14.05.2024 – Knapp 11 Kilometer…

…werde ich heute gelaufen sein. Wie man sich denken kann, passiert das so nicht im Homeoffice. Der Wecker klingelt eine halbe Stunde früher (aber zwei Minuten nach dem Aufwachen), denn ich muss vor der Arbeit noch Dinge erledigen. Nach den üblichen morgendlichen Verrichtungen packe ich meinen Rucksack fürs Büro, vergesse die Yogamatte und mache mich dann erstmal mit der S-Bahn auf nach Moabit, wo ich in einer Arztpraxis ein Rezept abholen muss. Seit die Ärztin gezwungenermaßen umgezogen ist, ist das immer eine kleine Weltreise, die auch noch eine ganze Menge Fußweg beinhaltet. Aber: Gut fürs Schrittziel und heute auch gut für Überstundenabbau. Nach einem flinken Check der über Nacht eingegangenen E-Mails (nichts Dringendes) lasse ich das Diensthandy nämlich die ganze Zeit unberührt stecken, bis ich wirklich im Büro bin. Davor aber jedenfalls noch Rezept abholen (Nix E-Rezept, ich bekomme Papier ausgehändigt, das unterschrieben werden muss, weswegen ich noch etwa zehn Minuten warten muss, bis die Ärztin zwischen zwei Patientinnen Zeit dafür hat), Medikament abholen und zweimal U-Bahn fahren.

Die Praxis hat die Fenster schön

Ich bin dann um 10 im Büro, drehe eine Begrüßungsrunde, kippe mir Milch ins mitgebrachte Müsli und habe beim Essen ein erstes Brainstorming mit einem Kollegen. Dann gehe ich die E-Mails im Detail durch und beantworte, was zu beantworten ist. Danach langes Meeting zu viert vor Ort und mit Ostfriesland zugeschaltet. Nochmal E-Mails und dann ist es Zeit fürs Mittagessen. Mit zwei Kolleg*innen und einem Hund laufe ich bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad zum Poké-Bowl-Laden und bestelle mir eine mit drei Sorten Rote Bete (Falafel, eingelegt und als Chips), Guacamole und Erdnussdressing, dazu hausgemachten Eistee.

Wieder zurück im Büro gibt es statt Kaffee eine kalte Cola gegen das Nachmittagstief, dann wieder E-Mails und dann ein Paket am Empfang abholen und bearbeiten. Noch diverse Tätigkeiten mit Leuten und Dingen vor Ort, ein paar Übersetzungskorrekturen und dann ist es Zeit für weitere Meetings, erst mit Chicago und dann mit Chicago und Nordengland. Als das zweite vorbei ist, ist es kurz nach 18 Uhr. Ich packe meine Sachen zusammen, wasche meine Colatasse ab, drehe eine Kontrollrunde und schließe Fenster und Türen (ab) und verlasse dann das Büro gegen viertel 7 – eine knappe Überstunde abgebaut, yay!

Dann telefoniere ich noch kurz in der Sonne stehend mit dem Liebsten, bevor ich mit der U-Bahn zum Yoga fahre. Heute sind wir zu viert und es klappt größtenteils gut, nur sind die hauseigenen Matten noch dünner als meine, was mir direkt Knie- und Ellbogenprobleme macht, so dass ich bei einigen Übungen aussetzen muss. Nach der Session vor dem Heimweg ein letzter Check des Diensthandys – 19 E-Mails in den zwei Stunden seit dem letzten. Einige lese ich noch, aber geantwortet wird erst morgen. Dann laufe ich durch den lauen Frühsommerabend nach Hause, mache mir dort aus Kartoffelresten von gestern einen schnellen Salat zum Abendbrot und gehe dann beizeiten Schlafen. Zu Müde für Zauberberge heute, es geht direkt mit dem Hörbuch nach Venedig und ins Traumland.

13.05.2025 – Monday Monday

Und da geht sie wieder los, die Arbeitswoche. Trotz ausgiebigem im Bett herumlümmeln sitze ich pünktlich – sogar kurz vor 9 – mit Müsli und Mate am Schreibtisch. Nach vier Tagen Abwesenheit gibt es eine dreistellige Anzahl E-Mails durchzusehen, aber erfreulich wenig davon mit akutem Handlungsbedarf. Ich verschaffe mir einen Überblick, antworte hie und da auf Dinge und dann ist es auch schon 10 und das erste Meeting steht an – mit Lichtenberg, Pankow, Hamburg, London und Valencia. Währenddessen ist meine Chefin in Nordengland auch online gekommen und schickt Aufgaben ans Team. Denen kann ich mich jetzt nur eine halbe Stunde widmen, dann geht es weiter mit dem nächsten Meeting.

