Nachdem der gestrige Tag körperlich ganz schön anstrengend war, setze ich heute auf die eher passive Art der Erholung. Bis auf ein bisschen Haushalt (Wäsche, Katzenklos, Pflanzen gießen), bleibe ich heute einfach liegen.
Unter anderem lese ich wieder viel im Zauberberg weiter und überlege, wie diese Art der Kur wohl für mich wäre – fünf ausgiebige Mahlzeiten am Tag, dazwischen Spaziergänge und lange Liegekuren bei jedem Wetter auf dem Balkon. Eigentlich ganz erstrebenswert, wären da nicht die vielen anderen Patient*innen, mit denen man ständig Kontakt hat und das fehlende WLAN…
In meiner Wohnung ist auch viel Kontakt, der italienische Besuch ist immer noch da und ab und zu schrecke ich auf, weil die Gespräche wie Streit klingen, aber einzelne Wortfetzen und zwischendurch Lachen deuten immer wieder darauf hin, dass sich alle lieb haben. Ich verstehe übrigens viel, wenn sie mit mir reden und wenig, wenn sie untereinander reden, denn natürlich sprechen sie „Dialekt“ – im Italienischen sind diese sehr stark ausgeprägt bzw. oft eher Regionalsprachen. Wie man auf der Karte sieht, ist das Abbruzzesische mit dem Kampanischen verwandt, das ich von Il Professore und seiner Familie kenne und ein bisschen merke ich das beim Zuhören.
Zum Mittagessen gibt es eine Portion vom primo der anderen – Spaghetti, die in der Pfanne gekocht wurden, in der vorher diverse Zwiebelnzubereitet wurden. Die Mamma vom Mitbewohner hat im Biomarkt Zwiebeln entdeckt, die denen aus Tropea ähneln. Die hat sie in der Pfanne angebraten, so lange, bis sie ein weicher Brei wurden, dann mit kochendem Wasser aufgegossen und darin dann die Spaghetti zubereitet, ähnlich wie diese, und am Ende Pecorino darüber gerieben. Danach bin ich so platt, dass ich mehrfach wegdöse. Zum richtigen Mittagsschlaf kommt es aber nicht, weil genau im falschen Moment ein Gewitter losdonnert und ich wieder wach werde, dann regnet es ordentlich, so dass selbst auf meiner Nicht-Wetterseite des Hauses die Fensterscheiben vor Regen schwimmen.
Ich lese also weiter und probiere nebenbei ausgiebig das neue Massagegerät aus – Nacken und Schultern, oberer und unterer Rücken, Beine… Macht Spaß und tut gut. Als ich genug gelesen habe, gucke ich weiter Succession und damit geht dann auch der Abend schnell rum. Die Tage fliegen nur so dahin im Moment.
Heute ist der Sommertag, also, der Tag in dieser Woche mit durchgehendem Sommerwetter und ohne Gewitterwarnung. Deswegen mache ich heute etwas ganz verrücktes: Ich gehe ins Freibad. Das habe ich in meinem Leben überhaupt erst eine Handvoll Male gemacht. Freibad gehörte nicht zur Klaviatur meiner Sommer, ich war entweder bei Oma im Schwimmbecken oder am See oder bei der anderen Oma am Strand. Insgesamt ein-zwei Mal war ich wohl im Spreebad in Bautzen, einmal in einem auf Klassenfahrt im Elbsandsteingebirge, ein-zwei Mal in einem tief im Westen von Berlin und ein-zwei Mal in einem tief im Osten, das war’s. In dem in meinem Bezirk war ich jedenfalls noch nie und das ändert sich heute.
Frühstück: Müsli mit Platt- und normalen Pfirsichen
Am späten Vormittag packe ich meine Tasche, schmiere Stullen und mache mich dann auf den Weg. Es ist bereits sehr heiß, das Rollo in meinem Zimmer habe ich direkt unten gelassen. Ich fahre S-Bahn und laufe dann noch ein ganzes Stück bis zum Freibad. Dort erstmal Ausweis- und Taschenkontrolle, dann darf ich mit meiner normalen Fitness-Mitgliedschaft kostenlos einchecken. Man läuft noch mal ein ganzes Stück, vorbei an jede Menge Liegewiese, einem Süßigkeitenwagen und einem Imbisswagen, bis man tatsächlich am Wasser ist. Ich suche mir ein schattiges Plätzchen, breite meine Decke aus und stürze mich dann in die „Fluten“. Gegen 12 bin ich im Schwimmerbecken und ziehe gemütlich meine Bahnen, bis 400 m zusammengekommen sind. Dann Abtrocknen und Pause – ich esse die Hälfte meiner Brotdose leer, lese und schlafe unvermeidlich ein.
