It ain’t over ’til it’s over!

Es ist nicht vorbei, bevor es nicht vorbei ist, möchte ich all den Menschen zurufen, die – beeinflusst von Gehirnwäsche einer Verschwörung, wie ich vermute – von einem Stimmungswechsel auf dem Jahreszeitenbarometer faseln. 

Der Sommer ist die wichtigste und schönste Jahreszeit von allen. Mein Kalender sagt, er fängt an meinem Geburtstag an und er hört am 22. September auf. Bis zur Bundestagswahl überhöre ich also sämtliche Unkenrufe, genieße die Sonne, die Sommerfrüchte, das Eis und das Draußenherumlungern. Außerdem fahre ich in einer Woche für drei Wochen in den Sommerurlaub und werde dort im Atlantik baden, an Lagerfeuern sitzen und so richtig einen auf große Ferien machen.
Wenn dann einen Tag nach der Wahl die Stimmung im Land eh am Boden ist, weil immernoch die falschen regieren (die Richtigen werden es wohl erst in einer rot-rot-grün-orangenen Koalition, vielleicht), dann könnt Ihr meinetwegen Herbst machen. Ich fang frühestens nach dem Urlaub damit an.
Frei nach den Wise Guys:
Jetzt ist Sommer/
Egal, ob man schwitzt oder friert/
Sommer ist, was in Deinem Kopf passiert!

Zu viele Zahlen

Im Moment ist es hier sehr ruhig, was unter anderem, nicht nur, aber auch, daran liegt, dass in meinem Kopf gerade so viel verschiedenes herumschwirrt und um Aufmerksamkeit heischt.

Auf Platz 1 steht selbstverständlich die Arbeit. Unsere Abteilung wird gerade prozesstechnisch gehörig durcheinander gewirbelt, in der Urlaubszeit und bei unglücklicherweise recht hohem Krankenstand. Da die beiden Instanzen über mir aus ebensolchen Gründen nicht da sind, übernehme ich teilweise deren Aufgaben mit und habe nebenbei ein Auge auf Vieles.
Auf Platz 2 steht die Wohnungssuche, die uns ordentlich in Beschlag nahm. Zum Glück ist die jetzt erfolgreich abgeschlossen, aber natürlich tauchen sofort neue Themen auf: Schlüssel, Ausmessen, Raumplanung, Farbgebung, was kommt mit, was kommt weg und wann kümmern wir uns darum sowie die Logistik von Wohnungskündigung, solidarischer Wohnungsweitervermittlung (es sucht ja wirklich jeder gerade), Malern, Laminat verlegen und schlussendlich umziehen und die Altwohnungen übergabefertig machen.
Drittens haben wir uns die letzten Wochen auch damit beschäftigt, sechs kleine Katzenkinder möglichst gut zu vermitteln, die auf dem Hof des Mannesbruders auftauchten, aber ihm nicht gehörten. Vier haben wir geschafft, die letzten zwei Rabauken nehmen wir jetzt höchstwahrscheinlich selbst, aber eben erst nach dem Umzug. Da der aber erst in 3 Monaten ist, besteht die Überlegung, die Biester schonmal nach Berlin zu holen und bei zweien ihrer Ziehgeschwister (und deren Dosenöffnern) einzuquartieren, damit sie sich schonmal an das Wohnungs- und Balkonleben gewöhnen und der Schock dann nicht erst mit 6 Monaten auf sie wartet. Oder sollte man ihnen so lange wie möglich die freie Streunerei auf dem Land gönnen? Expertenmeinungen gerne in die Kommentare…
Nummer Vier ist das Quiz, das heute stattfindet und für das es wir jeden Monat galt, ein möglichst starkes und zuverlässiges Team zu finden. Hat ganz gut geklappt, aber wie immer muss man mit kurzfristigen Absagen, Krankheitsfällen etc. jonglieren.
Die 5 ist das dieswochenendliche Familientreffen, bei dem viele Dinge verschiedenen Leuten mitzubringen sind.
Sechstens musste ich dem Finanzamt mitteilen, dass ich die Steuererklärung noch nicht machen kann und dem Wahlamt, dass ich briefwählen werde.
Weil wir nämlich (6.) in zwei Wochen für drei Wochen in den Urlaub fahren. Dafür müssen noch einige Übernachtungen und Treffen mit Freunden organisiert werden. 
Immerhin habe ich dann aber mal 21 Tage lang Ruhe vor den Punkten 1-5 und vielleicht mal Zeit, mich um Punkt 7 zu kümmern: den Städtetrip mit vier Freundinnen aus der Schulzeit, den ich zum Geburtstag bekommen habe und der am Wochenende nach unserer Rückkehr stattfindet.
Irgendwann danach ist dann vielleicht auch mal wieder Zeit für so lapidare Dinge wie einkaufen, Wäsche waschen, saubermachen und Co…