Mit Ostfriesland, Lichtenberg, Biesdorf und Nürnberg überziehe ich ordentlich, so dass ich trotz vorzeitigen Abbruchs zehn Minuten später zum Anschlussmeeting mit London komme – das passt aber, wir haben beide genug zu tun und beenden unser Meeting dann trotzdem pünktlich. Danach noch ein, zwei Telefonate – eins mit Nürnberg beruflich und dann noch eins mit dem Liebsten – und dann kann ich mich mit Verve in die Aufgaben werfen. Inzwischen ist fast das ganze Team im selben Dokument unterwegs und wir werden uns Kommentare hin und her. So schaffe ich es erst gegen 14 Uhr in die Mittagspause, als das Gleiche wohl auch in England ansteht.

Ich gehe ins Draußen, meine neue Powerbank in einem Handyladen abholen, in die sie ein Paketdienst am Freitag gebracht hatte, und dann noch schnell etwas Kleinkram einkaufen – heute mal in einem anderen Laden, schon dauert es länger, gibt einiges nicht in Bio und eine Selbstzahlkasse haben sie auch nicht. Nach einer Stunde bin ich mit belegtem Brötchen, Apfel und einer zweiten Mate zurück am Platz. Ich erledige Dinge, die außer dem dringenden und wichtigen Dokument anstehen. Um 16:30 dann ein Meeting mit Madrid und Maine und dann ab 17 Uhr mit dem kompletten Team. Statt unserer normalen Meeting-Agenda (die wird auf morgen verschoben), beackern wir das Dokument zu Ende. Feierabend ist dann erst kurz vor 7.

Ich telefoniere nochmal mit dem Liebsten und gehe dann raus an die frische Luft, in dem Versuch, die Arbeit aus meinem Kopf zu verbannen.

Mit Podcast auf den Ohren bringe ich erst Müll weg und drehe dann eine sehr ausführliche Runde, bis zum Park, drumherum und wieder zurück. Das Schrittziel habe ich locker in der Tasche! Wieder zuhause mache ich mir schnelle Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl zum Abendbrot.

Dann geht es in die Badewanne und gegen 23 Uhr ins Bett. Die Katzen geben mir relativ wenige Varianten, mich um sie zu wickeln, aber heute ist das alles egal, ich schlafe ohne größere Umstände ein und dann auch fast durch.

12.05.2024 – Wochenendeende

Endgültig wach werde ich, als der Liebste gegen halb 9 das Liegen aufgibt und Kaffee kocht. Den gibt es dann im Bett, bis kurz nach 9 die anderen dazukommen und wir frühstücken. Gegen 10 packt der Liebste seine Sachen und läuft durch den Wald zurück zur Bushaltestelle – die Höhle ruft, mir wäre das aber viel zu hektisch gewesen. Stattdessen frühstücke ich in Ruhe zu Ende, mache mich ganz entspannt bereit für den Tag, helfe beim Frühstückstisch abräumen und packe dann meinen Rucksack. Dann ist noch eine ganze Weile Zeit, bis der nächste Bus kommt (alle drei Stunden hat man hier die Gelegenheit).

Ich mache es mir auf dem Steg gemütlich, blogge, mache Tschechisch und Italienisch und lese ein wenig, bis es windiger und damit im Schatten endgültig zu kalt wird. Also lege ich mich stattdessen auf der sonnigen Waldlichtung hin, das ist auch angenehm und duftet herrlich nach Kiefernnadeln. Kurz vor 1 ergibt sich dann als Alternative zum Bus sogar eine schnelle Autofahrt zum Bahnhof. Dann geht es mit RegionalExpress und S-Bahn nach Hause, ohne die lange Busfahrt braucht man dafür nichtmal anderthalb Stunden.

Zuhause begrüßen mich fröhlich zwei Katzen, die mich mit insgesamt drei Kotzeflecken empfangen – einen direkt vor der Wohnungstür, einen am Schreibtisch, einen auf der Bettdecke. Juhu, Alltag! Ich putze also Flecken weg, beziehe das Bett neu, packe meinen Kram aus, stelle eine Waschmaschine an und mache es mir dann mit der letzten Feierabendlimonade und der Post auf dem Balkon gemütlich. Da ich so früh zuhause bin, habe ich ja noch jede Menge Sonntag übrig.

Ich kann mich sogar zu Sport durchringen, das erste Mal seit dem letzten Infekt halte ich es für eine nicht zu risikoreiche Idee. Danach belohne ich mich mit meiner Runde spanischen Nougat (Pistazie, Orange, Honig-Zitrone, vom Bruder des Molekularküchengurus, der selbst Patissier ist).

