09.05.2026 – Vereinzelt

Einzelkatz Noosa und ich hatten dann doch eine erstaunlich ruhige Nacht zusammen, mit nur einer Unterbrechung und Schlaf bis kurz nach 5. Dann wird erstmal ausführlich gekuschelt. Heute ist sie auf jeden Fall ruhiger als gestern und freut sich über die viele Aufmerksamkeit, die sie von mir bekommt. Nebenbei schreibe ich mit dem ehemaligen Mitbewohner, der seine liebsten Fotos von Nimbin schickt und Erinnerungen teilt.

Igendwann starte ich in den morgendlichen Reboot, irgendwann viel später stehe ich auf und mache mir Frühstück und ihr dann natürlich auch. Ab heute geht das Einzelkatz auf Diät, nach der Völlerei der letzten Wochen. Wir wollen doch noch ein schönes, gesundes und langes Leben zusammen haben.

Wir erobern uns heute auch den Balkon als schönen Ort zurück. Am Anfang macht Noosa noch einen großen Bogen um die Stelle, an der Nimbin gestern lag, später legt sie sich dort aber selbst mehrfach hin und chillt. Wir telefonieren mit dem Liebsten und dann werde ich langsam unruhig und will Sachen machen, muss aber warten, bis Noosa aufwacht, die auf meinem Schoß schläft.

Dann geht es los – Wäsche, ein bisschen Haushalt, ein paar Pläne. Am späten Vormittag verlasse ich zum ersten Mal die Wohnung und lasse das Einzelkatz allein (Die Mitbewohnerin hat sich noch nicht gerührt.) Ich bringe Müll weg und hole im Baumarkt noch ein paar Pflanzen für den Blumenkasten, in dem Nimbin nie wieder liegen wird und für den sich Noosa noch nie interessiert hat.

Als ich zurückkomme, macht die Mitbewohnerin sich gerade Frühstück und Noosa liegt entspannt auf dem Bett. Erster Schritt geglückt. Ich topfe Thymian um, verteile die anderen Pflanzen, hänge die Wäsche auf und dann kuscheln Noosa und ich ein bisschen, als der Hase ein Foto von Nimbins Grab schickt. Wir schreiben ein wenig und gerade als ich richtig emotional werde klingelt der Liebste. Noosa verzieht sich erstmal wie immer unters Bett und wir setzen uns ein bisschen auf den Balkon.

Dann folgt nochmal ein Arbeitseinsatz – wir runderneuern das Katzenklo und dann bringe ich mehr Müll runter und der Liebste saugt die Wohnung durch – hier war ja die letzten Wochen komplett Land unter, erst ich krank, dann Nimbin… Es ist nötig. Zwischendurch kommt Noosa hervor und der Liebste kann ihr wenigstens kurz Hallo sagen. Für längere Interaktionen ist keine Zeit, denn wir müssen los. Mit Straßenbahn und S-Bahn fahren der Liebste und ich nach Mitte für eine Erledigung. Danach gibt es zur allgemeinen Aufmunterung Donuts und koffeinhaltige Getränke.

Ich bringe den Liebsten zur Bahn und fahre selbst zurück nach Hause. Ich bin noch gar nicht richtig angekommen, da klingelt die Nachbarin und holt ein Paket ab. Erst danach kommt Noosa raus und will erstmal ausführlich mit mir kuscheln und spielen. Längere Zeit weggehen scheint OK, fordert aber Tribut. Ich mache mir Gedanken, wie es werden wird, wenn ich demnächst mal wieder tage-, wochenend- und wochenweise unterwegs sein werde. Langsam heranführen, denke ich. Eins nach dem anderen. Heute ist heute. Und heute will Noosa offensichtlich richtig spielen. Seit Ewigkeiten mal wieder hole ich Katzenspielzeug hervor und Noosa jagt erst Bällchen und dann Snacks. Aber nicht zu viele, sie ist ja auf Diät.

Mein kleiner Schatten folgt mir auf Schritt und Tritt. Sie war ja schon fast immer sehr auf mich fixiert, aber gerade ist es besonders intensiv. Wir kuscheln uns aufs Sofa und ich schaue eine Folge Lidia Poët (auf Italienisch mit italienischen Untertiteln, ich verstehe aber fast besser, wenn ich die nicht mitlese) dann mache ich uns Abendbrot. Katzenfutter für Noosa, für mich Spaghetti mit Butter, Bottarga, Zitrone und Petersilie.

Ich schaue noch zwei Folgen der neuen Staffel Running Point, dann fallen mir die Augen zu und wir wechseln ins Bett. Halb 11: Licht aus.

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