Antworten

bosch stellt Fragen. In seinem Blog. Vermutlich würde es ihn tierisch nerven, wenn man diese Fragen stöckchenartig für seinen eigenen Blog missbraucht. Aber erstens sind die Fragen interessant, zweitens mag ich Fragen und drittens, nunja… Was bosch nicht nervt: Nichts. Eben. Und vielleicht kann ja jemand was mit den Antworten anfangen.

Betrinkst Du Dich manchmal, wenn Du allein bist? 
-Nein.

Hast Du ein Emotion-Abo? 
-Nein

Magst Du Bärte? 
-Ja

Glaubst Du an die Liebe? 
-Ja

Und an große Brillen? 
-Ich glaube nicht nicht an große Brillen.

MP3 oder Vinyl?
-Aus Beschaffungs- und Usability-Gründen ersteres. Aber ich mag auch Vinyl.

Hast Du Nina Pauers Artikel geliked?
-Nein

Liest Du die Packungsbeilage?
-Meistens

Duftet es nach Rosen, wenn Du pupst?
-Immer

Was ist in Deinem Jutebeutel?
-Portemonnaie, Smartphone, Schlüssel, Kopfhörer, der Rest je nach Jahreszeit

Weinst Du im Kino?
-Manchmal

Wenn ja, hast Du Papier- oder Stofftaschentücher dabei?
-Mit Glück Papier

E-Mail oder handgeschöpftes Büttenpapier?
-E-Mail

Hast Du schöne Füße?
-Geht

Entenküken oder Welpen?
-Welpen

Wann hast Du zuletzt einen Baum umarmt?
-Ist eine Weile her

Singst Du unter der Dusche Songs von The National oder William Fitzsimmons?
-The National

Welche ist Deine Lieblings-Bionade?
-Orange-Ingwer

Farb- oder Schwarz-Weiß-Film?
-Farbe (außer Down By Law und Dead Man)

Wie findest Du Yoga-Männer?
-Jut

Fragst Du mich, was ich denke?
-Evtl.

Liest Du auf dem Klo “Psychologie heute”?
-Nein

Gehst Du barfuß durch den Morgentau?
-Im Zweifel ja

Hast Du einen Karton, in dem Du alte Liebesbriefe aufbewahrst?
-Ja

Wenn Du ein Flauschhase wärst, welche Farbe hätte Dein Fell?
-Dunkelgrau

Frozen Yogurt oder Bubble Tea?
-Bubble Tea

Machst Du die vernünftigen Dinge zuerst?
-Nein

Kannst Du Photosynthese erklären?
-In groben Zügen

Weißt Du, welches Jahr wir haben?
-Wenn ich gerade im Büro bin, ja, sonst wechselnd

Wärmflasche oder Kirschkernkissen?
-Wärmflasche, damit bin ich aufgewachsen

Wie oft sagst Du “hach”?
-Durchschnittlich wohl 1-2 Mal am Tag, hängt von meinen Gesprächspartnern ab

Liest Du auf Bühnen aus Deinem Tagebuch vor?
-Nein

Ob ich mich mit meinen Antworten jetzt endgültig ins Aus geschossen habe? Werde es wohl nie erfahren…

Das übliche Jahresendstöckchen

Zugenommen oder abgenommen?

Erst zu-, dann wieder abgenommen. Beides unbewusst. Der Wendepunkt war wohl der 5. Oktober.

Haare länger oder kürzer?
Länger, wobei ich, glaube ich, Anfang des Jahres mal Spitzen schneiden lassen war.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Keine Veränderung

Mehr ausgegeben oder weniger?

Vermutlich eher mehr.

Der hirnrissigste Plan?

Hirnrissig war eigentlich keiner. Der verrückteste war vielleicht, ganz alleine auf eine Kreuzfahrt rund um Europa zu gehen. Hab ich dann aber auch nicht gemacht. Stattdessen gings nach Pittsburgh und Nova Scotia.

Die gefährlichste Unternehmung?

Dazu fällt mir nun wirklich nichts ein. Es sei denn man zählt „durch dunkle Straßen etc. laufen“ und „mit Fremden im Liegewagen fahren“ dazu.

Die teuerste Anschaffung?

Flugtickets. Wenn die nicht zählen, mein neuer Fernseher.

Das leckerste Essen?

Sowas kann man mich doch nicht fragen. Die größten Neuentdeckungen waren zumindest das Suriya Kanthi, das ASIN und das Bejte Ethiopia,

Das beeindruckendste Buch?

