Später Triumph

Als Leistungskurse habe ich damals Deutsch und Englisch gewählt, als es ans Studieren ging, war klar, dass die Richtung beibehalten wird. Aus einem Wust an Möglichkeiten von Lateinamerikanistik über Nordamerikastudien bis hin zur Niederlandistik habe ich mich dann – vor allem wegen des Studienorts Rostock – für Anglistik/Amerikanistik und Politikwissenschaft entschieden.

Die ganze Zeit während meines Studiums und in der Phase nach meinem Abschluss, als es an die Jobsuche ging, musste ich Fragen beantworten wie: Was wird man denn damit? Warum lernst Du nicht was vernünftiges? Die Worte “brotlose Kunst” fielen auch gehäuft. Gleichzeitig mehrten sich bei den Kommilitonen und Mit-Absolventen die Sorgen, sich für den falschen Weg entschieden zu haben.

Inzwischen sind alle aus meinem engeren Kreis in Lohn und Brot und recht zufrieden mit ihren Jobs und Gehältern. Und jeden Morgen, wenn ich gegen 10 Uhr ausgeruht und relaxt ins Büro schlendere, demonstrativ gähne und die seit Stunden durch die Gänge hastenden ehemaligen BWL-er, die an ihren Telefonen hängen und noch nicht gefrühstückt haben, mit einem fröhlich lächelnden “Guten Morgen” begrüße und ihre verzweifelt-tragischen Antwortblicke sehe, denke ich mir: “Doch das Richtige studiert…”

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