Dazu gibt es ein paar Seiten im Zauberberg und dann ein ungeplantes Mittagsschläfchen. Kurz nach 18 Uhr bin ich wieder wach und bastle mir zum Rest Zoodles von gestern plus Spinat und Erbsen eine asiatische Erdnusssauce, nicht schön, aber lecker.

Dazu und danach gibt es zwei Filme aus dem DVD-Regal. Ich habe die Idee, einfach alphabetisch durchzugehen und Sachen zu gucken, die ich lange nicht gesehen habe. So werden es (500) Days of Summer und 2 Tage Paris (auf 12 Monkeys habe ich keine Lust). Beides würde wohl grob in die Kategorie RomCom fallen, ist aber weitaus vielschichtiger. Vom ersten Film ist Jahre später eigentlich nur noch der Soundtrack gut (und die schauspielerischen Leistungen sowie die Idee der Zeitsprünge), inhaltlich ist das alles nicht gut gealtert. Und auch der zweite Film ist eher anstrengend, aber hat halt Julie Delpy und ihre Eltern dabei.

Danach ist es zu spät für den eigentlichen Plan, sich noch in die Wanne zu legen. Stattdessen telefoniere ich nochmal mit dem Liebsten und dann ist Schlafenszeit. Langes Wochenende vorbei, es folgen vier Tage Arbeit und dann wieder vier Tage Wochenende (eigentlich ein guter Modus).

11.05.2024 – See die Dritte, Grillen die Zweite

Nach etwas weniger erholsamer Nacht zu diversen Polarlichtbildern in allen Timelines aufgewacht. Als das losging, lag ich schon lange im Bett, ich habe mir aber auch sagen lassen, dass es hier zu bewölkt war, um irgendetwas zu sehen. Aber sieht ja auch auf Fotos gut aus, das passt schon. Ansonsten lässt sich der Tag sehr ähnlich an wie gestern. Erst ein ausgedehntes Frühstück, dann ein Arbeitseinsatz im Wald (Laubsäcke befüllen und mehr Zeug zusammenrechen), dann ab auf den Steg und am Wasser chillen (zwischendurch noch die Waldmeisterbowle ansetzen!)

Neben all dem begleite ich den Liebsten virtuell durch den Supermarkt und dann den öffentlichen Nahverkehr, der ihn am späten Nachmittag zu uns führt, rechtzeitig zum Aperitivo.

Irgendwann verlagert sich das Geschehen dann zurück in den Wald, zu einer ausgedehnten Grillung mit neun Personen.

Und nach dem Grillen geht es dann natürlich wieder ans Wasser, pünktlich zum Sonnenuntergang mit Gin Tonic als Sundowner.

Mit Laternen halten wir es dann noch eine ganze Weile draußen aus, aber irgendwann wird es doch zu kalt und die Runde löst sich auf. Zu viert hocken wir dann noch bis nach Mitternacht im Häuschen zusammen, bis es für alle Schlafenszeit ist.

10.05.2024 – Liegekur

Mitten im Wald schläft es sich ganz ausgezeichnet, bis auf ein bisschen Vogelkonzert ist es still und dunkel und als ich dann endgültig (zum dritten Mal) wach bin ist es dann schon nach 9. Nach dem ersten Telefonat mit dem Liebsten wird irgendwann kurz nach 10 der Frühstückstisch gedeckt, ausgiebig gespeist und dann geht es raus in den Wald. Erst ein wenig herumliegen und Bloggen, dann kurz auf den See gucken und den Schwänen „Guten Tag“ sagen.

Dann ist Zeit für „Bewegung an frischer Luft“, heute mit Wald fegen, aka Laub, trockenes Grad, Kiefernzapfen und sonstige Biomasse zusammenrechen. Hinterher wieder ausgiebige Liegekur, diesmal am Wasser. Kurz bevor ich mittagsschläfrig werde, fällt mir ein, dass noch Waldmeister gepflückt werden muss, damit es ihn morgen Abend als Bowle geben kann, und ich drehe nochmal eine kleine Runde.

Zurück im Liegestuhl ist dann schon fast Kaffee- und Kuchenzeit…

…die dann fast nahtlos in Aperitivo-Zeit übergeht.

Ich muss dann wieder den Steg hüten, während die anderen das Abendessen vorbereiten, das es heute direkt am Wasser gibt.

Wir sitzen noch am Wasser, bis es zu kühl wird, dann geht es nach Drinnen an den Ofen, zu spanischem Nougat und Orangenlikör. Gegen 23 Uhr ist allgemeiner Aufbruch in die Betten.