Ausnahmsweise mal keine Belletristik, sondern Malte Weldings „Frauen und Männer passen nicht zusammen – auch nicht in der Mitte. Warum die Liebe trotzdem glücklich macht.“ Habe ich dieses Jahr insgesamt dreimal gelesen und an mehrere Freunde verschenkt bzw. empfohlen. Anders als man denken könnte handelt es sich nicht um Ratgeberlektüre, auch wenn ein paar Ratschläge drin sind. Es steckt viel Wahres drin über den Menschen und vor allem die heutige Gesellschaft. Und viel Lustiges. Und es war der Grundstein für eine mitunter merkwürdige, definitiv bemerkenswerte, Freundschaft.

Der berührendste Film?


Ich habe in diesem Jahr zum ersten Mal P.S. I Love You gesehen 😉 Der letzte Harry Potter war das Ende einer Ära und somit eher als Meilenstein berührend. Musste an all die Zeit denken, die vergangen ist seit Teil 1 und was so alles passiert ist. Am meisten Lust auf Essen und Reisen hat Eat Pray Love gemacht. Hmmm. Eine bessere Antwort habe ich leider nicht, 2011 war eher ein Jahr der Serien.

Das beste Lied?

Supershirt – Die langweiligsten Orte der Welt

Das schönste Konzert?

Hmm.. The National, Morrissey, Ringo Starr, Kathy Kelly, Kraftclub, Smashing Pumpkins, Kelly Family, Supershirt? Fragt man nach dem emotional schönsten Konzert, ist es eindeutig das der Kelly Family ;), das musikalische Highlight waren wohl The National.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Mir selbst ist eine schöne und wahre Antwort. Auf Platz Zwei wäre wohl: dem Job.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Guten Freunden.

Vorherrschendes Gefühl 2011?

Limbo (und ich meine nicht den Tanz)

2011 zum ersten Mal getan?


Äthiopisch gegessen, Sri Lankisch gegessen, Singapurisch gegessen, Koreanisch gegessen, Nachtzug gefahren, eine Wurzelbehandlung über mich ergehen lassen, nach der Trennung in der Wohnung wohnen geblieben, wildfremden Menschen Details aus meinem Liebesleben erzählt

2011 nach langer Zeit wieder getan?

Meine Spontanantwort ist zu privat fürs Verbloggen. Also: Tanzen gewesen und geblieben, bis die Lichter angehen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Liebeskummer. Wurzelbehandlung. Mir fällt kein drittes ein, das ist wohl ein gutes Zeichen.

2011 war mit einem Wort…?

Überraschend.

Zwei Königreiche für ein Lama und ein Alpaka


Alle, wirklich alle, müssen diese Seite genaustens studieren – es gibt so viel zu entdecken. 

To Do: Mouseover über dem Logo oben links, Fotos der Alpakas anschauen, entdeckt den Lama-Malkurs nach Bob Ross, kauft Lamakot im Shop und und und… (Für alle, die’s schon kennen eine freundliche Erinnerung an Zeiten, in denen man ein Lama braucht :)) 

Hier gehts lang: 

http://www.maerkischer-lamahof.de/

Reisepläne

Dieser derzeitige Freundschaftsansturm bringt es mit sich, dass ich dieses Jahr noch ganz schön viel herumkommen werde, wie es aussieht. Wenn alles klappt, wie es soll, fahre ich nächste Woche noch einmal nach Rostock, übernächste Woche nach Schwerin und am ersten Dezemberwochenende nach Strasbourg! Zugfahren, rausgucken, träumen, lesen, Freunde treffen, Orte sehen, tanzen gehen… I love it!

Internet und Real Life in Berlin

Hach dieses Internet. Wer mich auch nur ein bisschen kennt, weiß ja, wieviel Zeit ich damit/darin verbringe. Von der Informationsbeschaffung über die Kommunikation mit Freunden und Familie, über Spiele, Musik, Filme, Serien bis hin zur Arbeit  – alles läuft zum großen Teil übers Netz. Dank BlackBerry passiert das nicht nur zuhause und im Büro, sondern auch in der Bahn, beim Shoppen, beim Verlaufen, bei Freunden zuhause… Foursquare, Twitter, Facebook, E-Mails, alles ist ständig dabei.

Ein Nebeneffekt davon ist, dass sich das „Internet“ immer mehr in die „reale Welt“ einschleicht. Beim Erleben wird in Gedanken mitgetwittert, Kommentare werde antizipiert… Und ich erkenne mitunter bekannte Blogger/Twitterer auf der Straße oder im Park. Ich bin zwar in diesen Kreisen nicht wirklich, wenn überhaupt nur passiv, drin, aber je länger ich in Berlin lebe, desto mehr lerne ich diese Menschen „kennen“, die mir früher in Rostock immer so unglaublich weit weg erschienen.