Als ich wieder wach werde, wiederholt sich der Vorgang, jetzt ist es aber schon deutlich voller im Bad, trotzdem kriege ich nochmal 400 m relativ ungestört hin – die meisten Besucher*innen tummeln sich im Spaßbecken, im Planschbecken und bei Sprungturm bzw. Rutsche. Ich hingegen liege dann erstmal wieder, esse die zweite Hälfte auf, lese wieder, schlafe wieder…
Gegen 16:30 will ich eine dritte Runde wagen, diesmal mehr zum Planschen und Abkühlen, aber das Spaßbecken ist inzwischen eine einzige Menschensuppe, man steht quasi dicht an dicht. Also nochmal ins Schwimmerbecken, aber da ist abseits der abgeteilten Bahnen, für die ich nicht schnell genug bin, auch kein Gedanke mehr an geradliniges Schwimmen, also breche ich den Versuch ab und stelle mich stattdessen an der Pommesschlange an. Das dauert eine ganze Weile, aber dann kann ich abhaken, was zum Freibadbesuch wohl dazugehört: Die obligatorischen Freibadpommes.
Danach ist irgendwie die Luft raus – das Bad füllt sich immer noch, jetzt mit den Feierabendgästen, aber ich habe keine Lust mehr und packe meine Sachen zusammen. Kurz nach 18 Uhr bin ich auf dem Heimweg, diesmal mit Tram und Tram, und pünktlich zur Halbzeitpause sitze ich zuhause auf dem Sofa, mit Eis, zur Abrundung des gefühlten Sommerferientages.
Zum zweiten Spiel wechsle ich mit Möhren, Nektarinen und Taralli aufs Bett und nachdem ich heute genau 0 Tippspielpunkte eingefahren habe, mache ich mich dann gegen 23 Uhr schlafbereit, während in der Küche die Mamma des Mitbewohners Abendessen kocht.
Um halb 7 brüllt der Wecker durch meinen Schlaf – es ist wieder soweit, das Teilzeitkind muss in die Schule. Zum Glück steht nach wenigen Minuten der Kaffee am Bett. Da der Liebste von der gestrigen Feierei noch etwas müde ist, stehe ich heute mal mit auf und kümmere mich um das Thema „Brotdose“ und das Thema „Kind antreiben“. Ausreichend pünktlich macht es sich am Ende auf den Weg, mit Rufus Beck auf den Ohren, wie könnte es anders sein. Wir legen uns wieder hin.
Gemütliches Kaffeetrinken zu Internetrunde und Handyspielerei. Irgendwann muss der Liebste dann aufstehen und arbeiten und das ist dann auch mein Zeichen für den Aufbruch. Die Zeit in der S-Bahn nutze ich für Sorbisch-Norwegisch-Italienisch.
Zuhause angekommen gibt es erst ein spätes Frühstück (die Reste cassata estiva und Obstsalat vom Sonntag) und dann ein frühes Mittagessen – die Mamma vom Mitbewohner hat Pasta mit Zucchini und Krabben gekocht – heute mit Farfalle, nicht wie gestern Abend mit schwarzen Linguine.
Dazu kümmere ich mich weiter um Partyreste – eine angebrochene Flasche Tonic wird im Laufe des Tages als Green Tonic Mocktail dezimiert.
Der Nachmittag vergeht mit Zauberberg-Lesen und Schlafen (abwechselnd) – endlich ist Zeit und Gelegenheit, ein bisschen runterzukommen.
Um 18 Uhr dann schaue ich das Holland-Spiel im Bett (spannend, aber nicht so wahnsinnig schön anzusehen als Oranje-Sympathisantin). In der Halbzeitpause stelle ich mich an den Herd und bereite das Abendbrot zu – Pellkartoffeln mit einem Rest Heringssalat, aufgepeppt mit zusätzlichem Dill, zum Nachtisch Kirschen.
Die beiden 21-Uhr-Spiele können mich dann nicht mehr wirklich fesseln und ich fange stattdessen die zweite Staffel Succession an. Im Nachhinein (zweimal 0:0) war das auf jeden Fall die richtige Entscheidung.
Ich erwache für mein Schlafdefizit erstaunlich früh, aber habe immerhin durchgeschlafen und kann so auch noch mit dem Liebsten telefonieren und ihm zum Geburtstag gratulieren, bevor er ins Büro los muss. Danach wird der Vormittag dann ganz entspannt – Internetrunde, Sorbisch-Norwegisch-Italienisch, Frühstück im Bett (Kuchen- und Obstsalatreste von gestern) und dann stehe ich irgendwann auf, füttere die Katzen, gieße den Balkon und packe meine Sachen.
Gegen Mittag fahre ich los nach Südberlin, mache unterwegs noch ein paar Besorgungen und bereite dann in der Wohnung des Liebsten den Geburtstagstisch vor. Am frühen Nachmittag kommt das Teilzeitkind aus der Schule, legt sein Geschenk dazu und dann chillen wir gemeinsam auf der Couch, bis sich der Liebste von der Arbeit loseisen kann und auch nach Hause kommt. Wir treffen uns draußen auf Gratulationen und ein Geburtstagseis (für mich: Zitrone Primo Fiore und Guave).