09.05.2024 – Vitamin See

Ich erwache um 6 aber habe immerhin durchgeschlafen. Der Wecker klingelt um 7, da bin ich schon weit in meiner Morgenroutine drin. Nach dem Bloggen stehe ich auf, schreibe mit dem Liebsten (heute morgen haben wir beide keine Zeit zum Telefonieren) und packe meinen Rucksack für ein langes Wochenende am See. Neben dem Kram, den ich so brauche, habe ich Brötchen, Erdbeeren und Eier dabei – Dinge, die die anderen nicht so gut mit dem Fahrrad transportieren können. Früher als ich müsste breche ich dann auf, um mir am Alex noch einen Kaffee und ein Croissant (mit Zitronencreme!!) für die Fahrt zu holen. Dann sitze ich 20 Minuten am Gleis, warte auf den RegionalExpress und beobachte die Touristenschlange, die sich am Fernsehturm zu bilden beginnt.

Der Zug ist ordentlich voll, ich ergattere noch einen Platz auf dem Notsitz – zum Glück, denn am Obstbahnhof steigen ganze Völkerwanderungen ein, alles will aufs Land, ins Grüne, an die Bollerwagenstrecken. Am ersten Brandenburger Bahnhof steige ich schon wieder aus und warte dann 20 Minuten auf den Bus, der mich in einer guten Dreiviertelstunde ans Ziel bringt. Von der Haltestelle geht es dann noch gute 20 Minuten durch den Wald und dann bin im Häuschen am See angekommen und es gibt gemütliches Frühstück inkl. Sekt.

Danach erstmal Mittagsruhe draußen unter Bäumen, bis der Sonnenschirm einen bedauerlichen Unfall hat und es in der Sonne zu heiß wird. Jetzt ist es direkt am See warm und sonnig genug und wir wechseln auf den Steg. Lesen, aufs Wasser gucken, Dösen, Haubentaucher und Enten beobachten, vorbeitreibende Floße und vorbeipaddelnde Kanus im Auge behalten, Vögeln, Hunden und plantschenden Kindern lauschen…

Irgendwann wird es Zeit für einen Aperitivo, um den sich mein Bruder großzügig kümmert.

Als der ausgetrunken ist, gehen die anderen in die Küche und bereiten das Abendessen vor, ich muss leider draußen bleiben und aufs Wasser gucken, da die Küche zu klein ist. Als es auf dem Steg zu frisch ist, gehe ich mit etwas überziehen und dann ist es auch schon Zeit, zum Grillen aufzubrechen.

Es gibt Rippchen aus dem Dutch Oven, Lachs, mit Hackfleisch gefüllte Champignons, Surimi, Grillkäse, Mais, diverses gegrilltes Gemüse, grünen Spargel (den man ja im Gegensatz zu weißem gut essen kann – mein Bruder ist der gegenteiligen Ansicht), Nudelsalat und Gemüsesalat. Wir trinken dazu noch mehr Sekt, schmausen und erzählen zu siebt, bis es auch an Land zu kühl wird, um draußen zu sitzen. Dann geht es wieder nach Drinnen, an den bollernden Ofen, mit Gin Tonic für die anderen, einem Keks für mich und nochmal viel Erzählerei, bis kurz nach 11 für alle der Hammer fällt.

Nebenbei schreibe ich übrigens die ganze Zeit mit dem Liebsten hin und her, der morgens erst mit dem Auto von Süddeutschland nach Westdeutschland gefahren ist und dann mit dem Zug von Westdeutschland zurück nach Berlin, mit allen Scherereien, die man so auf seiner Deutsche-Bahn-Bingokarte haben kann. Als die Nachricht kommt, dass er jetzt zuhause ist, mache ich dann auch das Licht aus und schlafe nach einer halben Seite Zauberberg auf dem Kindle ein.

08.05.2024 – Hoch die Hände, Weltkriegsende

Als Meme gesehen und sehr gefreut. Nicht so erfreulich war die Nacht, extrem stückig und mit viel Halsschmerz und jetzt auch wieder produktivem Husten. Fühlt sich fast an, als würde die Erkältung in die dritte Runde gehen. Körper, was machst Du da? Naja, heute noch und dann ist nicht nur Weltkriegs-, sondern auch Wochenende, sogar mit Luftveränderung. Wegen des Weltkriegsendes haben heute übrigens Tschechien und Frankreich frei, wegen Himmelfahrt morgen Deutschland, Frankreich, Belgien und die Niederlande. Es ist also für viele eine kurze Woche und das zeigt sich dann unter anderem auch darin, dass am eigentlich meetingfreien Mittwoch direkt mal vier Meetings stattfinden.

