

Völlig überraschend ist Noosa in der Zwischenzeit neugierig hinterm Sofa vorgekrochen und beäugt uns – diese Tierärztin ist der Hammer, so entspannt habe ich beide Tiere noch nie erlebt in der Situation! Untersuchen lässt sich Noosa trotzdem nicht so gern und zum Glück dauert es bei ihr auch nicht so lange und geht bis aufs Fiebermessen auch unkompliziert vorbei. Sie versteckt sich im Katzentunnel, während die Tierärztin und ich letzte Worte wechseln.

Meine Aufgabe für die nächsten Tage nun: Nimbin zum Essen bekommen, mit notfalls sämtlichen mir zur Verfügung stehenden und sonst eher nicht erlaubten Mitteln wie Schleckies, Thunfisch etc. Hochkalorische Astronautennahrung lässt sie mir auch noch da, genau wie Tabletten, die ich ab morgen versuchen muss, in ihn hineinzubekommen. Dann gibt es hoffentlich auch die Ergebnisse der Blutuntersuchung und ggf. weitere Schritte. Das einzig Angenehme an der Situation ist, dass das Katertier durch die aktuellen Probleme auf Normalgewicht geschrumpft ist.

Damit wiegt er erstmals weniger als seine Schwester, die seine Zurückhaltung (am Napf wie im Alltag) ausgenutzt hat, um deutlich dominanter und aber auch dicker zu werden. Während also die eine Katze viel mehr essen muss, muss die andere Katze deutlich weniger essen und viel komplizierter kann man sich das eigentlich nicht vorstellen.

Ich gehe dann raus in die Sonne und besorge eine breite Auswahl an neuen Futter- und Snacksorten, außerdem Magerquark und Thunfisch im eigenen Saft.

Große Erleichterung: Leberwurst-Schlecki ist der Shit, findet Nimbin. Noosa leider auch. Thunfisch ähnlich. Aber immerhin ist erstmal etwas Essen im Kater, wir triagieren hier gerade Probleme. Dann gibt es für mich auch erstmal ein Avocadobrot – zum sehr späten Mittag- und wie sich später herausstellt auch frühen Abendessen.

Der Rest des Tages vergeht mit diversen Telefonaten, weiteren Thunfisch- und Schlecki-Einsätzen (Lachs ist auch gut!) und noch viel Kram am Laptop. Zu normaler Zeit geht es ins Bett, aber das Einschlafen dauert noch eine ganze Weile. Es hilft ein bisschen, dass sich Nimbin irgendwann schnurrend in meine Bauchkuhle kuschelt.

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