Dann geht es nach Drinnen zum Geschenke auspacken, die dann auch direkt ausführlich „bespielt“ werden. Wir hören Musik der Band, für die es Konzertkarten gab und blättern durch den Reiseführer für die Sommerurlaubsplanung. Außerdem wird mit der Familie telefoniert, die nacheinander anruft.
Zum Abendessen geht es dann wieder zum Stammitaliener, wo wir auf den besten Freund des Liebsten und seine Frau treffen, die beide weder gestern zu meiner Feier noch am Samstag zu der des Liebsten kommen können – dann eben so.
Carpaccio mit PfifferlingenSchwarze Linguine mit Krabben und Zucchini
Als wir mit dem Hauptgang durch sind, beginnt das letzte Vorrundenspiel in der Gruppe B der Männerfußball-EM. Leider wird bei dem Service, der im Restaurant verfügbar ist, das Spanien-Albanien-Spiel übertragen. Ich laufe also schnell nochmal nach Hause, hole meinen Laptop und das Diensthandy des Liebsten (das hat am meisten Datenvolumen) und dann schauen wir eben bei uns am Tisch Italien-Kroatien, während wir uns das gemischte Dessert schmecken lassen. Die beiden Kellner verweilen ab da immer besonders lange an unserem Tisch.
In der Halbzeitpause bringt der Liebste das Teilzeitkind ins Bett und guckt dann zuhause weiter. Wir anderen gucken noch zu Ende und feiern am Ende gemeinsam mit der Mannschaft des Restaurants den Einzug ins Achtelfinale. Dann verabschieden wir uns alle. Die Anderen fahren zurück nach Fhain und ich laufe zurück zum Liebsten, wo schon fast Schlafenszeit ist.
Jahrelang habe ich meinen Geburtstag mit einem Picknick im Innenhof gefeiert. Zuletzt in groß 2019, da waren bestimmt so 20 Freund*innen da, plus 10 Kinder und 3 Hunde. Dann kam die Pandemie und die Hausverwaltung wollte 2020 und 2021 keine solchen Zusammenkünfte im Innenhof (und ich wollte auch nicht mit so vielen Leuten zusammensein). 2022 hatte ich gerade von der ersten Runde COVID einigermaßen erholt und wollte feiern, da bekamen der Liebste und das Teilzeitkind genau am Vortag des geplanten Picknicks COVID und alles fiel ins Wasser – eigentlich wollten wir es später noch nachholen, aber irgendwie kam es dann nicht mehr dazu. 2023 dann war um den Geburtstag herum zu viel los und zum Nachgeburtstagspicknick am heißesten Tag des Jahres kam dann hitze- und ferienzeitbedingt nur eine sehr kleine Runde zusammen.
Dieses Jahr dann also, dachte ich und plante los – bis die Hausverwaltung dann einen Aushang machte, dass größere und laute Versammlungen nicht gestattet sein. Grummelnd begrub ich die Kubb- und Boule-Ideen, lud die Hunde aus und verlegte die Veranstaltung nach innen. Und das ist dann jetzt also heute.
Ich habe eine extrem unruhige Nacht mit extrem wenig Schlaf – die Erdbeerbowle hängt mir noch nach, es ist warm, ich bin zwischen dem Liebsten und den Katzen eingequetscht, ich habe jede Menge Gedanken im Kopf, gegen die die Schlaftablette nicht ankommt, und mitten in der Nacht schmeißt Noosa dann auch noch den Wäscheständer um und auf meine Seite des Betts. Ich bin fast froh, als ich die Nacht für beendet erklären kann und lese, blogge, spiele und rätsele schon mal, während der Liebste noch schläft. Kurz vor 9 mache ich uns dann Kaffee und dann geht es mit Sorbisch-Norwegisch-Italienisch los.
Irgendwann erwacht auch der Rest der Wohnung und insgesamt fünf Menschen spielen Bad- und Frühstückstetris. Zwischen 10 und 11 fange ich mit meiner To-Do-Liste an, füttere die Katzen, gieße, fülle den Katzenbrunnen auf, mache die Katzenklos sauber und hole den Buffet- (aka Tapezier-)tisch aus dem Keller. Ab 11 leert sich die Wohnung und der Liebste und ich beginnen mit den Vorbereitungen fürs Dinnenpicknick.
Wir machen einen Nudelsalat mit Zitronen-Basilikum-Dressing, basteln aus Ricotta, Puderzucker und Orangenblüten eine Cassata-Estiva-Creme und schichten daraus mit Honigkeksen, Orangensaft und gerösteten Mandeln ein Dessert, spicken eine halbe Cantaloupe-Melone mit veganem Schinken und machen aus dem Rest mit normalen und Plattpfirsichen einen Obstsalat. Dann saugen wir nochmal ordentlich die Bude, bringen zusätzliche Sitzgelegenheiten auf den Balkon und ins Wohnzimmer, stellen Getränke kalt, decken den Tisch (zusätzlich mit dem gestern schon vorbereiteten schwedischen Kartoffelsalat und zwei Sorten eingelegtem Hering), duschen und ziehen uns um.
