Weiß

Gestern Abend die Geburtstagsparty eines lieben Freundes. Da er uns glaubhaft versprach, dass er nur einmal 33 werden würde, taten wir ihm den Gefallen, uns komplett in Weiß zu gewanden. Das bedeutete für mich den Einkauf von Hose, Schuhen und Shirt, aber was tut man nicht alles für einen gelungenen Abend.

Und das war er wirklich: Ein Partyraum mit Terrasse über den Dächern Friedrichshains, liebevoll mit Klopapier dekoriert; ein Büffet mit Weißwurst, Weißkraut, Weißbrot, weißen Baisers, Marshmallows und einem Kuchen mit weißem Frosting; und eine Menge Menschen, die sich fast alle dem Weißzwang unterwarfen – auf höchst unterschiedliche Weise. Zitat des Gastgebers: “Wir sehen aus wie in der Raffaelo-Werbung.”

Schön war, dass der Abend nicht zur reinen Mottoparty degenerierte. Ein filmisches Werk des Geburtstagskindes an der Wand – mit Darstellern, von denen einige unter den Gästen waren – und eine wilde Musikmischung – immer wieder unterbrochen vom Ende des Liedes und “Was soll ich jetzt spielen”? – boten die perfekte Untermalung für die schönsten, sexiesten, verrücktesten und grazilsten Tanz-Eskapaden. Hach, Berlin…

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