Vorher aber lese ich E-Mails und mache diversen Kleinkram, während ich Mate und Blutorangensaft trinke (getrennt, nicht gemischt) und Müsli esse. Ich lese eine Umfrage Korrektur und schicke sie an die globale Belegschaft, arbeite mit einem Kollegen in Bangalore an einem Dokument, das ich dann an die Kollegin in Südengland weiterreiche und fasse meine Resultate einer Recherche zusammen. Dann ist es Zeit für Meeting Nummer 1, mit London. Hinterher muss ich mich kurz sammeln für Meeting Nummer 2, also gieße ich Balkonpflanzen, lege Wäsche zusammen und stelle die Waschmaschine an, während ich meine Meinung und meinen Kenntnisstand sortiere. Dann eine gute Stunde Meeting mit Ostfriesland, Wilmersdorf, Biesdorf und irgendwo unterwegs. Im Anschluss ist es kurz nach 14 Uhr und Zeit für die Mittagspause.

Ich drehe eine Runde durch den Kiez und erledige Einkäufe – beim Bäcker (Die beiden Damen überreden mich sehr charmant, mehr zu kaufen und am Ende kostet es dann deutlich weniger als befürchtet.), beim Erdbeerhäuschen (Die nette Dame ist ganz aus dem Häuschen (hihi), als ich „mit Karte bitte“ sage und dann aber mein Handy an das Lesegerät halte und dann klappt das auch noch!) und im Supermarkt (ereignislos). Ich trage alles heim und mache mir Brötchen mit Süßkartoffelaufstrich, veganer Salami und Käse, dazu Aprikosen). Damit geht es zurück an den Schreibtisch.

Ich fange an, meinen Wochenbericht zu schreiben, bereite schon mal Sachen für die nächste Woche vor, mache für die zwei Tage meiner Abwesenheit eine Übergabe im Projektmanagement-Tool, richte Abwesenheitsnotizen ein… 16:30 dann das nächste Meeting, mit Chicago. Ein für 17:00 angesetztes war am Morgen abgesagt worden, aber das um 17:30 findet dann statt, mit Chicago, Südengland und Nordengland. Direkt am Anfang kommt der DHL-Bote (natürlich) und lässt sich sehr viel Zeit damit, mir ein Paket für mich und zwei für Nachbar*innen zu überreichen, während die Kolleg*innen im Hintergrund wichtige Dinge besprechen. Das Meeting zieht sich dann statt der angesetzten 25 Minuten eine gute Stunde (Gut, dass ich nicht wie ursprünglich geplant schon heute Abend losfahre), danach erkläre ich dem einen Kollegen noch etwas und dann ist gegen Dreiviertel 7 endlich Feierabend, Wochenende usw.

Jetzt erstmal Paket auspacken – der neue Kabel-Receiver ist da und ersetzt gleich sowohl den alten als auch den FireTV-Stick. Aus zwei Fernbedienungen wird eine und ich gewinne ein Ladekabel, juhu. Dann ist Zeit für Abendbrot. Die Reste vom Fenchel von Montag wandern mit Gemüsebrühe in den Ofen. Während das vor sich hin bäckt, putze ich den Teil vom Bad, den der Mitbewohner mir übrig gelassen hat, bringe Müll weg und werfe meinen Wahlbrief ein. Zum Weltkriegsendejubiläum meine Stimme für die Europawahl abgegeben, wie passend.

Den Fenchel gibt es dann mit ordentlich Parmesan, die nicht verdampfte Brühe trinke ich aus, zum Nachtisch eine Blutorange. Dazu und danach insgesamt drei Folgen Loudermilk, nebenbei Packliste für morgen früh schreiben und dann ab in die Badewanne. Kurz vor Mitternacht liege ich mit dem Zauberberg im Bett.

07.05.2024 – Fast wie gesund

Irgendwas läuft in der Nacht unrund beim Schlafen. Nach einem nicht unüblichen Aufwachen kurz vor 5 schlafe ich nicht wie sonst wieder ein, trotz diverser Versuche des Kopf Ausschaltens mit erst Hörbuch, später Lesebuch. Gegen 6 gebe ich auf, jetzt würde es sich eh nicht mehr lohnen, denn der Wecker klingelt um 7. Ich hole mir eine Mate vom Balkon und beginne die morgendliche Internetrunde. Beim Bloggen ruft dann der Liebste an, der gerade das Teilzeitkind in die Schule verabschiedet hat. Nach dem Telefonieren und fertig Bloggen stehe ich dann auf und mache mich bürofertig – ich halte mich für weitgehend wieder gesund, huste nur noch ab und zu und sondere letzte Reste Schleim ab.