Kurz nach 13 Uhr sitzen wir mit Kaffee bzw. Mate auf dem Balkon, atmen nochmal tief durch und ich bastele eine Playlist. Kurz nach 14 Uhr trudeln nach und nach die Gäste ein bringen mehr Salat, Halloumi, Zaziki, Sekt, Wein, Haselnusschnaps, leckere Waffeln und insgesamt 4 (in Worten: vier) Kuchen – zwei verschiedene Apfelkuchen, einen Bananenkuchen und einen Obstkuchen mit Erd- und Blaubeeren). Der Liebste verteilt Getränke, ich frittiere die vorbereiteten gefüllten Zucchiniblüten (die so gut ankommen, dass ich nur eine für mich retten kann) und mein Bruder brät Halloumi in der Grillpfanne.
Ich höre irgendwann auf, Fotos zu machen, weil zu viel los ist – dabei sind wir insgesamt nur elf Erwachsene und zwei siebenjährige Kinder, die aber natürlich ordentlich Stimmung machen, auf Katzenjagd gehen, auf meinem Klavier klimpern und den Damen reihum um die Haare flechten wollen.
Ich bin ein bisschen überwältigt von den vielen lieben Menschen in der Wohnung, will mit allen in Ruhe reden, was natürlich nicht klappt und vor lauter Müdigkeit kann ich auch nur wenig essen und trinken. Irgendjemand kommt auf die schlaue Idee, Kaffee zu machen und so stelle ich sieben Espressi her – so viel kommen aus der großen Moka raus – und trinke anderthalb davon mit Tonic auf Eis. Das weckt meine Lebensgeister dann wieder, genau rechtzeitig für eine Runde Wildberry Lillet für alle, die wollen.
Irgendwann verkleinert sich die Runde dann – Menschen haben Verpflichtungen oder wollen auf Sofas und der Liebste muss zurück nach Südberlin. Am frühen Abend sitzen wir noch zu fünft da und packen Hitster aus. Gegen halb 8 brechen dann auch die letzten Gäste auf und ich mache mich mit einer Italopop-Playlist gemütlich ans Aufräumen. Kurz vor 21 Uhr bin ich soweit fertig, dass ich mich mit Essensresten und einem Radler vor den Fernseher setzen und Fußball gucken kann. Da kommen dann auch die fünf Italiener*innen wieder nach Hause.
In der Halbzeitpause bringe ich den letzten Rest Müll nach unten und wasche die Sektgläser ab. Die Italiener*innen kochen sich ein (zweites) Abendessen. Nach dem Spiel mache ich mich bettfertig, um 23 Uhr falle ich, ins Bett, nach immerhin 7500 Schritten. Bis zum Einschlafen dauert es aber noch bis fast Mitternacht.
Erstaunlich gut geschlafen nach all dem Essen und mit sowohl dem Liebsten als auch den Katzen im Bett. Als die Zweibeiner ausgeschlafen haben koche ich Kaffee. Ausführliche Internetlektüre folgt, dann auch ausgiebiges Sorbisch-Norwegisch-Italienisch, ich lerne so schöne Wörter wie wěcywobdźěłarka (Sachbearbeiterin), også (auch) und lo spam (der Spam). Irgendwann gegen 11 hört der Regen draußen auf und es gibt Frühstück.
Danach wird es aktiv. Anziehen, Müll wegbringen, Einkaufsrunde, mit der besten Freundin telefonieren und das Abendprogramm besprechen und dann bereite ich schonmal den (schwedischen) Kartoffelsalat (potatissalad?) für morgen vor.
Als der im Kühlschrank zieht, ziehen wir uns um und fahren dann raus zur Wuhlheide. Erst gibt es noch Currywurst und Pommes im Biergarten.
Dann kämpfen wir uns durch den Einlass, besorgen uns ein Bier und eine Erdbeerbowle und suchen uns eine Reihe mit vier freien Plätzen.
Wir erzählen und erzählen und dann ist es auch schon 18:31 und pünktlich wie die Maurer legen Interpol mit dem Vorbandprogramm los. Ich feiere genau die 4-5 Songs sehr, die ich von den Indie-Parties der Nuller Jahre kenne, der Rest ist auch OK. Die zweite Erdbeerbowle hilft beim Freuen. In der Pause ist dann wieder viel Erzählens, dann kommen Smashing Pumpkins und mit ihnen ein kurzer Regenschauer, der hält aber nur für ein Lied an.
