Film und Schrott

Zwei Dinge, die erstaunlich viele Berührungspunkte haben. Hier soll es jetzt jedoch nicht um schlechte Filme gehen, sondern ums Entrümpeln. Decluttering heißt das bei der FlyLady. Die Logik dahinter ist, sein Leben (und seine Wohnung) nur mit den Dingen zu füllen, die man wirklich liebt und die einem ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Das reduziert die Menge an Zeug, verschafft gute Laune und lässt sich leichter aufräumen und saubermachen. Eine Situation voller Wins also.

Im Zuge des Declutterings habe ich schon etliche Tüten voller Klamotten und “Zeug” entsorgt, zur Kleiderspende gebracht oder zum Verschenken zurechtgestellt. Eine Kiste Bücher wandert im Laufe der Woche jetzt zum Café Tasso. Oh war das schwer, Bücher zu entrümpeln. Deswegen ist auch nur etwa ein Zwanzigstel aller Bücher in die Kiste gewandert. Bücher machen nun einmal glücklich und sind auch noch unheimlich dekorativ.

Das nächste Projekt waren die Filme. Hier ist es mir gelungen, mich von VHS-Kassetten zu trennen, wenn ich die Filme bereits auf DVD habe oder seit Jahren weder gesehen noch vermisst habe. Nichtsdestotrotz bleiben noch etwa 20 Videos übrig. Von DVDs ganz zu schweigen, denn davon mag ich keine einzige entbehren. Zumal ja monatlich durchschnittlich ungefähr zehn dazukommen (Angebotskäufe, selbstverständlich, keine meiner DVDs hat mehr als 10 Euro gekostet, die meisten gabs für unter 7 Euro).

Bleiben aber noch die Unmengen an aus dem Fernsehen mitgeschnittener Filme. Dazu muss man wissen, dass meine Eltern es geschafft haben, mir bis ich 17 war die Freuden (?) des Privatfernsehens vorzuenthalten. Es gab zwei, später drei, später vier öffentlich-rechtliche Fernsehsender. Und es gab Videos. Und es gab die Möglichkeit, tolle Spielfilme aufzunehmen, wenn sie spät in der Nacht liefen. Oder wenn sie einfach so großartig waren, dass man sie öfter sehen wollte. Oder wenn Schauspieler mitspielten, die toll waren. Oder wenn Freunde die Filme toll fanden. Oder wenn die BRAVO die Filme toll fand.

Wie auch immer – massenhaft selbstbespielte VHS-Kassetten, ordentlich durchgenudelt vom Immer-Wieder-Sehen, versetzt mit Werbung, teilweise verlorenen Enden und Anfängen etc. etc. Auch durch diese Regalbretter bin ich gerade durchgegangen. Ergebnis: Ungefähr 5 Videos einfach so entsorgt. Bei den anderen Abgleich mit der DVD-Sammlung, wieder einige entsorgt. Alles andere wanderte auf den Amazon-Wunschzettel und einiges wurde sofort bestellt. Da sind so viele “Klassiker”. Nicht unbedingt gute Filme, aber Filme die ich tausendmal gesehen habe, die ich mitsprechen kann und die meine Kindheit und Jugend geprägt haben.

Ja, es gibt Streams, ja man kann sich Filme herunterladen, ja es gibt Videotheken. Aber mal ehrlich – bei Büchern und Filmen gilt: Besitzen! Hoffen wir nur, dass sich DVD noch eine Weile gegen Blu-ray behaupten kann und nicht demnächst das nächste tolle, praktische und formschöne Medium auf uns zurollt. Sowas kann echt teuer werden…

PS: Zum Thema Film gibt es demnächst noch einen Post – hat mit heute Nacht zu tun.

PPS: Das Aufwachsen mit wenigen Fernsehsendern hat mir nur insofern geschadet, als dass ich bis heute bei gewissen Gesprächen einfach nicht mitreden kann – ich habe diese ganzen Serien einfach nie gesehen! Gleichzeitig hat es eine gewisse Nerdigkeit was Filme, Musik und das Internet angeht befördert – ob das positiv oder negativ ist, mögen meine Mitmenschen entscheiden…

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