In der Tram mache ich Tschechisch und Italienisch, in der U-Bahn beginne ich den Arbeitstag und sortiere E-Mails. Im Büro angekommen dann erstmal Begrüßung aller Anwesenden (inkl. Hund), Kaffee, Müsli und Abarbeiten von E-Mails und Kleinkram. Dann kommt um 11 das erste Meeting des Tages, zu viert vor Ort und Ostfriesland zugeschaltet. Das geht anderthalb Stunden und direkt im Anschluss kommt Besuch – eine ehemalige Kollegin mit ihren beiden Möpsen. Gemeinsam mit dem Bürohund und seiner Besitzerin hole ich die drei unten ab, so dass sich die Vierbeiner unten erstmal beschnuppern können. Draußen klappt das alles gut und niedlich, aber als der Bürohund merkt, dass seine neuen Freunde jetzt mit nach oben kommen, wird er territorial und muss mit seiner Besitzerin zurück in einen Meetingraum.

Die Möpse und Besitzerin kommen hingegen mit ins Großraumbüro und werden allseits freundlich begrüßt. Nach ausführlichem Hallo gehe ich mit den Dreien in eine Salatbar in der Nähe (um die Ecke vom alten Büro) und esse dort eine Rote-Linsen-Suppe. Wir erzählen uns, was in den letzten fünf Jahren so passiert ist und verabreden uns ohne konkreten Zeitpunkt dazu, demnächst mal im Mauerpark zusammen Boules zu spielen – die ehemalige Kollegin macht das neuerdings semiprofessionell, mit festem Team, Wettbewerben und Meisterschaften.

Um 14 Uhr bin ich zurück im Büro für einen kleinen Meeting-Marathon. Erst mit Bangalore, dann wieder zu dritt vor Ort mit Ostfriesland zugeschaltet, dann mit Madrid, dann mit Nordengland-Südengland-Chicago, während dem ich entsprechend der Nachrichtenlage mal eben den Titel des CEOs auf unserer Corporate Website anpasse. Immerhin wird ein Meeting mit London, das auch noch gewesen wäre, auf morgen vertagt. Danach noch ein wenig Dinge abarbeiten und mit Kollegen besprechen, bis sich gegen 17 Uhr die Reihen lichten. Die Hundebesitzerin und ich machen jetzt eine kleine Inspektion von Räumlichkeiten, Möbel und Inventar, denn demnächst soll es noch mal eine optimierende Umräumaktion geben. Die Ergebnisse töckel ich dann noch ins Projektmanagement-Tool ein und dann ist es 18:30 und ich mache Feierabend.

Ich nehme die U-Bahn zum Yoga und mache unterwegs den Wahlomaten zur Europawahl – kein überraschendes Ergebnis. Dann eine schöne Yoga-Runde, ohne Abschalten beim Shavasana denn der Kopf rödelt noch voller Arbeitsdinge weiter. Hinterher laufe ich zurück nach Hause und habe dann mal wieder 13.000 Schritte auf dem Tacho. Zuhause mache ich mir Abendbrot – Spaghetti mit einer fancy Version der Puttanesca – mit neben Schalotte, Knoblauch, Oliven, Kapern und Tomatenstückchen auch noch einer Burrata und Basilikum vom Balkon.

Das esse ich dann ab kurz vor 22 Uhr, dazu gibt es ein Radler und einen Teil vom ersten ESC-Halbfinale – während der Abstimmung mache ich den Fernseher aus und mich bettfertig. Gegen 23 Uhr liege ich mit dem Zauberberg im Bett und fahre nochmal das volle Programm mit Erkältungssalbe und Lutschtabletten, denn im Laufe des Abends hat sich der Husten wieder intensiviert…

07.05.2024 – Fast wie gesund

Irgendwas läuft in der Nacht unrund beim Schlafen. Nach einem nicht unüblichen Aufwachen kurz vor 5 schlafe ich nicht wie sonst wieder ein, trotz diverser Versuche des Kopf Ausschaltens mit erst Hörbuch, später Lesebuch. Gegen 6 gebe ich auf, jetzt würde es sich eh nicht mehr lohnen, denn der Wecker klingelt um 7. Ich hole mir eine Mate vom Balkon und beginne die morgendliche Internetrunde. Beim Bloggen ruft dann der Liebste an, der gerade das Teilzeitkind in die Schule verabschiedet hat. Nach dem Telefonieren und fertig Bloggen stehe ich dann auf und mache mich bürofertig – ich halte mich für weitgehend wieder gesund, huste nur noch ab und zu und sondere letzte Reste Schleim ab.