Auch hier wieder: Die bekannten Lieder feiern (es sind vielleicht 5-6) und der Rest ist OK. Die dritte Erdbeerbowle geht nicht mehr so leicht runter (Alkohol, Kohlensäure und Histamin, eine gemeine Kombi für mich) und ich habe ein bisschen damit zu tun. Am Ende ist das Konzert vorbei, bevor es dunkel geworden ist, das ist schon etwas merkwürdig. Wir bleiben noch etwas sitzen und reihen uns dann in die lange Karawane zur und in die S-Bahn ein.
Am Ostkreuz verabschieden wir uns von der besten Freundin und ihrem Mann und fahren mit der Ringbahn nach Hause. Dort erwarten uns fünf fröhliche Italiener*innen im Wohnzimmer. Sie sind ausgelassen, wie es in Das Leben des Brian heißt. Meinen erdbeerbowlegeschundenen Körper und den introvertierten Westfalen an meiner Seite zieht es auf den ruhigen Balkon. Wir trinken noch ein Wasser, schauen, was wir im Internet verpasst haben (Ich führe weiter die Tipprunde an!) und gehen gegen Mitternacht in kätzischer Begleitung ins Bett.
Ich wache gegen halb 6 das erste Mal auf, kann dann aber nochmal ein Stündchen weiterschlafen, bis der Wecker des Liebsten klingelt – das Teilzeitkind muss ja rechtzeitig in der Schule sein. Vorher gratuliert es mir aber noch und überreicht mir sein Geschenk – das tolle Musik-Ratespiel, das wir neulich auf Usedom gespielt haben. Der Liebste und ich sandeln dann noch ein wenig im Bett herum, bevor auch sein Arbeitstag beginnt und ich mein Geburtstagsfrühstück genieße – er hat extra Erdbeeren und Croissants besorgt, dazu Quarkbällchen und Apfel.
Dann ziehe ich mich an, packe meine Siebensachen zusammen und fahre aus Südberlin zurück in den Pberg. Die Fahrt nutze ich für Sorbisch-Norwegisch-Italienisch und die täglichen Spiele in der New York Times.
Zuhause angekommen ist die Wohnung voller Italiener*innen – der Besuch des Mitbewohners ist angekommen. Seine Mamma hat mir auf meinen Wunsch als Geburtstagsgeschenk Zucchiniblüten mitgebracht, warnt aber direkt, dass die am besten heute noch verarbeitet werden müssen. Ich packe schnell meinen Rucksack aus und mache mich ans Werk.
Zucchiniblüten, gewaschen und „entkernt“Zucchiniblüten, mit Ricotta-Creme gefüllt, in Teig gewälzt und gebacken
Als die Blüten gerade aus dem Ofen sind und jetzt abkühlen sollen, ruft der Lieblingsnachbar an, verweist auf den Regenradar und mahnt an, dass nun die beste Zeit für unsere geplante Eisrunde sei (Nachdem wir sie diese Woche schon zweimal verschoben haben, soll es an meinem Geburtstag endlich klappen.)
Blutorange-Aperol und Rhabarber-Butterstreusel
Ein neuer koscherer Eisladen hat im Kiez aufgemacht und will probiert werden. Wir sind sehr zufrieden. Beim Löffeln erzählen wir uns die neuesten Dinge aus unseren Leben, dann laufen wir gemeinsam in den Supermarkt und erledigen unsere Einkäufe. Wieder zuhause sind die Zucchiniblüten abgekühlt und wandern in den Tiefkühlschrank, am Sonntag werde ich sie nochmal aufbacken oder am besten frittieren, wenn die Geburtstagsgäste eintrudeln. Außerdem ist das diesmonatige Obst-Abo von CrowdFarming angekommen – Pfirsiche, Nektarinen und Plattpfirsiche – eigentlich wären da statt Plattpfirsichen Kirschen gewesen, aber die Kirschernte in Spanien ist wegen Regenfällen und Hagel nur mäßig ausgefallen.
Als alle Lebensmittel verräumt sind (der Kühlschrank platzt aus allen Nähten, denn die Mamma hat auch noch jede Menge Käse, Wurstwaren und Pepperoni mitgebracht), lege ich mich nochmal hin, während ein heftiges Gewitter über die Stadt zieht, und schlafe tatsächlich auch eine gute halbe Stunde ein. Erst danach widme ich wieder den vielen Glückwünschen, die den Tag über auf diversen Kanälen eintreffen – danke dafür!
Am frühen Abend ziehe ich mich um, nach dem Gewitter hat das kurze Sommerkleidchen leider ausgedient, ich brauche lange Hosenbeine, wechsle nochmal die katzenverhaarte Bettwäsche und sauge mein Zimmer nochmal durch, damit der Liebste hier heute Nacht gut schlafen kann, trotz Allergie. Dann laufe ich zur Location für das Geburtstagsdinner – ein italienisches Restaurant in der Nachbarschaft, in dem wir noch nie waren und treffe dort meinen Bruder, seine Freundin und den Liebsten.
