27.04.2026 – Hmpf

Mal wieder eine sehr katzenreiche Nacht, dazwischen immer mal wieder Husten. Es ist doch jetzt schönster Frühling, wer will denn da erkältet sein? Ich entscheide mich gleich morgens für größtenteils Bett-Office und mache dann zwischen morgendlichem Reboot und Arbeitsbeginn, also während ich das Frühstück zubereite, nochmal einen Kombitest. Hatte ich Freitag schon, da war alles negativ. Heute der zweite dann leider nicht mehr. Kein COVID (Das fühlt sich auch anders an, da kenne ich mich ja inzwischen aus!), keine Grippe, dafür roter Strich beim RSV. Hmpf. Ich informiere die vielen Kontakte vom Wochenende, erfahre erfreut, dass das kleinste Geschwister vom Teilzeitkind geimpft ist und beruhige mich damit, dass RSV über Tröpfchen und nicht Aerosol übertragen wird, ich also hoffentlich weniger Leute angesteckt habe als mit COVID möglich wären.

Ich sage den Lesungsbesuch für heute Abed schweren Herzens ab, bekomme aber wenigstens die Tickets los und ein signiertes Buch organisiert.

Dann sage ich auf Arbeit Bescheid, dass ich diese Woche zuhause bleiben werde und mache mich an eben diese. Zum Glück heute nur ein Meeting und nicht zu viele zeitsensible Aufgaben, so kann ich es ruhig angehen lassen.

Frühstück mit Kaffee, Orange, Banane und viel Gesundwerd-Tee: Ingwer, Kurkuma, Minze, Melisse, Thymian, Salbei, Honig
Mittag: Papaya-Salat mit Tofu von gestern

Am frühen Nachmittag stehe ich auf und ziehe mich an, damit ich nach meinem Meeting noch den nötigen Elan habe, rauszugehen und ein paar Dinge zu besorgen. Dann ein guter Call, produktiv und menschlich hilfreich mit tief im Westen und dann gehe ich tatsächlich nach draußen. Der Plan ist Apotheke, Drogerie, Discounter. In der Apotheke hole ich eine Verschreibung ab und fülle Vorräte auf, unter anderem Nasenspray und Kombitests. Als ich den RSV-Strich erwähne, sagt die Apothekerin, dass ich damit zur Hausärztin sollte. Also rufe ich spontan in der Praxis an und habe noch eine halbe Stunde, bis die offene Sprechstunde endet.

Ich fahre mit zwei Straßenbahnen zur Hausärztin, sitze dann über eine Stunde da im Wartezimmer und habe in dieser Zeit ausreichend Gelegenheit, die Kombination von Maske und Brille doof zu finden – mit der Maske sitzt meine Brille so locker, dass sie ständig runterfällt, wenn ich nach unten gucke. Und das Naseputzen wird auch eins schwieriger, wenn man dafür erst die Brille, dann die Maske abnehmen muss und dann schnell wieder die Maske rauf, die Brille rauf…

Die Untersuchung ist dann unspektakulär, die Lunge ist frei, der Hals leicht rot. Behandlung wie jeder andere Virusinfekt, nur halt Leute treffen noch stärker vermeiden. Und eine Krankschreibung gibt es, plus tadelndem Blick, weil ich heute gearbeitet habe.

Auf dem Heimweg dann Drogerie und Discounter, am Ende bin ich ganz schön schwer bepackt, muss aber auch noch die Gemüsekiste bei der Nachbarin abholen, die dort gelandet ist, weil ich ja viel länger unterwegs war als geplant.

Es ist schon Abendbrotzeit, also bastle ich mir ein Kindheitsgericht, das bestimmt auch total schnell gesund macht und verräume währenddessen Einkäufe und Besorgungen, so dass ich direkt mit dem Essen wieder ins Bett plumpsen kann, der Ausflug war doch sehr anstrengend.

Pellkartoffeln mit Leinöl und buntem Quark (in dem Fall mit Apfel, Gurke, Tomate, saurer Gurke, gekochtem Ei, Schnittlauch, Petersilie, Liebstöckel, Melisse, Oregano, Basilikum und Kresse)

Nach dem Essen werfe ich nochmal den Arbeitslaptop an, melde mich offiziell krank, finde heraus, wie Abwesenheitsnotizen in Outlook funktionieren, sage Meetings ab, koordiniere Arbeitsaufgaben und schaffe mir so viel Freiraum wie möglich, um die nächsten drei Tage in Ruhe krank sein zu können.

Dann telefoniere ich nochmal mit dem Liebsten und verbringe den Abend dann mit weiteren Folgen Virgin River. Zum Einschlafen gibt es dann wieder Hörbuch, nämlich Florian Illies – Wenn die Sonne untergeht – passt ja gut zur Weltlage und außerdem lese ich ja irgendwie alles, was sich mit den Manns beschäftigt, wenn auch nicht alles, was sie selbst geschrieben haben. Bin da mehr Lore-Fan als Content-Fan…

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