Vor einiger Zeit teilte ich mir für ein paar Monate ein Büro, das ehemalige des Bildblog, mit Stefan Niggemeier. Auf einer Lesung frotzelte ich beim Buchkauf mit dem Vergrämer. Ich kann Euch schon jetzt dieses Buch empfehlen, das erst nächstes Jahr erscheinen wird – die Teile, die ich bis jetzt kenne, haben sehr viel Spaß gemacht. Und heute Nacht träumte ich von Mr. Coffee And TV. Und da wundert sich jetzt noch einer, dass ich so viel und gerne online bin?

Danke liebes Internet, danke liebe Blogger, danke Twitter, danke Facebook und vor allem danke großartiges Berlin!

Filme gucken geht :D

Es ist bewiesen, Filme gucken geht. Somit sind die folgenden Wochen wohl kein Problem mehr 😉 Ich mag meinen neuen Fernseher wirklich sehr. Lachkrämpfe bei Eurotrip, mal wieder.

Ausnahmezustand

Trennungen sind Ausnahmezustand. Man wird in seinen Bedürfnissen auf das Wesentliche zurückgeworfen. Isst man sonst zu relativ geregelten Zeiten, meistens mit anderen Menschen, so ist dieses Bedürfnis nach einer Trennung auf ein Minimum reduziert. So wirklich Appetit hat man nicht. Ich kann mich in der Theorie an kulinarischen Leckereien erfreuen, mich an ein vollgestelltes Brunch-Büffet wünschen usw., aber in der Praxis sagen Gaumen und Magen: Och nö, lass mal. Erst wenn eine gewisse Hungermarke erreicht wird, lässt man sich dann doch hinab, etwas zu essen und zwar weit weniger kultiviert, als man es sonst gewöhnt ist: Im Stehen oder Gehen, Automatenfraß, Eis um Mitternacht (direkt aus der Packung)…

Ähnlich ist es mit dem Schlafen. Ich habe diese Woche (teilweise noch Jetlag-bedingt) nie vor 2 Uhr morgens geschlafen und war dementsprechend den ganzen Tag über müde. Trotzdem war ich halt nie in der Lage, am nächsten Abend früher zu schlafen. Gestern nun war ich endlich so hinüber, dass ich schon gegen 10 im Bett lag und vor 11 rettungslos weggepennt bin. Wach war ich dann allerdings auch schon kurz vor 6. Sobald das unmittelbare Bedürfnis gestillt ist, ist man wieder voll da.

Lesen ist auch so eine Sache. Lesen kann ich grad nicht. Normalerweise atme ich ein Buch nach dem Anderen weg, aber momentan fehlt es mir an der nötigen Konzentration. Selbst für längere Texte im Internet reicht es nicht. Serien gehen, Filme habe ich noch nicht probiert. Es fehlt die Fähigkeit, sich in etwas zu verlieren. Ich habe in den letzten Wochen (vielleicht auch zur Ablenkung von den immer gravierender erscheinenden Problemen) täglich diverse Stunden in ein Online-Spiel gesteckt, das mich im Moment einfach nicht fesseln kann.

Mein Kommunikationsbedürfnis ist derzeit groß, erstreckt sich aber nur auf bestimmte Leute. Das sind vor allem enge Freunde sowie Männer, an denen ich mal intensiver romantisch und/oder erotisch interessiert war. Oder flüchtige Bekannte und Kollegen, mit denen ich gerade NICHT über die Situation sprechen muss. Was eher nicht geht, sind Familie oder Freunde, die den Verfall dieser Beziehung nicht so mitbekommen haben und also Informationsbedarf haben. Vielleicht, weil mein Denken gerade eher auf die Zukunft ausgerichtet ist (Überlebensinstinkt und Selbstschutz gemischt), als auf das gerade Beendete.

Interessant ist, dass trotz dieses Einschnitts vieles auch einfach gleich bleibt. Ich kann genauso gut herumalbern, ich lache über dieselben Dinge, ich kann mich einigermaßen gut auf die Arbeit konzentrieren, ich interessiere mich für ähnliche Themen im Internet… Tagespolitik hingegen ist mir im Moment herzlich egal, ebenso wie der Zustand meiner Wohnung (Also, der ist nicht egal, aber mir fehlen Kraft, Motivation und Wille, um so richtig aufzuräumen und zu putzen und das ist irgendwie OK für mich.) oder Punkte auf meiner To Do-Liste, die im Moment einfach mal warten müssen.

Ist jetzt nichts Neues, aber an diese Gefühle erinnert man sich wahrscheinlich einfach nicht, wenn man nicht aktuell davon betroffen ist. Insofern hab ichs mal aufgeschrieben, for future reference.