Campari Amalfi, Bruschetta, Antipasti misti, Rote-Bete-Carpaccio mit gebackenen Ziegenkäse und OrangenLinguine mit Meeresfrüchten, Entrecôte mit Pfifferlingen und Trüffeln, Pasta mit Fischragout und Spargel, Teigtaschen mit Pfifferlingen und Trüffeln, dazu den Regaleali Bianco, vom Weingut der Familie meiner Freundin FabriziaTorta alla nonna, dazu diverse Espressi und Grappe
Geschenke gibt es auch – ein weiteres Ratespiel mit Schätzfragen (evtl. bin ich als Quizzerin bekannt) und Tickets für Queens of the Stone Age. Juhu!! Nach dem Essen laufen der Liebste und ich vollgefuttert nach Hause. Er wirft sich eine Allergietablette ein und setzt sich auf den Balkon, bis sie wirkt, während ich noch den Rest des Niederlande-Frankreich-Spiels gucke. Keine Tore, keine Tippspiel-Punkte, trotzdem führe ich das Firmentippspiel an (passt ins Thema, oder?).
Dann sitzen wir beide auf dem Balkon, mit Rotwein bzw. Limo, als der italienische Besuch nach Hause kommt und gegen Mitternacht Spaghetti aglio olio kocht. Wir kommen nicht umhin, zu kosten und aus „wir teilen uns ein-zwei Gabeln zum Kosten“ werden zwei Teller dieser Art – man stelle sich sämtliche „Maria, ihm schmeckt‘s nicht“-Klischees in punkto Portionengrößen vor.
Spaghetti aglio olio
Danach gehen wir dann ins Bett, gemeinsam mit den beiden kuscheligen Kuschelkatzen, wie immer.
Die Mamma bleibt jetzt noch eine Woche hier, evtl. habe ich danach den Pandemiespeck wieder drauf, ich werde berichten…
Das ist irgendwie nicht richtig, dass heute schon der längste Tag des Jahres ist, so habe ich das nicht bestellt! Aber man fügt sich, was soll man auch sonst tun. Der Tag startet wieder gemütlich im Bett, aber heute ist das Aufstehen etwas dringender, ich habe nämlich noch Dinge zu tun. In zwei Tagen läuft die Frist ab, um den Sportkurs für Vielsitzende zu absolvieren und das Geld wiederzubekommen. Das ist dann also die erste Amtshandlung, gleich nach Internetrunde, Bloggen und Sorbisch-Norwegisch-Italienisch üben und noch vor dem Frühstück. Direkt danach reiche ich das Zertifikat online bei meiner Krankenkasse ein. Achievement unlocked!
Dann telefoniere ich mit dem Liebsten, der heute im Büro ist und früh das Haus verlassen musste, und mache mir danach Frühstück – Käsebrote mit Marmelade. Dazwischen noch einmal kurz auf die Waage gestellt und festgestellt, dass ich in etwas über zwei Jahren acht Kilo abgenommen habe. Pandemiespeck weg (und Post-Covid-Speck auch) – läuft bei mir.
Nächster Programmpunkt ist Putzen, aus vier Gründen: 1. Es ist Zeit, 2. Die Mamma vom Mitbewohner kommt heute Abend an, 3. der allergische Liebste ist am Wochenende hier, 4. Am Sonntag kommen Gäst*innen. Während der Mitbewohner arbeitet, kümmere ich mich um das Saugen der Hälfte der Wohnung, räume mein Zimmer auf, säubere die Katzenklos und putze das Bad, er darf nach Feierabend den Rest machen. Dann dusche ich, packe meinen Rucksack und mache mich auf den Weg nach Südberlin, nicht ohne unterwegs noch ein Bánh mì zum Mittagessen zu kaufen. Zu 15 Uhr komme ich in der leeren Wohnung des Liebsten an, mache mir das Fußballspiel an und lümmele mich mit meinem Essen auf die Couch.
Wenig später kommt das Teilzeitkind nach Hause, behält die Knöpfe vom Hörspielhören im Ohr, isst mir etwa ein Viertel des Bánh mì weg, kocht sich dann eine Ramen-Suppe und guckt mit mir Fußball. Kurz vor dem Abpfiff ist auch der Liebste da. Wir verlassen das Haus gemeinsam, aber mit verschiedenen Zielen. Der Liebste geht Besorgungen machen und das Teilzeitkind und ich fahren weiter nach Südwesten – nicht ohne unterwegs dem Quarkbällchenmann den Rest seines Tagwerks abzukaufen. Das Kindelein geht zum Schwimmkurs und ich laufe schnellen Schrittes in den Wald, bis zum See, und wieder zurück.