In der Tram mache ich Tschechisch und Italienisch, in der U-Bahn beginne ich den Arbeitstag und sortiere E-Mails. Im Büro angekommen dann erstmal Begrüßung aller Anwesenden (inkl. Hund), Kaffee, Müsli und Abarbeiten von E-Mails und Kleinkram. Dann kommt um 11 das erste Meeting des Tages, zu viert vor Ort und Ostfriesland zugeschaltet. Das geht anderthalb Stunden und direkt im Anschluss kommt Besuch – eine ehemalige Kollegin mit ihren beiden Möpsen. Gemeinsam mit dem Bürohund und seiner Besitzerin hole ich die drei unten ab, so dass sich die Vierbeiner unten erstmal beschnuppern können. Draußen klappt das alles gut und niedlich, aber als der Bürohund merkt, dass seine neuen Freunde jetzt mit nach oben kommen, wird er territorial und muss mit seiner Besitzerin zurück in einen Meetingraum.

Die Möpse und Besitzerin kommen hingegen mit ins Großraumbüro und werden allseits freundlich begrüßt. Nach ausführlichem Hallo gehe ich mit den Dreien in eine Salatbar in der Nähe (um die Ecke vom alten Büro) und esse dort eine Rote-Linsen-Suppe. Wir erzählen uns, was in den letzten fünf Jahren so passiert ist und verabreden uns ohne konkreten Zeitpunkt dazu, demnächst mal im Mauerpark zusammen Boules zu spielen – die ehemalige Kollegin macht das neuerdings semiprofessionell, mit festem Team, Wettbewerben und Meisterschaften.

Um 14 Uhr bin ich zurück im Büro für einen kleinen Meeting-Marathon. Erst mit Bangalore, dann wieder zu dritt vor Ort mit Ostfriesland zugeschaltet, dann mit Madrid, dann mit Nordengland-Südengland-Chicago, während dem ich entsprechend der Nachrichtenlage mal eben den Titel des CEOs auf unserer Corporate Website anpasse. Immerhin wird ein Meeting mit London, das auch noch gewesen wäre, auf morgen vertagt. Danach noch ein wenig Dinge abarbeiten und mit Kollegen besprechen, bis sich gegen 17 Uhr die Reihen lichten. Die Hundebesitzerin und ich machen jetzt eine kleine Inspektion von Räumlichkeiten, Möbel und Inventar, denn demnächst soll es noch mal eine optimierende Umräumaktion geben. Die Ergebnisse töckel ich dann noch ins Projektmanagement-Tool ein und dann ist es 18:30 und ich mache Feierabend.

Ich nehme die U-Bahn zum Yoga und mache unterwegs den Wahlomaten zur Europawahl – kein überraschendes Ergebnis. Dann eine schöne Yoga-Runde, ohne Abschalten beim Shavasana denn der Kopf rödelt noch voller Arbeitsdinge weiter. Hinterher laufe ich zurück nach Hause und habe dann mal wieder 13.000 Schritte auf dem Tacho. Zuhause mache ich mir Abendbrot – Spaghetti mit einer fancy Version der Puttanesca – mit neben Schalotte, Knoblauch, Oliven, Kapern und Tomatenstückchen auch noch einer Burrata und Basilikum vom Balkon.

Das esse ich dann ab kurz vor 22 Uhr, dazu gibt es ein Radler und einen Teil vom ersten ESC-Halbfinale – während der Abstimmung mache ich den Fernseher aus und mich bettfertig. Gegen 23 Uhr liege ich mit dem Zauberberg im Bett und fahre nochmal das volle Programm mit Erkältungssalbe und Lutschtabletten, denn im Laufe des Abends hat sich der Husten wieder intensiviert…

06.05.2024 – Fast normaler Montag

Beim Aufwachen fühle ich mich weiterhin nicht mehr krank, ein wenig angedätscht noch und das eine oder andere Symptömchen bleibt mir bestimmt noch eine Weile erhalten, aber es ist völlig klar, dass ich aufstehen werde und arbeiten werde und ich freue mich sogar ein bisschen auf dieses Arbeiten. An einem Montag. Aber wann bin ich schon normal?

Ich stehe auf, mache Tee (Ingwer-Zitrone) und Müsli (Erdbeer-Schokokeks mit frischem Apfel) und setze mich an den Schreibtisch. Erste Amtshandlung: Das Eurovision-Tippspiel an den Start bringen. Keine Minute später schreibt mich ein polnischer Kollege an und sagt mir, dass ich aus Versehen zweimal Irland dabei habe, ich kann das aus dem Stand korrigieren und statt der irischen Fahne die ukrainische an den entsprechenden Song pappen – wie so eine, die sich mit Eurovision auskennt. Dann passt alles und die Kolleg*innen freuen sich und tippen fleißig.