Abschlüsse und Anfänge

Dieser 5. Oktober ist ein Tag der Abschlüsse und Anfänge.

  • Heute vor 11 Jahren kam ich mit meinem ersten Freund zusammen
  • J. (siehe letzter Beitrag) hat heute seine Verteidigung bestanden und heißt jetzt J., Ph.D.
  • Steve Jobs ist tot
  • Mio und ich beschlossen heute, ab jetzt besser Freunde zu sein

Abschlüsse und Anfänge…

Pittsburgh-Nachlese

Was ist es nur mit dieser Stadt? Vor sechs Jahren, als ich J. kennenlernte, hörte ich zum ersten Mal mehr von Pittsburgh als nur den Namen. Und seitdem taucht es überall wieder auf – im Kontext großartiger Menschen. First and foremost natürlich J. selbst, der, wie ich feststellen durfte, auch nach so langer Zeit immernoch ohne Schwierigkeiten in die Liste meiner favourite people in the world kommt – irgendwo in den Top 20 würde ich sagen – und das ist weit oben, dafür dass wir uns nur alle drei Jahre sehen.

Aber dann hat der Gute auch noch einen ganzen Haufen toller Freunde, von denen ich immer so aufgenommen werde, als gehörte ich schon immer einfach dazu. Diverse famose Menschen. Dazu noch die Familie (von Grandma über „Oma“ und „Opa“ bis hin zu den beiden Nichten und dem Neffen, mit diesen Kids bin ich irgendwie seelenverwandt!)

Aber man darf nicht denken, dass alle Pittsburgh-greatness sich nur um J. schart. Nein, auch andere Freunde von mir machen dieselbe Erfahrung. Eine Freundin, Italienerin, lebt mit ihrem quirky, nerdy, vegetarian Pittsburgher (T.) seit Jahren glücklich in Liverpool. Ein anderer Freund wird seine green, open-minded, cosmopolitan Pittsburgherin (K.) nächstes Jahr heiraten. J., T. und K. kennen sich nicht, haben nur durch mich voneinander gehört. Aber ich bin sicher: Sie würden sich verdammt gut verstehen.

Irgendwas muss im Wasser der drei Flüsse sein, dass eine bestimmte Art von Leuten hervorbringt. Und einer davon ist mein CEO, der mit J. zur Schule gegangen ist. Er leitet die am schnellsten wachsende Firma aller Zeiten und schafft es trotzdem, quirky, funny und politisch engagiert zu sein. Gotta love the ‚burgh…

The ‚burgh

Der erste Stop meines Urlaubs ist Pittsburgh. Andy Warhol kam daher, Christina Aguilera, Andrew Mason… Und ein Freund, den ich besuchen werde. Das letzte Mal war ich 2005 dort, zu Thanksgiving. Leider habe ich aufgrund eines verspäteten Fluges das Essen verpasst. Zum Glück gab es jedoch genügend leftovers, um sich noch die nächsten Tage davon zu ernähren. Der Aufenthalt dort war ganz zauberhaft, man könnte sagen, die Vereinigten Staaten präsentierten sich von ihrer besten Seite: herzlich, warm, familiär und multikulturell.

Ich staunte über die verschiedenen Thanksgiving-Rezepte, die in jeder Familie von Generation zu Generation weitergegeben werden. Ich war hin und weg von der Gastfreundschaft von Menschen, die eigentlich gar nicht viel mit mir zu tun hatten und mir trotzdem ein Bett, eine Badewanne, eine Menge gutes Essen, diverse Drinks und sogar teure Zeitschriften für den Rückflug schenkten. Ich blätterte fasziniert durch diverse High School-Jahrbücher, disktutierte über grüne Energien, musste über die Cathedral of Learning lachen, bestaunte den Blick auf die Skyline bei Nacht und das Zusammenfließen von Monongahela und Alleghenny River zum mighty Ohio.

Irgendwie schien die Welt dort ganz in Ordnung zu sein und die Amerikaner gar nicht so oberflächlich, ignorant und beschränkt. Mag an der Stadt liegen, an der Landschaft, an den Unis, der Geschichte. Auf jeden Fall freue ich mich sehr, zurückzukehren. Eine knappe Woche werde ich diesmal dort verbringen, hoffentlich bei etwas wärmeren Temperaturen. Was auch gut ist:

„In 2007 Pittsburgh was named Top City for Geeks by Wired magazine […] „geek-friendly“ measures as its proximity to top-ranked engineering schools and the number of comic book stores […] per capita.“ (Insider’s Guide to Pittsburgh)