Nach einer Stunde nehme ich das nasse Kind wieder in Empfang (stolz wie Oskar mit Gold-Abzeichen) und wir fahren Richtung Nordosten zurück nach Südberlin, wo uns der Liebste schon beim Stammitaliener erwartet. Wir feiern das Schwimmabzeichen und die gestern bestandene Fahrradprüfung. Ob das Kind noch irgendwo ein Laufzertifikat bekommen kann, um für Triathlon gewappnet zu sein? Immerhin hat es am Sonntag den Schlammlauf absolviert, da gabs bestimmt auch ne Teilnahmeurkunde.
Mein Abendbrot besteht aus Salat mit gebratenen Pfifferlingen, Rosmarin-Focaccia und Limoncello Spritz. Als wir fertig sind, werden gerade die spanischen und italienischen Hymnen intoniert und der Chef hat sein Azzurro-Shirt angezogen. Wir bleiben also noch auf einen Absacker und schauen uns den Beginn des Spiels an. Da das Kindelein aber ins Bett muss, gehen wir nach der ersten Viertelstunde nach Hause und wechseln auf die Couch. Zur Halbzeit geht das Kind dann wirklich schlafen und muss die Niederlage durch Eigentor nicht mehr miterleben. Wir sind auch ganz froh, dass wir nicht mehr im Restaurant sitzen.
Die letzte Stunde vor Mitternacht verbringen wir mit hochpolitischen Gesprächen und trinken schonmal ein bisschen Sekt. Um Mitternacht wird angestoßen und ich darf zwei Geschenke auspacken. Passend zu unserem Gespräch dieses Buch und passend zu meinem Alter und Seelenzustand ein heiß gewünschtes Shiatsu-Massagegerät. Noch kurz mit den Eltern in Kanada telefonieren und dann geht es ab ins Bett, ich bin ja keine 40 mehr.
So meine stümperhafte Übersetzung von „unter den Linden“, im Sinne von „inmitten von Linden“, ins Obersorbische. Die Linde (lipa) blüht nämlich gerade überall, ist DER sorbische Baum und selbstverständlich steht die alte sorbische Siedlung Brło voll davon.
Blühende Linde
Man merkt vielleicht, ich bin von gestern Abend noch voll im Sorbisch-Thema drin. Da gabs eine Menge interessanter Denkansätze für mich:
Der Dialekt mit dem ich aufgewachsen bin und den Teile meiner Familie immer noch in unterschiedlicher Stärke ausgeprägt sprechen, ist nicht nur, wie mir schon immer klar war, selbstverständlich kein Sächsisch, sondern Lausitzisch, aber dieses Lausitzisch ist eben auch ein sehr slawisch geprägtes Deutsch, wie sich in Aussprachen von Vokalen und Diphtongen, Satzmelodien und Wortstellungen im Satz zeigt. Einige der Formulierungen aus den beiden Dokus gestern Abend – von Sorb*innen, die erst später Deutsch lernten – kenne ich so auch noch von meiner Oma (die als Kind noch mit ihren Großeltern Sorbisch sprach).
Alles östlich der Elbe, also weite Teile des heutigen Ostdeutschlands, war früher slawisch/sorbisch, das wusste ich auch schon lange. Neu ist der Gedanke, dass eben auch weite Teile der Bevölkerung „eigentlich“ Sorb*innen sind und sich erst im Laufe der Jahrhunderte germanisiert haben, bzw. durch Kolonialisierung und erzwungene Assimilation germanisiert wurden – in der Lausitz selbst erst in den letzten 150 Jahren. Das ganze Thema Dekolonialisierung und indigene Völker ist mir nicht nur aus Prinzip wichtig, sondern geht mich auch ganz direkt etwas an. Mein Stammbaum mütterlicherseits strotzt vor sorbischen Namen, aber irgendwann hörten sie alle auf, Sorbisch „zu gehen“, wie es in der Doku heißt.
In der Doku wurde die These aufgestellt, dass das Trauma der Kolonialisierung und Assimilation, der damit einhergehende Identitätsverlust und in der Niederlausitz ganz konkret der Verlust der Heimat durch den Tagebau, die Grundlage dafür bieten, dass in dieser Gegend heute die AfD beste Bedingungen vorfindet und die ganzen „ehemaligen“ Sorb*innen erstens aus Erfahrung Angst vor dem „Anderen“ haben und zweitens das Deutsche überperformen. Wohingegen die immer noch „praktizierenden“/„bekennenden“ Sorb*innen weniger anfällig dafür sind und zumindest in den katholischen sorbischen Dörfern die CDU immer noch stabil vor der AfD liegt.
Auch gelernt, bzw. wieder aus der Erinnerung vorgekramt: Die Sorb*innen waren in der Pandemie tendenziell eher weniger im Team „Vorsicht“ zu finden, was mir die Identifikation mit diesem Teil meiner Herkunft dann auch wieder schwieriger macht.
Anyway, mit diesen Gedanken im Hinterkopf findet mein Tag statt.