Tagebuch-5 im August

Krass, schon wieder ein 5. und Zeit für’s Tagebuchbloggen. Die Zeit fliegt, aber nicht so sehr, wie einige meinen. Es ist Anfang August und einige Miesepeter erzählen schon was von Herbst. Aber ohne mich! Hier ist erstmal Sommerbefehl bis zu meinem Urlaub, der startet im September. Wenn ich dann wiederkomme, dann können wir nochmal drüber reden.

Aber ich verhaspele mich, es soll ja hier um meinen Tag heute gehen.

Angefangen hat er um 8, unsinnigerweise wache ich im Moment meistens genau dann auf, obwohl mein Wecker mir noch eine halbe Stunde Zeit lassen würde. So konnte ich aber heute morgen wenigstens noch ein wenig Hausarbeit erledigen und trotzdem ungehetzt im Büro erscheinen. Dort erwartete mich ein Stück selbstgebackener Karottenkuchen von meiner Kollegin. Ein unerwartet guter Start in die Woche also…

Den ersten Teil der Mittagspause verbrachte ich in der Wohnung meiner Eltern, für die ich gerade den Briefkasten leere und die Blumen gieße. Außerdem wartete ein Handwerker auf Einlass. Er fragte zwar noch, wann meine Eltern denn wieder da seien, aber meine Antwort “November, glaube ich.” hat ihn dann doch etwas erstaunt. War aber zum Glück schnell gemacht, auch wenn ich mit seinem Dialekt (Vogtland, Thüringen? Irgendwie so…) arge Probleme hatte. Wir konnten uns dann aber verständigen.

Teil Zwei fand dann beim Koreaner statt, mit zwei Kollegen. Zusätzlich zu unserem gewählten Gericht bekamen wir alle noch eine Misosuppe, eine fleischige Vorspeise, eine Nachspeise und einen Kaffee angeboten bzw. hingestellt. Für 5,00 € (Mittagstisch) oder 6,50 € (A la carte) mehr als fair, auch wenn uns weder die Vor- noch die Nachspeise geschmeckt haben. Merkwürdiger Laden… Aber die Hauptgerichte und die Misosuppe sind gut. Auf dem Rückweg gabs dann noch ein Eis (Mango/After Eight) und dann gings zurück auf Arbeit.

Während all dem befand sich der Mann übrigens auf der Rückfahrt vom Festival und gab zwischendurch Wasserstandsmeldungen ab – gegen Ende wurden sie immer ungehaltener, weil er mitten in die Berliner Rush Hour hereinkam… Das gab mir dann jedoch Zeit, nach der Arbeit noch schnell einzukaufen und eine Art Blätterteig-Pizza mit Tomaten, Birnen, Rosmarin und Ziegenfrischkäse in den Ofen zu stecken… Gutes Essen macht ja grummelige Männer meistens wieder locker. Wenn mein Plan aufgeht, steht uns noch ein gemütlicher Sommerabend bevor… 🙂