Zweite Amtshandlung ist das Finalisieren und Versenden eines internen Newsletters, das klappt dann sogar ganz fehlerfrei. Dritte Amtshandlung nach einer Stunde Arbeit: Das erste Meeting des Tages, heute mit Lichtenberg, Pankow und Valencia. Danach ist erstmal ein wenig Luft und ich suche mir Aufgaben aus dem Projektmanagement-Tool aus, da wird man immer fündig. Ich bin die einzige in meinem Team, die schon arbeitet – England hat Feiertag, Paris Urlaub und Chicago schläft noch. Also mache ich ein bisschen Recherche und Dokumentation, bis zum nächsten Meeting um 11 – mit Ostfriesland und Nürnberg. Direkt im Anschluss dann nochmal Valencia, diesmal aber auf Italienisch-Englisch, nicht auf Deutsch wie vorhin. Danach ist Mittagspause.

Da ich mein Müsli erst spät aufgegessen habe, halte ich mich nicht mit Essen auf, sondern telefoniere mit dem Liebsten, während ich die Spülmaschine ausräume und Müll zum Runterbringen bereitstelle. Dann geht es nach draußen – Müll weg, Altglas weg und dann ein Kontrollgang durch den Kiez. Am neuen Eisladen wird noch fleißig gewerkelt, das dauert noch bis zur Einweihung. Ansonsten alles der Jahreszeit und dem Wetter entsprechend, viele Menschen beim Mittagessen in der Außengastronomie.

Ich drehe die Runde so, dass ich nach genauer einer Stunde Pause wieder am Schreibtisch sitze. Jetzt ein wenig Textarbeit und noch ein Telefonat mit Ostfriesland, dann habe ich wieder Freiraum. Gerade als ich anfangen will, mal ganz in Ruhe Dinge durchzulesen und mich für Zukünftiges inspirieren zu lassen, hat schon wieder jemand eine Aufgabe für mich gefunden, mit der ich locker bis in den Feierabend und darüber hinaus komme: Eine Seite im Intranet muss aktualisiert werden und das verlangt nach Abstimmung mit diversen Stakeholdern, von denen ich bei einigen erst herausfinden muss, wer sie überhaupt sind, die anderen schreibe ich direkt an und teilweise bekomme ich sogar schon die benötigten Antworten.

Am Nachmittag bekomme ich dann doch ein Hüngerchen und esse ein Käsebrot mit saurer Gurke. Dann noch ein Call mit Chicago, als mein Teamkollege seinen Arbeitstag beginnt. Ich führe ihn durch ein Tool, das normalerweise mein Revier ist, mit dem er aber sowohl heute weit nach meinem Feierabend als auch am Ende der Woche, wenn ich freihabe, arbeiten muss. Das klappt ganz gut, auch wenn er sich eine zweite Session für Mittwoch auserbittet, weil es doch ganz schön komplex ist, wenn man das zum ersten Mal macht.

Ziemlich genau um 18 Uhr klappe ich den Laptop zu. Ein kurzes Schwätzchen mit dem Mitbewohner, der von seinem ersten Gig mit der neuen Band am Wochenende berichtet, der überraschend gut gelaufen ist. Hoffentlich spielen sie bald nochmal, wenn ich dabei sein kann! Dann gehe ich nochmal raus, um im italienischen Supermarkt Salzkapern zu kaufen – und was mir dort sonst noch über den Weg läuft. Erstaunlicherweise haben sie noch Tarocco-Blutorangen, die ersten und einzigen, die ich davon in dieser Saison essen werde, dabei sind sie mir die Liebsten. Fenchelsamen-Taralli sind auch endlich wieder da, sogar mehrere Marken – vielleicht gab es eine globale Fenchelsamenknappheit? In den letzten Monaten fehlte bei allen Marken immer genau diese Sorte…

Wieder zuhause mache ich mir Abendbrot – Fenchel-Blutorangen-Salat mit Oliven und Kapern, dazu Taralli, eine Probierportion Safran-Risotto vom Mitbewohner und eine Pflaume-Kardamom-Limonade zur Feier des Abends.

Danach höre ich ein wenig Hörbuch und spiele dazu, telefoniere mit dem Bruder für die Wochenendpläne und mit dem Liebsten für das allgemeine Wohlbefinden. Gegen 9 bereits mache ich mich fertig für „mit Buch ins Bett“ – es ist wieder Zauberberg-Zeit – und dann schlafe ich wohl schon so gegen 10 ein.

Gelesen:

Gayle, meine Zimmernachbarin vom Food-Writing-Kurs in Sizilien vor neun Jahren, hat anlässlich des Holocaust-Gedenktags nochmal ihren Blogpost über die Lagererfahrung ihrer Großeltern geteilt, lesenswert!