Ich erwache erfreulicherweise mal erst nach 8 und lasse mir morgens erstmal ordentlich Zeit. U. a. mache ich zum Beispiel einige Lektionen im Sorbischkurs und füge ein paar Accounts mit sorbischen Bezügen zu Mastodon und Bluesky hinzu (bei Instagram habe ich schon einige, bei Threads und TikTok muss ich noch gucken).
Irgendwann gehe ich dann nach draußen, Besorgungen machen, und höre dabei weiter die Playlist mit sorbischer Musik. Ich erledige erst etwas in Kreuzberg und gehe dann bei meinen Eltern nach der Post sehen, Blumen gießen und den Rest verderblicher Lebensmittel mitnehmen, der letzte Woche noch da bleiben musste, weil ich nach der Arbeit ja noch auf einer Abendveranstaltung war. Wieder zuhause gibt es dann ein Mittagessen aus Brot mit Camembert und Brie, Melone mit veganem Schinken und Tomaten. Kurz danach gehe ich noch ein zweites Mal raus, um im italienischen Supermarkt ein paar Dinge zu holen. Danach ist quasi „Feierabend“ und Ausruhen angesagt. Dabei gucke ich die Doku zur Hamburger Schule.
Abendbrot
Am frühen Abend, während des Spiels Deutschland gegen Ungarn, kommt eine Getränkelieferung an. Nach dem Spiel habe ich ein Webinar im Adulting-Projekt. Danach telefoniere ich etwa eine Stunde lang mit einer Freundin und danach noch eine halbe Stunde mit meinen Eltern – fünf Stunden Zeitunterschied machen es möglich. Als letzten Akt des Tages lege ich mich nochmal in die Badewanne und absolviere dort meine Pflichten im Norwegischen und Italienischen. Kurz nach Mitternacht liege ich im Bett.
Schon wieder viel zu früh wach gewesen, aber heute konnte ich mich einfach nochmal umdrehen und weiterschlafen, zumindest, bis der Liebste anruft, der gerade auf dem Weg ins Büro ist. Jetzt beginnt auch für mich der Tag, aber noch sehr geruhsam. Die Runde durchs Internet, Bloggen, Frühstück im Bett… Dann aber geht es los, denn hier soll sich ja ärztlich verordnet auch (in Maßen) aktiv erholt werden.
Gegen 10 verlasse ich die Wohnung und gehe ins tagsüber wohltuend leere Fitnessstudio. Erst AquaFitness-Kurs – der ist ganz schön voll und ganz schön anstrengend – und dann in die Sauna. Dampfbad, Biosauna, Finnische Sauna, jeweils mit maximal einer anderen Person und danach jeweils Ausruhen im Ruheraum bzw. Weiterlesen im Zauberberg. Trotz zwischendurch Einnicken schaffe ich insgesamt ein ganzes Kapitel.
Frisch geduscht fahre ich wieder nach Hause und mache mir nach der Leibesertüchtigung ein leckeres, gesundes und sogar veganes Mittagessen – Mezze Penne Rigate mit Avocado, Knoblauch, Erbsen, Spinat und gerösteten Mandeln. Davon esse ich eine riesige Portion auf dem Balkon und dann muss ich mich ganz dringend ins Bett legen und nochmal tief und fest schlafen.
Den Rest des Nachmittags verbringe ich mit Podcast hören, Handy spielen und mit dem Liebsten telefonieren. Für den frühen Abend war ein Spaziergang mit Eis mit dem Lieblingsnachbar geplant, aber der Regenradar wirft die Pläne um. Stattdessen laufe ich früher los zum Programmkino um die Ecke und komme rechtzeitig vor dem Regen an.
Der „Gut für die Seele“-Abend beginnt mit einer Buchvorstellung und Diskussion mit Regisseurin Grit Lemke, dann wird der beeindruckende Dokumentarfilm Witaj heißt: Ich grüße Dich von Peter Rocha über seine Recherchen zu seinem Großvater Fryco Rocha gezeigt. Hinterher geht das Gespräch noch ein bisschen weiter, dazu gibt es Kräuterlikör aus der Lausitz und Häppchen, die so auch bei meiner Oma hätten serviert werden können.
Dann geht es mit dem normalen Kinoprogramm weiter, heute läuft natürlich Bei uns heißt sie Hanka von eben Grit Lemke, den ich jetzt also auch endlich sehe. Große Empfehlung! Nach dem Film stehen wir noch eine Weile mit der Regisseurin zusammen und reden über „die Sorben“, indigene Völker, Sprach- und Identitätsverlust, Erzählperspektiven (legt sich wunderbar an die Veranstaltung in der kanadischen Botschaft letzte Woche an) und das späte Sorbischlernen. Irgendwann reiße ich mich (nicht als Letzte) los und mache mich auf den Heimweg. Dabei höre ich sorbische Musik von einer Playlist, die eine Internetbekanntschaft von mir zusammengestellt hat. Zuhause im zurück im Bett fange ich dann nochmal mit dem Online-Sorbischkurs an, vielleicht halte ich ja beim dritten Versuch länger durch.